Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
Aktuelle Zeit: 9. Dez 2016, 16:25

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 1088

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Calvaire - Tortur des Wahnsinns - Martyrium (2004)
BeitragVerfasst: 26. Aug 2013, 19:15 
Online
Forum Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.2012
Beiträge: 2733
Geschlecht: männlich
Bild Bild




Calvaire - Tortur des Wahnsinns / Martyrium
(Calvaire)
mit Laurent Lucas, Brigitte Lahaie, Gigi Coursigny, Jean-Luc Couchard, Jackie Berroyer, Philippe Nahon, Philippe Grand'Henry, Jo Prestia, Marc Lefebvre, Alfred David, Alain Delaunois, Vincent Cahay, Johan Meys, Romain Protat, Damien Waselle
Regie: Fabrice Du Welz
Drehbuch: Fabrice Du Welz / Romain Protat
Kamera: Benoit Debie
Musik: Vincent Cahay
Keine Jugendfreigabe
Belgien / Frankreich / Luxemburg / 2004

Eine Autopanne in einem abgelegenen Waldstück zwingt den herumtingelnden Sänger Marc Stevens die Nacht im Hotel eines gewissen Bartel zu verbringen, einem mehr als seltsamen Kauz. Doch schon bald muss Marc feststellen, dass nahezu alle Personen in der Umgebung dieser Absteige sehr seltsame Wesenszüge an den Tag legen. Als Bartel ihm eröffnet, dass er Mitnichten ein einfacher Gast ist, sondern sein Gefangener, beginnt für Marc eine Zeit gewalttätiger Grausamkeit. Denn um an das heranzukommen, was der mysteriöse Hotelbesitzer in dem Entertainer vermutet, bedarf es einer besonderen Foltermethodik.


Wenn man sich einmal die Meinungen über diesen Film anschaut, die so im Umlauf sind, dann bemerkt man doch recht schnell, das "Calvaire" ganz eindeutig zu den Filmen zählt, die die Meinungen extrem spalten. Für viele handelt es sich hier um absoluten Schund, andere widerum halten dieses Werk für schlichtweg genial. Meiner Meinung nach liegt die Wahrheit genau dazwischen, ich kann es aber durchaus nachvollziehen, das die hier erzählte Geschichte nicht jeden Geschmack trifft und viele sich sogar eher von ihr abgestossen fühlen, als das sie ihr viel Positives abgewinnen können. Was für mich viel eher unverständlich erscheint, ist die Tatsache, das es nicht gerade Wenige gibt, die in diesem Film einen Backwood-Slasher sehen, was ich doch für ziemlich weit hergeholt halte. Vielmehr wird man mit einer äusserst gelungenen Mischung aus Drama-und Thriller konfrontiert, die eine gewisse Anlaufzeit braucht, umso richtig in Schwung zu kommen, aber in ihrer Einführungsphase dennoch keine einzige Minute so etwas wie Langeweile aufkommen lässt.

Gerade das erste Drittel des Filmes hat mir am besten gefallen, denn der Spannungsaufbau, der vielen vielleicht etwas zähflüssig vorkommen mag, ist wohlbedacht und steigert sich auf eine ganz eigene und sehr schleichende Art immer mehr und entfaltet dabei eine so starke Intensität, die man zuerst gar nicht richtig wahrnimmt, da man viel mehr mit den äusserst skurrilen und bizarren Charakteren beschäftigt ist, die sich einem von beginn an präsentieren. Denn bis auf den Hauptcharakter Marc bekommt man es durch die Bank mit anscheinend mehr oder minder vollkommen durchgeknallten und teils schon grotesk erscheinenden Personen zu tun, die man am Anfang noch als recht witzig empfindet, die dem Titel des Films "Tortur des Wahnsinns" aber ein unglaubliches Gewicht verleihen. Ganz egal, ob es sich dabei um eine alte Oma handelt, die beim Anblick des Sängers Marc auf einmal ihren zehnten sexuellen Frühling erlebt und sich selbst als Hure bezeichnet, eine liebestolle Altenpflegerin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als den Sänger zu beglücken, oder auch die scheinbar völlig fehlgeleiteten Dorfbewohner, in deren Gegend es Marc nach einer Autopanne verschlägt.

