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 Betreff des Beitrags: Saw II (2005)
BeitragVerfasst: 1. Jan 2013, 22:23 
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Saw II
(Saw II)
mit Donnie Wahlberg, Shawnee Smith, Tobin Bell, Franky G, Glenn Plummer, Dina Meyer, Emmanuelle Vaugier, Beverley Mitchell, Erik Knudsen, Tim Burd, Lyriq Bent, Noam Jenkins
Regie: Darren Lynn Bousman
Drehbuch: Leigh Whannell / Darren Lynn Bousman
Kamera: David A. Armstrong
Musik: Charlie Clouser
Keine Jugendfreigabe
USA / 2005

Jigsaw lebt! Und er hat sich neue Spiele ausgedacht. Nachdem ein Mordopfer entdeckt wird, an dem Jigsaw deutlich seine Handschrift hinterlassen hat, nimmt Detective Eric Matthews seine Spur auf. Erstaunlich schnell schafft er es, Jigsaw zu finden nur um festzustellen, dass der Fahndungserfolg nur Teil eines mörderischen Spiels ist. Denn das Mastermind hält Matthews Sohn und sieben weitere Menschen in einem Haus gefangen. Sie haben nur zwei Stunden, um die versteckten Hinweise zu entschlüsseln und der Todesfalle zu entkommen. Und Matthews muss das mörderische Spiel ohnmächtig auf einem Videomonitor mit ansehen


Was hatte man sich ein Jahr nach dem genialen ersten Teil auf diesen Nachfolger gefreut, waren doch die Ereignisse des Vorgängers noch allgegenwärtig, so das man sich auf eine ebenso hochklassige Fortsetzung der Geschichte um Jigsaw gefreut hat. Und auch wenn es sich bei Teil 2 der Saw-Reihe um einen wirklich gelungenen Film handelt, kam bei mir persönlich doch so etwas wie eine leichte Enttäuschung auf, da dieser Film nicht einmal annähernd an die Genialität des Uriginals herankommt. Somit handelt es sich hier meiner Meinung nach auch um den schlechtesten Teil überhaupt, obwohl ich noch nicht einmal genau sagen kann, woran das eigentlich liegt. Denn auch hier sind im Prinzip sämtliche Zutaten enthalten, die der Vorgänger beinhaltet hat, es fehlt aber ganz einfach der nötige Schuss Genialität, um aus einem guten Film einen herausragenden zu machen. Eventuell liegt es auch in der Tatsache begründet, das es einen Wechsel auf dem Regiestuhl gegeben hat, denn statt James Wan nahm dieses Mal Darren Lynn Bousman Platz, um die Weiterführung der Geschichte in Szene zu setzen. Und so muss man durchaus anerkennen, das man es mit einer soliden Weiterführung zu tun bekommt, der es allerdings etwas an Klasse fehlt, um sich wirklich mit dem Werk von Wan messen zu können.

So sind hier beispielsweise die Zusammenhänge viel leichter durchschaubar, man kann sich als Zuschauer äusserst schnell seinen Reim darauf machen, in welcher Verbindung die eingesperrten Opfer zueinander stehen, so das die spätere Bestätigung der Ahnung also keinerlei Überraschungseffekt besitzt. Das nimmt der Geschichte schon einmal sehr viel an eigener Stärke, die zwar in einigen wenigen Momentaufnahmen immer mal wieder durchscheint, aber insgesamt gesehen auf einem eher mittelmäßigen Niveau angesiedelt ist. Und so entfaltet sich eigentlich auch zu keiner Zeit ein wirklich konstanter Spannungsbogen, der einen ganzzeitig in Beschlag nehmen könnte, denn es gibt leider mehrmalige Einbrüche zu verzeichnen, die den gewonnenen gesamteindruck doch sichtlich trüben. Ebenso verhält es sich mit der vorhandenen Grundstimmung die zwar einigermaßen gelungen ist, aber zu keiner Zeit über die Dichte und Bedrohlichkeit verfügt, die das Original so ausgezeichnet hat.

