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 Betreff des Beitrags: Hatchet II (2010)
BeitragVerfasst: 7. Apr 2014, 15:20 
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Hatchet 2
(Hatchet II)
mit Danielle Harris, Tony Todd, Kane Hodder, Parry Shen, Tom Holland, R.A. Mihailoff, A.J Bowen, Alexis Peters, Ed Ackerman, David Foy, Colton Dunn, Rick McCallum, John Carl Buechler, Kathryn Fiore, Erika Hamilton
Regie: Adam Green
Drehbuch: Adam Green
Kamera: Will Baratt
Musik: Andy Garfield
ungeprüft
USA / 2010

Marybeth war die Einzige aus ihrer Clique, die bei einer Serienkiller-Touristentour durch die Sümpfe Louisianas der Axt des grauenhaften Schlächters Victor Crowley entkommen konnte. Als sie erfährt, dass es eine unmittelbare Verbindung zwischen Crowley und ihrer Familie gibt, beschließt sie, dem enthemmten Killer den Krieg zu erklären. Sie versammelt eine Gruppe bestens instruierter Jäger um sich und kehrt zurück in die Sümpfe: Dort will sie die Leichen ihrer Familienmitglieder bergen und Crowley seine eigene Medizin verpassen


Victor Crowley lebt!!


Vier lange Jahre musste man warten, bis 2010 endlich die langersehnte Fortsetzung zu Adam Green's "Hatchet" erschien, denn insbesondere das offene Ende des Vorgängers hat die Sehnsucht nach einer Weiterführung der Geschichte genährt. Und so knüpft dann vorliegender Film an genau der Stelle an, an der Teil 1 sein abruptes Ende fand, so das man auch sofort wieder mitten im Geschehen ist und sich der voran gegangenen Ereignisse erinnert. War im ersten Teil noch Tamara Feldman in der Rolle der Marybeth zu sehen, so übernimmt nun Danielle Harris diesen Part, die den meisten Fans aus etlichen Horrorfilmen her (Halloween 4 & 5) bekannt sein dürfte. Kann sie sich gerade noch aus den Fängen von Victor Crowley befreien und in die Zivilisation zurückkehren, so will sie gleich in der folgenden Nacht in die Sümpfe zurück, um die Leichen ihres Vaters und Bruders zu holen und diese anständig zu beerdigen. Hilfe sucht sie dabei bei "Reverend Zombie" (Tony Todd) und in vorliegendem Teil wird dem guten alten Tony auch eine größere-und weitaus wichtigere Rolle zugedacht als noch im ersten Teil. Von ihm erfährt Marybeth zudem, welchen Stellenwert ihre eigene Person denn nun wirklich im Bezug auf Victor Crowley hat und so schließt sich auch für den Zuschauer eine ziemliche Lücke in der Geschichte an sich.

So richtig los geht es allerdings erst als die "Crowley-Jäger" in den Sümpfen ankommen, denn ab diesem Zeitpunkt legt die Geschichte gehörig an Tempo zu und bietet endlich auch das, was man sich eventuell schon etwas früher erhofft hatte, nämlich eine Menge an Splatter-und Gore Einlagen, die zudem auch noch eine Menge Situationskomik offenbaren, wie man es schon aus dem Vorgänger gewöhnt war. Bis es jedoch soweit ist vergeht eine geraume Zeit, denn die sogenannte Einführungsphase fällt dieses Mal doch erheblich länger aus, als es noch im Vorgänger der Fall war. Dafür bekommt man dann aber einmal mehr ziemlich blutige Szenen geboten, die stellenweise wieder herrlich überzogen ins Bild gerückt wurden. Auch in diesem Film sollte man keinesfalls die Messlatte für die Ernsthaftigkeit der Geschehnisse zu hoch anlegen, denn Green verfährt nach dem selben Muster wie schon im ersten Teil der Trilogie. So kann sich der Zuschauer also auf ein kurzweiliges Intermezzo einstellen, in dem die richtige Mischung aus Härte und Komik gefunden wurde. Allerdings kann "Hatchet 2" dennoch nicht ganz an die Klasse des Originals heranreichen, denn dafür erscheint das Gesamtbild nicht ganz so stimmig.

Wie schon im Vorgänger ist es Green auch hier gelungen, die Ereignisse wieder mit einer fantastischen Atmosphäre auszustatten, die den Eindruck der alten 80er Jahre Oldschool-Slasher vermittelt. Besonders die Teile des Filmes die sich in den Sümpfen abspielen, entsteht ein richtig gelungenes Gänsehaut-Feeling und es entfaltet sich eine starke Bedrohlichkeit. Einige wohl placierte Schockmomente sorgen nebenbei dafür, das sich der Zuschauer in diversen Momenten richtig erschrecken kann, was insbesondere dann auftritt, wenn die Figur des Victor Crowley immer wieder wie aus dem Nichts auftaucht, um seine Opfer auf äußerst brutale und kompromisslose Art und Weise tötet. Das alles ist wie gesagt mit sehr viel Humor verbunden und einige Tötungsarten kann man als durchaus originell bezeichnen. Ein skurriler Höhepunkt ist dabei sicherlich eine Szene, in der Crowley mit einer meterlangen Kettensäge auf Beutejagd geht, was den Opfern der überdimensionalen Waffe vor ihrem Tod noch einen gehörigen Schrecken in die Glieder jagt. Selbstverständlich handelt es sich in diesem Fall um eine Anspielung auf einen Klassiker wie "Texas Chainsaw Massacre", was den Eindruck einer Homage noch einmal zusätzlich hervorhebt. Für den Gesamteindruck der ganzen Chose ist das sicherlich sehr förderlich und verleiht dem Ganzen zudem eine äußerst charmante Note.

Im Endeffekt hat Regisseur Adam Green hier einen wirklich überzeugenden und sehr witzigen Nachfolger auf den Weg gebracht, einziger Wermutstropfen ist wieder einmal der Aspekt, das dieser äußerst unterhaltsame Slasher in Deutschland nur geschnitten erschien. Wenn man sich noch einmal den vorhandenen Härtegrad des Vorgängers vor Augen hält der immerhin ungeschnitten bei uns erschien, dann ist es umso unverständlicher, denn "Hatchet 2" ist selbst mit den 3 zusätzlichen Minuten nicht härter ausgefallen, wenn man dem Schnittbericht glauben kann. Wer also den Film in seiner vollen Pracht erleben will der muss sich wohl oder übel auf unsere österreichischen Nachbarn zurückgreifen und die etwas überteuerte ungeschnittene Version erwerben.


Fazit:


Man kann ohne Übertreibung behaupten, das sich das Warten auf "Hatchet 2" sehr wohl gelohnt hat, denn Adam Green hat wieder einen witzigen und harten Slasher kreiert, der seinem Vorgänger in keiner Beziehung nachsteht. Solides Schauspiel, eine ordentliche Portion Humor und streckenweise skurrile Situationskomik sind genau die richtigen Zutaten, um hier für ein äußerst kurzweiliges Filmerlebnis sorgen, das im Bezug auf den vorhandenen Härtegrad wieder eine Menge anzubieten hat, wobei die entsprechenden Szenen hauptsächlich im letzten Drittel des Filmes in Erscheinung treten.


7/10


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