Dort trifft er auf den geistig verwirrten Boris, der verzweifelt nach einem entlaufenen Kalb sucht, er sieht Dorfbewohner, die sich sexuell mit einem Kalb vergnügen und ausgerechnet im ehemaligen Gasthof des alten Bartel kommt er unter. Hat man zuerst noch den Eindruck, das Bartel einfach ein etwas seltsamer Einsiedler ist, der sich unglaublich darüber freut, das er endlich einmal wieder einen Gast beherbergen kann, stellt sich diese Annahme doch recht schnell als vollkommene Fehleinschätzung heraus, denn gerade Bartel ist der schlimmste der durchgeknallten Charaktere, die man während dieser Geschichte kennenlernt. Der arme Marc muss dies auf sehr schmerzvolle Art und Weise feststellen und gerät in eine Situation, die er sich ganz sicher nicht in seinen schlimmsten Träumen vorgestellt hätte.

"Calvaire" ist kein Film, der durch extreme visuelle Härte auffällt, was aber keineswegs bedeuten soll, das hier keine Härte vorhanden ist. Es gibt auch einige heftigere Passagen, die meiner Meinung nach allein aber längst noch nicht die Freigabe des Films erklären würden. Hier sollte man wirklich die Wirkung des Gesamtwerkes sehen und die ist doch sogar stellenweise extrem verstörend. Man muss sich nur einmal vorstellen, das man sich selbst in der Lage befinden würde, in die es unsere Hauptfigur verschlagen hat, wenn man dann noch die Absgeschiedenheit des Schaplatzes mit einwirken lässt und die irren Charaktere berücksichtigt, befindet man sich in einem Szenario, das einem einen kalten Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt und das Blut in den Adern gefrieren lässt. Man ertappt sich selbst dabei, das man heilfroh darüber ist, das man das Geschehen aus sicherer Entfernung betrachten kann. Wenn man sich allerdings auf das hier gezeigte Geschehen einlassen kann, muss man erschreckt feststellen, das man sich trotzdem phasenweise als Teil des Szenarios sieht, da man richtiggehend mitleidet und vor allem den psychischen Schmerz nachempfinden kann, dem der gute Marc ausgesetzt ist.

Die Authenzität, die hier von der Szenerie ausgeht, ist ganz sicher auch den erstklassigen Darstellern zu verdanken, die hier allesamt einen mehr als nur überzeugenden Job abliefern, vor allem Laurent Lucas in der Rolle des Marc und Jackie Berroyer als Bartel wissen hier durch ihr Schauspiel zu brillieren, aber auch die anderen Protoganisten müssen mit ihren Leistungen keineswegs hinter dem Berg halten, denn sie alle leisten ihren Beitrag zu einem extrem intensiven und schockierenden Film-Erlebnis, das sich hier dem Zuschauer offenbart. Ob man "Calvaire" unbedingt als Film-Vergnügen ansehen sollte, das wage ich zu bezweifeln, doch darauf ist der Film meiner Meinung nach auch gar nicht ausgerichtet. Der Nebentitel "Tortur des Wahnsinns" ist absolut perfekt gewählt, hier kann man getrost behaupten, das der Titel auch gleichzeitig Programm ist. Von der ersten bis zur letzten Minute wird der Betrachter mit dem immer intensiver wirkenden Wahnsinn konfrontiert, der auch in seiner immer mehr ansteigenden Wirkung nahezu perfekt dosiert ist. Und diese häppchenweise immer stärker werdende Dosierung ist im Endeffekt das geheimnis dafür, warum dieses Werk so wahnsinnig gut funktioniert, wenn der Zuschauer dazu bereit ist, sich darauf einzulassen, denn das, was zu Beginn noch eher zum Schmunzeln anregt, entpuppt sich mit der Zeit zu einer wirklichen "Tortur des Wahnsinns".


