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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: The Descent 2 - Die Jagd geht weiter (2009)
BeitragVerfasst: 31. Dez 2012, 17:08 
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O-Titel: The Descent: Part 2
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Darsteller: u. a. Shauna Macdonald, Natalie Mendoza, Krysten Cummings, Gavan O'Herlihy, Joshua Dallas, Anna Skellern, Douglas Hodge, Doug Ballard, Robin Berry, MyAnna Buring, Josh Cole, Seamus Maynard
Regie: Jon Harris
FSK: 18

Inhalt:


Wildnis, irgendwo in den Apalachen. Natur pur. Ein Auto fährt auf einer Straße in Küstennähe. Ein Reh steht auf der Fahrbahn und der Fahrer hält an. Plötzlich schlägt eine verletzte Frau an die Fahrerseite des Wagens. Sie blutet. Ihr Name ist Sarah.

Es werden Frauen vermisst, und wie wir recht bald erfahren, kennen wir diese vermissten: Sam, Juno, Holly, Beth und die eben aufgetauchte Sara. Sie hatten sich in eine Höhlenerkundungstour in "The Descent 1" begeben, wo ihnen grauenhaftes wiederfahren ist. Nun sind diverse Suchtrupps und Polizeieinheiten unterwegs, um die Freundinnen aus der Höhle zu finden.

Sheriff Vaines macht sich mit seiner Deputy Riley auf den Weg ins Krankenhaus zu Sarah, um diese trotz einer bestehenden Amnesie zu befragen. Recht schnell kommt ihm der Verdacht, dass es sich bei den Vermissten um Mordopfer, die durch Sarah umgebracht worden sind, handelt, da das Blut an Sarahs Kleidung die selbe Blutgruppe hat, wie das einer der Vermissten. Damit sich Sarah wieder an alles erinnern kann, machen sich Sheriff, Deputy, die beiden Bergretter Kath und Greg, Dan und auch Sarah auf den Weg in das Höhlensystem. Sie wollen genau an einer ehemaligen Bergmine in das Dunkel hinabsteigen, dem Ort, an den der Spürhund durch Sarahs Fährte geführt worden ist. Einer der hiesigen Bevölkerung lässt alle mit einem Aufzug aus grauen Vorzeiten in den Schacht hinab. Der Aufzug rumpelt und rattert, aber er hält und bringt die Gefährten sicher nach unten. Sarah bekommt Angst, als sie unten angekommen ist, aber noch sind es nur einzelne Bilder, die vor ihrem geistigen Auge auftauchen.

Dann eine erste Leiche. Sie diente als Behausung und Grundnahrung für eine Ratte. Sarah ist weiterhin tatverdächtig, zumindest für den Sheriff. In der beengten Höhle geht es Stück für Stück weiter, bis Sarah auf einmal auf die anderen los geht, und in die Dunkelheit flüchten kann. Das macht für Sheriff Vaines Sarah zur Täterin und er folgt ihr. Als er wegen Lichtmangels das Nachtsichtgerät einschaltet und glaubt eine Gestalt zu sehen, gibt er in der Dunkelheit einen Schuss ab. Dadurch bringt er die Höhle zum Einsturz. Cath wird verschüttet. Die anderen sind zwar frei beweglich, kommen aber auf ihrem herkömmlichen Weg nicht hinaus und sie können auch keinen Zugang zu Cath erhalten. Diese kann sich lediglich noch mit einem Funkgerät mit den anderen verständigen. Ihr Teamkollege Greg sowie auch Dan und die Deputy sind auf sich allein gestellt, und sie werden versuchen einen anderen Zugangsweg zu Cath zu finden.

Knochen tauchen in der Dunkelheit auf. Eine Videokamera liegt auf dem Boden, und sie zeigt in Anteilen, was den Vermissten zugestoßen war. Eine Gestalt taucht neben ihnen auf. Dan erwischt es als erstes. Riley kann gerade noch von Sarah vom Schreien abgehalten werden, weshalb sie weiter leben darf.

