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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Survival of the Dead (2009)
BeitragVerfasst: 2. Jun 2013, 09:13 
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Survival of the Dead
(Survival of the Dead)
mit Alan Van Sprang, Kenneth Welsh, Kathleen Munroe, Devon Bostick, Richard Fitzpatrick, Athena Karkanis, Stefano DiMatteo, Joris Jarsky, Eric Woolfe, Julian Richings, Wayne Robson, Joshua Peace, Hardee T. Lineham, Dru Viergever, Shawn Roberts
Regie: George A. Romero
Drehbuch: George A. Romero
Kamera: Adam Swica
Musik: Robert Carli
Keine Jugendfreigabe
USA / 2009

In der Hölle ist kein Platz mehr und die Toten kommen auf die Erde zurück. Die wenigen Überlebenden versuchen, sich aus den Klauen Millionen hungriger Zombies zu retten. Einer davon ist der abgeklärte Sergeant Crocket mit seiner desillusionierten Einheit. Durch Zufall erfahren sie von einer Insel vor der Küste Nordamerikas, einem angeblich sicheren Zufluchtsort. Dort angekommen stellen sie fest, dass nicht die Untoten die größte Gefahr darstellen: Eine blutige Fehde zwischen den alteingesessenen Familien O’Flynn und Muldoon macht das Leben auf der Insel unmöglich. Während die O’Flynns die auferstandenen Untoten vernichten wollen, versuchen die Muldoons die Zombies zu domestizieren. Die untoten Freunde und Verwandten werden hinter Schloss und Riegel gehalten - mit fatalen Konsequenzen.


Der Name George A. Romero ist wohl der bekannteste, wenn es um das Genre der Zombiefilme geht, denn hat der Regisseur doch mit einigen seiner Filme wahre Meilensteine gesetzt. So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, wenn man in seinen Werken immer das Besondere erwartet, was in den meisten Fällen ja auch geboten wurde. Doch mit "Survival of the Dead" ist nun sein neuestes Werk der "of the Dead Reihe" erschienen, das den hohen Standard früherer Filme nicht mehr nicht mehr erfüllen kann. Damit wir uns nicht falsch verstehen, es handelt sich hier um einen durchaus unterhaltsamen Zombiefilm, der auch einen annehmbaren Härtegrad beinhaltet, aber aus der Sicht eines eingefleischten Romero-Fans handelt es sich eher um eine leichte Enttäuschung, denn fehlt es der Geschichte doch an den wichtigsten Dingen, die man in einem Zombiefilm vom Altmeister ganz einfach erwartet.

So ist es allein schon recht gewöhnungsbedürftig, das man vielmehr mit einer Zombie-Komödie als mit einem ernstzunehmenden Film zu tun bekommt. Ich wüsste nicht, das in einem vorherigen Teil der Reihe so viele komische Passagen enthalten wären, wie es in vorliegendem Film der Fall ist. Das äussert sich insbesondere in einigen Tötungen diverser Untoter, die zugegebenermaßen teilweise äusserst witzig erscheinen, die man aber in dieser Form nicht unbedingt in einem Romero-Film erwartet. Hinzu kommt die Tatsache, das absolut nichts von der üblichen Grundstimmung zu spüren ist, die ansonsten immer sehr beklemmend, düster und auch sehr bedrohlich war. Das ist vor allem deswegen sehr bedauerlich, da die herausragende Atmosphäre schon immer ein absolutes Markenzeichen der "of the Dead Filme" war und ganz besonders in den ersten 3 Teilen extrem stark zum Ausdruck kam.

In vorliegendem Film hat man sich aber leider nicht dieser Stärken besinnt und mehr auf Humor gesetzt, was für echte Fans sicherlich ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Gerade bei den Versuchen, die Untoten zu dressieren, fühlt man sich an einigen Stellen an die Zombie-Retro-Komödie "Fido" erinnert, was ja nicht zwangsweise als negativ zu bewerten ist, aber wir sprechen hier über einen Zombiefilm von Romero und da stellt sich die Frage, ob der Zuschauer das überhaupt will. Erwartet man doch viel eher ein äusserst bedrohliches Szenario, dem eine ordentliche Portion Sozialkritik beigemischt wurde und das erstklassige SFX beinhaltet. Nun kann man sich zwar über die vorhandenen Effekte nicht wirklich beklagen, denn gibt es doch einige wirklich sehenswerte Szenen zu begutachten, jedoch mangelt es etwas an Abwechslung, da es sich in der Mehrzahl lediglich um etliche Kopfschüße handelt. Echte Auseinandersetzungen zwischen Mensch und Zombie sind eher die Seltenheit, so das auch lediglich einige wenige Biss-Szenen zu sehen sind.

Ganz generell wird man auch die gesamte Laufzeit über das Gefühl nicht los, das die Untoten hier eher eine Art Nebenrolle einnehmen, dreht sich die eigentliche Geschichte doch hauptsächlich um die Familienoberhäupte zweier verfeindeter Familien, deren ewig andauernder Streit zu sehr in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Will der eine die Insel von sämtlichen Zombies säubern, so will der andere sie am "Leben" lassen, um sie dazu zu bringen, das sie andere Nahrung als Menschenfleisch zu sich nehmen. Man sieht also, das die Rahmenhandlung auch nicht unbedingt vor Innovation und Kreativität sprüht, hier hätte Romero sicherlich eine Menge mehr bewerkstelligen können. So kann man letztendlich festhalten, das hier ein größtenteils gut unterhaltender Zombiefilm vorliegt, der insbesondere als Komödie äusserst gut funktioniert und so auch sicher seine Fangemeinde finden wird. Aus Sicht eines echten Romero-Fans wird allerdings lediglich Durchschnitt und teilweise gewöhnungsbedürftige Filmkost geboten, denn hat der Altmeister hier doch definitiv den schwächsten Teil der Reihe abgeliefert.


Fazit:


Wenn man nicht wüsste, das es sich bei "Survival of the Dead" um den neuesten Teil einer Kult-Reihe handelt, dann könnte man recht objektiv behaupten, das es sich um eine gelungene und teils sehr witzige Zombie-Komödie handelt, denn kurzweilige Unterhaltung ist jederzeit vorhanden. Legt man allerdings den altbewährten Romero-Maßstab an, bekommt man es doch eher mit einer leichten Enttäuschung zu tun. Haben schon die letzten beiden Teile "Land of the Dead" und "Diary of the Dead" die Meinungen extremst gespalten, so wird das bei vorliegendem Film noch mehr der Fall sein. Mir persönlich hat das Werk recht gut gefallen, ist aber dennoch der mit Abstand schwächste Teil der Reihe und darf vor allem nicht mit der genialen ersten Trilogie verglichen werden, denn dazu fehlt es ganz eindeutig an Klasse.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,35:1 (16:9)
Laufzeit: 87 Minuten
Extras: Making Of, International Shout Outs, Exklusives Booklet


6/10

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