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 Betreff des Beitrags: The Dark Hours (2005)
BeitragVerfasst: 22. Feb 2014, 11:13 
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The Dark Hours
(The Dark Hours)
mit Kate Greenhouse, Aidan Devine, Gordon Currie, Iris Graham, Dov Tiefenbach, David Calderisi, Jeff Seymour, Trevor Hayes, Bruce McFee, Kathryn Haggis
Regie: Paul Fox
Drehbuch: Wil Zmak
Kamera: Steve Cosens
Musik: E.C. Woodley
FSK 16
Kanada / 2005

Die attraktive Psychiaterin Dr. Samantha Goodman beurteilt den Geisteszustand von Straftätern - und sie experimentiert mit einem neu entwickelten Serum illegal an den Insassen einer Psychiatrie. Doch Dr. Goodman hat noch ein Geheimnis. Um dieses zu lüften fährt sie mit ihrem Mann und ihrer Schwester zu einem romantischen Wochenende in eine Waldhütte. Als die drei plötzlich unerwarteten Besuch erhalten, soll sich ihr Leben ändern. Ein entlaufener Triebtäter lädt sie zu einem Spiel auf Leben oder Tod ein, Wahrheit oder Lüge - sie haben die Wahl. Nach und nach geraten alle Beteiligten an ihre Grenzen. Erniedrigungen, Geständnisse und vor allem Schmerzen fordern ihren Tribut.


"Nichts ist, wie es scheint"


Diese Worte stehen auf der Rückseite des DVD Cover's und diese Worte treffen wirklich genau den Punkt. Dieser kanadische Thriller ist in meinen Augen ein kleines, aber sehr feines Juwel des Genres. Etwas Psycho, ein wenig Horror und jede Menge Thrill sorgen hier dafür, das der Zuschauer bestens unterhalten wird. Allerdings handelt es sich hier wirklich um einen Film, den man nicht mal so nebenbei schauen sollte, denn es könnte passieren, das man ansonsten den Faden verliert, da es doch so einige Wirrungen und Wendungen zu verzeichnen gibt, die der Geschichte das gewisse Extra verleihen. Die Geschehnisse präsentieren sich wie vereinzelte Puzzleteilchen, die man mit viel Geduld und Aufmerksamkeit zusammenfügen muss, um das geheimnisumwitterte Ganze auch zu erkennen. Dabei kämpft man sich durch eine immer bedrohlicher erscheinende Grundstimmung, die den Ereignissen schon etwa äusserst unheilvolles verleiht, das sich schon fast automatisch auch auf den betrachter überträgt.

Man sollte sich schon auf den Film konzentrieren, um die Zusammenhänge zu erkennen und vor allem das sehr plötzlich kommende Ende zu verstehen. Der Zuschauer wird hier auf eine Ebene geführt, auf der es teilweise sehr schwer ist, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.Vor allem beim ersten anschauen kann es durchaus sein, das man leicht verwirrt ist, wenn man jedoch alles aufmerksam verfolgt, erschließt sich einem am Ende doch alles als schlüssig und es dürften keine Fragen offen bleiben. Auch zwischendurch gibt es schon einige kleinere Hinweise, die einen auf die richtige Spur bringen könnten, die aber keinesfalls offensichtlich zu erkennen sind.

"The Dark Hours" beginnt eigentlich ziemlich ruhig, doch von Minute zu Minute wird die Spannungsspirale kontinuirlich weiter nach oben geschraubt. Die düstere und sehr beklemmend wirkende Stimmung sorgt dafür, das der Zuschauer das Geschehen fasziniert verfolgt und teilweise das Gefühl bekommt, ein Teil der Geschichte zu sein. Man fiebert und leidet mit den Protagonisten mit. Dadurch, das man manchmal schwer zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann, geht von dem Film eine ungeheuer starke Faszination aus, die sich immer mehr auf den Betrachter überträgt und ihn bis zum sehr überraschenden Ende einfach nicht mehr loslässt. Nicht selten überkommt einen das Gefühl, das man sich in einer Art Rausch befindet, fällt es doch in viielen Passagen wirklich nicht gerade leicht, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden, was aber gerade den ganz besonderen reiz dieses feinen Thrillers ausmacht.

Die Darsteller spielen hier allesamt erstklassig, sie verleihen ihren Charaktären sehr viel Tiefe und spielen ihre Parts sehr autentisch und überzeugend. Sie überzeugen durch sehr viel Ausdrucksstärke und verleihen somit dem Geschehen noch mehr Glaubwürdigkeit. So kommt man dann auch letztendlich zu einem erstklassigen gesamteindruck und kann den Film durchaus als echten Geheimtip einordnen, den sich kein Thriller-Fan entgehen lassen sollte, denn ansonsten verpasst man ein äusserst spannendes und zudem auch sehr atmosphärisches Filmerlebnis.



Fazit :


"The Dark Hours ist ein sehr raffiniertes Psycho/Horror Kammerspiel, das teilweise sehr überraschend und teilweise auch sehr hart ist. Ähnlichkeiten zu Filmen wie "Reeker" oder auch "Dead End" sind unverkennbar. Excellente Darsteller sorgen mit dafür, das dem Zuschauer hier ein erstklassiger Film präsentiert wird, der spannend und extrem kurzweilig unterhält.




9/10

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