Cath ist es inzwischen gelungen, sich ein wenig Platz zu verschaffen, doch auch sie bekommt es mit den unterirdischen Bewohnern der Höhle zu tun und kann sich gerade noch in letzter Minute vor ihnen in Sicherheit bringen. Die Ausrüstung musste sie allerdings zurück lassen.

Die Untermenschen sind blind. Sie reagieren hauptsächlich auf Geräusche, was es erforderlich macht, dass man sich leise, und zwar sehr leise vortbewegt. Greg kommt deswegen in Bedrängnis als der Sheriff ihn anfunkt, und er kann sich vorerst mittels einer Bohrmaschine vor den Untermenschen retten. Leider gelangen sie an ein Loch, welches sie überqueren müssen. Mittig ist jemand dort verendet. Man sieht dort die Leiche hängen, mittels welcher Cath die andere Seite erreichen kann. Doch es nützt ihr nichts, denn auf der anderen Seite wartet der Tod.

Während Sarah und Riley versuchen durch die Flussrichtung des Wassers einen Ausgang zu finden, kann der Sheriff noch gerade so von Juno, einer der Vermissten gerettet werden. Sarah und Riley müssen leider feststellen, dass das Wasser doch keinen Ausgang bietet. Gerade so können sie sich in die Tiefe einer großen unterirdischen Kloake retten.

Unterdessen erfährt man, dass Juno eine Affaire mit dem Ehemann von Sarah gehabt hat, und dass Sarah auf Juno losgegangen war und diese zurückgelassen hat. Es wird ein wenig Bezug zum 1. Teil aufgebaut. Als beide in der Tiefe aufeinander treffen, gehen sie auf einander los. Der Sheriff kettet mit Handschellen Sarah an sich und die Sitation beruhigt sich etwas. Diese Kette wird ihm leider zum Verhängnis, als sie einen wackeligen Abgrund übersteigen, bei dem er leider sein Leben lassen muss.

Um irgendwie aus der Höhle heraus kommen zu können, beschließen die drei restlichen Überlebenden den Weg über die Nahrungsstätte der Untermenschen zu nehmen. Dabei sind sie gerade am Schleichen, als Juno von dem mittlerweile stark zugerichteten Greg am Bein berüht wird. Er dient dabei den Untermenschen als Nahrungsquelle. Sie schreit auf und die Untermenschen gehen auf Juno los. Auch Sara und Riley bekommen dadurch Probleme. Doch Sara versucht die Deputy zu retten, aber ob ihr das gelingen wird?


Wertung:

Wer den 1. Teil nicht gesehen hat, braucht sich den 2. auch nicht anzuschauen. Und auch wer den 1. Teil nicht gut gefunden hat, braucht sich den 2. auch nicht anschauen. Dieser Film hier knüpft mehr oder minder an den 1. Teil an. Die Geschichte ist in Ordnung, wenn es auch etwas plump rüber kommt, dass menschenähnliche Wesen in einer Höhle wohnen, tief unter der Erde, und doch wiederum nicht so tief, denn es gibt nahe des Fressplatzes einen Ausgang. Die Atmosphäre ist Horrorfilm-like: Typisches Klappern, was im Film immer wieder vorkommt, tiefste Dunkelheit, was der Bildschärfe aber keinen Abbrucht tut, und plötzlich auftauchende Gestalten.

Das alles macht diesen Film auch sehenswert, sofern man dem 1. Teil nicht unbedingt abgeneigt gegenüber stand, denn die Geschichte ist fast die Selbe, denn im 1. Teil geraten die Höhlenforscher in Not, im 2. wird versucht sie zu retten.

Der Gore-Faktor ist für den Film in Ordnung, wenn auch der 1. Teil da ein wenig mehr zu bieten hatte..

