Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
Aktuelle Zeit: 4. Dez 2016, 17:21

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 281

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Splintered (2008)
BeitragVerfasst: 31. Dez 2013, 15:47 
Offline
Forum Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.2012
Beiträge: 2732
Geschlecht: männlich
Bild




Splintered
(Splintered)
mit Holly Weston, David Bowen, Jace Desay, Sacha Dhawan, Nathan Doyle, Jane Drury, David Duckworth, Julie Glover, Sol Heras, Alexander Hill, Dominic Holmes, Chris Jack, Holly Messenger, Matthew Murphy, Sadie Pickering, Jonathan Readwin
Regie: Simeon Halligan
Drehbuch: Mat Archer / Simeon Halligan
Kamera: Michael Costelloe
Musik: Richard Bodgers
Keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2008

Ein abgelegener Teil von Nord-Wales. Irgendetwas Unheimliches hat Vieh gerissen und beginnt nun, den Menschen anzugreifen. Sophie, ein Teenager mit bewegter Vergangenheit, macht sich mit einigen Freunden auf die Suche nach diesem grauenhaften Etwas. Nach einem Angriff muss Sophie in ein verlassenes Gebäude flüchten, aus dem sie nicht wieder heraus kommt. Ihre einzige Chance besteht darin, zu hoffen, dass ihre Freunde das Ding finden, bevor es sie findet und in blutige Stücke reißt...


Und wieder einmal bekommt man es mit einem Horrorfilm zu tun, der prinzipiell über wirklich gute Ansätze verfügt, die aber leider im Endeffekt nicht richtig herausgearbeitet wurden. Eines aber muss man "Splintered" attestieren, der Film verfügt von Beginn an über eine sehr dichte und teils recht unheilvolle Grundstimmung, die sich auch auf den Zuschauer überträgt. So wird auch die Spannung gut aufgebaut und die Neugier des Betrachters geweckt, denn wartet man doch sehr gespannt darauf, das "Ding" endlich zu Gesicht zu bekommen. Der negative Aspekt der Geschichte liegt ganz einfach darin begründet, das es viel zu lange dauert, bis endlich einmal wirklich etwas passiert und man auch endlich erfährt, was es mit dem ominösen "Ding" denn auf sich hat. So dauert es eine geschlagene Stunde, bis der Film dann etwas an Fahrt aufnimmt, bis zu diesem Zeitpunkt kann das Werk von Regisseur Simeon Halligan zwar insbesondere in atmosphärischer Hinsicht überzeugen, doch ansonsten gibt es nicht viel zu begutachten, was besonders erwähnenswert wäre.

Hauptsächlich fehlt es dem Szenario etwas an Härte, damit meine ich jetzt keinesfalls, das eine brutale Szene sich an die nächste reiht, nur gibt es in dieser Beziehung in den ersten 60 Minuten rein gar nichts zu sehen. Erst im letzten Drittel des Geschehens wird man mit einigen etwas blutigeren Passagen konfrontiert, die einen normalen Rahmen aber zu keiner Zeit überschreiten. Echte Gorehounds werden hier also eher enttäuscht sein und sollten so ihre Erwartungen von Anfang an äusserst niedrig ansiedeln. Doch die teils fehlende Härte ist nicht das einzige Manko, denn vor allem im Mittelteil fehlt es der Story erheblich an Tempo, so das mehrere etwas langatmige Phasen enthalten sind, die man ganz sicher hätte vermeiden können. Es passiert ganz einfach zu wenig, so das es phasenweise richtig schwerfällt, die Konzentration aufrecht zu erhalten, streckenweise kommt sogar so etwas wie Langeweile auf.

Und auch die Auflösung, um wen es sich bei dem sogenannten "Ding" handelt, ist doch ziemlich enttäuschend, denn gingen doch die eigenen Gedanken in eine etwas andere Richtung. Mit einigen Rückblenden wird dem Zuschauer erklärt, wie alles begonnen hat und warum die ganzen Geschehnisse überhaupt stattgefunden haben. Auch im Bezug auf die Hauptfigur Sophie (Holly Weston) bekommt man immer wieder Rückblenden in deren Vergangenheit serviert, die einen Großteil der Laufzeit vielmehr wie unzusammenhängende Fragmente erscheinen, die irgendwie keinen richtigen Sinn ergeben wollen. Erst ganz zum Ende fügen sie sich wie ein Puzzle zusammen und werden so auch für den Betrachter verständlich gemacht. Insgesamt gesehen hätten die Macher des Filmes hier aber weitaus mehr herausholen können, denn einige Dinge wirken doch äusserst konstruiert und zwanghaft zusammengeschustert. Man erkennt durchaus das Bemühen, das dem Zuschauer hier eine recht logische Erklärung für alles geliefert werden sollte, doch gerade bei diesem Bemühen hat man sich meiner Meinung nach etwas verzettelt, wodurch einige Dinge selrsam aufgesetzt wirken.

Nun soll aber keineswegs der Eindruck entstehen, das es sich um einen schlechten Film handelt, denn man kann sich "Splintered" im Großen und Ganzen recht gut anschauen, jedoch sollte man die ziemlich offensichtlichen Defizite nicht übersehen. Etwas mehr Action und eine temporeichere Erzählweise hätte dem Film ganz sicher nicht geschadet, dafür wird man aber mit einer wirklich sehr dichten Grundstimmung belohnt, die streckenweise sogar recht unheivolle Züge trägt. Das liegt auch in den gut ausgewählten Locations begründet, denn allein schon das alte Gemäuer, in dem sich ein teil der Geschenisse abspielt, strahlt ein gehöriges Maß an Bedrohlichkeit aus. Leider kann man das von der Geschichte an sich nicht behaupten, die doch einige Längen aufweist und in der es auch immer wieder zu kleineren Spannungseinbrüchen kommt, die man bestimmt hätte vermeiden können. Etwas mehr Action in den ersten zwei Dritteln der Story hätten hier ganz sicher Abhilfe geschaffen und die Geschehnisse auch weitaus interessanter gestaltet.


Fazit:


Leider muss man "Splintered" im Endeffekt zu den Horrorfilmen zählen, die sich letztendlich im breiten Durchschnittsbereich ansiedeln und nicht unbedingt einen nachhaltigen Eindruck beim Zuschauer hinterlassen. Atmosphärisch zwar absolut stimmig, fehlt es dem Werk in anderen bereichen ganz offensichtig an Klasse. Dennoch handelt es sich um einen Genre-Beitrag, den man sich durchaus einmal anschauen kann, allerdings sollte man dabei die eigenen Erwartungen nicht zu hoch ansetzen, um am Ende nicht zu sehr enttäuscht zu sein.


4/10

_________________
Bild

Bild Big Brother is watching you


Nach oben
 Profil Besuche Website  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker