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 Betreff des Beitrags: Resident Evil (2002)
BeitragVerfasst: 19. Jan 2013, 00:09 
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Resident Evil
(Resident Evil)
mit Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Eric Mabius, James Purefoy, Martin Crewes, Colin Salmon, Pasquale Aleardi, Ryan McCluskey, Oscar Pearce, Indra Ové, Anna Bolt, Joseph May
Regie: Paul W.S. Anderson
Drehbuch: Paul W.S. Anderson
Kamera: David Johnson
Musik: Marco Beltrami / Marilyn Manson
FSK 16
Deutschland/USA/Frankreich/Großbritannien/2002

Tief unter der Erde von Racoon City liegt das weitverzweigte Fabrikgelände des High-Tech-Konzerns Umbrella Corporation, Arbeitsplatz für über 500 Wissenschaftler, Mechaniker und Wachpersonal. Als dort eines Tages ein biochemischer Unfall passiert und ein tödlicher Virus sämtliche Insassen in blutrünstige Untote verwandelt, wird eine Spezialeinheit zur Aufklärung geschickt. Auf ihrem Weg in das Forschungslabyrinth treffen sie auf die einzige Überlebende. Alice, die zu wissen glaubt, wie der Virus gestoppt und damit ein vernichtender Outbreak an der Oberfläche verhindert werden kann. Doch schnell wird dem Team klar, dass es nicht von bestialischen Zombies bedroht wird. Ein Horrortrip gegen die Zeit beginnt.


Seit jeher gehen die Meinungen bei den Resident Evil Verfilmungen weit auseinander, die Gamer unter den Film-Fans können sich nur sehr schlecht mit den Werken anfreunden, da sie anscheinend zu stark von den Spielen abweichen und die andere Fraktion kennt die Spiele gar nicht, wodurch sie sich an den actiongeladenen Filmen erfreuen kann. Auch ich stehe auf dem Standpunkt, das man beide Medien unabhängig voneinander bewerten sollte, da es sich jeweils um eigenständige Dinge handelt. Mir persönlich ist es dabei relativ leicht gefallen, diesen ersten Teil ganz unabhängig und wertfrei anzuschauen da ich die Games überhaupt nicht kenne, so das es mir auch ziemlich schwer fällt, die andauernden Schmährufe über das Werk von Paul W.S. Anderson so wirklich nachzuvollziehen. Sicherlich handelt es sich bei "Resident Evil" nicht um ein filmisches Meisterwerk, doch die vorliegende Geschichte bietet auf jeden Fall äußerst kurzweilige-und sehr unterhaltsame Filmkost.

Die Story entpuppt sich als relativ gut durchstrukturiert und lebt vor allem von ihrem stetig ansteigenden Spannungsaufbau und beinhaltet zudem auch einige nette Wendungen, da die Gesamtzusammenhänge doch eine verhältnismäßig lange Zeit eher im Dunkeln bleiben. Immer nur bruchstückhaft bekommt der Zuschauer einige Brocken hingeworfen, die erst im letzten Drittel des Filmes einen wirklichen Sinn ergeben und einem einen Einblick in die Ereignisse gewähren, die überhaupt zu der dargestellten Katastrophe geführt haben. In der Zwischenzeit wird man mit jeder Menge Action und einer rasanten Erzählweise konfrontiert, so das die Zeit wie im Flug vergeht und erst gar keine langatmigen Passagen entstehen können. In diesem Szenario wird immer etwas geboten, ruhigere Phasen muss man schon fast mit der Lupe suchen und die ständigen Zombie-Attacken tun ihr Übriges, damit die Adrenalin-Zufuhr beim Betrachter jederzeit gewährleistet ist.

