Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Garden of Love (2003)
BeitragVerfasst: 20. Feb 2013, 19:43 
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Herstellungsland: D, GB
Erscheinungsjahr: 2003
Darsteller: u. a. Natacza Boon, James Matthews, Daryl Jackson, Bela B. Felsenheimer, Donald Stewart, Alexandra Thom-Heinrich, Jean-Luc Julien, Anika Julien, Jeff Motherhead, Kayla Motherhead, Barrett Jones, Damien Coyle
Regie: Olaf Ittenbach
FSK: KJ

Inhalt:


Gabriel Verlaine bringt seine Tochter zu Bett. Es ist dunkel in dem alten Haus. Er gibt ihr etwas, um sie in der Nacht zu beschützen. Eine Frau geht unter die Dusche. Dann taucht ein Mann mit einem Messer in dem Haus auf. Erst ersticht er bestialisch die Frau unter der Dusche. Blut spritzt umher. Ein weiterer Mord. Einem weiteren Mann wird die Kehle durchgeschnitten. Eine Frau wird im Schlaf erstochen. Blut. Und noch ein Mord. Mit Klinge im Gesicht. Ein weiterer Hieb. Mehrfaches Stechen in den Rücken. Das kleine Mädchen fängt an zu schreien und der Mund wird ihr zugehalten. In der nächsten Szene taucht die Polizei auf. Alles ist dunkel, alles ist voller Blut. Die Wände, der Boden. Doch eine Person hat überlebt.

Ein Alptraum eines Mannes. Und er wacht auf. Er steht auf. Eine junge Frau im Krankenhaus. Und sie wacht schreiend auf. Sie heißt Rebecca Verlaine und sie ist die Tochter von Gabriel. Sie lag 2 Jahre lang im Koma, teilt der Arzt ihren Adoptiveltern in Gestalt von ihrer Tante und ihrem Onkel mit. Sie selbst hat eine retrograde Amnesie und kann sich an nichts erinnern. Neben den Erinnerungen ist ihre Persönlichkeit noch nicht wieder voll ausgeprägt. Der Fall Verlaine ist bis heute aber ungelöst. Sie hoffen, dass sich Rebecca irgendwann an Details jener Nacht erinnern wird.

Ein Vorlesungssaal in der Universität. Es geht um Störungen und Angst. Der Dozent hat ein Verhältnis mit einer der anwesenden Studentinnen: Rebecca. Sie will sich am Abend mit ihm in einem Cafe treffen. Als sie dort auf ihn wartet, sieht sie die Nachrichten. Doch ihr toter Vater taucht auf dem Bildschirm auf - verunstaltet und blutverschmiert. Sie verschwindet kurz auf die Toilette und als David, ihr Freund, auftaucht, geht sie mit zu ihm nach Hause und berichtet ihm von dem Erlebnis. Ihren Körper zieren einige Narben, vermutlich aus der Nacht des Überfalls. Ihr Vater streunt als Geist um sie herum. In ihren Erinnerungen taucht er auf einer grünen Wiese auf. Sie schaukelt, er spielt Gitarre. Die ganze Familie tanzt um sie herum, doch plötzlich sind alle tot. Am nächsten Morgen ist David in der Vorlesung und sie ist alleine. Sie sucht im Internet nach "Garden of Love", und stößt auf Informationen über sie, dass sie die einzige Überlebende des Massakers ist. Der Fernseher geht an. Eine Teleshopping-Sendung, in der ihr Vater mit einer Frau zusammen ein Messer anpreist, welches sehr gut Arme schneiden soll. Umd das zu demonstrieren schneidet er erst den Arm und dann den Kopf der Frau ab.

Auch David wusste, dass ihre vermeintlichen Eltern nicht ihre Eltern gewesen sind. Nur sie hat man im Dunkeln tappen lassen. Ihr wurde eine Autounfall-Story erzählt. Wer ihre eigentliche Mutter war, weiß man nicht, da Gabriel viele Affären hatte. Nach Rebeccas Geburt hat sich ihr Vater verändert. Der Fernseher geht wieder an, und er zeigt ihr einige Bilder aus der Villa der Verlaines. Sie will dorthin, wo die grausame Tat damals passierte. Auf einem Steg taucht ihr Vater wieder auf und will sie auf ihrem Weg begleiten. Wieder zu Hause klingelt das Telefon und sie spricht mit ihrem Vater. David arrangiert ein Treffen mit dem damaligen Detective. Er soll den Erinnerungen auf die Sprünge helfen. 12 Jahre ist die Tat nun her. Der Hinweis auf den Mord sei durch einen anonymen Anruf eingegangen. Es habe eine schreckliche Tat auf der Farm gegeben. Es gab 11 Leichen. Verlaine selbst wurde mit 46 Messerstichen ermordet. Es gab keine Spuren, keine Beweise, keine Zeugen und keine Verdächtigen. Es gibt ein einziges Video. Nur ein Steak-Messer und ein Fleischerbeil wurden gefunden. Mit den Fingerabdrücken von Rebecca.

