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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Autopsy II - Black Market Body Parts (2009)
BeitragVerfasst: 22. Dez 2012, 11:57 
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O-Titel: Sutures
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Darsteller: u. a. KAte French, Allison Lange, Carlos Lachu, Jason London, Anrew Prine
FSK: NFSK, uncut

Inhalt:


Sienna, Ben, Shannon, Jason, Scott und Christen haben die Möglichkeit in einem abgelegenen Jagdhaus einen Kurztrip zu verbringen. Die Freunde, die sich an einem Krankenhaus kennen gelernt haben, werden jedoch auf dem Weg zu ihrem Ausflugsziel von einem schwarzen Wagen verfolgt. In diesem sitzt Alexander Tataum.

Erste Grausamkeiten stellen sich ein, als Tataum den Tankwart masakriert, bei welchem die sechs Freunde kurz vorher ihren Tank gefüllt hatten. Doch die Freunde anhnen nichts von der Gefahr. Erst als die Polizei bei ihnen auftaucht, um ihnen von dem Mord zu berichten, bekommen sie ein mulmiges Gefühl. Nacheinander verschwinden die Freunde plötzlich und unbemerkt aus ihrem Reisequartier und werden erst wieder in einer Krankenhaus-ähnlichen Astalt wieder wach.

Dort angekommen, werden Experimente an ihnen zu medizinischen Forschungsprojekten durchgeführt: Scott wie auch Jason werden gefesselt und ihnen werden mit bestialischer Gewalt Wunden zugefügt, nur um zu sehen, wie lange ein Arzt ihr Leben aufrecht erhalten kann. Christen und Ben werden an Betten gefesselt und ihnen wird ein hämorrhagisches Retro-Virus injiziert, um zu sehen, ob man es behandeln kann. Shannon wird nach starker Verwundung als Ersatzteillager ausgeschlachtet. Sienna wird ebenfalls ein Virus injiziert. Doch letztere kann sich befreien und versucht ihre Freunde zu retten.

Sie ist diejenige, die von Beginn an die Geschichte Officer Cooper erzählt, aber irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht...


Wertung:

Nach dem ersten Teil waren meine Erwartungen nicht unbedingt hoch an diesen Film, da ich den ersten eher enttäuschend fand. Hier ist die Grundidee der Story noch in Ordnung: Sienna, die als einzige überlebt hat, erzählt einem Officer die Geschichte ihrer Qualen und wie sie aus den Fängen von Alexander Tataum entkommen ist.

Soweit ist noch alles in Ordnung. Was jedoch den Goregeahlt angeht, so bin ich ein wenig enttäuscht. Da wirken Szenen, die man eigentlich en Detail erwartet hätte, geschnitten, obwohl sie es nicht sind. Als der Tankwart mit einem Skalpell bearbeitet wird, sieht man ihn z. B. nur von hinten. Kein einziger Schnitt ist richtig zu sehen. Als jemandem der Kopf abgetrennt wird, ist ebenfalls das Abtrennen an sich nicht zu sehen. Es ist nicht so, dass das unbedingt für diesen Film notwendig wäre, aber man ist da von Dragon schon einiges gewöhnt.

Die Rahmenhandlung ist auch eher eintönig bis langweilig gehalten, was sich leider durch eine unabwechslungsreiche Synchronisation (z. B. von Tataum) sowie auch durch Floskelwiederholungen zeigt. Inhaltlich bietet der Film kleine Schwächen: Man erfährt weder in was für einer Institution die 6 Freunde gebracht werden noch um was für Viren es sich handelt. Dabei ist gar nicht entscheidend, dass ein spezifischer Name vorhanden ist, aber wenn der Charakter Namens Ben von dem Virus gehört hat, dann sollte es doch zumindest einen Namen haben, auch wenn es nur wie in Resident Evil ein T-Virus ist. Da es sich bei Ben und Christen um die Injektion eines hämorrhagischen Virus handelt, ist die Schutzkleidung, die die unbeholfene Arzthelferin oder Doktorin an den Tag legt, gänzlich unzureichend (man Vergleiche hierzu mal Outbreak - Lautlose Killer). Auch die mysteriöse Krankheit, an welcher die Tochter von Tataum zu leiden scheint, und die er mit Hilfe seiner Blutforschung heilen möchte, bleibt ohne Namen. Dabei erfährt man sogar auch nur einen geringen Symptomkomplex. Das ist, auch wenn man bei diesem Film nicht wirklich Realismus erwartet, einfach nicht gut. Man sollte Dingen schon einen Namen geben, auch wenn es die entsprechenden Ausdrücke nicht gibt, denn dann entsteht zumindest einigermaßen Wirklichkeitstreue.

Einzig das Ende, was hier verwendet worden ist, und was ich, obwohl es nichts wirklich Neues war, so nicht erwartet hatte, kann mich überzeugen. Der Ton an sich ist durchweg gut, die Synchronisation wie bereits angesprochen hat ihre Schwächen. Die Bildstruktur schwankt. Helles wirkt insgesamt zu hell und im Vergleich ist Dunkles fast zu dunkel, so dass es keine Einstellungssache von Fernseher oder Player ist, sondern das Verhältnis Dunkelheit-Helligkeit nicht richtig passend ist. Sonst ist das Bild aber gestochen scharf und kann überzeugen.