Der Ton könnte noch ein klein wenig bombastischer wirken, damit die "Shock-Elemente" besser zum Tragen kommen. Die Synchro ist in Ordnung.

Insgesamt bin ich zufrieden. Das ist das, was ich erwartet hatte. Mehr gab es aber auch nicht. Eine völlige Revolution der Story kann man nicht erwarten und die fehlt hier gänzlich. Eine Person habe ich nicht in diesem Beitrag angesprochen, da ich das Ende nicht verraten möchte. Die Rolle dieser Person bleibt ein wenig unklar für mich. Es bleibt aber genügend Spielraum, dass es noch eine Fortsetzung geben könnte, allerdings hoffe ich nicht, dass sich das wieder in der gleichen Örtlichkeit abspielt.

Wo der 1. Teil nun nicht mit was ganz aber zumindest etwas Neuem um die Ecke preschte, so ist hier natürlich Wiederholung angebracht. Die Spannung und auch die Handlung bleiben deshalb ein klein wenig hinter dem 1. Teil zurück, weshalb ich hier mit 07/10 einen Punkt weniger als für den 1. Teil vergebe, also insgesamt eine ordentliche wenn auch nicht sehr gute Leistung.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: The Descent 2 - Die Jagd geht weiter
BeitragVerfasst: 9. Jan 2013, 17:15 
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Als erstes sollte man vielleicht anmerken, das man diese Fortsetzung des Überraschungshits von 2005 als durchaus gelungen bezeichnen kann. Der Film setzt genau dort an, wo der Vorgänger endete, so das man als Zuschauer sofort wieder mitten in dem klaustrophobischen Treiben drin ist, das sich einem damals präsentierte. Für mich persönlich lag aber genau darin auch das Problem des Filmes, der bei mir nicht so richtig gezündet hat, denn gestaltet sich das unterirdische Geschehen doch ziemlich vorhersehbar, so das der Funke nicht so richtig überspringen wollte. Bis auf die ausgetauschten Charaktere bekommt man nämlich kaum Neues geboten, so das es keinerlei besondere Überraschungsmomente vorhanden sind. Mir ergeht es hier ähnlich wie vielen anderen bei der Saw-Reihe, deren ständige Fortsetzungen ja so manch einem ein Dorn im Auge sind.

Doch wie schon erwähnt, ist dies nicht das Problem des Filmes an sich, sondern liegt in der jeweiligen Sichtweise des Betrachters. Ganz generell gesehen bewegt sich dieser zweite Teil nämlich auf einem sehr hohen Qualitäts-Level, es entwickelt sich schon nach wenigen Minuten ein erstklassiger Spannungsbogen und auch die wirklich erstklassige Atmosphäre des Vorgängers kann sich rasend schnell entfalten, so das es in dieser Beziehung absolut keinen Grund zur Beanstandung gibt. Hinzu kommt die sehr temporeiche und rasante Erzählweise der Geschichte, die keinerlei Platz für langatmige Passagen lässt, so das gute und spannende Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute vorprogrammiert ist. Lediglich die Gänsehaut, die ich beim Original verspürt habe, wollte sich nicht einstellen, denn dieses Mal wusste man ganz genau, was auf einen zukommen wird.

Dafür gibt es aber andere Dinge, die in "The Descent 2" besser gemacht wurden, beispielsweise waren die Kreaturen viel öfter im Bild und auch sehr gut zu erkennen, ausserdem konnte man auch die härteren Passagen und von denen gibt es eine ganze Menge, viel besser erkennen, da die Bilder hier nicht ganz so dunkel gehalten wurden, wie es noch im ersten teil der Fall war. Ganz generell empfand ich den Härtegrad etwas höher angesiedelt, was wohl insbesondere die Freunde der etwas härteren Gangart erfreuen dürfte, die auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen werden. Doch hauptsächlich ist es die unterirdische Hatz zwischen Monstern und Menschen, die den Zuschauer in Atem hält und dafür sorgt, das er dem Geschehen seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Eine packende Story, die zwar fast zwangsläufig der des Vorgängers ähnelt, deswegen aber nicht minder spannend umgesetzt wurde, was letztendlich für einen sehr unterhaltsamen Film-Genuss sorgt.

