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 Betreff des Beitrags: The Crow - Die Krähe (1994)
BeitragVerfasst: 7. Feb 2014, 01:35 
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Originaltitel: The Crow
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Alex Proyas
Länge 97 Min.
Genre: Mystery, Drama, Action

Darsteller:
Brandon Lee
Ernie Hudson
Michael Wincott
Rochelle Davis
Bai Ling

Freigabr: FSK Keine Jugendfreigabe
Indiziert: Nein /Beschlagnahmt: Nein


WERTUNG: 10
HÄRTE: 4
BLUT: 3
ACTION: 8,5
HUMOR: 2,5
DRAMA: 9
SPANNUNG: 9


Handlung:
Nach einer alten Legende wurden die Seelen Verstorbener von einer Krähe in das Reich der Toten gebracht. Wenn allerdings etwas sehr Tragisches mit den Verstorbenen passiert war und die Seelen keine Ruhe fanden, konnte die Krähe die Toten auch wieder ins Diesseits zurückbringen, um den Fehler innerhalb von 2 Tagen zu korrigieren um endlich Ruhe zu finden. Dieses Schicksal traf auch Rockmusiker Eric Draven und seine Verlobte Shelly Webster. Sie wollten heirateten doch ein Tag vor ihrer Hochzeit werden sie in der "Nacht des Teufels" von einer Gruppe kriminellen in ihrer Wohnung Überfallen. Sie wird von den Männern vergewaltigt, zusammen geschlagen und erstochen. Eric wird erschossen und fliegt aus dem Fenster und ist sofort Tot. Seine Verlobte stirbt noch im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Genau einer Jahr Später wird Eric Draven mit Hilfe einer Krähe wieder zum Leben erweckt und beginnt einen Rachefeldzug. Dank der Krähe ist er jetzt Unsterblich und tötet einen nach den anderen, die für den Tot an ihnen und seiner Verlobte vor einem Jahr verantwortlich waren.


Kritik:
"Gebäude brennen und Menschen sterben, aber die wahre Liebe bleibt ewig"

Basierend auf der Comicreihe von 'James O' Barr' schuf der Regisseur "Alex Proyas" diesen sowohl düsteren so wohl als auch kaum an Faszination zu überbietenden MysteryThriller, der bis heute zu den besten Comicverfilmungen zählt und unter vielen Fans als Kult gilt, den man mindestens einmal gesehen haben muss. Liest man sich den Inhalt durch könnte man meinen, man hat es hier mit einem einfachen Rachefilm zu tun, aber dieser erweis sich als alles andere als platt oder stumpfsinnig, denn erstaunlicherweise schafft es der Regisseur die einfache Aussage über tiefen Glauben an Gerechtigkeit sowie wahre Liebe, und die im Grunde monotone Plot spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Dies ist nicht nur der mystischen und temporeich erzählten Story zu verdanken die einen in den Bann zieht sondern insbesondere der unglaublich dichten dreckigen Atmosphäre. Diese Mischung aus Mystery, Action, und Drama ist einfach nur wahnsinnig ergreifend und passt richtig gut zusammen, dabei wird die Atmosphäre die der Film trägt sehr düster und trostlos gehalten. Der Film spielt meisten in einer verregneten Nacht. Alles ist sehr grau und schwarz gehalten. Es brennt überall, scheinbar gibt es keine unbeschädigten Gebäude mehr und außerdem bekommt man das Gefühl als wolle die Sonne hier niemals wieder scheinen, alles wirkt hoffnungslos, Typen, die sich in dieser Stadt wohlfühlen, sind meist durchgeknallt und haben andere Vorstellungen von Recht und Ordnung als der überwiegende Teil unserer Gesellschaft, eine Stadt in der man wirklich nicht Leben möchte, nur die Rückblenden von Eric´s früheren Leben und der Überfall sind in hell bis dunklen rötlichen Tönen gehalten und lässt somit noch mehr Dramatik aufkommen. Nur in wenigen Szenen dominieren andere Farben oder helles Licht, wie beispielsweise, als der tote Eric auf seine Freundin Sarah trifft und das von einem Licht begleitet wird, dass Eric in einen fast heiligen Schein taucht. Auch wirkt alles recht altmodisch und stimmig. Die schnellen Kamerafahrten durch die dunkle Stadt können ebenfalls sehr gefallen, genauso wie die vielen Panoramabilder. Zu verdanken das der Film so gelungen ist, dürfte auch an Brandon Lee liegen, der hier als Schwarzer Rache-Engel vollkommen überzeugt, er spielt ihn so richtig innerlich zerrissen, reißerisch so wie poetisch. Zum allerersten mal spielt dieser eine Rolle mit Tiefgang und das sehr außergewöhnlich Glaubwürdig er beweist hier das er sehr viel an schauspielerisches Können besitzt, was ihn wohl die wenigstens zugetraut hätten. Er spielt die Zerrissenheit von Eric Dravon so glaubwürdig das man schon echt mit ihm fühlt und sogar Verständnis für sein Handeln bekommt, man merkt das er nur noch auf Gerechtigkeit aus ist und er erst wieder Ruhe und Frieden findet wenn er den Fehler mit Rache korrigiert hat, ja man wünscht ihn das sogar. Schade, dass Brandon so früh verstorben ist, denn aus ihm hätte auf jeden Fall noch ein ganz großer werden können, ich denke mal und ich glaube da sind sich viele einig, er hätte mit "The Crow" seinen endgültigen Durchbruch erlangt. Auch Ernie Hudson als abgehalfterter Polizist "Albrecht", die noch junge Rochelle Davis als "Sara" und auch Michael Wincott als charismatischen Oberbösewicht "Top Dollar" wissen allesamt zu überzeugen und machen ihr Rolle sehr glaubhaft und gut.
Was mir auch positiv aufgefallen ist, war der Soundtrack des Filmes, der meines Erachtens sehr gut ausgewählt wurde, der von The Cure mit "Burn", Nine inch Nails "Dead Souls" oder, Erics Gitarren Solo auf einen Dach eines Hauses oder von schnellen rockigen hin bis zu dramatischen Melancholischen und traurigen Melodien untermalt wurde, passender hätte dieser Soundtrack nicht sein können. Das alles wurde zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt und passt einfach nur super zum Film und lässt einen noch mehr fesselnd und emotional in den Bann ziehen. An Action wird auch einiges an tollen Szenen geboten. Shootouts, Autocrashs, Schlägereien, Messerstechereien und Schwertkämpfe. Das alles wurde auf sehr guten Niveau Choreographiert und sehr überzeugend rüber gebracht. An Martial Arts wird diesmal nicht so viel geboten wie in Brandons Vorgängerfilmen. Allerdings dient die Action hier sowieso nicht dem Selbstzweck, sondern unterstreicht die Brutalität des Filmes. Dennoch muss man auch sagen man hier keinesfalls ein splattriges Blutbad erwarten darf, denn zwar gibt es hier und da ein paar brachiale Szenen, dennoch arten diese nie in exzessive Gewaltorgien aus, was auch gut ist, denn solche Szenen hätten den Film nur geschadet und die sehr tolle Atmosphäre und die Geschichte an Glaubwürdigkeit zerstört