Außerdem kann sich auch das Schauspiel der Akteure sehen lassen, denn auch wenn hier mit Sicherheit kein nomineller Oscar-Anwärter zu finden ist, so machen die Akteure ihre Sache sehr gut. Doch "Resident Evil" versteht es auch in allen anderen Belangen zu überzeugen, auch wenn sich dies aus der Sicht der Konsolen-Freunde eventuell etwas anders darstellen mag. Lediglich im Bereich von Härte und Splatter-Passagen hält sich dieser Zombiefilm allein schon aufgrund der Alterseinstufung eher etwas bedeckt, denn die dementsprechenden Sequenzen sieht man doch größtenteils lediglich im Ansatz. Dennoch gibt es auch durchaus einige blutigere Einstellungen, doch im Vergleich mit anderen Genre-Vertretern kann dieses Werk auf keinen Fall mithalten. Muss es aber auch gar nicht, denn das vorliegende Gesamtpaket ist so wie es ist vollkommen in Ordnung und stellt den Beginn einer nun schon 5-teiligen Film-Reihe dar, bei der die Animations-Filme noch längst nicht mitgezählt sind. Allein dieser Aspekt dürfte doch allein für sich genommen schon ein Beweis dafür sein, welch großer Beliebtheit sich die Reihe erfreut, obwohl es immer wieder Leute gibt, die jeden einzelnen Teil verteufeln.

Anderson hat hier den Grundstein für ein extrem erfolgreiches Franchise gelegt, dessen Ende wohl in absehbarer Zeit noch nicht zu erkennen ist. Von mir aus gesehen kann das auch ruhig so bleiben, denn ich liebe es ganz einfach, Mila Jovovich auf ihren Abenteuern zu begleiten die immer wieder faszinierend in Szene gesetzt werden. Insbesondere dieser erste Teil wird leider Gottes immer noch von sehr vielen Leuten arg unterschätzt, obwohl er Spannung, eine klaustrophobische Grundstimmung, Action ohne Ende und jede Menge Tempo beinhaltet. Hinzu kommt das herrlich apokalyptisch anmutende Ende, das die Vorfreude auf eine Fortsetzung fast schon ins Unermessliche steigert.


Fazit:


Trotz aller Unkenrufe ist "Resident Evil" der sehr gelungene Startschuss zu einem der erfolgreichsten-und beliebtesten Franchises der heutigen Zeit und selbst die Gegner der Verfilmungen scheinen sich jeden einzelnen Teil anzuschauen. Denn wie ist es ansonsten zu erklären das sie die jeweiligen Filme überhaupt bewerten können? Hier handelt es sich um ein ähnliches Phänomen wie bei der "Saw-Reihe", denn auch dort werden von immer den gleichen Personen fast sämtliche Nachfolger des genialen Originals verteufelt und so muss doch von solchen Filmen eine ungeheure Faszination ausgehen, wenn selbst die größten Nörgler immer wieder ihre Kommentare zu Filmen abgeben, die sie anscheinend ach so schrecklich finden.


7,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Resident Evil
BeitragVerfasst: 22. Jan 2013, 16:24 
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Leider verstehe ich bis Heute nicht, was dran sein soll an dieser Reihe. Abgesehen von der knackigen Mila, dicken Wummen und Horden von Untoten kann ich da wirklich nichts dolles erkennen.

Ich habe lediglich die ersten beiden Filme gesehen und mich danach freiwillig davon distanziert. Das hat ganz einfach den Grund, da ich als Spieler der ersten beiden Teile, die damals für die Playstation 1 erschienen, wirklich nicht viel wiedererkannte. Statt wohlig warmer, gruseliger Atmosphäre, bei der man hin und wieder einen Zombie ausmacht, kommt der Film im Matrix-Hochglanz-Look daher, also kalte Farbpalette, blaufilterglas usw. dazu noch Action en Masse. Für mich hat das mit dem, was mich an den Spielen reizte, gar nichts zu tun. Survival-Horror ist was anderes.

Das traurige ist, dass mittlerweile die Spielreihe sich an der Filmreihe orientieren muss, was Action angeht. Damit wurde auch die Spielreihe nachhaltig-negativ von den Filmen beinflusst.

Eine Bewertung erspare ich mir, jede Sekunde, die ich an diese Filme verschwende, bekomme ich nie wieder. :lol:

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There are two kinds of people in the world, my friend: Those with a rope around the neck, and the people who have the job of doing the cutting.


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 Betreff des Beitrags: Re: Resident Evil
BeitragVerfasst: 22. Jan 2013, 22:48 
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Ich finde die Reihe insgesamt eigentlich ganz okay, wobei ich dabei zu bedenken geben darf, dass ich das Video-Spiel nie gespielt habe und somit ein Verlgeich zum echten Original für mich nicht möglich ist.

Der erste Teil ist aber aus meiner Sicht der schlechteste der gesamten Reihe. Liegt aber trotzdem bei etwa 07/10.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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