Fazit:


"Calvaire" ist definitiv ein Film, der die Meinungen extrem spaltet, doch ich glaube, das er das auch genau so beabsichtigt. Wenn man dieses Werk als reine Unterhaltung ansieht, dann kann es sehr gut möglich sein, das man letztendlich etwas enttäuscht sein wird. man muss sich dem hier gezeigten Stenario öffnen, sich darauf einlassen und sich in die Situation des Hauptcharakters einfühlen. Wenn einem das gelingt, dann bekommt man ein äusserst intensives und auch nachhaltig wirkendes Film-Erlebnis geboten, das man ganz sicher nicht so schnell vergessen wird.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Französisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 88 Minuten
Extras: Making Of, Audiokommentar, Kurzfilm, Trailer, Trailershow, Exklusives Booklet


8,5/10

_________________
Bild

Bild Big Brother is watching you


Nach oben
 Profil Besuche Website  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Calvaire - Tortur des Wahnsinns (2004)
BeitragVerfasst: 26. Aug 2013, 19:24 
Offline
trashig-exploitativer Chef
Benutzeravatar

Registriert: 12.2012
Beiträge: 1697
Wohnort: Drive-In Kino
Geschlecht: männlich
Uiihhh, der ist mit Brigitte Lahaie und Philippe Nahon und den habe ich noch nicht gesehen.....das muss nachgeholt werden :)

_________________
Bild
"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Calvaire - Tortur des Wahnsinns (2004)
BeitragVerfasst: 19. Jan 2014, 11:47 
Offline
Archivmeister
Benutzeravatar

Registriert: 12.2012
Beiträge: 1716
Geschlecht: männlich
Bild

O-Titel: Calvaire
Herstellungsland: BEL/F/LUX
Erscheinungsjahr: 2004
Darsteller: u. a. Laurent Lucas, Jackie Berroyer, Philippe Nahon, Jean-Luc Couchard, Brigitte Lahaie, Gigi Coursigny, Philippe Grand'Henry, Jo Prestia, Marc Lefebvre, Alfred David, Johan Meys, Alain Delaunois
Regie: Fabrice du Welz
FSK: 18

Inhalt:


Der sänger und Alleinunterhalter Marc Stevens hat einen Auftritt hinter sich gebracht. Nachdem er noch die Glückwünsche dafür überbracht bekommen hat, und eine alte Frau sich ihm unsittlich genähert hatte, die daraufhin allerdings fast peinlich berührt von dannen gezogen war, sebst etnsetzt über ihre eigene Torheit, verstaut er sein Equipment in seinem Lieferwagen. Erst springt er nicht an, doch dann fährt er los.

Bild


In von Regen dunkler Nacht nähert er sich einem Wald, als etwas vor sein Auto zu springen scheint. Er würgt den Wagen ab, und bekommt ihn nicht wieder an. Ein Mann tritt an sein Fenster. Bella ist verschwunden, und er muss sie unbedingt wieder finden. Er geht, und Marc bleibt erst noch im Wagen zurück. Doch als er festgestellt hat, dass er sein Auto nicht wieder in Gang bringen kann, läuft er Boris nach. Marc hatte ein Schild gesehen auf dem "Bartel-Herberge 3 Meilen" stand. Ob er ihm sagen kann, wo diese Herberge ist. Psst! Leise, sonst kann Boris Bella nicht hören. Deshalb gehen die beiden Männer schweigend weiter. "Hey, Bartel, hier ist ein Gast für dich!" schallt es aus Boris heraus, als sie an der Herberge sind. Bartel nimmt den Neuankömmling auf und Boris sucht im Dunklen weiter seine Bella.

