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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Eaters (2010)
BeitragVerfasst: 27. Mär 2013, 00:36 
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Eaters
(Eaters)
mit Rosella Elmi, Guglielmo Favilla, Elisa Ferretti, Riccardo Floris, Fabiano Lioi, Alex Lucchesi, Francesco Malcom, Roberto Mariotti, Claudio Marmugi, Steve Sylvester,
Regie: Luca Boni / Marco Ristori
Drehbuch: Germano Tarricone / Marco Ristori
Kamera: Paco Ferrari
Musik: Bahntier / Justin Bennett / Wheelsfargo
FSK Keine Jugendfreigabe
Italien / 2010

Nach der Zombiekatastrophe hockt Dr. Gyno im geheimen Militärlabor und forscht angeblich nach einem Gegenmittel. Zwei mäßig motivierte Soldaten versorgen ihn mit frischen Testobjekten und unternehmen periodisch Ausflüge in die Umgebung, um nach Überlebenden zu suchen. In einem vergitterten Verschlag hockt eingesperrt die ehemalige Freundin von einem der Soldaten, infiziert, doch noch menschlich, auf ein Wunder oder den Durchbruch hoffend. Doch Dr. Gyno spielt falsch, plant in Wahrheit die Schöpfung einer Superrasse.


Uwe Boll präsentiert


Dieser Satz prangt einem auf dem DVD-Cover entgegen und kann im Prinzip als gelungene Marketing-Strategie angesehen werden, weckt er doch sicherlich die Neugier des Konsumenten. Liefern die Werke des deutschen Regisseurs Uwe Boll doch immer wieder genügend Stoff für etliche Diskussionen und lassen die Meinungen der Zuschauer teils sehr drastisch auseinandergehen. Dabei hat der gute Mann mit dem Film gar nichts zu tun und gibt lediglich seinen Namen her, um eventuell die Vermarktung dieses B-Movies etwas anzukurbeln. Der Film an sich bietet eine nicht unbedingt neue Variante der Zombie-Thematik, wieder einmal hat eine Epidemie Großteile der Menschheit dahingerafft und nur einige Überlebende fristen ein eher karges Dasein inmitten der Untoten. Dennoch hebt sich "Eaters" einigermaßen von anderen Genre-Vertretern ab und setzt dabei insbesondere nicht auf eine ansonsten übliche Erzählstruktur. Im Focus des Geschehens stehen zwei Soldaten, die mit einem Wissenschaftler in einem Militärlabor hausen und diesen immer wieder mit Untoten versorgen, damit dieser angeblich ein Heilmittel finden kann, mit dem man die Seuche bekämpft.

Nun entwickelt sich aber keineswegs ein italienischer Zombiefilm wie man ihn aus den 80er Jahren kennt, in denen diese Film-Gattung ihre absolute Blütezeit erlebt hat und Filme wie beispielsweise "Ein Zombie hing am Glockenseil" oder "Geisterstadt der Zombies" das Herz eines jeden Zombie-Fans höher schlagen ließen. Hier ist eine ganz neue Art von Untoten-Thematik am Start, was sich allein schon auf den Actiongehalt des Filmes bezieht, denn bei diesem Aspekt hält sich "Eaters" eher ziemlich vornehm zurück. Zwar gibt es immer wieder einige recht blutige Momente zu sehen, doch im Vergleich mit anderen Vertretern kocht man viel eher auf einer kleinen Sparflamme. Die Geschichte ist dafür äusserst dialoglastig ausgefallen, wobei es sich allerdings in erster Linie nicht unbedingt um qualitativ sehr hochwertige Wortwechsel handelt, in diversen Passagen gestalten sich die Gescpräche sogar aufgrund der vorherrschenden Situation etwas gewöhnungsbedürftig und lassen den nötigen Ernst etwas vermissen.

Die eigentliche Stärke dieser italienischen Low Budget Produktion ist die sehr gelungene Grundstimmung, die das Szenario verbreitet, offenbart sich dem Zuschauer doch eine Trostlosigkeit und Tristesse, die es jederzeit mit weitaus höher budgetierten Produktionen aufnehmen kann. So merkt man dem Film keinesfalls die gerade einmal 100.000 $ an, die zur Fertigstellung des Projektes zur Verfügung standen, bekommt man doch für ein solches Szenario perfekte Schauplätze geboten, die ein wirklich gelungenes Endzeit-Feeling vermitteln. Im Endeffekt handelt es sich also keinesfalls um einen so schlechten Vertreter, wie es einige Kritiken eventuell vermuten lassen könnten, denn das Werk von Luca Boni und Marco Ristori versprüht trotz einiger offensichtlicher Mankos auch durchaus seinen Reiz. Zwar offenbaren sich nur einige wenige Passagen, in denen echte Spannung entsteht und auch an Zombie-Action hätte es ruhig etwas mehr sein können, doch als Gesamtpaket präsentiert sich immer noch ein recht solider Genre-Beitrag, den man sich gut anschauen kann.

Zudem ist das Geschehen auch noch herrlich klischeebehaftet, so wird beispielsweise auch die Nazi-Thematik einmal mehr durch eine Gruppe Überlebender eingeführt, die sich einen Spaß daraus macht, diverse Wettschießen auf Untote zu veranstalten. Den Anführer der Bande sieht man zwar nur einmal während des Filmes, dennoch stellt die Figur einen absoluten Höhepunkt dar. Wenn man sieht, wer hier letztendlich dargestellt werden soll, kann man die erwähnte Passage sogar als äusserst gelungene Satire ansehen, die keinesfalls einer skurrilen Komik entbehrt. Und so kann man insgesamt von einem Zombiefilm sprechen der sicherlich kein Highlight darstellt, aber trotz einiger Defizite größtenteils gute Unterhaltung anbietet.


Fazit:


"Eaters" ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein cineastischer Hochgenuß, jedoch ist der Film weitaus besser als sein Ruf. Für ein so niedriges Budget bekommt man ein äusserst solides Szenario präsentiert, an dem man durchaus seine Freude haben kann, auch wenn sich das Werk im Bezug auf die Action-Sequenzen vornehm zurückhält.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Italienisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 92 Minuten


6/10

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