Bis auf den fehlenden Überraschungsmoment gibt es im Prinzip überhaupt nichts, was man an diesem Film bemängeln könnte, der sich ansonsten durch alle Zutaten auszeichnet, die schon "The Descent" so besonders interessant gemacht haben. Dazu zählen auch die Darsteller, die hier einen sehr authentischen und überzeugenden Eindruck hinterlassen und so nicht gerade einen unwesentlichen Anteil an einem insgesamt hervorragenden Gesamtbild haben, das man von diesem Film gewinnt. Wem also Teil 1 schon gefallen hat, der wird auch seine Freude an der Fortsetzung des klaustrophobischen Höhlen-Horrors haben, der sich hier offenbart. Ein Film, der actionreich und teilweise recht hart in Szene gesetzt wurde und den Erwartungen des Zuschauers durchaus gerecht werden dürfte.


Fazit:


Das Warten hat sich gelohnt, was man ja nun wirklich nicht immer bei Fortsetzungen eines erfolgreichen Erstlings behaupten kann, doch Regisseur John Harris hat auf die Zutaten zurückgegriffen, die schon Neil Marshall seinem Werk von 2005 einverleibt hat. Das sorgt insbesondere für äusserst spannende und sehr atmosphärische Unterhaltung, die allerdings nicht ganz die Wirkung hat wie 5 Jahre zuvor. Viele mögen das eventuell ganz anders sehen, doch wer den ersten Teil gesehen hat, dürfte hier nicht das erstklassige Überraschungsgefühl erleben, bekommt aber einen ausgezeichneten und klaustrophobisch anmutenden Horrorfilm zu sehen.


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: The Descent 2 - Die Jagd geht weiter (2009)
BeitragVerfasst: 10. Jan 2014, 15:27 
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Kürzlich mal wieder beide Teile von "The Descent" hintereinander gesehen und wiederholt festgestellt,
dass mir pers. der 1 Teil etwas mehr zusagt, was aber keinesfalls heissen soll, dass 'Die Jagd geht weiter' nun überhaupt nicht
sehenswert wäre.

Grösstenteils liegt das daran, dass Nr. 1 die sympatischeren Charaktere beinhaltet (dies kann natürlich von jedem anders empfunden werden)
- eine Gruppe befreundeter sehr unterschiedlicher Frauen wagt einen Abstieg in ein vermeindliche 'Touristenfalle',
was es damit auf sich haben würde, klärt sich allerdings erst im Laufe des Filmes. Im zweiten Teil dagegen "glänzt" ein Sheriff durch
unmögliches Verhalten, ein Deputy als Sympathieträger, Bergretter als Beiwerk plus eine weitere geheimnisvolle Person .... ;)

Wieder beginnt das Geschehen im Krankenhaus, nur ist hier vorhersehbarer, wohin sich "The Descent 2" entwickeln wird; die Story bleibt
unterhaltsam, das Wiederauftauchen der Juno ein Hingucker. Die Kreaturen sind dieses mal gewissermassen besser zu sehen und hungrig ....
evtl. liegt es daran, dass die Beklemmung der Situatuon aus Teil 1 einfach besser wirkte (nur meine pers. Meinung).
Die Location einer alten Sägemühle, riesige Waldgebiete und Höhlen erfreuen auch das Auge des Zuschauers und passen zur Story;
hier gibt es nicht zu meckern.

Ein unerwartetes Ende rundet die Geschichte perfekt ab und macht Lust auf mehr.

Eine Sichtung des 1. Teiles wäre hier zum besseren Verständnis allerdings empfehlenswert.


7,5 Leuchtfackeln

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I don't think runnning will save you.


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