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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Düstere Legenden 3 (2005)
BeitragVerfasst: 24. Mai 2013, 19:47 
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Düstere Legenden 3
(Urban Legends : Bloody Mary)
mit Kate Mara, Robert Vito, Tina Lifford, Ed Marinaro, Michael Coe, Lillith Fields, Nancy Everhard, Audra Lea Keener, Don Shanks, Jeff Olson, Nate Herd, Brandon Sacks
Regie: Mary Lambert
Drehbuch: Michael Dougherty / Dan Harris
Kamera: Ian Fox
Musik: Scooter Pietsch / Jeff Rona
FSK 16
USA / 2005

Bei einem Date-Rape im Unispeicher verlor sie vor 40 Jahren das junge Leben, jetzt beschwört ein sorgloses Mädchenkränzchen die unheilvolle Wiederkehr der legendären "Bloody Mary". Um sich an den Nachfahren ihrer Peiniger zu rächen, metzelt diese das junge Volk fortan nach dem Muster beliebter urbaner Mythen. Ein junges Mädchen, das unlängst beinahe sehr ähnliche Erfahrungen wie Mary hat machen müssen, entdeckt die Achillesferse der Rächerin.


Genau wie bei "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" hätte man sich auch hier lieber einen dritten Teil verkniffen. Dieser Teil zieht den guten Gesamteindruck der beiden Vorgänger gleich eine Etage runter. Was man hier produziert hat, ist eigentlich schon als ziemlich dämlich zu bezeichnen. Irgendwie passt dieser dritte Teil auch gar nicht so richtig in die Reihe. Aber was tun die Macher nicht alles, um noch einmal den schnellen Dollar zu machen, da handelt es sich hier ja längst nicht um einen Einzelfall, das man zum Abschluss einer Reihe noch mal schnell eine echte Gurke auf den Markt wirft, die den Zuschauer nicht wirklich begeistern kann, da dieser doch mit ganz anderen Erwartungen an das Werk herangegangen ist.

Die Story an sich ist schon ziemlich hanebüchen und wird auch nicht gerade spannend erzählt. Es gibt zu viele Spannungseinbrüche, so das teilweise sogar etwas Langeweile aufkommt. Auch die Atmosphäre kann in diesem Teil überhaupt nicht überzeugen, von Dichte oder gar Bedrohlichkeit ist hier herzlich wenig zu spüren. Teilweise gibt es einige gute Ansätze, aus denen man vielleicht sogar etwas hätte machen können, aber leider hat man das total versäumt. Im Prinzip ist die dümmliche Rahmenhandlung im Reich der Fantasie angesiedelt und auch nicht gerade neu, denn die hier auftretende Thematik hat man doch schon etliche Male besser umgesetzt zu Gesicht bekommen.

Die Darsteller wirken hier auch irgendwie teilweise fehl am Platz, man hat das Gefühl, das einige von ihnen nicht so richtig bei der Sache sind und das Spielen eher als lästige Pflichtaufgabe ansehen. Blass-und jederzeit austauschbar geben die nicht gerade stark motivierten Jung-Darsteller also eine Probe des augenscheinlich nicht vorhandenen Könnens ab, was aber irgendwie den letztlich unterdurchschnittlichen Eindruck dieses Filmes nur noch zusätzlich hervorhebt. Stellenweise kommt man sogar zu dem Eindruck, das diverse Laien-Darsteller eventuell einen besseren Job verrichtet hätten, als manche der hier versammelten Schauspieler. Es tut manchmal schon fast richtig weh, was einem hier vor die Augen kommt, womit ich das jetzt nicht ausschließlich auf das doch sehr bescheidene Schauspiel beziehen möchte

Aber das Ende setzt dann doch allem die Krönung auf, ich persönlich finde es ziemlich lächerlich. Seit Ring und Co. ist es ja modern, Geister mit einzubauen, aber dann soll man es vernünftig machen und nicht einfach auf diese 08 / 15 Art, das ist beschämend. An dieser Stelle kommt man sich dann auch seltsam verarscht vor und stellt sich ganz unweigerlich die Frage, welche Gedanken Regisseurin Mary Lambert durch den Kopf gegangen sind, als sie diesen unendlich blöden Showdown eingebaut hat. Entweder stand die gute Frau unter starkem Alkohol-Einfluss, oder sie muss bis zum Stehkragen mit Drogen vollgepumpt gewesen sein, denn einem normal funktionierendem Gehirn kann ein solcher Mumpitz schwerlich entspringen.


Fazit:


Wie dem aber auch sei, zum einmaligen Ansehen ist der Film gerade noch geeignet, aber zu mehr beim besten Willen nicht. Zu dämlich präsentiert sich nämlich eine hanebüchene Rahmenhandlung, die man beim besten Willen nicht ernst nehmen kann. Fehlende Spannung und schwach agierende Darsteller tun dann ihr Übriges dazu, damit dieser obskure Film nicht gerade einen sehr nachhaltigen Eindruck beim Betrachter hinterlässt.


4/10

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