Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 12:49 
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Antisocial
(Antisocial)
mit Michelle Mylett, Cody Ray Thompson, Adam Christie, Ana Alic, Romaine Waite, Ry Barrett, Eitan Shalmon, Laurel Brandes, Kate Vokral, Charlie Hamilton, Colin Murphy, Kirill Belousov, Leepy Hajra
Regie: Cody Calahan
Drehbuch: Chad Archibald / Cody Calahan
Kamera: Jeff Maher
Musik: Steph Copeland
keine Jugendfreigabe
Kanada / 2013

Es sollte eine ausgelassene Neujahrsparty werden. Doch es endet in einem Albtraum aus Blut und Tod. Während fünf Freunde sich auf die Party des Jahres vorbereiten, versinkt die Welt plötzlich im Chaos. Rasend schnell breitet sich ein Virus aus, der die Menschen in mörderische Amokläufer verwandelt. Jeder könnte der Nächste sein – niemand ist sicher! Auch nicht die fünf Freunde, die sich schutzsuchend im Haus verbarrikadieren. Bald kristallisiert sich der Übertragungsweg des Virus heraus: Es sind die sozialen Netzwerke!


Im ersten Moment dürfte man beim lesen der Inhaltsangabe dieses Filmes nicht unbedingt vom Hocker rutschen, denn das die Menschheit von einem Virus befallen wird und sich die Personen in rasende Bestien verwandeln, dürfte längst keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Der erste Eindruck täuscht hier aber durchaus, denn Cody Calahan hat seine erste Regiearbeit zwar generell mit den üblichen Zutaten versehen, lässt die Ereignisse aber dennoch in einem anderen Licht erscheinen. Bleibt man zunächst einmal im Dunkeln über die Ursache des plötzlichen Ausbruchs und kann sich eigentlich nur darüber wundern warum das Virus so dermaßen schnell um sich greift, so werden dem Zuschauer mit zunehmender Laufzeit immer mehr Indizien serviert, die in eine ganz bestimmte Richtung abzielen. Zuerst einmal verwirft man allerdings die eigenen Vermutungen, erscheint die im eigenen Kopf entstehende Idee doch viel zu abwegig und absurd. Doch ganz egal, wie hanebüchen einem die Intension des Regisseurs auch erscheinen mag, die Umsetzung der Geschichte hat eine solch faszinierende Ausstrahlung, das man jede einzelne Einstellung dieses kleinen, aber sehr fiesen Horrorfilmes regelrecht aufsaugt. Wenn ansonsten immer diverse Krankheiten oder Bakterien in anderen Genre-Vertretern die Menschen verwandeln und zu rasenden Bestien machen, ist in diesem Fall eine der größten Errungenschaften der Neuzeit dafür verantwortlich, das die Erde ganz offenbar dem Untergang geweiht ist.

Zum größten Teil beschert Calahan dem Betrachter ein intensives Kammerspiel mit fünf Protagonisten, denn der Schauplatz eines Großteils des Geschehens spielt sich lediglich in dem Haus ab, in dem eine Gruppe von Freunden eine Party steigen lassen wollen. Über die Zustände außerhalb des Gebäudes wird man in erster Linie nur durch Nachrichten informiert, die über die immer stärker ansteigende Gewalt in den Straßen berichten. Durch diese Sichtweise der Dinge entsteht eine äußerst ausgeprägte Beklemmung, die auch vor einem selbst nicht halt macht und wie eine zentnerschwere Last auf die Schultern legt. Gelegentliche Versuche einiger Infizierter in das Haus einzubrechen verstärken dieses Gefühl immens und obwohl es sich um einen räumlich extrem begrenzten Schauplatz handelt, entfaltet sich eine waschechte Weltuntergangsstimmung, die einem kalte Schauer über den Rücken jagt. Das sich der ausgebrochene Virus natürlich auch im Haus bemerkbar macht kann sich ein jeder denken und wenn man erst einmal den Auslöser für das apokalyptische Szenario kennt, erscheint dieser Umstand auch absolut logisch. Die zuvor schon entstandene klaustrophobische Note des Ganzen verstärkt sich nun umso mehr und die Gefahr für die Eingeschlossenen nimmt nun auch konkrete Konturen an. An dieser Stelle muss man dem Regie-Neuling Calahan mal ein großes Kompliment machen, denn ganz egal ob man seine Grundidee als innovativ oder aber absurd ansieht, der gute Mann hat seiner Geschichte einen dramaturgischen Spannungsaufbau verliehen, der sich wirklich sehen lassen kann.

Dabei kommt die Erzählung in der ersten Stunde hauptsächlich über die psychische Schiene und verzichtet fast gänzlich auf explizite Gewaltdarstellungen. Dieser Umstand ändert sich im letzten Drittel des Filmes jedoch schlagartig, denn nun halten auch diverse blutige Einstellungen und ein sehenswerter Härtegrad Einzug in die Ereignisse. Einige Stellen fallen dabei richtiggehend derbe aus, so das einen der Umschwung phasenweise mit unglaublicher Wucht in die Eingeweide trifft. Es ist gerade diese gelungene Mischung aus psychischer-und visueller Härte, die an dieser Stelle für ein Höchstmaß an Intensität sorgt, wodurch Calahan ein ganz feines Händchen erkennen lässt wenn es darum geht, den Betrachter wirklich zu schocken. Sicherlich wird nicht jeder das so sehen und manch einer wird "Antisocial" eventuell gar nicht mögen, doch hinter dieser feinen kanadischen Produktion versteckt sich meiner persönlichen Meinung nach eine echte Genre-Perle, die an Fiesheit schwer zu überbieten ist. Zudem beinhaltet die Geschichte mit der Ursache für den Ausbruchs des Virus eine zwar nicht sonderlich glaubwürdige, aber in meinen Augen innovative Idee, die sich äußerst wohlwollend vom sonstigen Einheitsbrei abhebt.

Auch die eher unbekannten Darsteller liefern hier durch die Bank einen ordentlichen Job ab, ohne das man jedoch oscarreife Leistungen erwarten sollte. Zum Ende hin bekommt man zwar diverse nicht unbedingt logisch erscheinende Handlungsabläufe zu sehen, die aber wenn man sich mit der Idee des Regisseurs anfreunden kann durchaus einen Sinn ergeben. So wird beispielsweise kurz vor Schluss eine eventuelle Heilungsmethode in den Raum geworfen, die auch beim Zuschauer ein klein wenig Hoffnung auf ein gutes Ende schürt. Ein Happy End wäre aber absolut deplaciert gewesen und daran hat Gott sei Dank auch Mr. Calahan gedacht, so das "Antisocial" mit einem Showdown versehen wurde, den der Film auch wirklich verdient. Und so bleibt letztendlich ein Horrorfilm, der eine altbewährte Thematik einmal etwas aufpeppt und diverse Dinge nicht nach dem typischen 08/15 Modus erzählt. Zugegebenermaßen erscheinen die Erklärungen für den Ausbruch der Seuche jenseits der Realität angesiedelt, biten aber definitiv einmal etwas anderes, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Wer sich nicht damit anfreunden kann wird sicherlich enttäuscht sein, doch wer auch abwegigen Möglichkeiten offen gegenüber steht, der wird mit einer Geschichte belohnt, die auf jeden Fall eine frische Brise verströmt. Mir hat diese auf den ersten Blick eher unscheinbare Produktion äußerst gut gefallen und ich kann an dieser Stelle auch nur von einem echten Geheim-Tipp sprechen, der ganz bestimmt eine größere Fan-Base finden wird, als es ihm viele Leute zutrauen.


Fazit:


"Antisocial" bietet eine Menge an altbewährten Zutaten, fügt diesen aber eine vollkommen neue Note bei und bezieht daraus seinen ganz besonderen Reiz. Die Kombination aus intensivem Kamnmerspiel und fast schon brachialer Härte im letzten Drittel verfehlt das Geschehen keinesfalls die gewünschte Wirkung beim Betrachter, der hier durchgehend unter Strom und Anspannung steht


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 12:54 
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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 13:35 
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Liest sich ja sehr interessant & scheint vielversprechend zu sein.
Hätte ich aufgrund des Covers gar nicht erwartet, da dieses eher erneut auf einen uninspirierten & langweiligen Low Budget Film schließen lässt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 13:38 
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Also mir hat er echt gut gefallen, vor allem endlich mal eine andere Ursache, was den Ausbruch des Virus betrifft, auch wenn diese doch recht abwegig erscheint.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 13:41 
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Warten wirs ab, bis die NSA soweit ist, dass sie den ersten Zombievirus über Facebook verschicken kann. Ich sollte mir so langsam schon mal ein Waffenarsenal anlegen, damit ich euch dann alle platt machen kann, wenn ihr sabbernd durch die Gegend wankt :säge1:

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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 13:42 
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Na, abwegige Ursachen und Situationen gibt es ja auch ab & an mal, da kann man mal drüber hinweg sehen finde ich.
Man denke nur mal an MUCHA SANGRE : Aliens die durch anale Vergewaltigung Zombies produzieren und nur durch einen Schuß in die Eier getötet werden können sind ja alles andere als die Norm.
Hat aber trotzdem einen Höllenspaß gemacht, der MUCHA SANGRE :D :Up:

ANTISOCIAL kommt definitiv mal auf die "zu schauen" Liste !