Alles in allem ist und bleibt "The Crow" ein Kultfilm über eine unsterbliche Liebe, Wiederkehr, Rache und dem Tod, mit einen super agierenden Brandon Lee, der leider während der Dreharbeiten ums leben gekommen ist und genau wie einst sein Vater "Bruce Lee" zu früh von uns gegangen ist. So mussten die letzten 15 Minuten des Filmes mit einer Computer-Animation und eines Doubles von Brandon ersetz werden." The Crow" bleibt ein Meilenstein dieses Genres und ist bis heute, trotz 3 weiteren Fortsetzung unerreicht. Für mich einer der besten Filme der neunziger und dieser Film verdient jede Ehrung eines Kultfilmes. Für jeden der sich ein "Filmfreak" nennt, sollte ihn mindestens einmal gesehen haben, wie ich finde ist dieses Meisterwerk absolut Pflichtprogramm. Von mir gibts 10/10 Punkten

*Ruhe in Frieden Brandon Lee*

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Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun!


And the eighth and final Rule: If this is your first Night at Fight Club, you have to fight!.



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 Betreff des Beitrags: Re: The Crow - Die Krähe (1994)
BeitragVerfasst: 7. Dez 2015, 18:41 
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The Crow - Die Krähe
(The Crow)
mit Brandon Lee, Rochelle Davis, Ernie Hudson, Michael Wincott, Bai Ling, Sofia Shinas, Anna Levine, David Patrick Kelly, Angel David, Laurence Mason, Michael Massee, Tony Todd, Jon Polito, Bill Raymond, Marco Rodríguez
Regie: Alex Proyas
Drehbuch: James O'Barr / David J. Schow / John Shirley
Kamera: Dariusz Wolski
Musik: Graeme Revell
keine Jugendfreigabe
USA / 1994

Der junge Rockmusiker Eric Draven und seine Verlobte Shelly werden in der Halloweennacht von der Bande des brutalen Gangsters Top Dollar ermordet. Ein Jahr später wird Eric von einer magischen Krähe zu neuem Leben erweckt. Unverwundbar und mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, sucht der unerbittliche Racheengel nach seinen Mördern und ihrem Auftraggeber. Seine einzigen Verbündeten im Kampf gegen das Verbrechen sind ein Police-Officer und ein kleines Mädchen.