Das Video wird abgespielt und es zeigt den Tatort. Es ist das selbe Video, was sie bereits von ihrem Vater gezeigt bekommen hatte. Rebecca muss unbedingt hin zur Farm und ein Detective, Roger, begleitet sie. Sowie sie am Grundstück angekommen sind, sieht sie die Toten Verlaines wieder. Im Haus, in dem eine düstere Atmosphäre herrscht, taucht eine Hand auf und zieht Rebeccas Begleiter weg und schneidet ihm die Kehle durch. Rebecca bleibt zurück. Gabriel taucht vor ihr auf. Sie soll diejenigen, die für die Tat verantwortlich sind, zu ihm bringen, damit sie Rache verüben können, denn nur in diesem Haus haben sie die Macht dazu. Sie soll die Männer finden, damit die Familie Verlain wieder frei ist. Rebecca bekommt Panik, läuft zum Auto und ruft mittels des Autotelefons um Hilfe. Der Officer von damals kommt nicht mit, aber er entsendet ein Sondereinsatzkommando. Doch als diese das Haus betreten, kommt es zu einem blutigen Gemetzel, aus dem es für die Polizisten kein entkommen gibt.

Jeder, der in das Haus gebracht wird, wird umgebracht. Sie kann ihrem Vater nicht helfen und wendet sich an David. Doch David ist nicht das, was er zu sein scheint. Und auch ihre Adoptiveltern sind nicht ganz das, was sie vorgeben zu sein. Was steckt hinter dem Geheimnis um die Familie Verlaine? Wer hat die Morde an der Familie verübt, und warum?

Wertung:

Dieser Film ist wahrscheinlich einigen Ittenbach-Fans wieder ein Dorn im Auge, denn er ist recht professionell gemacht und weniger amateurhaft, als man es erwarten würde. Rein vom Bild her könnte man ihn qualitativ zwischen gutem deutschen Fernsehfilm und deutschem Kinofilm einordnen, was keinesfalls abwertend gemeint ist. Das Bild ist streckenweise aber sehr dunkel gehalten, was es schwierig macht die Einzelheiten zu erkennen, und gerade am Anfang, als die Morde geschehen und recht viel Blut zu sehen sein müsste, kann man sehr schlecht etwas sehen. Das ist eher Ittenbach untypisch, aber der Film braucht sich trotzdem nicht zu verstecken. Es tauchen genug Szenen auf, in der man vom Gore-Faktor her einen typischen Ittenbach vor sich hat.

Die Story ist recht gut gemacht und auch halbwegs ausgereift. Da gab es schon Filme mit wesentlich weniger Handlung, und das gefällt mir an diesem Film gut. Zusätzlich ist hier nicht unbedingt die schlechteste Besetzung am Werk. Bela macht seine Sache als Gabriel Verlaine sehr gut und spielt nahezu eine Paraderolle. Von der Atmosphäre her trifft er auf jeden Fall genau den richtigen Punkt. Man weiß allerdings teilweise nicht, ob es sich bei den Toten um "einfache Tote" oder um eine Zombie-Variante handeln soll. Auf jeden Fall sind sie nicht auf der Suche nach Gehirn.

Die Dialoge sind grenzwertig. Es fehlt leider ansatzweise der Hang zur Perfektion, was die Synchronisation etwas amateurhaft erscheinen lässt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass hier auch ein englischer Ton vorhanden ist. Am Ende bleibt ein Film übrig, der zwar nicht unbedingt ein Ittenbach ist, der sich aber im Horrorgenre nicht vor anderen Filmemacher zu verstecken braucht. Die Auflösung der Geschichte, die ich jetzt hier nicht verraten habe, ist zwar nicht schlecht, wurde aber nicht bis zur letzten Konsequenz zu Ende gedacht, so dass es hier ein wenig Abzug in der B-Note gibt. Alles in allem aber durchaus 08/10 Wert.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Garden of Love
BeitragVerfasst: 20. Feb 2013, 19:45 
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Es ist natürlich alles Geschmackssache, aber dieser Film von Ittenbach ist mein absoluter Favorit, in meinen Augen sein bestes Werk. Denn hier passt einfach alles wirklich perfekt zusammen und das Endergebnis ist ein toller Film, der sich wirklich sehen lassen kann. Die Story ist wirklich sehr gut und sie wird auch sehr flüssig und interessant erzählt. Mit der Zeit fügen sich alle kleinen Puzzle - Teilchen zusammen und es bleiben keine Fragen offen. Dieses Mal hat Ittenbach bewiesen, das er auch durchaus eine gute-und vor allem spannende Geschichte erzählen kann und nicht ausschließlich mit seiner großen Stärke, den SFX, andere Defizite immer wieder ausgleichen muss. Die ansonsten zumeist vorherrschenden Story-Schwächen in seinen anderen Werken sind in vorliegendem Fall nicht zu spüren, entfaltet sich doch ein äusserst spannungsgeladenes Szenario, das in den ersten beiden Dritteln des Filmes sogar ein richtig intelligentes offenbart, denn der Zuschauer wird mit einem mysteriösen Massenmord bedient, der sich erst im letzten Drittel auflöst und somit auch erst zu diesem Zeitpunkt die Gesamtzusammenhänge erkennen lässt.