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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 14:17 
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Mir macht das auch gar nichts aus, ich fand die Idee sogar äußerst innovativ, endlich mal ein wenig frischer Wind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 28. Jan 2014, 15:16 
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DanGore hat geschrieben:
Na, abwegige Ursachen und Situationen gibt es ja auch ab & an mal, da kann man mal drüber hinweg sehen finde ich.
Man denke nur mal an MUCHA SANGRE : Aliens die durch anale Vergewaltigung Zombies produzieren und nur durch einen Schuß in die Eier getötet werden können sind ja alles andere als die Norm.
Hat aber trotzdem einen Höllenspaß gemacht, der MUCHA SANGRE :D :Up:



:D jo, der kommt gleich mit auf die Liste, ebenso wie "Antisocial"; Darsteller sind mir zwar alle komplett unbekannt, aber das heisst ja nichts ..

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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 13. Mär 2014, 13:44 
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trashig-exploitativer Chef
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Cody Calahans Regiedebüt ANTISOCIAL beschäfftigt sich mit Thematisch mit einem Virus, der Menschen zu mordgierigen Bestien mutieren lässt, was eigentlich nichts Neues oder gar sehr Innovativ ist.
Die Vergleiche mit 28 DAYS LATER oder auch THE SIGNAL, die auf dem Cover der deutschen DVD gezogen werden, greifen hier durchaus.
Im direkten Vergleich mit 28 DAYS LATER zieht Calahans Erstling zwar den kürzeren, was aber nicht heißt das es sich hier um einen langweiligen Genrebeitrag handelt, der vollkommen ohne Eigenständigkeit daherkommt.
Man muss aber auch anmerken, das es in der heutigen Zeit nicht wirklich einfach ist, etwas vollkommen Neues zu kreieren.
Aus dem Aspekt betrachtet ,das ja fast alles schon einmal dagewesen ist, kann ANTISOCIAL somit schon Punkten und weiß auch zu unterhalten.

Während der gesamten Laufzeit kann ANTISOCIAL den Spannungsbogen gut halten, da der Zuschauer vorerst im Dunkeln tappt, was ihn erwartet und wo dieses Virenszenarion noch hinführen wird.
Zu Beginn bekommt man zwar schon einen kleinen Einblick was da auf einen zukommt, doch jegliche Erklärungen sind vorerst nicht vorhanden und kommen erst mit fortschreitender Handlung zum Zuge.

Anstelle eines postapokalyptischen Szenarios, welches den Adrenalinspiegel der Betrachters durch Non-Stop Angriffe der Mutierten in die Höhe schnellen lässt, wird hier ein leicht klaustrophobisches Kammerspiel mit 5 Hauptprotagonisten geboten.
Die Entscheidung des Regisseurs dies so zu handhaben ist zu befürworten, da sich ANTISOCIAL so von anderen, ähnlichen Genrebeiträgen etwas abheben kann und dadurch Eigenständiger wirkt.
Sogar die Limitierung des Handlungsortes auf ein Haus - wenn man mal von den Camchats mit anderen Freunden absieht - stellt hier kein Defizit dar, funktioniert bestens und trägt sogar noch zur Dichte des Films bei.

Zu Beginn wirkt ANTISOCIAL noch recht Harmlos und wenn die Eröffnungssequenz nicht wäre, könnte man fast denken es handelt sich um eine High School Campus Comedy in der Party und Spaß das Geschehen bestimmen.
Die ersten 15 Minuten von ANTISOCIAL wird auch genau dies zelebriert und in guter Laune wird eine ausgelassene Neujahrsparty gefeiert, bei der auch alkoholische Getränke und ein wenig Ringelpietz mit Anfassen in trauter Zweisamkeit die Stimmung heben.
Doch dies alles ändert sich Schlagartig, als einer der aggressiven Mutanten die traute Zweisamkeit stört und eine kurze, erste Angriffswelle einleitet.
Dies versetzt Partygäste als auch den Zuschauer in einen Schock- und Angstzustand, der mit fortlaufender eine sehr ansehnlicheSpannung aufbaut.
Im letzten Drittel des Films wird diese Spannung noch durch einige blutige Details und Gewaltspitzen aufgewertet, welche aber nie über ihr Ziel hinaus schießen und in uninspirierter Selbstzweckhaftigkeit versinken.