Es gibt nicht wenige Leute die behaupten, das "The Crow - Die Krähe" seinen Kultstatus lediglich dadurch erlangt hat, das Hauptdarsteller Brandon Lee während der Dreharbeiten auf tragische Weise ums Leben kam. Damit würde man diesem großartigen Film aber keinesfalls gerecht werden, denn das Werk von Alex Proyas beinhaltet doch so viel mehr Dinge, die ihm einen wohl verdienten Ausnahmestatus verleihen. Ganz davon abgesehen, das es sich hierbei wohl ziemlich unbestritten um Lee's besten Film handelt, offenbart sich dem Zuschauer eine dunkel-düstere Fantasy Mär, die insbesondere in optischer Hinsicht mehr als nur überzeugen kann. Hinzu kommt die grandiose Kombination aus Rachethriller, Actionfilm und Fantasy Elementen, die in ihrer Umsetzung absolut brillant erscheint. Von der ersten bis zur letzten Minute offenbart sich in visueller Hinsicht ein extrem düster gehaltenes Szenario, denn in der dargestellten Welt scheint niemals die Sonne zu scheinen. Diese Optik lässt einerseits eine gewisse Tristesse in den Vordergrund rücken, passt aber absolut perfekt zu einer Geschichte, in der Verbrechen und Gewalt an der Tagesordnung stehen. Das Ganze erscheint fast so als würde man sich in einem Tim Burton Film befinden und die vorherrschende Trostlosigkeit des Szenarios überzieht einem stellenweise mit einer gewissen Schwermut, die man definitiv zu keinem Zeitpunkt so richtig abstreifen kann.

Brandon Lee gibt hier den gnadenlosen Racheengel, der genau ein Jahr nach seinem gewaltsamen Tod unter Mithilfe einer Krähe aus dem Grab steigt, um blutige Rache an den Mördern zu nehmen, die ihn und seine geliebte Partnerin unschön ins Jenseits befördert haben. Obwohl Proyas seine auf einem Comic basierende Verfilmung mit reichlich Action Passagen ausgestattet hat, definiert sich die Geschichte keinesfalls über diese Zutat. Es stehen vielmehr die Fantasy Elemente und romantische, ja fast märchenhafte Elemente im Vordergrund, ohne das die Erzählung dabei auch nur annähernd kitschig erscheinen würde. Es ist stattdessen alles absolut perfekt aufeinander abgestimmt und die Einflüsse der verschiedenen Genres halten sich jederzeit die Waage. Dadurch entsteht ein insgesamt herausragendes Gesamtbild, so das man "The Crow - Die Krähe" ohne Weiteres als filmisches Kunstwerk betiteln kann.

Es mag bestimmt nicht jeder so sehen, aber dieses Werk ist für mich eine der besten Comic Verfilmungen überhaupt und insbesondere in visueller Hinsicht ein echtes Meisterwerk. Auch nach nunmehr schon über zwei Jahrzehnten geht von den Ereignissen der gleiche Reiz aus und man kann sich der überwältigenden Faszination des Gesehenen unmöglich entziehen. In atmosphärischer Hinsicht handelt es sich um eine absolute Bombe und zudem geht es auch noch sehr spannend und äußerst actionreich zur Sache. Kein Wunder also, das die diversen Nachfolger es relativ schwer hatten im Schatten des Originals zu bestehen, wobei vor allem der 2005 erschienene "The Crow: Wicked Prayer" schon fast als eine Beleidigung anzusehen ist.

Letztendlich gibt es eben nur eine Krähe und das ist ohne Frage der verstorbene Brandon Lee. Zwar zählte der gute Mann zu keiner Zeit zu den größten Mimen, doch wird sein Name auf ewig mit seiner besten Rolle verknüpft sein, die er in vorliegendem Fall perfekt dargeboten hat. Natürlich liegt es wie eigentlich immer im Auge des jeweiligen Betrachters, aber "The Crow - Die Krähe" ist meiner persönlichen Meinung nach ein Meisterwerk des Dark Fantasy Filmes und gehört auf jeden Fall in jede gut sortierte Sammlung.


Fazit:


Auch nach über 20 Jahren strahlt dieser Beitrag immer noch die gleiche ungemein starke Intensität auf den Zuschauer aus, die man bei der damaligen Erstsichtung verspürt hat. Es gibt eben diese zeitlosen Klassiker und Proyas Werk muss man auf jeden Fall dazu zählen. Deshalb gibt es dann aus meiner Sicht an dieser Stelle nur eine mögliche Wertung und die lautet wie nicht anders zu erwarten...


...10/10


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 Betreff des Beitrags: Re: The Crow - Die Krähe (1994)
BeitragVerfasst: 27. Dez 2015, 20:35 
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Ein extrem starker Film, da er in seiner Gänze die dunkle Seite darzustellen vermag ohne gleich die ganze Zeit Horror zu sein. Man könnte ihn fast als Gothic-Film bezeichnen. Gibt glaube ich nur wenige Minuten Tageslicht zu sehen. Die folgenden Teile konnten sich nicht mit dem ersten Messen. Der Score ist außerdem Weltklasse gewesen und unterstreicht das düstere Ambiente. Für mich auch ein ganz klares Highlight. Habe ich aber auch schon länger nicht mehr gesehen. Alles andere als 10/10 wäre nicht gerechtfertigt.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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