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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Blackaria (2010)
BeitragVerfasst: 29. Jul 2013, 12:37 
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Originaltitel: Blackaria
Produktionsland: Frankreich
Produktion: School's out, Le Chat qui Fume
Erscheinungsjahr: 2010
Regie: François Gaillard, Christophe Robin
Drehbuch: François Gaillard
Kamera: Anna Naigeon
Schnitt: François Gaillard
Spezialeffekte: Angeline Geers
Budget: ca. -
Musik: Double Dragon
Länge: ca. 71 Minuten
Freigabe: ungeprüft
Darsteller: Clara Vallet, Anna Naigeon, Aurélie Godefroy


Inhalt:

Seitdem die junge, attraktive Angela vor kurzem ihre Nachbarin Anna Maria zum ersten Mal traf, wird sie von Albträumen heimgesucht.
Diese beinhalten meist die brutale Ermordung der Nachbarin durch einen maskierten Killer im Fahrstuhl.
Anna Maria weiß ihr Leben in vollen Zügen zu genießen und feiert ausschweifende Sexparties in ihrem Appartment - teilweise zum Leid von Angela die durch den Lärm kein Auge zumachen kann.
Eines Tages steht die Tür zur Wohnung der bisexuellen Nachbarin sperrangelweit offen und Angelas Neugierde siegt über die Vernunft.
Auf ihrem Bett liegt Anna Maria, die auf blutige-brutale Weise ermordet wurde.


Im Schock des Anblicks stößt Angela eine Wahrsagerkugel von einer Komode, die bei der Kollision mit dem Boden in zig kleine Stücke zerbricht.
Beim genauen Betrachten eines größeren Splitter der Kugel, fällt der jungen Frau auf das die Kugel wirklich im Stande ist in die Zukunft schauen zu lassen.
In Windeseile sammelt sie alle Splitter zusammen, legt diese in ihren Bademantel und verschwindet zurück in ihre Wohnung.
Angela kommt die glorreiche Idee sich aus den Splittern beim Optiker eine Brille anfertigen zu lassen, was auch kein Problem darstellt.
Doch die Gabe in die Zukunft schauen zu können kann genauso Fluch wie Segen sein, und seltsame Morde häufen sich.
Der Mörder von Anna Maria hat es nämlich auf alle Involvierten abgesehen die zuviel Wissen könnten und als einzige Zeugin ist auch Angela in akuter Lebensgefahr......


Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Meinung:

Im selben Jahr, wie der bereits in Deutschland erschienene Last Caress, veröffentlichen die Jungs von Schools out und Le Chat qui fume, ihre zweite Hommage an das Giallo Genre: Blackaria. Wann genau der Film fertiggestellt wurde, kann beim besten Willen nicht gesagt werden, da die IMDB beide Filme nacheinander listet (zuerst Last Caress, dann Blackaria). Aber kann Blackaria genauso überzeugen wie Last Caress, oder wird man eher enttäuscht, vom zweiten Versuchs das Giallogenre wieder zu beleben?

Das größte Problem, dass man als geneigter Interessant haben dürfte ist, dass der Film bisher nur in Frankreich erschienen ist und das ohne englische, oder gar deutsche Untertitel. So bleibt einem nichts anderes übrig, als den Film auf französisch zu schauen. Daher ist ein Verständnisproblem vorprogrammiert. Und auch ich habe mit meinem schlechten französisch so gut wie nichts verstanden. Im groben geht es um Angela, die Zeuge eines brutalen Mordes an ihrer Nachbarin wird. Als sie diese in ermordet in deren Zimmer auffindet, stößt sie durch Zufall eine Kristallkugel um. Als sie sich eine der Scherben vor das Auge hält, fällt ihr auf, dass sie damit ein anderes Bild sehen kann, als dies in Wirklichkeit zu sehen ist. Kurz darauf sterben weitere Leute und Angela versucht das Rätsel um die Morde zu lüften.

