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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Bunker - Es gibt kein Entkommen (2015)
BeitragVerfasst: 28. Dez 2015, 21:34 
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Bunker - Es gibt kein Entkommen
(The Hoarder)
mit Robert Knepper, Mischa Barton, Charlotte Salt, Emily Atack, Valene Kane, Andrew Buckley, Ed Cooper Clarke, John Sackville, Richard Sumitro, Jamie Bacon, Philip Philmar
Regie: Matt Winn
Drehbuch: Matt Winn / James Handel / Chris Denne
Kamera: Eben Bolter
Musik: Andrew Pearce
FSK 16
USA / 2015

Hat ihr gut aussehender, erfolgreicher Banker-Freund nun eine Affäre oder hat er nicht? Ella will es endlich wissen, und deshalb wird sie in den Lagerraum einbrechen, den ihr Freund völlig unnötigerweise gemietet hat. Ihre Freundin Molly muss mitkommen, denn keiner kann so gut Schlösser knacken wie Molly. Ein bisschen mulmig wird den beiden Frauen dann schon, als sich der Selfstorage als riesiges unterirdisches Labyrinth von Abstellräumen entpuppt, das vier Etagen unter die Erde reicht. Und sie müssen natürlich ins 4. UG! Als Molly die Tür des Lagerraums endlich aufkriegt, sieht Ella im trüben Licht nur eine grauenhafte, unmenschliche Gestalt und die zerfetzte Kehle ihrer Freundin. Dann rennt sie los ...


Manchmal reichen schon ein räumlich begrenzter Schauplatz und diverse andere altbekannte Zutaten, um einen absolut sehenswerten Horrorthriller zu kreieren. Ein paar zufällig aufeinander treffende Personen, die Korridore einer Selfstorage Lagerhalle und eine unbekannte Bedrohung in Form einer menschenähnlichen Gestalt sind es im Fall des vorliegenden B-Movies "Bunker - Es gibt kein Entkommen" und diese Elemente reichen vollkommen aus, um gut 90 Minuten größtenteils spannende Unterhaltung zu bieten. Dabei ist die Geschichte von Regisseur Matt Winn noch nicht einmal sonderlich innovativ und beinhaltet sicherlich auch den ein oder anderen Makel, kann in ihrer Gesamtheit und insbesondere durch den finalen Showdown durchaus überzeugen. Dabei punktet das Geschehen vor allem in der Anfangsphase durch eine äußerst dichte Grundstimmung, denn als Ella und Molly im vierten Untergeschoss des Lagerhauses ankommen, entfacht sich schlagartig eine extrem dichte und bedrohliche Atmosphäre. Untermalt wird das Ganze von einer immer bedrohlicher anschwellenden musikalischen Untermalung, so das sich auch auf der Haut des Zuschauers ein leichter Schweißfilm bemerkbar macht.

Diese Stimmung kann der Film jedoch leider nicht durchgehend halten, denn ein Großteil der Ereignisse spielt sich dann in den gut beleuchteten Korridoren des Lagerhauses ab, was dem Szenario dann doch ein wenig von seiner Stärke nimmt. Auch das Verhalten einiger Akteure erscheint nicht immer schlüssig, denn manche Handlungen wirken nicht sonderlich logisch. Das trübt den Gesamteindruck dann zwar ein wenig, doch die im Hintergrund immer vorhandene Bedrohung sorgt dafür, das zumindest ein konstanter Spannungsbogen gezogen werden kann. Das menschenartige Wesen ist dabei zwar relativ selten im Bild zu sehen, schwebt aber durchgehend wie ein Damoklesschwert über den Akteuren, die zu keiner Zeit vor Angriffen sicher sind. Die größte Spannung bezieht die Geschichte aus der Frage, was es mit dieser unmenschlichen Gestalt auf sich hat und lange Zeit lässt Winn die Zusammenhänge und Erklärungen eher im Dunkeln. Erst im letzten Drittel der Geschichte kommt man der Lösung immer näher und wird letztendlich mit einem Finale belohnt, das den bis dahin gewonnenen Gesamteindruck des Werkes noch einmal ordentlich aufwertet.

Das ist auch gut so, denn zuvor offenbaren sich trotz wirklich gelungener Phasen auch mehrere Momente, in denen die Geschehnisse ein wenig verflachen. Die immer gleich erscheinende Jagd durch die sterilen Korridore beinhaltet nämlich nicht nur ihre vorhandenen Stärken, sondern wirkt das ein oder andere Mal auch etwas ermüdend. In diesen Augenblicken wird die räumlich sehr begrenzte Location kurzzeitig zu einem Nachteil, aber insgesamt gesehen sollte man diesen Aspekt nicht zu negativ bewerten. Das gewählte Finale mit den dazu gehörigen Erklärungsversuchen kann sich dann nämlich wirklich sehen lassen und das zuvor manchmal verloren geglaubte Tempo zieht noch einmal richtig an. So hat "Bunker - Es gibt kein Entkommen" seine Highlights also ziemlich zu Beginn und am Ende einer Erzählung, die zwischendrin leider ein bisschen Leerlauf nicht gänzlich kaschieren kann.

Beim dargebrachten Schauspiel bewegt man sich in vorliegendem Fall im guten Mittelmaß, wobei mir persönlich die Performance von Hauptdarstellerin Mischa Barton äußerst gut gefallen hat. Die restlichen Darsteller spielen größtenteils ordentlich, wobei bei einigen die schon kurz erwähnten unlogischen Handlungsweisen etwas negativ aufstoßen. Insgesamt gesehen handelt es sich hier also um einen kleinen, aber größtenteils feinen Horrorthriller den man durchaus weiter empfehlen kann. Natürlich werden die Meinungen auseinander gehen, aber mir hat dieser B-Movie wirklich gut gefallen. Mangelnde Innovation wird durch konstant vorhandene Spannung, eine teilweise erstklassige Grundstimmung und durch ein tolles letztes Drittel aufgehoben, so das man im Endeffekt zu einer überdurchschnittlichen Bewertung gelangen sollte.


Fazit:


"Bunker - Es gibt kein Entkommen" ist sicherlich kein fehlerfreier Film, bietet aber ein größtenteils gelungenes Szenario, das den Betrachter bis zum bitteren Ende in Beschlag nimmt. In den letzten Jahren hat man schon weitaus schlechtere Genre Kollegen zu Gesicht bekommen, so das man ohne Weiteres eine Empfehlung für dieses Werk aussprechen kann.


7/10


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