Im Bezug auf den Härtegrad gibt es nichts zu beanstanden, es gibt einige schöne Passagen, die allerdings nie den üblichen rahmen sprengen. Allerdings sind die Fallen hier nicht so einfallsreich gestaltet, was man als weiteren Minuspunkt verbuchen muss. Insgesamt gesehen kommt da schon eine ganze Menge zusammen, was diesen teil ganz erheblich vom Vorgänger unterscheidet, der in seiner Gesamtdarstellung viel innovativer gestaltet wurde. Auch die Darsteller überzeugen hier nicht unbedingt durch authentische Darstellungen, einige wirken doch etwas hölzern, hinzu kommt die tatsache, das eigentlich alle einen ziemlich unsymphatischen Eindruck hinterlassen, so das einen ihr Schicksal doch äusserst unberührt und kalt lässt. Darren Lynn Bousman ist es nicht gelungen, auch nur einen einzigen Symphatieträger aufzubauen, wenn man einmal von Detectiv Matthew's Sohn absieht. Doch da man dessen Schicksal schon frühzeitig erahnen kann, hält sich das aufkommende Mitgefühl auch im Bezug auf seine Person in übersichtlichen Grenzen.

"Saw II" ist ein durchaus gelungener Nachfolger und die aufgezählten Mankos sind wohl hauptsächlich in den hohen Erwartungen zu suchen, die ich an diesen Film gestellt hatte und die leider nicht erfüllt wurden. Fairerweise sollte man aber auch anmerken, das dies nach einem so brillanten Horror-Thriller wie "Saw" äusserst schwierig war, denn dieser Film hat die Messlatte für die folgenden Ableger doch sehr hoch angesetzt. Und so muss sich der Zuschauer in vorliegendem Film mit einer doch weitaus bescheideneren Inszenierung zufriedengeben, die trotz eines weitaus höheren Budgets (ca. 4.000.000 $) im Bezug auf die Qualität dem herausragendem Original nicht das Wasser reichen kann.


Fazit:


Man kann mit dieser Fortsetzung durchaus zufrieden sein, jedoch erfüllt der Film keineswegs die in ihn gesetzten Erwartungen. In meinen Augen handelt es sich um den schwächsten Teil der gesamten Reihe, jedoch schwächelt das Werk auf einem hohen Niveau und bietet doch zum größten teil kurzweilige Unterhaltung. Für Fans der Jigsaw-Filme führt jedenfalls kein Weg an dieser Produktion vorbei, denn eigentlich jede mehrteilige Reihe beinhaltet immer einen schwächeren Teil und diesen bekommt man hier geboten.


7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Saw II
BeitragVerfasst: 2. Jan 2013, 20:32 
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Master hat es ja schon angesprochen: Er erfüllt die Erwartungen voll und ganz nicht. Nach dem grandiosen ersten Teil, folgte leider, wie es bei anderen Reihen eher nicht der Fall war, ein Abstieg mit Teil 2, und er ist aus meiner Sicht der schwächste der gesamten Reihe.

Es gibt zwei Szenen, die mich aber dennoch überzeugten. Das "Spritzenbecken" ist dabei die einzige Falle, bei der ich jedes Mal zusammen zucke, und zwar auch dann, wenn ich sie mit allen Fallen aus allen Teilen vergleiche. Dabei ist zwar kein Gore vorhanden, aber man fühlt es irgendwie wenn Amanda von den Spritzen durchbohrt wird.

Das andere ist der Käfig am Ende, der durch die Messer und das Blut "abwiegen" auch keine schlechte Falle bzw. Alternative dargestellt hat. Alles andere ist zwar nicht schlecht und es kommt auch durchaus auch keine schlechte Wertung dabei raus, aber man merkt schon deutlich einen Unterschied zum ersten Teil. Aber die Farbe GRÜN ist wieder da.