Die Story weiß auch ohne komplette Verständnis zu gefallen. Leider aber, ist man am Ende sehr enttäuscht darüber, dass die DVD keine Untertitel, da man so der doch recht guten Story besser hätte folgen können. Daher sehe ich diese Review auch noch nicht als komplett, da ich mir erst ein Bild von der Story machen kann, wenn ich den Film auch komplett verstehe. Die Schauspieler sind zu einem Großteil aus Last Caress übernommen worden (bzw. werden diese auch in Last Caress benutzt). Besonders hervorheben muss man allerdings Clara Vallet, die die Angela spielt. Sobald diese ins Bild tritt, ist sie umgeben von einer einnehmenden Aura, die den Zuschauer sofort in ihren Bann zu ziehen vermag. Aurélie Godefroy, gibt auch hier wieder die verrückte Mörderin und sie ist wie für diese Rolle geschaffen. Böse, gemein, verbittert und kaltblütig geht sie zur Sache. Absolut grandios. Die Männer kriegen hier wirklich sehr viel schöne und zum Großteil auch stets nackte Frauen präsentiert, die wirklich die Schönheit darstellen, wie man es sich nur erträumen kann. Nie zu aufgesetzt, sondern immer so, dass die Frau wie eine Göttin aussieht. Diesen Hang zur Kunst muss man wirklich loben und vor allem schätzen.

Allerdings muss man sagen, dass der Film auch auf einer ganz anderen Ebene funktioniert und zwar auf der Bildebene. Immer wieder bekommt man Szenen präsentiert, die einen Dario Argento vor Freude weinen lassen dürften. Alles ist umgeben von einem gelben, blauen oder roten Unterton und das Ganze wirkt dadurch wie eine surreale Umgebung für das Gezeigte. Auch die Szenen an sich, können eine gewisse Traumatmosphäre erzeugen und ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Die Kamera wirkt gerade in diesen Szene sehr professionell und kommt mit einigen Spielereien, wie ein geteilter Bildschirm daher. Wenn man sich allerdings außerhalb dieser Traumszene befindet, kann das Bild leider nicht komplett überzeugen, da es gerade bei Tageslicht, sehr weich und milchig wirkt und das dürfte wohl nur den wenigsten gefallen. Die Musik kommt, wie auch schon bei Last Caress wieder von Double Dragon und ich muss sagen, dass sie in meinen Augen hier deutlich mehr Wert auf einen atmosphärischen Score gelegt haben. Viel weniger Synthiepop, sondern mehr unheimliche und beängstigende Klänge bekommt man hier zu hören. Mit Dorian E, hat man bei einem Stück, sogar eine Deutsche mit an Board und diese Lied, Dragon Fly, ist ein absoluter Gänsehautgarant. Das Lied ist bereits im Trailer zu hören, allerdings nicht in voller Wucht und Einschlagskraft. Im Film wirkt es bedeutend besser und kann zusammen mit der ausgezeichneten Bildkomposition ein wahres Gesamtmeisterwerk erschaffen.

Die Effekte kommen, wie auch bei Last Caress, wieder von David Scherer und diesmal hat er sich wirklich alles Mühe gegeben seine Leistung aus Last Caress zu toppen. Die Morde wirken viel professioneller und zum Teil auch blutiger, allerdings wurde der Schnitt verändert. Wo man in Last Caress noch recht schnelle Schnitte, besonders bei den Effekten, zu Gesicht bekommen hat, wird bei Blackaria viel ruhiger zur Sache gegangen. Zum Teil verlieren die Effekte dadurch ein wenig an Einschlagskraft, welche die Morde in Last Caress so eindrucksvoll gestaltet haben. Aber man muss auch sagen, dass man dadurch auch selber etwas ruhiger sein kann und die Effekte einfach anders genießen kann. Im Endeffekt kann man sagen, dass die Effekte für sich gesehen, um einige besser sind als bei Last Caress. Für alle Fulcifans dürfte wohl eine Szene für immer unvergessen bleiben, welche das ist, sollte aber jeder selber rausfinden.

