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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: [REC]2 (2009)
BeitragVerfasst: 12. Apr 2013, 20:45 
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[Rec] 2
([Rec] 2)
mit Jonathan Mellor, Manuela Velasco, Oscar Zafra, Ariel Casas, Alejandro Casaseca, Pablo Rosso, Pep Molina, Andrea Ros, Alex Batllori, Pau Poch, Juli Fabregas, Ferran Terraza, Claudia Silva, Martha Carbonell
Regie: Jaume Balaguero / Paco Plaza
Drehbuch: Jaume Balaguero / Manu Diez
Kamera: Pablo Rosso
Musik: Keine Information
FSK 16
Spanien / 2009

In einem betagten innerstädtischen Miethaus ist ein scheußliches Tollwutvirus ausgebrochen. Draußen hat die Polizei alles abgeriegelt, während drinnen Gottweißwas geschieht. Ein aus Elitekriegern und Geistlichen rekrutiertes Expertenteam sieht nach dem rechten und erhält unversehens Verstärkung durch abenteuerlustige Kids, die durch den Keller vom Nachbarhaus einstiegen. Jetzt ist man konfrontiert mit rasenden Zombies und ihrer dämonischen Ursache, während Scharfschützen allen den Garaus machen, die sich zu nah an Fenster und Türen wagen.


Nach dem schon fast sensationellen Erfolg von [Rec] war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der Nachfolger erscheinen würde, vor allem da die Hintergründe der ausgebrochenen Seuche in einem Mietshaus lediglich durch eher schwammige Andeutungen überhaupt nicht aufgeklärt wurden. Diesen Luxus konnten sich die Macher des Filmes im zweiten teil nun nicht mehr leisten, denn wartete man als Zuschauer doch dieses Mal auf eine Lösung des Rätsels, die ausserdem auch noch einigermaßen plausibel sein sollte. Die Lösung der ominösen Seuche bekommt man nun auch geliefert, ob diese allerdings für jeden glaubwürdig erscheinen mag, muss jeder für sich selbst beurteilen, jedoch ist die gewählte Variante einer Erklärung auf jeden Fall äusserst interessant und verleiht dem ganzen Geschehen meiner Meinung nach eine noch mysteriöse Note, als es schon im ersten Teil der Fall war. Ganz generell kann man diesen Film als absolut gelungene Fortsetzung ansehen, denn im Bezug auf die ausgehende Intensität der Ereignisse nehmen sich die beiden Filme wirklich nicht viel, der einzige Unterschied besteht eventuell darin, das Teil 1 eine Spur härter in Szene gesetzt war.

Und so kann man sich also schon denken, das auch hier die gleiche dichte Grundstimmung vorhanden ist, die schon den Vorgänger so ausgezeichnet hat. Die Geschichte befinnt zeitmäßig nur wenige Minuten nach dem Ende von [Rec], wodurch es auch sehr empfehlenswert wäre, sich beide Filme nacheinander anzuschauen und das spannende Sehvergnügen so noch um Einiges zu steigern. Doch auch, wenn man sich diesen Film allein anschaut, ist man von der ersten Minute an gleich wieder mittendrin in dem extrem atmosphärischen und unheimlichen Treiben, das sich in dem Mietshaus abspielt, gleichzeitig fühlt man sich auch selbst wieder in die Story involviert und folgt schon fast fieberhaft den Ereignissen, die nicht minder spannend erzählt werden als im ersten Teil. Es herrscht ganzzeitig die gleiche bedrohliche Stimmung vor, die den neuen Protagonisten auch sogleich entgegenschlägt.

Ziemlich schnell bekommt man dann auch schon den eigentlichen Grund für die sogenannte "Zombie-Seuche" präsentiert, die sich einerseits eventuell etwas fantastisch anhören mag, was auch die Reaktion der Mitglieder des Spezialkommandos zum Ausdruck bringt, die die angebliche Ursache zu Beginn kaum glauben können. Andererseits verleiht der neue Aspekt der Geschichte insgesamt einen noch weitaus mysteriöseren Anstrich, der auch gleichzeitig eine ungeheure Faszination auf den Betrachter ausübt. Durch die neu eingebrachte Wendung der Ereignisse verdichtet sich die so schon exzellente Grundstimmung noch einmal zusätzlich und nimmt dabei auch herrlich okkulte Züge an. Zusätzlich sorgt auch ein eingebauter Nebenerzählstrang, in dem einige Jugendliche trotz etlicher Sicherheitsvorkehrungen in das unter Quarantäne stehende Mietshaus für zusätzliche Spannung, obwohl dies gar nicht zwingend notwendig gewesen wäre. So aber steht das Einsatzkommando vor der schwierigen Aufgabe, auch das Leben der Jugendlichen zu beschützen, was ihnen die Arbeit nicht unbedingt erleichtert, da sie mittlerweise auch zahlenmäßig schon stark dezimiert sind.

Man sieht also, das die Macher des Filmes sich Einiges haben einfacllen lassen, um auch hier wieder eine sehr temporeich erzählte Geschichte zu bieten, die nahtlos an die Geschehnisse von Teil 1 anknüpft und diesem im Bezug auf Spannung und Atmosphäre in überhaupt nichts nachsteht. Lediglich der vorhandene Härtegrad ist hier meiner Meinung nach etwas niedriger angesiedelt, was aber überhaupt nicht als kritikpunkt, sondern lediglich als Feststellung gemeint ist. Trotzdem sind auch in dieser Geschichte einige ordentlich blutige Passagen enthalten, so das man insgesamt keinen zu großen Unterschied zum Vorgänger erkennen kann. Alles zusammengenommen wird jeder Horror-Fan seine helle Freude an dieser Fortsetzung haben, die durch das gewählte Ende auch die Vorfreude auf einen weiteren Teil der Reihe aufkommen lässt, der auch ruhig kommen darf, wenn die Qualität der ersten beiden Teile auch nur annähernd gehalten werden kann. Diese bewegt sich nämlich auf einem sehr hoch angesiedelten Niveau, was als äusserst positiv bewertet werden kann.


Fazit:


"[Rec] 2" ist das, was man ohne Übertreibung als absolut gelungene Fortsetzung bezeichnen kann. Die Weiterführung der unheilvollen Ereignisse in einem unter Quarantäne stehenden Mietshaus wurden vollkommen spannend und intensiv in Szene gesetzt, so das man als Zuschauer auch hier wieder mit teilweise schweissnassen Händen vor dem heimischen Bildschirm sitzt uns voll atemloser Spannung den Ereignissen folgt, die da auf einen zukommen. Ein intensives und jederzeit bestens unterhaltendes Horror-Szenario, das insbesondere durch den Drehstil mit einer Hand-Cam ein starkes Maß an Authenzität hervorruft, dem man sich kaum erwehren kann, selbst wenn man es wollte.


8,5/10

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