Visuell wirkt ANTISOCIAL sehr ausgegoren und meine Zweifel es könnte sich wieder um einen billigen Direct-to-DVD wurden schon nach einigen Minuten verworfen.
Versiertes Editing stehen im Kontrast schönen Kamerafahrten und Teils leicht surrealen Bildern, die durch den Score noch zusätzlichaufgewertet werden.
Diese Filmmusik ist auch das, was mich am ehesten an den Eingangs erwähnten 28 DAYS LATER erinnerten, da auch hier auch bedrohliche Instrumentalstücke geseztzt wurde.
Bei der Wahl des Cast hat Cody Calahan auch ein glückliches Händchen gehabt, da diese ihre Parts überzeugend und authentisch spielen - vor dem leider schon zu oft gesehenem, lächerlichem Overacting belibt man zum Glück verschont.
Die hier angewandten Special FX sind solide in Szene gesetzt; auf gekünzelte CGI wurde verzichtet und macht das ganze noch ein wenig Runder.

Auch wenn ANTISOCIAL von der Story noch etwas mehr Potenzial geboten hat, gibt es vom Grundprinzip nicht sehr viel zu beanstanden.
Der Ursprung des Virus ist nämlich durchaus Interessant und auch wenn dieser zuvor schon in Filmen wie THE SIGNAL ähnlich abgehandelt wurde, verleiht dies ANTISOCIAL ein paar neue Impulse und eine persönlichere Note.
Zum Ende hin gibt es zwar ein paar unlogische Ansätze, über die aber hinweg gesehen werden können.
Die eventuelle Aussicht auf eine Methode zur Heilung ist auch nicht uninteressant und erinnert ein wenig an die "Body Horror" Filme der cronenberg'schem Art.
Unterm Strich hat Calahan hier ein solides Debüt gedreht, welches zum Glück nicht im Fahrwasser der billigen Schnellschußprodutionen fischt und eine Sichtung durchaus Spaß macht, auch wenn eine mehrmalige Sichtung hier eher unwahrscheinlich ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Antisocial (2013)
BeitragVerfasst: 15. Apr 2014, 20:39 
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Das es im Internet Plattformen gibt, auf denen man sein ganzes Leben teilen kann, wissen wir alle. Mit dem Gedanken, das sie auch gefährlich sein können, beschäftigen sich wenige Benutzer von solchen Internetseiten. Facebook, Twitter und co. können süchtig machen, schaffen es somit die Menschheit zu manipulieren. Man vergisst die Welt um einen herum und vernachlässigt sein wirkliches Leben. Ich selbst habe es schon gemerkt, wie süchtig solch eine Internetseite machen kann. Man kann also davon ausgehen, das Facebook und co. die Menschheit "zombiefiziert" und genau dieser Thematik widmet sich der Film Anticocial. Der Film ist modern, böse, aber auch sehr tiefsinnig. Anticoial erzählt die Geschichte von jugendlichen Menschen, die diverse Plattformen des Internets benutzen und eine Party feiern wollen. Doch plötzlich geschieht das Schrecken in Form von Zombie- ähnlichen Wesen, die die jungen Menschen überfallen. Wo sie sich zuerst sicher und geborgen fühlen, müssen sie um ihr Leben kämpfen. Was zusätzlich noch für puren Terror sorgt, ist die Tatsache, dass das Internet bzw. derren Plattform zum Kontaktieren und Austauschen von Lebensinhalten und co. dafür verantwortlich sein soll... Nun gut, der Film fängt ruhig an, bietet aber von Anfang an eine grundsolide Stimmung, die durch düstere Momente punkten kann. Der Terror lässt auch nicht lange auf sich warten und agiert teils wirklich rasant. Die "Infizierten" erinnerten mich von der Art her an "Untote" aus dem Film 28 Day´s/ Week´s later, erreichen aber nicht derren Glanz. Vom Gore her habe ich wesentlich härteres erwartet, dennoch muss ich sagen, das es ein paar kleine und nette Szenen gibt. Anticocial funktioniert auch ohne Splatter sehr gut, ich bin sogar der Auffassung, das mehr Splatter dem Film geschadet hätte. Die Darsteller sind allesamt im sauberen Bereich anzusiedeln und machen somit einen tollen Job. Wer auf modernen Horror steht, der zudem auch noch tiefsinnig ist, ist mit Antisocial bestens beraten...

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