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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: The Fog (2005)
BeitragVerfasst: 29. Sep 2013, 15:45 
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The Fog - Nebel des Grauens
(The Fog)
mit Tom Welling, Maggie Grace, Selma Blair, DeRay Davis, Rade Serbedzija, Kenneth Welsh, Adrian Hough, Cole Heppell, Jonathan Young, Sara Botsford, Charles Andre, Stefan Arngrim
Regie: Rupert Wainwright
Drehbuch: Cooper Layne / John Carpenter
Kamera: Nathan Hope
Musik: Graeme Revell
FSK 16
USA / 2005

Die Einwohner von Antonio Bay richten eine Feier aus, bei der die Gründerväter geehrt werden sollen. Doch es liegt ein Schatten auf der Vergangenheit des idyllischen Insel-Städtchens. 1871 sank unter mysteriösen Umständen vor der Küste ein Schiff mit Lepra-Kranken an Bord. Jahrzehnte später ereignen sich plötzlich seltsame Dinge. Unheimlicher Nebel bewegt sich auf Antonio Bay zu - und mit ihm die Toten, die Rache fordern.


Als glühender Fan des Originals von John Carpenter bin ich äusserst erwartungsvoll an diese Neuauflage herangegangen, doch nach Sichtung des Werkes von Regisseur Rupert Wainwright stellte sich dann doch recht schnell eine ziemlich starke Ernüchterung ein, die letztendlich in grenzenloser Enttäuschung endete. Es ist ja im Prinzip überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn man einen Film, der 25 jahre alt ist, für die heutige Generation etwas aufpäppeln will und ihm ein zeitgetreues Aussehen verleihen will, doch diese Absicht ging in diesem Fall einmal ganz stark nach hinten los. Denn hat das Original von Carpenter noch insbesondere durch seine enorme atmosphärische Dichte überzeugt und dem Zuschauer so manche Gänsehaut beschert, so ist davon in vorliegendem Film rein gar nichts zu spüren.

Vielmehr bekommt man es mit einem vollkommen seelenlosen Filmchen zu tun, in dem einige junge Teenie-Darsteller, die hauptsächlich in US-Serien aufspielen durften versuchen, durch ausdrucksloses Schauspiel dem Film ein zeitgemäßes Gewand zu verleihen. Das sie dabei vollkommen unglaubwürdig und schlecht agieren, scheint ihnen selbst gar nicht aufzufallen, jedoch kann man als aufmerksamer Betrachter die offensichtlich auftretenden Schwächen im dargebotenen Schauspiel kaum übersehen, ausser man ist jugendlicher Fan der US-Serien, in denen die hier agierenden Darsteller mitwirken. Durch die Bank ist hier jeder vollkommen farblos und wirkt jederzeit austauschbar, was man nicht gerade als Kompliment auffassen sollte.

Doch das Schauspiel ist noch nicht einmal das größte Manko dieser Produktion, denn im Gegensatz zum Original entsteht noch nicht einmal ansatzweise die geniale Grundstimmung, die Carpenters Film so ausgezeichnet hat. Auch spannungsmäßig ist in vorliegendem Remake viel eher tote Hose angesagt, denn es entwickelt sich ganz einfach nichts, was man als konstanten Spannungsbogen bezeichnen könnte. Da dies aber eigentlich die Grundvoraussetzung für einen Gruselfilm sein sollte, kann man ohne Übertreibung feststellen, das es hier an allen Ecken und Enden mangelt, so das man letztendlich mit einem richtig grausamen Film-Erlebnis konfrontiert wird, das man am besten so schnell wie möglich wieder aus seinem Gedächtnis streichen sollte, falls es dort überhaupt ankommen sollte, was aber nicht sehr wahrscheinlich sein dürfte. Dafür sprechen auch die furchtbaren CGI-Effekte, die sich einem hier präsentieren, sich jedoch perfekt dem insgesamt mehr als schlechten Gesamtbild anpassen, das man von diesem Film gewonnen hat.

Letztendlich hat man bei dieser Neuauflage eines genialen Grusel-Klassiker alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte, was an sich schon eine Kunst ist. So kann man "The Fog" ohne Übertreibung als eines der schlechtesten Remakes aller Zeiten ansehen und einiges an Verständnis für Leute aufbringen, die gerade wegen solcher Filme einen generellen Hass auf Neuauflagen entwickeln. Von manchen Klassikern sollte man einfach die Finger lassen, oder sich wenigstens Mühe geben, diese nicht gänzlich zu verhunzen, so wie es in vorliegendem Film definitiv der Fall ist.


Fazit:


Lieber keine Neuauflage als solch einen Müll, wie er sich hier präsentiert. Schlechte Darsteller, null Atmosphäre und kaum Spannung sind das Ergebnis einer Neuauflage, die man sich in dieser Form hätte sparen können. Wer das Original kennt, wird an diesem Schund keinerlei Gefallen finden und jederzeit lieber zur alten Version greifen, die immer wieder absolut sehenswert und unterhaltsam ist.


2,5/10

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