Die Gänge der Herberge sind dunkel und die Zimmer einfach, aber es langt. Und Marc schläft recht zügig ein. Am nächsten morgen bekommt er mit, wie Bartel seinen Lieferwagen zur Herberge gebracht hat. Vielleicht kann ein Mechaniker ihn wieder fit machen. Marc will sich ein wenig in der Gegend umsehen. Bartel warnt ihn nicht ins Dorf zu gehen. Das sei gefährlich.

Als Marc weg ist, durchsucht Bartel den Lieferwagen des Alleinunterhalters. Unter anderem nimmt er ein paar Fotos und auch das Handy mit. Als Marc Abends dann mit Bartel isst, erzählt letzterer ihm, dass ihn seine Frau verlassen hat. Sie ist einfach nicht wieder gekommen. Der Mechaniker war übrigens immer noch nicht da, und als Marc am nächsten Morgen seinen Wagen überprüfen möchte, ist die Batterie ausgebaut. Bartel verspricht sich um die Sache zu kümmern. Doch was Marc das nächste Mal an seinem Lieferwagen erlebt, scheint unwahr zu sein, denn Bartel haut mit einem Vorschlaghammer auf diesen ein. Nein, Bartel will nicht zulassen, dass sie ihn noch einmal verlässt. Marc stürmt nach draußen, als Bartel gerade dabei ist, den Wagen mit Benzin zu übergießen. Doch es ist zu spät. Bartel knallt ihm die Autobatterie auf den Kopf, so dass Marc das Bewusstsein verliert und steckt den Wagen an.

Marc wird ins Haus geschleift. Nein, sie wird ihn nie wieder verlassen. Sie bleibt jetzt für immer bei ihm. Bartel zieht Marc ein Kleid seiner verschwundenen Frau an und schneidet ihm mehr schelcht als recht den Schädel und hält ihn von da an gefangen, als seiene Frau Claudia. Bei der Fahrt auf der Suche nach dem richtigen Tannenbaum zu Weihnachten, lässt er Marc kurz an seinem Traktor zurück. Diese Gelegenheit nutzt Marc zur Flucht kreuz und quer durch das Unterholz. Doch er ist nur eingeschränkt manövrierfähig, denn er ist an seinen Händen gefesselt. Und sehr weit kommt er nicht, denn er bleibt in einer Tierfalle mit einem Bein hängen, stürzt und bleibt liegen.

BildBild


Boris findet ihn. Endlich ist seine Bella wieder da. Aber Bartel ist schon dabei und nimmt seine Claudia wieder mit auf seinen Hof, damit sie gemeinsam Weihnachten verbringen können. Er hatte kurz zuvor gesehen, wie er von den Menschen aus dem Dorf beobachtet worden ist. Deshalb warnt er in der Kneipe unten im Dorf jeden, der sich zu nah an sein Anwesen wagt. Im Zweifel wird er erschossen.

Am Weihnachtsabend, als Claudia und Bartel gemeinsam beim Abendessen sitzen, stürmen die Dorfbewohner auf das Haus zu und fangen an zu schießen. Bartel und auch der ebenfalls anwesende Boris werden erschossen. Marc überlebt. Doch hier scheint wieder etwas nicht zustimmen. Die Frau des Dorfältesten ist wieder da, und alle sollen sich mit ihr vergnügen. Als einer der Einwohner gerade dabei ist, Marc zu vergewaltigen, kann er sich losreißen und fliehen. Und er läuft und läuft und läuft. Die anderen folgen ihm, doch irgendwann bricht ein Großteil die Verfolgung ab. Nur der Dorfälteste geht weiter, doch er hat ihm tiefsten Winster nicht daran gedacht, dass es hier im Sumpf auch Eisflächen gibt, die nicht allzufest zu seien scheinen, weshalb er einbricht. Marc sieht das, er geht ein paar Schritte zurück und wartet, bis der alte Mann im Eis versunken ist.

