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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Husk (2010)
BeitragVerfasst: 15. Okt 2013, 20:51 
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Husk - Erntezeit!
(Husk)
mit Devon Graye, Wes Chatham, C.J. Thomason, Tammin Sursok, Ben Easter, Josh Skipworth, Nick Toussaint, Michael Cornelison, Aaron Harpold, Candice Rose
Regie: Brett Simmons
Drehbuch: Brett Simmons
Kamera: Marco Fargnoli
Musik: Bobby Tahouri
FSK 16
USA / 2010

Es sollte ein lustiger Wochenendausflug werden, zu dem eine Gruppe junger Freunde aufgebrochen ist. Auf der Landstraße crasht ihnen plötzlich eine Krähe in die Windschutzscheibe und das Auto landet im Maisfeld. Nun gilt es, Hilfe zu suchen. Im Feld machen die Jungs alsbald ein altes Farmhaus aus, zu dem sie sich durchschlagen. Das Haus scheint verlassen, obwohl im oberen Stockwerk Licht brennt. Irgendetwas scheint mit dem Haus nicht in Ordnung zu sein, das umsäumt von Vogelscheuchen ganz verlassen inmitten des Felds steht. Schon bald merken die Freunde, dass sich hier ein grausames Ritual abspielt, dessen Teil sie bereits sind...


Wirklich gute Horrorfilme in denen Vogelscheuchen als Killer auftreten gibt es nicht gerade viele, die Scarecrow-Reihe und auch "Messenger 2" sind eher als durchschnittliche Genre-Beiträge anzusehen. Der bisher beste Vertreter dieser Art dürfte immer noch "Paratroopers" sein und selbst dieser Film ist nicht als echter Burner zu bezeichnen. Nun ist also mit "Husk" ein weiterer Beitrag erschienen, in dem einmal mehr scheinbar endlose Maisfelder als Location dienen und auch dieser Film beginnt einmal mehr in der eher belanglosen Art, in der sich fast sämtliche Beiträge dieser Machart präsentieren. Dennoch ist es recht erfreulich festzustellen, das sich "Husk" in einigen Dingen sehr wohlwollend von seinen Genre-Kollegen abhebt, wird dem Zuschauer die Thematik einmal auf eine etwas andere-und neue Art näher gebracht, so das man fast schon von so etwas wie Innovation sprechen könnte. Und so ist der Begriff auch streckenweise durchaus angebracht, auch wenn einige fast überschwenglich positive Kritiken zu dem Werk von Brett Simmons maßlos übertrieben erscheinen.

Im Prinzip präsentiert sich ein solider Slasher, in dem "etwas andere" Vogelscheuchen als gewohnt als Killer agieren. Dies geschieht schon aufgrund der 16er Freigabe nicht übermäßig blutig-und hart, man sollte also in diesem Bezug keinerlei Wunderdinge erwarten. Was man dem Film wirklich zu Gute halten muss, ist die äusserst dicht geratene Atmosphäre, die größtenteils sogar ziemlich bedrohliche Züge erkennen lässt und phasenweise sogar für eine dezente Gänsehaut sorgen kann. dagegen steht jedoch eine extrem ausgedünnte Geschichte, die man bestenfalls als nötige Rahmenhandlung ansehen kann. Insbesondere die Vorgeschichte der Vogelscheuchen wird lediglich in kleinen Rückblenden mehr als spartanisch in das Geschehen eingewoben, eine etwas intensivere Beleuchtung hätte dem Film ganz sicher nicht geschadet. Der Aspekt, das diese Flashbacks in Form von Visionen eines der Jugendlichen gezeigt werden, ist meiner Meinung nach nicht gerade ein genialer Schachzug gewesen. Was hier anscheinend als innovativ gelten soll, zieht das Ganze dann doch ein wenig ins Lächerliche, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Insgesamt gesehen gestaltet sich der Film auch wegen seiner verhältnismäßig kurzen Laufzeit von gerade einmal gut 74 Minuten relativ kurzweilig, bei der extrem dünnen Geschichte wäre eine längere Laufzeit auch kaum möglich gewesen, beinhaltet das Geschehen doch einfach viel zu wenig Substanz. Darstellerisch bewegt man sich im soliden Bereich, das gezeigte Schauspiel bietet nichts Aussergewöhnliches, es sind allerdings auch keine negativen Rausreisser zu erkennen. Bis auf die schon fast üblichen-und teils vollkommen unlogischen Handlungsweisen einiger Protagonisten wird man recht gut bedient. Dennoch erscheinen die Figuren recht farb-und konturlos, so das man kaum dazu in der Lage ist, eine echte Beziehung zu ihnen aufzubauen. So kann man dann die Ereignisse auch ziemlich neutral-und emotionslos beobachten, gibt es doch nicht einen einzigen Charakter, der übermäßig symphatisch erscheint oder von der ganz bösen Sorte ist.

Im Bereich des Scarecrow-Horrors ist "Husk" eine ganz nette Abwechslung und bietet letztendlich gute Unterhaltung für zwischendurch, einen nachhaltigen Eindruck kann diese Low Budget Produktion allerdings nicht hinterlassen. Ein viel zu dünner Story-Plot und farblose Figuren verhindern eine bessere Bewertung, zumal auch der Spannungsbogen nicht kontinuierlich aufrecht gehalten werden kann.


Fazit:


Wer kurzweilige Unterhaltung sucht, kann diesem Filmchen durchaus eine Chance geben, für mehr reicht es allerdings nicht. Und so bleibt letztendlich netter Vogelscheuchen-Horror mit ein paar neuen Ideen, die den Gesamteindruck aber auch nicht sonderlich aufwerten können.


6,5/10

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