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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Wishmaster 4 - Die Prophezeiung erfüllt sich (2002)
BeitragVerfasst: 31. Aug 2013, 18:52 
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Wishmaster 4 - Die Prophezeiung erfüllt sich
(Wishmaster 4 - The Prophecy Fullfiled)
mit Tara Spencer-Nairn, Michael Trucco, Jason Thompson, John Novak, Victor Webster, John Benjamin Martin, Kimberly Huie, Mariam Bernstein, Mandy Hochbaum, Jennifer Pudavick, Ernesto Griffith, Jennifer Tetreault
Regie: Chris Angel
Drehbuch: Peter Atkins / John Benjamin Martin
Kamera: Curtis Petersen
Musik: Daryl Bennett / Jim Guttridge
SPIO/JK
USA / Kanada / 2002

Als der Rubin, der den bösen Dschinn gefangen hält, in die Obhut des Junganwalts Steven gelangt, kann der Dämon entweichen und Besitz von Steven ergreifen. In Lisa, einer Klientin, auf die bereits Steven ein Auge geworfen hatte, entdeckt der Dschinn sodann sein ideales Objekt der Begierde: sie soll ihm drei Wünsche nennen, nach deren Erfüllung dann die Dschinns die Weltherrschaft ergreifen. Lisa aber hat gerade andere Sorgen: ein Motorradunfall fesselte ihren Lebensgefährten Sam an den Rollstuhl.


War Teil 3 der Wishmaster-Reihe schon nicht das Gelbe vom Ei, so soll vorliegender Abschluss der Saga um den bösen Djinn das Niveau noch einmal ordentlich nach unten setzen. Komischerweise zeichnet wieder Chris Angel für den Film verantwortlich, obwohl man doch eigentlich hätte wissen müssen, das bei dieser Entscheidung nicht viel Gutes rumkommen kann. Kann man dies vor Ansicht des Werkes nur erahnen, so bestätigt sich die Vermutung doch recht schnell, denn schon nach wenigen Minuten weiß man, in welche Richtung der Hase laufen wird. Zumindest aber kann die vorliegende Geschichte mit ein wenig Härte aufwarten, die beim Vorgänger doch gänzlich vermisst wurde. Das macht die etwas dümmliche Story jedoch nicht wirklich besser, die im Prinzip durchgehend und ohne jegliche Höhepunkte belanglos vor sich hin plätschert. In Sachen Spannung und Atmosphäre sollte man in diesen Film ohne jede Erwartung gehen, denn nur dann hält sich die herbe Enttäuschung ein wenig in Grenzen, die sich eigentlich auf der ganzen Linie präsentiert.

Chris Angel scheint nämlich nicht unbedingt mit sehr viel Regie-Talent ausgestattet zu sein und wenn man vorliegendes Szenario einmal genauer unter die Lupe nimmt, dann wertet das den auch nicht gerade prallen Vorgänger doch ungemein auf. In vorliegender Geschichte wurde nämlich so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur irgendwie falsch machen kann und obwohl es sich rein filmisch schon um eine echte Katastrophe handelt, setzt die dümmlich agierende Darsteller-Riege dem Ganzen doch die absolute Krone auf. Nur selten bekommt man so offensichtlich lustlose Schauspieler zu sehen, die nicht nur extrem hölzern, sondern auch vollkommen uninspiriert zur Sache gehen. Getoppt wird das Ganze lediglich von der deutschen Synchronisation, die ich bei Ansicht des Filmes unbedingt empfehlen möchte.

Kommt man sich dann nämlich wie in einem äußerst billigen Pornofilm vor, der anscheinend in irgendeiner Hinterhof-Kaschemme abgedreht wurde, was andererseits aber zumindest für einen sehr hohen Trash-Faktor sorgt, der jedoch höchstwahrscheinlich ungewollt entsteht. Wie dem aber auch sei, hier handelt es sich um den einzigen wahren Höhepunkt, denn betrachtet man die ganze Chose nun einmal von der Seite eines Trash-Liebhabers her, dann kann man ein äußerst amüsantes Film-Erlebnis serviert bekommen, an das man allerdings keinerlei Ansprüche stellen darf. Angel hat hier wirklich nichts unversucht gelassen, um seine Geschichte im Prinzip schon der Lächerlichkeit preiszugeben, obwohl er das ganz sicher nicht beabsichtigt hat. Doch insbesondere dieser letzte Teil der Reihe drückt deren Gesamteindruck natürlich gewaltig nach unten, obwohl der Vorgänger zu diesem Punkt auch schon seinen Teil beigetragen hat.

Letztendlich braucht man sich eigentlich nur Teil 1 & 2 der Reihe anschauen, denn nur in diesen Filmen bekommt man richtig gute Horrorkost serviert. Zudem hat man dort mit Andrew Divoff einen Hauptdarsteller, der durch seine charismatische Ausstrahlung einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Teil 3 und vorliegendes Werk kann man jedoch durchaus vernachlässigen, wobei sich "Wishmaster 4 - Die Prophezeiung erfüllt sich wiederum für den geneigten Trash-Fan anbietet, denn neben einer grottigen Geschichte bekommt man eine der billigsten-und schlimmsten deutschen Synchronisationen geboten, die man sich nur vorstellen kann.


Fazit:


Spätestens dieser Film ist die Bestätigung dafür, das die Reihe letztendlich eingestellt wurde, denn jeder weitere Film wäre höchstwahrscheinlich zu einer absoluten Qual geworden. Chris Angel sollte übrigens auch einmal über einen Berufswechsel nachdenken, denn als Regisseur taugt der gute Mann nun wirklich nicht.


2/10

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