Unterm Strich bleiben allerdings die groben Mängel bei der Ausführung der Handlung und Synchronisation weshalb ich nicht mehr als 06/10 geben kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Autopsy II - Black Market Body Parts
BeitragVerfasst: 22. Dez 2012, 12:35 
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Um es gleich vorwegzunehmen, dieser Film hat nichts mit dem erst kürzlich erschienenen "Autopsy" von I-On Media zu tun, der über Splendid vertrieben wurde. Thematisch ähneln sich die Filme zwar, das ist dann aber auch schon alles, was die Werke miteinander verbindet. Das bezieht sich vor allem auch auf die vorhandene Klasse, denn war "Autopsy" noch ein sehr atmosphärischer-und auch spannender Horrorfilm, so wird der Zuschauer dieses Mal mit einer offensichtlich niedrig budgetierten Produktion konfrontiert, die nur in ganz wenigen Phasen überzeugen kann. Die größte Schwachstelle liegt sicherlich in der Erzählstruktur begründet, erscheint die Geschichte doch zumeist ziemlich zerfasert und lässt keinen richtigen Erzählfluss aufkommen. Immer wieder eingefügte Umschnitte zu Nebenerzählsträngen erweisen sich als wahres Gift für eine straighte Erzählweise und beeinträchtigen das Filmvergnügen doch ziemlich stark. Das ist aber längst nicht das einzige Manko, denn auch die Darsteller hinterlassen nicht unbedingt einen guten Eindruck.

Nun sollte man das bei einem Film dieser Art eventuell auch nicht als Grundvorraussetzung ansehen, aber die Darsteller-Riege erweist sich doch als äusserst farblos und blass, zudem kann nicht ein einziger Charakter der Story sonderliche Symphatiepunkte beim Zuschauer sammeln. Das Einzige, was man eigentlich als positiv bewerten kann ist die Atmosphäre in dem sogenannten Krankenhaus, wo man eigentümliche Experimente an den Jugendlichen vornimmt. Hier kommt stellenweise schon etwas Bedrohliches auf und das ganze Ambiente ist herrlich siffig und düster in Szene gesetzt. Dafür kann sich allerdings zu keiner Zeit echte Spannung aufbauen, denn das Geschehen ist doch extrem vorhersehbar, selbst die zum Ende hin angedachte Wendung der Geschichte kann man nicht als Überraschungsmoment ansehen. Zu klar liegen die Zusammenhänge auf der Hand, als das man einen echten Aha - Effekt erleben würde.

Wenn die mir vorliegende deutsche DVD nun wenigstens mit einigen netten SFX aufwarten würde, dann könnte man ja teilweise von einer kleinen Entschädigung sprechen, doch sämtliche härteren Szen sind natürlich wieder der Schere zum Opfer gefallen, so das sich der Film ohne jegliche Höhepunkte seinem Ende entgegenschleppt. Zudem sind die Schnitte auch noch äusserst auffällig gesetzt und lassen die von Haus aus schon nicht flüssige Story streckenweise noch unausgegorener erscheinen. Von einem echten Filmgenuss kann man also nicht wirklich reden, denn Regisseur Tammy Sutton hat ganz einfach zu viele Fehler gemacht. Am stärksten muss man ihm die Vorhersehbarkeit der Ereignisse vorwerfen, denn selbst mit wenig Geld und in einer Zeit, in der es immer schwerer wird den Horrorfilm neu zu erfinden, kann man doch ein gewisses Maß an Kreativität vorraussetzen.

So bleibt letztendlich nicht viel übrig, was man "Autopsy II" wirklich positiv anrechnen kann, der zudem auch noch gut 10 Minuten kürzer ist, als es die Angabe von 83 Minuten aussagt. Trotz der sehr kurzen Laufzeit muss man leider feststellen, das der Film nicht dazu in der Lage ist, ganzzeitig gute-und kurzweilige Unterhaltung anzubieten. Zu unstrukturiert offenbart sich eine Geschichte, der es an jeglichen Höhepunkten mangelt. Eventuell mag eine sicherlich folgende Uncut - Version des Filmes für Gorehounds sehenswert sein, doch werden auch die härteren Passagen das Werk insgesamt nicht sonderlich aufwerten.


Fazit:


Leider ist "Autopsy II" ein eher enttäuschender Genrevertreter, den ich persönlich sogar als unterdurchschnittlich einstufen würde. Bestimmt wird der Film dennoch seine Fan-Base finden, mich konnte er jedenfalls nicht überzeugen.


4/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Autopsy II - Black Market Body Parts
BeitragVerfasst: 22. Dez 2012, 12:46 
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Master of Horror hat geschrieben:
Wenn die mir vorliegende deutsche DVD nun wenigstens mit einigen netten SFX aufwarten würde, dann könnte man ja teilweise von einer kleinen Entschädigung sprechen, doch sämtliche härteren Szen sind natürlich wieder der Schere zum Opfer gefallen, so das sich der Film ohne jegliche Höhepunkte seinem Ende entgegenschleppt. Zudem sind die Schnitte auch noch äusserst auffällig gesetzt und lassen die von Haus aus schon nicht flüssige Story streckenweise noch unausgegorener erscheinen.


Auch uncut in der Dragon-Version wirkt das merkwürdig. Das, was da rausgeschnitten wurde, ist auch wirklich nur geringfügiger Gore, den man dort zu sehen bekommt. Für japanische Verhältnisse wäre das geradezu ein Familien-Film.

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