Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Beyond the Limits (2003)
BeitragVerfasst: 8. Aug 2013, 01:43 
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Deutscher Titel :Beyond the Limits
Originaltitel :Beyond the Limits
Produktionsland :Deutschland
Originalsprache :Englisch
Erscheinungsjahr :2002
Länge :101 Minuten
Altersfreigabe :KJ (geschnittene Fassung) ungeprüft (ungeschnitten)

Indizierung : Liste A


Stab

Regie Olaf Ittenbach
Drehbuch Olaf Ittenbach
Produktion Yazid Benfeghoul,Frank Geiger,Olaf Ittenbach
Musik Les Gilles
Kamera Stefan Biebl
Schnitt Eckard Zerzawy

Besetzung
Darren Shahlavi
Russell Friedenberg
Hank Stone
David Creedon
Joe Cook
Christopher Kriesa

Inhalt:

Die junge Reporterin Vivian (Kimberly Liebe) interviewt den Totengräber Frederick (Christopher Kriesa). Frederick erzählt ihr die Geschichte des verstorbenen Mafiosi Robert Downing (Daryl Jackson), der vor kurzem auf seinem Friedhof bestattet wurde. Downing soll für mysteriösen Auftraggeber im Haus des Mafiabosses Jimmy Levinson (James Matthew-Pyecha) eine uralte Reliquie besorgen, die angeblich über magische Kräfte verfügt. Dort findet eine kleine Party statt. Levinson hat gerade die Frau seines größten Konkurrenten, Paul Pattucci (Joe Cook), auf bestialische Weise ermorden lassen. Kurz nach dem Tod seiner Frau wird Pattuccis Leiche gefunden. In Robert Downing vermutet Levinson einen gedungenen Killer, der in Pattuccis Auftrag handelt, daher läßt er die beiden "Cleaner" Rick (Thomas Reitmair) und Mortimer (Simon Newby) kommen, um das Problem zu lösen - doch in Gegenwart der Reliquie geraten die Dinge völlig außer Kontrolle. Neugierig geworden will Vivian von Frederick erfahren, was es denn mit der Reliquie auf sich hat und hört die Geschichte von David Deming (David Creedon), der im England des 15. Jahrhunderts im Namen der Kirche und mit Hilfe seines brutalen Handlangers Brewster (Russell Friedenberg) Jagd auf sogenannte Ketzer macht. Als Schüler des weisen Mönchs James Flynn (Hank Stone), hat er schon früh von dem Relikt erfahren, das tief in den Gemäuern von Flynns Abtei verwahrt wird. Besessen von dem Gedanken, sich das Relikt und seine magischen Kräfte dienstbar zu machen, schreckt Deming vor keiner Schandtat zurück, nicht mal vor dem Mord an seinem ehemaligen Meister. Demings treuer Sergeant Dennis (Darren Shahlavi) verliebt sich in die Bauerntochter Annabelle (Natacza Soozie Boon), die eine Anhängerin vonJames Flynn ist. Doch Annabelles Tod ist Teil von Demings finsteren Plänen und so nimmt die Tragödie ihren Lauf … (Quelle: NSM Records)

Kritik:

Olaf Ittenbach hat nicht den besten Ruf.Gut ich meine man muss halt auch auf die Art von Filmen stehen.Doch ist er gerade für mich mit einer der besten Splatter-Amateur Regisseure die es im Moment gibt.Von vielen wird sein Film "Premutos" als sein Höhepunkt angesehen,kann ich auch fast unterschreiben so wie es da steht,doch mir gefällt "Beyond the Limits" noch einen Tick besser und ist für mich auch mein Lieblingsfilm wenn es um Ittenbach geht."Beyond the Limits" wird ja als inoffizielles Remake zu "The Burning Moon" angesehen,da dieser Film auch viele Merkmale besitzt die sich in "The Burning Moon" wieder finden lassen.Aber immer eins nach dem anderen ;-)

Sehr ungewöhnlich bei diesem Werk ist,dass es nicht wie ein herkömmlicher Amateur-Film wirkt sonder sich sogar auf der Schiene eines B-Movies wieder finden lässt.Grund hierfür ist zum Beispiel die Kameraführung.Diese entspricht einer klaren Linie und lässt keine großartigen billigen Momente aufkommen.Auch die Schauspieler können wirklich alle überzeugen und haben zu meinem erstaunen auch gute Synchronstimmen erhalten...Schluss mit Billig!

Ittenbach erzähl im groben zwei Geschichten.Die eine Geschichte spielt in der Gegenwart.Zu dieser Zeit wird auch eine sehr grobe und harte Brutalität eingeschlagen.Jeder der sich diesen Film schon einmal angesehen hat,der wird sich auf jeden Fall an die "Dinner-Szene" erinnern,die für mich mit eine der besten aber auch heftigsten Szenen der Filmgeschichte ist.In der zweiten Geschichte wird man in das dunkle Mittelalter hineinbegleitet,welche eine von Ittenbachs Lieblingsepochen ist,dass zeigte er ja schon in vielen seiner Filme.Die beiden Geschichten sind aber nicht wahrlos ausgewählt,diese geben klaren Aufschluss und verbinden sich auch zu einem.

In der Mittelalter Geschichte wird man Zeuge von stylischen Kämpfen mit Schwertern,Enthauptungen und diversen Foltermethoden...da schlägt mein Herz als Gorehound einfach höher^^
Trotzdem hat jede Geschichte ein führ und wieder.Von Langeweile kann man bei beiden Geschichten nicht reden,sie haben genau den richtigen Spannungsbogen erzeugt und wissen zu überzeugen.Was einem ein wenig sauer aufstoßen könnte wäre eine kleine Liebesgeschichte in der Mittelaltergeschichte...aber diese fällt wirklich nicht so groß aus und wurde eigentlich nur in die Geschichte mit eingeführt um ein klein wenig Abwechslung zu bieten.

In beiden Geschichte ist aber ein Merkmal,dass wohl jeden überzeugen dürfte...die Schauspieler.Man hat zwar größtenteils auf Laien zurück gegriffen konnte aber jedem der Schauspieler ansehen,dass sie Spaß an ihrer Arbeit haben.Hier an da gibt es auch bekannte Gesichter zu sehen wie z.B Darren Shahlavi oder auch Christopher Kriesa. Find ich immer wieder klasse bei den Ittenbach Filmen.Egal wie schlecht die Schauspieler auch sein mögen aber trotzdem hat jeder seinen Spaß an der Arbeit.

Wie immer wird auch hier eine große Portion Gore serviert und wie immer Handmade.Ich liebe es wenn man sich noch so viel Zeit nimmt für seine Werke und nicht auf die neue CGI Methode zurück greift.Die Szenen wirken alle samt sehr gut und auch professionell.

Ich kann verstehen,dass dieses Werk nicht jedem gefällt.Man muss sich auf diese Art einfach einlassen und wenn man dies macht hat man auch sein größtes Vergnügen.Ich hab ihn jetzt schon einige Male gesehen und bereue den Kauf absolut nicht!


Wertung: 10/10

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"Alles, was ich habe auf dieser Welt, sind meine Eier und meine Wort, und das breche ich nicht, für niemanden, ist das klar?" -Tony"Scarface" Montana


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 Betreff des Beitrags: Re: Beyond the Limits (2003)
BeitragVerfasst: 8. Aug 2013, 09:41 
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Warum dieser Film von Ittenbach von so vielen Leuten als reine Splatterorgie ohne Sinn und Verstand verschrien wird, entzieht sich ehrlich gesagt meiner Kenntnis. Wenn man sich auf einen Ittenbach - Film einlässt, dann sollte man doch eigentlich wissen, was einen ungefähr erwartet. Aber nicht nur das, diese Einschätzung ist bei diesem Werk des deutschen Splatter - Königs meiner Meinung nach vollkommen unangebracht.

Erstens hat man hier wie ich finde, eine sehr gute und interessante Story, die ich persönlich sogar als recht innovativ bezeichnen möchte. Besonders hervorheben sollte man hier, das der Film eigentlich aus 2 Teilen besteht, die in 2 völlig verschiedenen Zeitepochen spielt. Der erste Teil des Films spielt in der Gegenwart und ein Teil im Mittelalter. Die Zusammenhänge werden sehr gut dargestellt und beide Teile des Films sind erstklassig in Szene gesetzt worden.

Auch die Darsteller tragen durchaus ihren teil zu diesem sehr gelungenem Film bei, sie spielen durchaus glaubhaft und sehr überzeugend. Teilweise sehr derbe, fast vulgäre Dialoge geben dem Film eine besondere Note. Gerade beim Mittelalterteil wirkt das, wie ich finde sehr autentisch.

Über die Splatter / Gore Effekte braucht man glaube ich nicht viel zu sagen, die waren in Olafs Filmen schon immer absolut hervorragend und das ist hier nicht anders. Aber diesen Film sollte man wirklich nicht nur am Härtegrad messen, sondern auch einmal die anderen Vorzüge sehen, die dieser Film bietet. Damit meine ich vor allem die hervorragende Atmosphäre, die in diesem Werk vorhanden ist, extrem dicht und teilweise sehr bedrohlich. Ich finde jedenfalls, das man Ittenbach zu diesem Film nur gratulieren kann.



9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Beyond the Limits (2003)
BeitragVerfasst: 8. Aug 2013, 19:39 
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Beiträge: 1716
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Gerade diesen Film fand ich auch nicht wirklich Splatter und Gore zum Abwinken sondern auch etwas differenzierter. Allerdings traf er meinen Geschmack aus dem Ittenbach-Programm leider nicht wirklich. Hatte ihn damals aber gewonnen, weshalb ich verschmerzen konnte, dass er nicht ganz so gut war.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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