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 Betreff des Beitrags: Daybreakers (2009)
BeitragVerfasst: 13. Mai 2013, 15:55 
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Daybreakers
(Daybreakers)
mit Ethan Hawke, Hamet Minto-Day, Willem Dafoe, Jay Laga'aia, Damien Garvey, Sahaj Dumpleton, Allan Todd, Gabriella Di Labio, Ben Siemer, Peter Welman, Callum McLean, Jarrad Pon, Victoria Williams, Sam Neill, Zoe White, Aolani Roy, Tiffany Lamb
Regie: Michael Spierig / Peter Spierig
Drehbuch: Michael Spierig / Peter Spierig
Kamera: Ben Nott
Musik: Christopher Gonton
FSK 16
Australien / USA / 2009

Im Jahr 2019 beherrschen fast ausschliesslich Vampire die Erde. Die noch wenigen, letzten lebenden Menschen werden von ihnen wegen ihrem kostbaren Blut gejagt. Vampir Edward Dalton ist Wissenschaftler und arbeitet verzweifelt an einem künstlichen Blut um die Weltbevölkerung weiterhin zu ernähren. Doch dann trifft er auf eine Gruppe menschlicher Überlebender, die nicht nur eine Lösung für das Problem anbieten kann, sondern etwas weit Besseres offeriert: Heilung. Aber nicht jeder Vampir will wieder zum Mensch werden. Ein blutiger Krieg bricht aus...


Hier wird der Zuschauer einmal mit einem Vampirfilm konfrontiert, der zwar teilweise an die "Blade-Trilogie" erinnert, aber sich gerade inhaltlich doch ziemlich von dieser unterscheidet. Hier regieren nämlich die Blutsauger in einer nicht so fernen Zukunft die Erde und die wenigen Menschen die noch am Leben sind, befinden sich auf einer schier aussichtslosen Flucht, um den Vampiren nicht zum Opfer zu fallen und ihren Durst nach menschlichem Blut zu stillen. Allein schon die Grundidee der vorliegenden geschichte, kann man durchaus als innovativ bezeichnen, denn ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, das es schon einmal einen Genre-Vertreter gegeben hat, in dem die beliebten Blutsauger den gesamten Erdball regieren.

Besonders hat mir die äusserst blasse Optik gefallen, bei der einen schon phasenweise das Gefühl überkommt, das man es mit einem älteren s/w Film zu tun hat. Durch den Einsatz der sehr blassen Farbfilter erhält das Geschehen so eine extrem düstere und bedrohliche Ausstrahlung, die ihre Wirkung auf den Betrachter keinesfalls verfehlt und nahezu perfekt in diesen modernen Genre-Beitrag hineinpasst. Doch auch ganz generell gesehen kann sich das Werk der Regisseure Michael und Peter Spierig jederzeit sehen lassen, auch wenn manchem Fan eventuell der Härtegrad etwas zu niedrig angesiedelt ist. Doch für eine 16er Freigabe bekommt man einige herrlich blutige Passagen geboten, die zwar nicht gerade im Überfluss vorhanden sind, aber sehr gut in das hier gezeigte Gesamtbild hineinpassen.

Ehrlich gesagt vertrete ich sogar den Standpunkt, das mehr Härte der Story eher geschadet hätten, denn es steht ganz eindeutig die Suche nach einer Lösung des in der Inhaltsangabe geschilderten Problems im Focus der Geschichte und diese Thematik wird auch wirklich gut herausgearbeitet. Nun gibt es sicherlich wieder genügend Leute, die dem Film einige Längen ankreiden wollen, die aber prinzipiell überhaupt nicht vorhanden sind. Schon der äusserst gelungene Spannungsaufbau und das wohl durchdachte heranführen an die endgültige Problemlösung sorgen dafür, das keinerlei Langeweile aufkommen kann. Ausserdem wurde sorgsam darauf geachtet, das die etwas dialoglastigeren Passagen des Filmes nie zu lang geraten sind und immer wieder mit wirklich guten Action-Passagen angereichert wurden.

Und zu guter Letzt ist da auch noch die agierende Darsteller-Riege, die mit teils recht namenhaften Akteuren (Ethan Hawke, Willem Dafoe, Sam Neill) besetzt ist und die durch die Bank absolut sehenswerte leistungen abliefert. Selbst Ethan Hawke, dem ich eigentlich noch nie besonders viel abgewinnen konnte, spielt seinen Part als Wissenschafts-Vampir sehr authentisch und gänzlich überzeugend, so das man insgesamt von einem äusserst gelungenem Vampirfilm sprechen kann. Es wird kurzweilige und bestens unterhaltende Vampirkost geboten, die in einer größtenteils herrlich düsteren Optik daherkommt und auch mit mehreren recht blutigen Passagen aufwarten kann, so wie es sich für einen ordentlichen Genre-Vertreter gehört.


Fazit:


"Daybreakers" ist ganz sicher kein Meisterwerk, aber ein teils sehr innovativer und bestens unterhaltender Vampirfilm, in dem einmal nicht die menschen die Oberhand haben. So wird die beliebte Thematik einmal von der anderen Seite aufgezäumt, was man durchaus als sehr willkommene Abwechslung ansehen kann. Gute Darsteller, ein sehr gelungener Spannungsaufbau und eine erstklassig dichte Grundstimmung sorgen für ein sehr lohnenswertes Film-Vergnügen, das sich kein Fan entgehen lassen sollte.


Die DVD:

Vertrieb: Sunfilm
Sprache / Ton: Deutsch DTS, DD 5.1 / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1:1,85 (16:9)
Laufzeit: 94 Minuten
Extras: Audiokommentar der Regisseure


8/10

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