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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Wishmaster (1997)
BeitragVerfasst: 21. Jul 2013, 16:07 
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Wishmaster
(Wishmaster)
mit Tammy Lauren, Andrew Divoff, Robert Englund, Chris Lemmon, Wendy Benson-Landes, Tony Crane, Kane Hodder, Tony Todd, Jenny O'Hara, Ricco Ross, Ted Raimi, John Byner
Regie: Robert Kurtzman
Drehbuch: Peter Atkins
Kamera: Jacques Haitkin
Musik: Harry Manfredini
FSK 18
USA / 1997

Als Sammler antiker Kunst ist Beaumont (Robert Englund) stolz auf seinen neuen Schatz: Eine Statuette des persischen Gottes Ahura Mazda. Leider geht diese bei einem Unfall in die Brüche und zum Vorschein kommt ein blutrotes Juwel, das die Mineralogin Alexandra (Tammy Lauren) sehr interessiert. Was sie nicht ahnt ist, daß ein Dschinn (Andrew Divoff) seit Jahrhunderten in dem Stein gefangen ist. Bald bricht der Dämon aus, erfüllt als perfekter Verführer seinen Opfern jeden Wunsch - und raubt so die Seele. Sein Ziel ist aber ein größeres: Die Herrschaft seiner alten Rasse über die Welt !


Wes Craven's Wishmaster


Von diesem Aufdruck sollte man sich nicht irritieren lassen, tritt Wes Craven hier doch lediglich als Executive Producer in Erscheinung, wohingegen der Film unter der Regie von Robert Kurtzman entstanden ist. Das beeinträchtigt jedoch keinesfalls die Qualität dieses Werkes, das sich als ein extrem gut unterhaltender Horrorfilm präsentiert, in dem durch die vorhandene Thematik auch diverse Fantasy-Elemente enthalten sind. Gerade diese Mixtur ist es auch, die dem Szenario zeitweise die Note eines orientalischen Märchens aus 1001 Nacht verleiht, wobei es sich ganz eindeutig um eine äußerst brutale-und blutige Version handeln dürfte. So bekommt man auch gleich zu beginn einen guten Einblick darüber, in welche Richtung die Ereignisse tendieren werden und man merkt dabei ziemlich schnell, das es nicht gerade zimperlich zur Sache geht. Die dadurch entstehenden Hoffnungen auf einen kurzweilig unterhaltenden Film mit einem ansehnlichen Härtegrad erfüllen sich auch vollkommen, wobei die ganze Choose zu keiner Zeit in ein sinnloses Gemetzel ausufert.

Mit Andrew Divoff hat man die menschliche Figur des Dschinn's absolut brillant besetzt, verkörpert er den bösartigen Dämon mit einer Spielfreude und Boshaftigkeit, die ihresgleichen sucht. Die sadistische Freude mit der er den Menschen ihre Wünsche erfüllt kommt in jeder einzelnen Einstellung sehr gut zum Ausdruck, das er dabei seine eigene Interpretation des jeweiligen Wunsches gebraucht, ist ein absolutes Highlight der Geschichte, das zudem etliche Male eine fast schon grausame Situationskomik an den Tag legt, so das dem Zuschauer das Lachen im Hals stecken bleibt. Kurtzman hat seine Story jederzeit spannend-und äußerst interessant umgesetzt und sie dabei an den genau richtigen Stellen mit unverhohlenem Sarkasmus angereichert, so das nicht selten eine deftige Portion rabenschwarzer Humor in den Mittelpunkt rückt, der dem Geschehen die genau richtige Würze verleiht.

Die expliziten Gewaltdarstellungen sind phasenweise recht deftig geraten, beinhalten aber dennoch auch eine gewichtige Portion Humor, so das der Betrachter streckenweise mit recht skurril anmutenden Passagen konfrontiert wird. Dennoch verliert die Geschichte zu keiner Zeit an der nötigen Ernsthaftigkeit, was dem bedrohlichen Ambiente des Szenarios sehr zu gute kommt. Neben einer gelungenen Dramaturgie der Ereignisse besticht die Geschichte in erster Linie durch ihre erstklassige Atmosphäre, die zwischen einem knallharten Horrorfilm und einer Grundstimmung eines orientalischen Märchens hin-und her schwingt und dabei teils grausame Züge offenbart. So bietet sich auch durchgehend ein exzellentes-und bestens unterhaltendes Film-Erlebnis, in dem der glänzend aufspielende Andrew Divoff jederzeit die erste Geige spielt und dem Film so seinen ganz persönlichen Stempel aufdrückt.

Insgesamt gesehen ist dieser erste Teil der Wishmaster-Reihe sicherlich kein filmisches Meisterwerk und dürfte auch nicht zu den absoluten Größen des Genres zu zählen sein, aber es handelt sich meiner Meinung nach um ein äußerst stimmiges Szenario, in dem eine märchenhafte Thematik fantasievoll und hart umgesetzt wurde. Die nötige Portion Sarkasmus und tiefschwarzer Humor ergeben im Einklang mit einer dichten Atmosphäre und einigen deftigen Szenen ein Gesamtbild, das in allen Belangen restlos überzeugen kann und immer wieder zu einer neuerlichen Sichtung einlädt.


Fazit:


"Wishmaster" stellt eine wirklich gelungene Kombination aus Horror-und Fantasy-Film dar, die durch das märchenhafte Ambiente der Grundidee etwas ganz Besonderes darstellt. Ich selbst liebe diesen Film und kann auch den zweiten Teil noch wärmstens empfehlen, wohingegen der Qualitätsverlust der Reihe mit dem dritten Film einsetzt, der wie auch der vierte Teil nicht annähernd an das Niveau der beiden ersten Werke herankommt.


8,5/10

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