Zwar kann man auch schon zu einem früheren Zeitpunkt seine eigenen Vermutungen anstellen, doch die endgültige Aufklärung des Ganzen ist eigentlich nicht wirklich vorhersehbar. Allein dieser Aspekt sorgt dann auch für einen sehr kostanten Spannungsbogen, der sich im Gegensatz zu Ittenbachs anderen Filmen durch die gesamte Geschichte zieht und zudem auch noch von einer absolut gelungenen Grundstimmung begleitet wird, die etliche bedrohliche Momente beinhaltet, die den gesamteindruck dieses Werles noch einmal zusätzlich ganz erheblich aufwerten. Natürlich muss auch der geneigte Gorehound wieder einmal auf seine Kosten kommen, das ist bei Ittenbachs Werken ja eigentlich eine Grundvorraussetzung und auch in vorliegender Geschichte hat sich Olaf nicht lumpen lassen. Der Unterschied besteht lediglich in der Tatsache, das hier trotz etlicher wirklich harter-und brutaler Passagen zu keiner Zeit der Eindruck einer eher sinnbefreiten Splatterorgie entsteht, sondern das "Garden of Love" auch ansonsten einiges an Qualität vorzuweisen hat.

Es wurde ganz einfach die genau richtige Mixtur aus einer äusserst spannenden Story und etlichen blutigen Sequenzen gefunden, was dem deutschen Splatter-Papst nun wirklich noch nicht oft gelungen ist. Und schon wertet das diesen Film erheblich auf, denn auch als Zuschauer ist man nicht nur ausschließlich auf die wieder einmal genialen Effekte focusiert, sondern findet auch an allen anderen Komponenten seine wahre Freude. So präsentieren sich einem zum Beispiel gut aufgelegte-und überzeugende Darsteller, die durch die Bank einen äusserst soliden Job abliefern. Oscarreife Vorträge sollte man selbstverständlich nicht erwarten, doch wenn man einmal die meisten Ittenbachs zu Rate zieht, dann ist das hier gezeigte Schauspiel schon auf einem etwas höheren Niveau angesiedelt, als man es ansonsten gewohnt ist. Doch ganz generell scheint sich bei "Garden of Love" alles auf einem etwas höheren Level anzusiedeln, wobei die Splatter-Gore Effekte selbstverständlich ausgenommen sind, denn diese sind wie immer absolute Klasse.

Letztendlich handelt es sich bei "Garden of Love" meiner Meinung nach vom rein filmischen Standpunkt aus gesehen um das mit Abstand beste Werk, das Olaf Ittenbach bisher präsentieren konnte, reduziert sich der Film doch nicht nur auf seine hervorragenden Effekte und den äusserst hohen Blutgehalt, sondern bietet dem Zuschauer auch eine erstklassige Geschichte, die mit einem richtig guten Spannungsbogen und einer tollen Atmosphäre aufwarten kann. Ein weiteres Highlight ist ganz sicher auch das Mitwirken von Bela B. Felsenheimer, den man ansonsten als Bandmitglied der Ärzte kennt und der hier in blutiger Aufmachung für jede Menge Action sorgt.


Fazit:


"Garden of Love" ist in meinen Augen die mit Abstand beste Gesamt-Komposition, die Olaf Ittenbach bisher kreiert hat, hier passt einfach alles perfekt zusammen, so das endlich einmal ein Film entstanden ist, der nicht ausschließlich durch seine Effekte zu überzeugen weiss. Eine gelungene Story, sehr viel Spannung, eine Grundstimmung vom Feinsten und natürlich der unverzichtbare und wieder einmal sehr hohe Härtegrad ergeben einen Gesamteindruck, den man als Fan letztendlich nur als sehr gut bezeichnen kann.


9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Garden of Love
BeitragVerfasst: 4. Mär 2013, 07:06 
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Ich finde den Film sehr gut,allein weil Ittenbach mein Favorit ist.
Gore vom feinsten und ne nette Story!

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