Fazit: Eine grandiose Giallohommage, die mit sehr guten Schauspielern, einem tollen Score und wunderschönen Effekten daher kommt. Für Fans des Genres ein Blick wert, man sollte allerdings dem Französischen mächtig sein, um den Film in vollen Zügen genießen zu können. Wem die Sprachbarriere nichts ausmacht, der kann sich auch einfach von den Bildern verzaubern lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Blackaria (2010)
BeitragVerfasst: 29. Jul 2013, 12:48 
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Aber den gibt es doch auf deutsch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Blackaria (2010)
BeitragVerfasst: 29. Jul 2013, 12:49 
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Blaine, der Mono hat geschrieben:
Aber den gibt es doch auf deutsch.


Ja da haste recht. Hatte damals nur zuerst die Frz. DVD importiert und da sich durch die deutschen Untertitel nix geändert hat an meiner Meinung habe ich keine neue Review geschrieben ;) Dafür ist ja Dan verantwortlich :Up:

Ein Zitat aus meiner Review ist ja auch auf dem Cover (glaube hinten) drauf :nippel:

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 Betreff des Beitrags: Re: Blackaria (2010)
BeitragVerfasst: 29. Jul 2013, 18:51 
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Originaltitel : Blackaria

Alternativtitel : Glam Gore 2
Glam Gore 2 : Blackaria

Herstellungsland : Frankreich

Erscheinungsjahr : 2010

Regie : François Gaillard,Christophe Robin

Darsteller : Julie Baron,Michel Coste,Aurélie Godefroy,Anna Naigeon,Frédéric Sassine,Elsa Toro,Clara Vallet

Laufzeit : 71:13 Minuten

Freigabe : ungeprüft

Label : 8-Films



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Story :

Seitdem die junge, attraktive Angela vor kurzem ihre Nachbarin Anna Maria zum ersten Mal traf, wird sie von Albträumen heimgesucht.
Diese beinhalten meist die brutale Ermordung der Nachbarin durch einen maskierten Killer im Fahrstuhl.
Anna Maria weiß ihr Leben in vollen Zügen zu genießen und feiert ausschweifende Sexparties in ihrem Appartment - teilweise zum Leid von Angela die durch den Lärm kein Auge zumachen kann.
Eines Tages steht die Tür zur Wohnung der bisexuellen Nachbarin sperrangelweit offen und Angelas Neugierde siegt über die Vernunft.
Auf ihrem Bett liegt Anna Maria, die auf blutige-brutale Weise ermordet wurde.

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Im Schock des Anblicks stößt Angela eine Wahrsagekugel von einer Kommode, die bei der Kollision mit dem Boden in zig kleine Stücke zerbricht.
Beim genauen Betrachten eines größeren Splitter der Kugel, fällt der jungen Frau auf das die Kugel wirklich im Stande ist in die Zukunft schauen zu lassen.
In Windeseile sammelt sie alle Splitter zusammen, legt diese in ihren Bademantel und verschwindet zurück in ihre Wohnung.
Angela kommt die glorreiche Idee sich aus den Splittern beim Optiker eine Brille anfertigen zu lassen, was auch kein Problem darstellt.
Doch die Gabe in die Zukunft schauen zu können kann genauso Fluch wie Segen sein, und seltsame Morde häufen sich.
Der Mörder von Anna Maria hat es nämlich auf alle Involvierten abgesehen die zuviel Wissen könnten und als einzige Zeugin ist auch Angela in akuter Lebensgefahr......




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Bewertung :

Seit 2009 erreichen den Fan des italienischen Thrillers - auch Gialli genannt - in unregelmässigen Abständen immer wieder tolle, unabhängige Genre-Produktionen, die als Neo-Giallo bezeichnet werden können und dem Genre auf fantastische Weise Tribut zollen.
Neben AMER, dem deutschen MASKS und SYMPHONY IN BLOOD RED dürften dem Fan harter Thrillerkost vor allem die Filme der Franzosen François Gaillard und Christophe Robin positiv aufgefallen sein.
Nach GLAM GORE (original Titel : LAST CARESS) wird dem interessierten Fan mit BLACKARIA der zweite Streich von "Schools out" und "Le Chat qui fume" präsentiert, der in Deutschland auch als GLAM GORE 2 vertrieben wird.
Da die Story aber keinerlei Kontinuität zu GLAM GORE aufweist, kann hier bedenkenlos zugegriffen werden - der Fan kann seine Bedenken bezüglich Wissenslücken über Board schmeissen und BLACKARIA als eigenständigen Giallo genießen.

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Schon in LAST CARESS konnten die Herren Gaillard und Robin gekonnt ihren filmischen Vorbildern - dem Giallo und den italienischen Gore-Eskapaden der 70ger und 80ger - Tribut zollen und waren sich auch ihrer Pflicht bezüglich der Erwartungen der Fans bewusst.
Nur logisch, das dies auch in BLACKARIA ohne Umschweife fortgeführt wurde und meiner Meinung nach im Vergleich zu LAST CARESS sogar noch perfektioniert werden konnte.
Auch wenn BLACKARIA in seiner Erzählstruktur wesentlich gemächlicher inszeniert ist als LAST CARESS, konnte BLACKARIA mich einen Ticken mehr überzeugen.
Dies liegt vor allem daran, das die audiovisuelle Symbiose aus Bildern und Musik hier ausgegorener wirkt und nahezu perfekt ist.
Waren bei LAST CARESS noch einige Elemente des klassischen Slasher zu erfassen, kommt BLACKARIA noch einen Schritt näher an den klassischen Giallo ran.

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Eigentlich wird die gesamte Bandbreite des Genres bedient und der Fan der italienischen Thriller sollte vollends auf seine Kosten kommen.
Tolle Kamerafahrten treffen auf Kulissen, die in ihrer Ausleuchtung und mit den kräftig-imposanten Farben stilsicher ein fast schon als Tot abgestempeltes Subgenre neues Leben einhauchen.
Hierbei darf natürlich auch das beliebte Artefakt - in diesem Fall die Scherben der Wahrsagerkugel - nicht fehlen, welches dem Hauptprotagonisten stets zu mehr Wissen verhilft.
Der Score der Band "Double Dragon", der vorwiegend im 80ger Retro-Synthie Gewand daherkommt, komplementiert das Geschehen bestens.
Sehr oft werden Erinnerungen an Goblin's Soundtrack zu Dario Argentos TENEBRAE geweckt, was aber nie zu einem hemmongslosen Plagiat verkommt.
Neben diesen Sounds wird dem Zuschauer aber auch Abwechslung geboten und sogar ein Techno Stück, welches an die minimalen Produktionen von Richie Hawtin oder John Aquaviva erinnert, hat seinen Weg in den Film gefunden.
Highlight des Soundtracks ist aber zweifelsohne das Stück "Dragonfly", welches sehr stark an den elektronischen Gothic/New Wave Sound der 80ger wie z.B. "Anne Clark erinert.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Dadurch das einige Szenen wirken als hätte man sie fast 1:1 aus den Referenz-Gialli kopiert, könnten böse Zungen dem Regisseur-Duo plagiatierung vorwerfen.
Objektiv betrachtet dürfte aber so ziemlich jeder wissen, das es in der heutigen Zeit kein leichtes Unterfangen darstellt etwas vollkommen innovatives und eigenständiges zu kreieren.
Man sollte BLACKARIA aber zugute halten, das hier ein Film rausgekommen ist der weitaus überzeugender ist als die letzten Werke vom Großmeister Argento selbst.

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Auf darstellerischer Ebene gibt es wenig Anlass zur Kritik - da es sich hier höchstwahrscheinlich ausnahmslos um Aktuere handelt, die über keine Schauspielausbildung verfügen, sind hier mehr als souveräne Leistungen auszumachen.
Vorallem Clara Vallet in der Hauptrolle überzeugt vollends und es macht den Anschein als würde sie von einer nebelig-mystischen Aura umgeben werden.
Neben Vallet ist auch die Rolle der Anna Maria bestens besetzt, auch wenn ihre On-Screen Zeit nicht von langer Dauer gesegnet ist.
Die gesamte weibliche Riege in BLACKARIA zeigt sich sehr spiel-und zeigefreudig und geizt nicht mit den weiblichen Reizen.
Dies verleiht dem Film einen erotisch-lasziven Unterton, der in seiner Ästhetik an z.B. DIE GESCHICHTE DER O erinnert.

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LAST CARESS fand ich in Punkto Gewaltdarstellungen ein wenig härter, was aber auch durch den dynamischeren Schnitt nur den Anschein machen könnte.
Dies bedeutet aber auch nicht, das sich BLACKARIA in blutigen Detailaufnahmen zurückhält - auch hier gibt es wieder einige hammerharte Gore-FX zu bewundern, bei denen sich zwangsläufig Vergleiche mit Lucio Fulci einstellen.
Die wird besonders in einer Szene bewusst, welche ihr aber beim Sichten schon selbst entdecken müsst.
Und wo wir grade bei Fulci als Inspirationsquelle sind : der im Film ermittelnde Komissar trägt genau diesen Nachnamen, auch wenn er mit seinem Lolly im Mund eher an "Kojack" erinnert.

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Das die Story bei BLACKARIA eher rudimentärer Natur ist, bedarf eigentlich keiner großer Erwähnung - dies war ja auch selbst bei den Filmen von Dario Argento oft der Fall.
Dies als Manko anzusehen wäre aber nicht fair, das es sich bei BLACKARIA ja nicht um einen erstmaligen Ausnahmefall handelt.
Es gibt aber doch einige, wenige Unzulänglichkeiten zu verzeichen, die den Filmgenuss nicht wirklich schmälern.
Ein Kritikpunkt sind die teilweise etwas unlogischen Handlungsmuster der Darsteller, die den Zuschauer manchmal an deren Vernunft zweifeln lassen.
Zum anderen wäre da noch, das einige Szenen ein wenig holprig wirken - ob dies am Drehbuch oder aber am Schnitt liegt, vermag ich nicht zu sagen.
Die größte Unzulänglichkeit war für mich selbst der HD Look des Films, was aber selbstverstänlich auch eine Frage des Budgets ist.
Das Problem mit HD ist, das es leider meist ein wenig billig wirkt - dies wirkt sich ein wenig auf die gesamte Atmosphäre des Films aus.
Wäre BLACKARIA auf 35mm gedreht worden, hätte man nach oben hin noch einiges an Punkten rausholen können!
Noch ein minimaler Kritikpunkt, ist ein Handlungsverlauf den man sich meiner Meinung nach hätte sparen können.
Da auf das Motiv des Mörders zm Schluß hin ausführlich eingegangen wird, hätte man sich dies im Mittelteil sparen können - ich kann mir vorstellen das dies der Spannung des Films sehr zugute gekommen wäre.

Vorwürfe bezüglich dieser wenigen Kritikpunkte kann man François Gaillard und Christophe Robin aber nicht machen - man sieht BLACKARIA nämlich zu jeder Zeit an wieviel Enthusiamus und Herzblut hier drin stecken!
Letztendlich ist es ihnen auf sehr versierte Art gelungen den Giallo in ein zeitgemässes Gewand zu kleiden und neben Andreas Maschall (MASKS), Hélène Cattet und Bruno Forzani (AMER) und Luigi Pastore (SYMPHONY IN BLOOD RED) den Neo-Giallo der vergangenen Jahre zu reformieren.

8 von 10 Kristallkugel-Scherben


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Zur DVD :


Das noch recht junge Label 8-Films hat sich in kurzer Zeit schon zu einem Referenzlabel für Neo-Gialli gemausert und neben GLAM GORE und SYMPHONY IN BLOOD RED auch mit BLACKARIA wieder eine tolle VÖ unte die deutschen Fans gebracht.
Auch bei dieser VÖ hat das Label wieder keine Kosten und Mühen gescheut, um dem Fan eine rundum gelungene Ultimate 8-Films Edition zu liefern.
Die Veröffentlichung von 8-Films kommt im Amaray als 2 Disc Editon und ist auf 1.000 Stück limitiert.
Auf der DVD präsentiert sich der Film im Originalbildformat 1,78:1 (anamorph / 16:9) und die Qualität ist - bis auf 2 oder 3 Szenen in denen das Bild etwas unscharf erscheint - wirklich klasse.
Diese wenigen unscharfen Szenen dürften aber wohl auf das Ausgangsmaterial zurückgehen und kein Fehler beim Authoring gewesen sein - dem nicht so geschultem Auge, dürfte dies aber eh wahrscheinlich garnicht auffallen.
Der Ton ist auf der DVD als deutsche Synchro (in Dolby Digital 2.0 Stereo & DTS 5.1) und als französischer Originalton (in Dolby Digital 2.0 und Dolby Digital 5.1) vorhanden und zusätzlich gibt es noch optionale Untertitel in Englisch und Deutsch.
Das opulente Bonusmaterial der DVD lässt absolut keine Wünsche offen!
Neben 3 Kurzfilmen der Regisseure ( "DIE DIE MY DARLING", "ALL MURDER, ALL FUN, ALL GUTS" und "WELCOME TO MY NIGHTMARE") gibt es noch eine alternative Eröffnungssequenz zu BLACKARIA zu sehen.
Abgerundet wird das stimmige Gesamtbild der Bonussektion durch eine Bildergalerie und eine Trailershow (Blackaria, Last Caress, Welcome to my Nightmare, 3 Hits from Hell).
Persönlich rate ich davon ab, sich die Trailershow vor BLACKARIA und den vorzufindenden Kurzfilmen anzusehen, da diese zuviel über die einzelnen Filme preisgeben!
Auf der zweiten Disc befindet sich der komplette Score zu BLACKARIA als Audio CD, was grade für Sammler von Film & Soundtrack von großem Interesse sein dürfte.
Als kleines Gimmick liegt der DVD noch eine signierte Autogrammkarte der beiden Regisseure bei.

Wie schon bei vorangegangenen Veröffentlichungen hat 8-Films auch bei BLACKARIA wieder geklotz anstatt zu kleckern.
Ich bin mir sicher das wir in Zukunft noch einige tolle Titel des Labels bekommen werden - in Sammler-und Filmfankreisen konnte sich 8-Films ja zweifelsohne schon einen positiven Namen etablieren.



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"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Blackaria (2010)
BeitragVerfasst: 30. Jul 2013, 08:14 
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Wunderschöne Review mein Guter!!

Und bei den Bilder kriege ich direkt wieder Lust mir den Streifen nochmal anzuschauen ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Blackaria (2010)
BeitragVerfasst: 8. Sep 2013, 11:19 
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Nach den Kritiken hier und auch durch den Vorgänger, den ich sehr zu schätzen wusste, war ich gespannt auf diesen Film. Und wurde enttäuscht. Gerade durch die endlos langen Passagen ohne Dialoge zieht sich dieser Film hin. Von der Ästhetik her natürlich eine Augenweide, insgesamt fast schon ein surreales Machwerk aber leider hat die Story und Handlung darunter stark gelitten, so dass dieser Film absolut nicht mein Fall war.
Es hat schon drei Versuche gebraucht, bis ich den Film zu Ende sehen konnte, da ich aufgrund von Langeweile eingeschlafen bin, und jetzt nach der kompletten Sichtung weiß ich auch warum. Einzig der Score ist wieder phantastisch ausgewählt und wie zuvor auch von Doulbe Dragon intoniert worden, was natürlich stark in Richtung 80er weist.

Vielleicht gebe ich diesem Film nochmals eine Chance aber momentan heißt es leider nur 03/10.

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