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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Behind the Mask (2006)
BeitragVerfasst: 29. Okt 2013, 19:23 
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Behind the Mask
(Behind the Mask: The Rise of Leslie Vernon)
mit Nathan Baesel, Angela Goethals, Robert Englund, Scott Wilson, Zelda Rubinstein, Bridgett Newton, Kate Lang Johnson, Ben Pace, Britain Spellings, Hart Turner, Krissy Carlson, Travis Zariwny, Teo Gomez, Matt Bolt, Jenafer Brown
Regie: Scott Glosseman
Drehbuch: Scott Glosseman / David J. Stieve
Kamera: Jaron Presant
Musik: Gordy Haab
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Jeder braucht Vorbilder, und Leslie Vernon hat gleich mehrere: Michael Meyers, Jason Vorhees und Freddy Krüger. Alle drei berühmte Massenmörder und Psychopathen. Leslie will ihr Erbe antreten und als psychopathischer Killer Unsterblichkeit erreichen. Helfen sollen ihm dabei die junge Journalistin Taylor und ihre Filmcrew, die seine Mordnacht live mit der Kamera begleiten sollen. Sorgfältig dokumentiert Taylor die Vorbereitungen für die mörderische Tat: Von der Auswahl des Opfers bis hin zum Tatort. Doch in der entscheidenden Nacht hält Leslie einige blutige Überraschungen bereit...


Es ist wahrlich nicht leicht, das Werk von Regisseur Scott Glosseman richtig und fair zu beurteilen, denn lässt einen der Film doch mit ziemlich zwiespältigen Gefühlen zurück. Ist es einerseits eine durchaus nette Grundidee, hier den Slasherfilm in der Machart einer Pseudo-Dokumentation zu präsentieren, in der sich eine Geschichte offenbart, die in einer fiktiven Welt spielt, in der Serienmörder wie M. Myers, J. Voorhees und Freddy Krueger wirklich gelebt haben und für unseren Titelhelden als Vorbilder gelten, denen er unbedingt nacheifern will. So sollte man den Film auch vielmehr mit einem Augenzwinkern sehen, denn es ist doch eher als unrealistisch einzustufen, das ein Reporter-Team den angehenden Serienmörder Leslie Vernon bei den Vorbereitungen zu seiner ersten Bluttat begleitet und dabei seinen Plan in allen Einzelheiten von ihm erfährt, wobei alles mit einer Video-Kamera dokumentiert wird.

So nett die Grundidee auch erscheint, so mittelmäßig gestaltet sich aber deren Umsetzung, denn das Geschehen plätschert doch größtenteils eher uninteressant vor sich hin und nimmt erst in den letzten Minuten der Geschichte etwas an Fahrt auf, so das auch ein wenig Tempo Einzug in die Erzählweise hält, was in der ersten Stunde so gar nicht der Fall ist. Nun sind hier zwar diverse Anlehnungen an Filme wie "Mann beisst Hund" oder "The last Horror Movie" sehr offensichtlich, doch kann "Behind the Mask" in keiner Phase auch nur annähernd an die Qualität und Klasse erwähnter Titel herankommen. Das liegt meiner Meinung nach in erster Linie an den Darstellern, die gerade in vorliegendem Werk äusserst dröge und teils sehr hölzern agieren, lediglich Nathan Baesel in der Rolle des Leslie Vernon kann hier einigermaßen überzeugen und steigert so den ansonsten eher niedrig angesiedelten Unterhaltungswert des Filmes. Alle anderen Schauspieler wirken doch eher sehr blass und jederzeit austauschbar.

Am meisten hat mich jedoch gestört, das zu keiner Zeit ein wirklich konstanter Spannungsbogen entsteht, da das Szenario doch äusserst vorhersehbar erscheint und keinerlei richtige Überraschungsmomente bereithält, obwohl dies ja auf der Rückseite des DVD-Covers angekündigt wird. Dabei ist das, was als Überraschung zum Ende der Geschichte angekündigt wird sehr leicht zu erahnen, so das der sogenannte Aha-Effekt im Endeffekt ausbleibt. Weiterhin kann man noch nicht einmal die sich entfaltende Atmosphäre als gelungen bezeichnen, da die beabsichtigte Bedrohlichkeit der Szenerie einfach nie da ist, was widerum daran liegt, das man den Story-Plot ganz einfach nicht richtig ernst nehmen kann. Es erscheint schlicht und ergreifend zu sehr an den Haaren herbeigezogen, das sich das junge Reporter-Team hier in aller Ruhe mit einem ehemaligen Serienkiller über dessen damalige Taten unterhält und dabei die Stimmung eines Kaffeekränzchens aufkommt. Ebenso verhält es sich mit der Dokumentation des Plans von Leslie Vernon, der minutiös aufgezeichnet wird. Als jedoch die Nacht gekommen ist, in der dieser Plan verwirklicht werden soll, sind die guten Leute wirklich überrascht davon, das Leslie nicht gespasst hat und das schlechte Gewissen erwacht in ihnen.

Es ist einfach etwas zuviel des Guten und so schwankt dieses Werk zwischen Pseudo-Horror-Komödie-und vollkommen absurder Inhalte, so das es extrem schwerfällt, den Film überhaupt einzuordnen. Von der Grundidee her sicher gut gemeint, mangelt es aber ganz eindeutig an der Umsetzung einer Geschichte, die weder Fisch noch Fleisch darstellt und zudem noch so manche langatmige Passage enthält, die selbst den reinen Unterhaltungswert noch stark beeinträchtigt. Doch der größte Witz überhaupt ist hier die 18er Freigabe, die jeder Beschreibung spottet, da Härtere Szenen im Prinzip mit der Lupe gesucht werden müssen und man selbst dann nur äusserst schwer fündig wird. Eine 16er Freigabe wäre mehr als ausreichend gewesen, doch so gibt es ganz sicher viele Leute, die mit vollkommen falschen Erwartungen an diesen Film herangehen und im Endeffekt absolut enttäuscht sein werden. Doch selbst mit einigen Splatter / Gore Szenen würde man das Gesamtbild nicht sonderlich aufwerten, da "Behind the Mask" als Gesamtpaket ganz einfach zu wenig überzeugend ist.


Fazit:


Eine nette Grundidee ist noch längst keine Garantie für eine gelungene Umsetzung, dafür hat man mit "Behind the Mask" ein absolutes Paradebeispiel vor Augen. Es gehört einfach mehr dazu, als die Idee und ein einigermaßen überzeugender Hauptdarsteller, doch mehr ist nicht vorhanden. So muss man sich im Endeffekt mit einem Werk zufriedengeben, das an vielen Stellen eher unfreiwillig als gewollt komisch wirkt und in dem die satirischen Ansätze zumeist in sich steckenbleiben. Insgesamt gesehen handelt es sich um einen Film, den man sich zwar ruhig einmal anschauen kann, man aber auch nicht viel verpasst, wenn man ihn nicht gesehen hat.



3,5/10

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