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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Bloodrayne (2005)
BeitragVerfasst: 4. Feb 2013, 21:15 
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Bloodrayne
(Bloodrayne)
mit Kristanna Loken, Michael Madsen, Matthew Davis, Will Sanderson, Geraldine Chaplin, Udo Kier, Meat Loaf, Michael Paré, Billy Zane, Michelle Rodriguez, Ben Kingsley, Darren Shahlavi
Regie: Uwe Boll
Drehbuch: Guinevere Turner
Kamera: Mathias Neumann
Musik: Henning Lohner
SPIO/JK
USA / Deutschland / 2005

18. Jahrhundert: Vampire treiben im ganzen Land ihr Unwesen. Das Mädchen Rayne wird von einer Zirkustruppe festgehalten und als halb Mensch, halb Vampir vorgeführt. Eines Abends gelingt Rayne allerdings die Flucht aus ihrem Käfig und sie begibt sich auf eine gefährliche Mission. Ihr Ziel ist es, sich an ihrem Vater Kagan, dem mächtigsten aller Vampire, für die Vergewaltigung ihrer Mutter zu rächen. Die Vampirjäger Vladimir und Sebastian von der Brimstone Society verfolgen bald ihre Fährte und schaffen es, Rayne für ihre Ziele zu gewinnen. Mit Hilfe einer geheimnisvollen Prophezeiung gelingt es Rayne ein für Kagan wertvolles Artefakt zu ergattern um somit eine Audienz zu erhalten. Der Weg zu ihrem Ziel ist jedoch mühsam und die Truppe muss sich gegen böse Feinde bewähren. Viele dunkle Gestalten versuchen, sich ihnen in den Weg zu stellen.


Filme von Uwe Boll werden ja sehr gern von vornherein niedergemacht und da macht auch dieser hier keine Ausnahme. Allerdings bin ich bei "Bloodrayne" der Meinung, das der Film viel zu schlecht bewertet wird. Es handelt sich hier sicherlich um kein Meisterwerk, aber der Film ist doch um einiges besser als sein Ruf und bietet jederzeit splattrige Horrorkost, die zwar nicht unbedingt den Intellekt der wahren Cineasten anspricht, aber als Horrorfilm ohne Weiteres funktioniert. Und nur weil ein Film unter der Regie von Uwe Boll entstanden ist, muss er nicht auch gleichzeitig schlecht sein, wie "Bloodrayne" eindeutig unter Beweis stellt. Man sollte ganz einfach mit den richtigen Erwartungen an dieses Werk herangehen, dann erlebt man auch keine Enttäuschung. Es handelt sich um eine wirklich interessante Geschichte, in dessen Focus die junge Rayne (Kristianna Loken) steht, die nicht nur einen optischen Leckerbissen darstellt, sondern zugleich ein Dampir ist, was eine Mischung aus Vampir-und Mensch darstellt. Rayne hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Mörder ihrer Mutter zu töten, bei dem es sich um keinen Geringeren als den mächtigen Vampir Kagan, der gleichzeitig auch ihr Vater ist. Bis es zu einem unausweichlichen Showdown kommt, hinterlassen Rayne und ihre menschlichen Freunde allerdings eine extrem blutige Spur hinter sich.

Wenn man die Besetzungsliste liest, ist man erstaunt, welche Namen man da teilweise liest, aber trotz der teilweise großen Namen sind die darstellerischen Leistungen nicht mehr als Mittelmaß. Aber die Story ist meiner Meinung nach recht gelungen und sie ist auch durchaus interessant in Szene gesetzt worden. Spannung und Atmosphäre befinden sich im oberen Drittel, da hat man schon weitaus schlechteres gesehen. Das trägt auf jeden Fall dazu bei, das dieser Film ganz objektiv gesehen im oberen Durchschnittsbereich anzusiedeln ist und je nach persönlichem Geschmack sicherlich den ein oder anderen Bonuspunkt ergattern kann, was selbstverständlich ganz im Auge des Betrachters liegt. Ganz sicher hat "Bloodrayne" seine Stärken nicht unbedingt in einer tiefsinnigen Geschichte versteckt, doch dafür ist dieses Werk auch überhaupt nicht ausgelegt, dennoch handelt es sich immerhin um einen recht gut umgesetzten Story-Plot, der größtenteils von einer dichten Atmosphäre durchzogen wird und zudem auch mit einem gelungenen Spannungsaufbau aufwarten kann.

Aber was den Film wirklich auszeichnet, das sind die Splatter / Gore Effekte. Da merkt man gleich, das Olaf Ittenbach seine Hände im Spiel hatte, hat der deutsche Splatter-Pabst doch ziemlich eindeutig seine handschrift hinterlassen. Das einem hier dargebotene SFX-Spektakel lässt das Herz eines jeden Splatter / Gore Fans höher schlagen, denn es geht doch teilweise sehr derbe und extrem blutig zur Sache. So werden insbesondere die Gorehounds wirklich gut bedient, denn im Bezug auf vorhandene Härte kann man nun wirklich nicht meckern, gibt es doch etliche Passagen, in denen so richtig ordentlich gemetzelt wird. Und wer Herrn Ittenbach und seine Werke kennt, der kann sich ausmalen, das hier keineswegs gekleckert sondern vielmehr geklotzt wurde. So ähnelt das geschehen phasenweise schon einer richtigen Schlachteplatte, wobei dennoch zu keiner Zeit der Eindruck hinterlassen wird, das es sich nur um ein vollkommen sinnbefreites Gemetzel handeln würde.

Bis auf die manchmal etwas hölzernen Darsteller, vor allem Ben Kingsley wirkte fehl am Platz, hat mich der Film doch sehr überzeugt. Vielleicht ist das höchstens mittelmäßige Schauspiel auch darin begründet, das die Rollen der Darsteller einfach zu wenig Substanz bieten, um sich wirklich entfalten zu können, besonders Kingsley wirkt doch zumeist ganz eindeutig unterfordert und kann rein gar nichts von seinen ganz sicher vorhandenen Fähigkeiten in die Waagschale werfen. Auf jeden Fall ist "Bloodrayne" einer der besseren Filme von Uwe Boll, was zwar auch noch nicht viel heissen will, aber mir hat er sehr gut gefallen. Ich finde, der Film bietet gute, harte und kurzweilige Unterhaltung, die Genre-Fans durchaus ansprechen dürfte. Letzendlich gibt es unzählige andere Horrorfilme, die bei weitem nicht über einen so hohen Unterhaltungswert verfügen, wie es in vorliegendem Film der Fall ist.


Fazit:


Uwe Boll wird wohl nie dazu in der Lage sein, ein cineastisches Meisterwerk ins Leben zu rufen, doch mit "Bloodrayne" hat er in meinen Augen einen überdurchschnittlich guten Genre-Beitrag abgeliefert, der sich jederzeit sehen lassen kann und insbesondere für die Fans der härteren Gangart ein wahres Freudenfest darstellen dürfte. Ich fühlte mich jederzeit bestens und äusserst kurzweilig unterhalten und kann so eine bedenkenlose Empfehlung für diesen Film aussprechen.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 94 Minuten
Extras: Deleted und Extended Scenes, Interviews, VFX


8/10

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