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 Betreff des Beitrags: Cold Prey 2 - Resurrection: Kälter als der Tod (2008)
BeitragVerfasst: 27. Jan 2013, 00:26 
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Cold Prey 2 Resurrection - Kälter als der Tod
(Fritt vilt II)
mit Ingrid Borse Beldal, Marthe Snorresdotter-Rovik, Kim Wifladt, Johanna Merck, Fridtjov Saheim, Per Schaaning, Andreas Cappelen, Mats Eldeen, Vetle Qvenild Werring, Mads Sjogard Pettersen, Robert Follin, Bernhard Ramstad, Inger Johanne Ravn, Charlotte Grundt, Viktoria Winge
Regie: Mats Stenberg
Drehbuch: Thomas Moldestad
Kamera: Anders Flatland
Musik: Magnus Beite
Keine Jugendfreigabe
Norwegen / 2008

Nach der blutigen Tragödie in den Bergen Norwegens hat nur Jannicke aus der Gruppe der Snowboarder überlebt. Halb erfroren und geschwächt schafft sie es eben so wieder zurück in die Zivilisation und in ein Krankenhaus. Doch als sie Stunden später im Krankenbett erwacht, ist es dunkel und ruhig im Krankenhaus. Schnell merkt Jannicke, dass hier etwas nicht stimmt: DER ALPTRAUM IST NOCH NICHT VORBEI


Es gibt sie also doch noch, die Sequels zu einem erfolgreichen und guten Horrorfilm, auf die sich das Warten durchaus lohnt. Wer erinnert sich nicht gern an den norwegischen Überraschungserfolg "Cold Prey" aus dem Jahr 2006, der zwar nicht unbedingt sehr viel Wert auf inhaltliche Originalität gelegt hat, aber einen sehr guten europäischen Slasher aus Europa darstellt. Und dieser Nachfolger knüpft nahtlos da an, wo der erste Teil aufgehört hat, wobei sich die Fortsetzung der Geschichte dieses Mal nicht in der malerischen norwegischen Winterlandschaft, sondern in einem Krankenhaus abspielt, das kurz vor der Schließung steht und lediglich nur noch mit einer absoluten Notbesetzung am Leben gehalten wird. Nachdem Jannicke, die einzige Überlebende des Massakers aus Teil 1 eingeliefert wird, glaubt ihr zunächst keiner so richtig die Geschichte, die sie erzählt. Nachdem aber die Leichen in der Gletscherspalte geborgen-und in das Krankenhaus eingeliefert werden, sieht die Sach ganz anders aus, vor allem, nachdem im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle losbricht und die ersten Toten zu beklagen sind.

Wie schon der Vorgänger besticht auch dieser Film in erster Linie durch seinen dramaturgisch absolut gelungenen Spannungsaufbau und die excellente unheimliche Atmosphäre, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr verdichtet und so für absolute Hochspannung sorgt. Mats Stenberg, der dieses Mal für die Regie verantwortlich war ist es vortrefflich gelungen, nach einem eher ruhigen Beginn die Spannungsschraube kontinuirlich immer fester zu ziehen und so auch dafür Sorge trägt, das sich das Sehverhalten des Zuschauers mit der Zeit drastisch verändert. Denn sitzt man zu Beginn noch verhältnismäßig entspannt vor dem Bildschirm, so entwickelt sich doch mit der Zeit ein sehr starkes Gefühl der Anspannung, das einem phasenweise fast zwangsläufig schweissnasse Hände beschert. Hervorgerufen wird dies insbesondere durch die kühle Optik des Films, die nicht zuletzt für die ein oder andere Gänsehaut verantwortlich ist.

Hierbei tut sich insbesondere der Schauplatz des fast verlassenen Krankenhauses hervor, die Jagd durch die einsamen und düster erscheinenden Korridore entwickelt sich immer mehr zu einem gnadenlosen Katz-und Maus-Spiel, das an Spannung und Intensität nur schwerlich zu überbieten ist. Beim Versuch, sich selbst in die vorherrschende Situation hineinzuversetzen, überzieht sich die eigene Haut nicht gerade selten mit einem dünnen Schweissfilm und man ist heilfroh über die Tatsache, das man das Geschehen aus sicherer Entfernung verfolgen kann, was schon vollkommen ausreichend ist, eine gewisse Nervosität aufsteigen zu lassen. Diese steigert sich zum Ende des Films und nach etlichen Toten noch einmal zusehends, als sich das Szenario aus dem Krankenhaus in das alte Hotel verlagert, das im Vorgänger der Schauplatz der Geschehnisse war und hier als Kulisse für den endgültigen und finalen Showdown dient.

Neben dem fantastischen Spannungsaufbau und der erstklassigen Atmosphäre beinhaltet der Film auch einen in meinen Augen angemessenen Härtegrad, der aber keineswegs übertrieben ist, sondern sich in einem durchaus annehmbaren Rahmen bewegt. Allerdings hätte wohl auch eine 16er Freigabe vollkommen ausgereicht, denn viel mehr harte Szenen als im ersten Teil gibt es auch hier nicht zu begutachten. Dennoch werden auch die Freunde der etwas härteren Gangart voll auf ihre Kosten kommen, wobei man aber keinesfalls ein Splatter-und Gore Festival erwarten sollte. Das wäre aber auch vollkommen unpassend gewesen und hätte den hervorragenden Gesamteindruck des Films auch nur unnötig getrübt, denn hier zählt wirklich das Gesamtpaket und das ist einfach äusserst gut gelungen, da auch im schauspielerischen Bereich wieder absolut Überzeugendes geboten wird.


Fazit:


Das Warten hat sich gelohnt, denn mit "Cold Prey 2" ist ein Sequel entstanden, das wirklich gelungen ist und seinem Vorgänger in Nichts nachsteht. Ein weiteres beispiel dafür, das auch in Europa immer mehr gute und spannende Horrorfilme produziert werden, die so manche US-Produktion locker in die Tasche stecken. Dabei muss es nicht immer inhaltliche Innovation sein, die den Zuschauer begeistert, denn wenn altbewährte Zutaten so toll und interessant verpackt werden wie hier, gibt es gar keinen Grund zur Beschwerde. Fans des Genres sollten sich diesen tollen Film auf jeden Fall besorgen, denn spannende und sehr kurzweilige Unterhaltung ist hier garantiert.


8/10

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