Darren Lynn Bouseman hat vorher nur zwei Filme gemacht gehabt: Einen Kurzfilm und "Identity Lost", der hier bei uns eigentlich nicht bekannt ist. Es konnte schließlich auch niemand ahnen, dass es insgesamt sieben Teile verteilt über 6 Jahre werden würden. Vielleicht hätte man es dann anders gemacht. Darren war neben diesem auch für die beiden nächsten Teile verantwortlich. Teil 3 kann dabei überzeugen und auch Teil 4 kann dies. Es wird aber erst wieder gegen Ende der Serie etwas besser, als Bouseman wieder von einen anderen Regisseur abgelöst wird.

Ist natürlich alles Geschmackssache. Die Story an sich wird aber weiter geführt, denn man muss ja schließlich wissen, was passiert ist als Jigsaw aufgestanden ist.

Insgesamt auch von mir "nur" 07/10 Punkten, aber trotzdem passend in die Reihe. So hätte man die Reihe auch auf keinen Fall enden lassen dürfen, und man hat es ja auch nicht getan.

Einzige Neuerung: Donnie Wahlberg wurde als Charakter Eric Matthews eingeführt, der sich die nächsten drei Episoden gegen Jigsaw behaupten musste.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Saw II
BeitragVerfasst: 10. Mai 2013, 10:43 
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Im Gegensatz zu den geschätzten Kollegen bin ich nach Wiederansicht durchaus nicht enttäuscht, es mag daran liegen das die Reihe bekannt und vorerst ja abgeschlossen ist,
auch hatte ich nicht unbedingt DIE Erwartungshaltung, dieses Aha-Gefühl etwas innovatives Neues gesehen zu haben lässt sich halt nicht wiederholen. Erstmals gesehen in der
Trilogy-Ausgabe zu Beginn meiner Sammelwut, jetzt natürlich uncut!

An den sehr einfallsreichen Fallen gibt es nichts zu kritisieren, besagtes Spritzenbecken oder auch die Spritze im Glaskasten sind schon sehr perfide, mich überkommt auch
immer noch eine Gefühl äussersten Missbehagens wenn sich sowas sehe. Richtig genial sind die Zeitebenen, ich bin vor Jahren jedenfalls nicht vor Auflösung darauf gekommen^^
Die überwiegende Location stellt einen angenehmen Kontrast zum ersten Teil dar, ich bin froh dass nicht versucht wurde diesen zu wiederholen. Mit den Opfern mitfühlen wie oben
erwähnt ist nicht möglich, obwohl es ja "Unschuldige" im eigentlichen Sinn trifft entgegen Jigsaws sonstigen Gewohnheiten sind sie doch unsympathisch oder bestenfalls blass.

Auch das Bonbon am Ende - "der Safe" ist schon genial und für Matthews geradezu tragisch, wobei angesichts seines zwar nachvollziehbarem aber dennoch unprofessionellem
Verhaltens sowie seiner Schuld gegenüber den Opfern auch hier eher Schadenfreude am Schluss bestimmend ist!

Also, ich hab da nix auszusetzen: 10/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Saw II
BeitragVerfasst: 10. Mai 2013, 10:48 
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Hier sind wir dann ausnahmsweise mal anderer Meinung, für mich der definitiv schwächste Teil der Reihe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Saw II
BeitragVerfasst: 10. Mai 2013, 14:08 
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Ist schon lange her, dass ich einen der Saw-Filme gesehen habe. Aber ich kann mich noch gut erinnern, dass mich der erste Teil total begeistert hat. Den zweiten Teil fand ich hingegen dermaßend enttäuschend, dass ich gar keinen Lust mehr auf die weiteren Teile hatte. Vielleicht lag es daran, dass die große Überraschung aus Teil 1 weg war und die Story damit ein bisschen durchschaubar wurde. Aber ich kann mich auch irren, ist schon lange her.
Und nach dem Erfolg von Teil 1 wurde die Story ja richtig ausgeschlachtet und das hat die ganze Reihe für mich unattraktiv gemacht. Schade drum.

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