Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Header (2006)
BeitragVerfasst: 9. Apr 2016, 17:33 
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O-Titel: Header
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Darsteller: Jake Suffian, Elliot V. Kotek, Dick Mullaney, Michael Philip Anthony, Stacey Brooks, Tara Brooks, Jim Coope, Bill Corry, Andrew Cowen, Amanda Czelinski, Stephen DeCaires, Kevin Dedes, Edward Lee, Jack Ketchum
Regie: Archibald Flancranstin
FSK: not rated


Inhalt:


Opa, was is' 'n Header? Das is das, was sich Travis Clyde Tuckton immer noch fragt, als er aus dem Knast entlassen wird. Denn Travis kommt nach seiner Entlassung bei Opi Jake Martin unter. Und dort soll er erfahren, was ein Header ist. Denn es gibt so einige Leute, die Travis' totem Vater übel mitgespielt ham'. Und nun ja, das Schlimmste, was man jemandem hier verpass'n kann, is' 'n Header. Und Opi gönnt sich gerne mal 'nen Header. Nur kann er das ohne Beine schlecht, denn so 'ne Zuckerkrankheit hat 'se dahin gerafft, Yes Sir. Und nun gibt's für Opi nichts Besseres, als wenn sein Enkel ihm dabei hilft zu 'nem anständig'n Header zu komm'. Und das mitten in der Wildnis. Nur so 'nen Bulle namens Cummings ist den Beiden auf der Spur, auch wenn sein Chef davon nicht begeistert ist, denn der weiß, was 'n Header is', Yes Sir, und das war da immer so bei den Rednecks und wird immer so sein, das machen die unter sich aus. Und Cummings is' bestechlich und fährt das Zeug von den Dealern durch's Land, denn er braucht Geld, aber es reicht trotzdem nicht, No Sir, denn seine Kath is' krank, und die Medikamente kost'n 'n verflucht scheiße viel Geld, und so kommt er irgendwann selbst in Schwierigkeiten, denn nicht nur Opi und Travis sind das Problem.


Wertung:


Die grundliegende Frage vor der Sichtung des Films ist: Was ist ein Header? Und genau das ergründet dieser Film und zeigt das auch, zwar nicht bis ins letzte Detail aber durchaus schon drastisch, denn das Schlimmste, was die Menschen in der Gegend dort jemandem antun können, ist ein Header (und nein, in dieser Besprechung verrate ich nicht, was ein Header ist). Die Geschichte des Films dreht sich um Travis Tuckton, der aus dem Gefägnis entlassen wurde und bei seinem Opa Jake Martin wohnen kann, da Travis' Eltern nicht mehr leben. Und es gibt einiges, für was sich die beiden Rächen möchten, doch vielleicht verpassen sie auch nur so zum Spaß jemandem nen Header. Gegenspieler ist ATF Agent Stewart Cummings, der die Ermittlungen dazu aufgenommen hat. Außerdem ist auch er nicht ohne Fehl und Tadel, denn er befördert Drogen gegen Bargeld, was er aufgrund seiner Arbeit nicht machen sollte.

Aufgebaut ist der Film durchaus als Backwood-Slasher und er scheint fast noch tiefer in den Wäldern zu spielen als beispielsweise "Wrong Turn", auch wenn "Header" mit der Qualität des Letztgenannten nicht mithalten kann, denn das Budget ist doch ein anderes gewesen. Das Setting ist trotz fremder Sprache gerade so zu verstehen. Die Schwierigkeit besteht hier darin, dass gerade Opi extrem undeutlich mit gespieltem Slang-Einschlag spricht und das erschwert es die Handlung zu verfolgen, die zwar in einem überschaubaren Maße stattfindet aber auf manche essentiellen Bestandteile nicht verzichten kann. Ohne vorherige Lektüre des Buchs wäre mir das nicht gelungen, und ich verfüge eigentlich über gute Englischkenntnisse.

Die Spannung hält sich in Grenzen. Es darf also nicht von einem klassischen Horrorfilm ausgegangen werden. An einigen Stellen tauchen außerdem Splattereinlagen auf, die halbwegs "ansehnlich" gemacht worden sind. Häufig ist dieser Film aber durch das Verhalten von Opi eher lustig als sonderlich grausam.

Das Bildniveau ist etwa auf Höhe der einer TV-Film-Produktion zu sehen. Der Ton könnte manchmal etwas besser sein. Gerade Cummings hat in ein und der selben Szene bei lauteren Dialoganteilen einen leicht blechernen Nachhall. Die musikalische Untermalung des Films ist gelungen. Eine gewisse Eingängigkeit stellt sich dadurch ein. Das Besondere ist außerdem, dass sowohl Edward Lee (also der Autor des Buches) und Jack Ketchum einen kleinen Auftritt als Cops haben.

Insgesamt hat mir das Buch zwar besser gefallen und es erleichtert die Verständlichkeit des Films, aber der Film hat ebenfalls einen gewissen Charme, gerade auch was den "Trash-Faktor" angeht, denn dieser ist hier absolut vorhanden. "Bighead" kann ich nicht als Vergleich heranziehen, da ich diesen nicht kenne. So bleibt diese Werk singulär für sich betrachtet stehen und gerade Trash-Fans könnten auf jeden Fall Gefallen daran finden, auch wenn man das Buch nicht kennt. Jemand, der nicht der englischen Sprache mächtig ist, sollte eher aber doch eher zu anderen Werken greifen.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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