Bild


Wertung:


Dieser Film ist kein Horrorfilm im eigentlichen Sinn, weshalb er hier auch in der Kategorie Drama steht, denn das, was Marc hier erlebt, hat weniger mit körperlicher als mit psychischer Folter zu tun. Das bedeutet auch, dass wir hier meilenweit von einem Torture Porn entfernt sind, auch wenn das Cover vielleicht etwas anderes suggerieren möchte. Der unschuldige Marc wird hier einer psychischen Tortur unterzogen, denn er wird quasi als Ersatzfrau betrachtet, und das nicht nur von Bartel sondern auch von den Dorfbewohnern. Und sie wollen um jeden Preis wieder verhindern, dass ihre Frau weg läuft. Das ist die Situation, in welcher sich Marc befindet. Und das macht diesen Film aus, denn es sind nicht die Shockmomente, die hier zählen, sondern das Paket aus Mitleid für die Peineiger, denn sie wirken selbst wie psychisch zerstört und wenn es nur durch die Tatsache ist, dass sie alle verlassen worden sind und dadurch einfach verrückt worden, und Mitleid für den Gepeinigten, wobei hier immer wieder die Frage aufkommt, warum er nicht viel früher versucht aus seiner Situation zu entkommen.

Die Schauspieler hier kennt, und gerade die großen, französischen Namen wie Philipe Nahon (kennt man aus Menschenfeind oder High Tension) oder Brigitte Lahaie (ehemals Brigitte Bardot) taucehn hier auf, auch wenn sie hier mehr oder minder nur in Nebenrollen zu sehen sind. Jackie Berroyer spielt den Bartel und er macht seine Sache als ein Stück weit verrückter Eremit sehr gut. Sein Aussehen trägt sein Übriges dazu bei, dass er diese Rolle allumfassend darstellen kann. Den Protagonisten Laurent Lucas in der Rolle des Marc Stevens kannte ich vorher überhaupt nicht. Er spielt die Rolle ebenfalls überzeugend, allerdings wage ich es anzuzweifeln, dass er durch diese Rolle sehr viel Publicity genossen hat, denn es ist nicht wirklich er selbst, der dargestellt ist. In seiner Rolle hat er zusätlich zu wenig eigenen Spielraum, denn Marc kann fast nur so handeln, wie er gehandelt hat, und nicht anders (abgesehen von einer frühzeitigen Flucht). Für den Regisseur Fabrice Du Welz war es der erste Spielfilm, und auch aus dieser Sicht hat er seine Sache sehr gut gemacht. Interessant hierbei ist sein Kommentar im Making Of in den Extras der DVD, denn er interpretiert die Rollen und auch die gesamte Szenerie.

Bildtechnisch gibt es nichts auszusetzen. Am Ton fällt manchmal auf, dass Geräusche wohl absichtlich nicht mit vertont worden sind. Einmal hat man sogar das Gefühl, als ob eine szene fehlt, nämlich dort, wo Bartel dem Alleinunterhalter die Autobatterie auf den Kopf knallt. Laut OFDB ist der Film aber ungeschnitten.

Abschließend kann man nur sagen, dass dies ein Film ist, den ich so auch noch nie gesehen habe. Im Booklet wird er mit "Martyrs" verglichen, wobei ich meine, dass dieser Vergleich hinkt, denn die Handlung ist doch ein wenig anders. Außerdem ist hier der psychische Aspekt weit mehr im Vordergrund und nicht das Folterelement. Fans des ungewöhnlichen Horrorfilms, wenn man ihn denn so bezeichnen möchte, denn für mich ist es eher ein Drama, kommen hier voll auf ihre Kosten. Blut- und Splatterorgien gibt es allerdings nicht. Für diese Perle des französischen Films gibt es von mir 8,5/10 Punkte.

_________________
Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 3 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker