Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Code Red (2013)
BeitragVerfasst: 19. Apr 2014, 10:27 
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Code Red
(Code Red)
mit Paul Logan, Velizar Binev, Borislav Iliev, Forbes KB, Manal El-Feitury, Ralitsa Paskaleva, Mya-Lecia Naylor, Dimo Alexiev, Julian Kostov, Elitsa Razheva, Valentin Ganev, Kitodar Todorov, Georgi Staykov
Regie: Valeri Milev
Drehbuch: Valeri Milev / Matthew Waynee
Kamera: Anton Bakarski / Emil Topuzov
Musik: keine Informationen
keine Jugendfreigabe
USA 2013

Stalingrad im Zweiten Weltkrieg: Als die russischen Truppen nach dem Kampf abziehen, tritt plötzlich unbemerkt ein rotes unbekanntes Gas aus – ein Gas das gefallene Soldaten wieder zum Leben erweckt. Viele Jahre später ist es erneut so weit. In einer kleinen bulgarischen Stadt setzt eine unverhoffte Explosion genau dieses Gas wieder frei und die Toten erwachen zu neuem Leben. Können die Bewohner entkommen bevor CODE RED ihre Stadt auf einen Schlag komplett auslöscht?


Mit "Code Red" legt Valeri Milev nach "Re-Kill" nun seine zweite Regiearbeit vor und präsentiert dabei einen weiteren der unzähligen Vertreter, die eine Mischung aus Zombiefilm und Bio-Horror darstellen. Aufgrund der Inhaltsangabe kann man schon erahnen, das man ein altbewährtes Szenario geboten bekommt, das sicherlich keine großartigen Neuerungen beinhaltet und diese Vermutung soll sich dann auch im Verlauf der Geschichte bestätigen. Wer nun aber der Meinung ist das sich so ziemlich schnell Langeweile oder Ermüdungserscheinungen einstellen könnten sieht sich getäuscht, denn der Regisseur hat hier eine wirklich sehenswerte Produktion auf die Beine gestellt, die sich wohlwollend von etlichen anderen Genre-Kollegen abhebt. Schon die recht fulminante Eröffnungs-Sequenz aus dem zweiten Weltkrieg sorgt dabei für Aufsehen und bietet dem geneigten Genre-Fan so ziemlich alles was das Herz begehrt, blutige Szenen und etliche Explosionen versetzen einen dabei gleich zu Beginn in die genau richtige Stimmung für ein Geschehen, das auch in der Folge weitaus mehr zu bieten hat, als manche im Netz umher schwirrende Kritik eventuell vermuten lässt. Nach dem stimmungsvollen Beginn setzt die Geschichte dann in der Gegenwart ein und als Location für die gesamte Chose ist man einmal mehr in den Ostblock, genauer gesagt nach Bulgarien gegangen. Ist einem dieser Schachzug in vielen anderen Filmen zumeist eher ein Dorn im Auge da die Szenerie dadurch des Öfteren den Anstrich eines Billig-Filmchens erhält, so ist man in vorliegendem Fall doch eher positiv überrascht, wie gut der triste-und trostlose Schauplatz doch zu den folgenden Geschehnissen passt. Es ensteht so eine wunderbar stimmige Grundstimmung, in der sich Hoffnungslosigkeit breit macht.

In weiten Teilen vermitteln die Ereignisse sogar einen apokalyptischen Eindruck und es macht sich ein äußerst starkes Gefühl der Beklemmung beim Zuschauer breit. Zudem gestalten sich die Abläufe jederzeit spannend und Milev hat seiner Story auch noch die nötige Härte einverleibt, damit man letztendlich zu einem überdurchschnittlich guten Gesamteindruck gelangen kann. Doch auch wenn "Code Red" streckenweise ziemlich hart-und blutig erscheint, ist der Film keinesfalls mit Splatter-Passagen überladen. Vielmehr sind die entsprechenden Szenen sehr gut über die gesamte Laufzeit verteilt, wobei gerade in den ersten gut 35 Minuten bis auf die starke Eröffnung der Geschichte eine etwas ruhigere Erzählweise in den Vordergrund tritt. Danach jedoch erhöht sich das Tempo immens und kann sich auch ganz locker bis zum Ende halten, so das im Endeffekt jeder Genre-Freund durchaus auf seine Kosten kommen sollte. Wenn man dieser mit geschätzten 3.000.000 $ budgetierten Produktion überhaupt etwas negativ ankreiden kann dann ist es höchstens der Aspekt, das diverse Gewalt-Passagen etwas zu hektisch geschnitten sind. Dadurch wird es einem nicht unbedingt leicht gemacht auch wirklich jedes Detail genau zu erkennen, doch insgesamt gesehen handelt es sich hierbei um Kritik auf einem recht hohen Niveau.

Größere Überraschungen und intensive Beleuchtungen der Charaktere sollte man hier allerdings nicht erwarten, doch dafür ist ein thematisch so gelagerter Film auch gar nicht ausgelegt. Das dargebotene Schauspiel der Akteure kann sich sehen lassen, auch wenn sich dabei niemand sonderlich in den Vordergrund spielt und oscarreife Leistungen sicherlich nicht zu erwarten sind. Es hat mich schon etwas überrascht, das gerade im Bezug auf die Darsteller so manch einer von totalem Versagen spricht, denn hier tun sich doch durch die Bank Performances auf, die dem Geschehen auf jeden Fall angemessen sind. Man sollte dabei doch auch keinesfalls aus den Augen verlieren, um welche Art von Film es sich hier handelt und gerade in thematisch ähnlich gelagerten Vertretern hat man schon weitaus schlechteres Schauspiel zu sehen bekommen, als es bei "Code Red" der Fall ist.

Insgesamt gesehen ist hier ein wirklich überraschend guter Genre-Film entstanden, der unter den unzähligen Billig-Produktionen doch positiv heraus sticht. Eine grandios dichte Endzeit-Atmosphäre, ein angemessener Härtegrad und eine durchgehend spannende Geschichte sorgen für beste Unterhaltung. Das dabei keine sonderliche Innovation vorhanden ist dürfte nicht wirklich überraschend sein, dafür bekommt man jedoch Altbewährtes in einer knackigen Verpackung serviert. Und so kann man ohne jegliche Bedenken eine Empfehlung an jeden aussprechen, der eine kurzweilige Mixtur aus Bio-Horror-und Zombiefilm zu schätzen weiß und dabei nicht auf ein gesundes Maß an Härte verzichten möchte.


Fazit:


"Code Red" ist ganz sicher kein Film der das Rad des Genres neu erfindet, es handelt sich allerdings um einen wirklich sehenswerten Vertreter seiner Art, der durchgehend beste-und kurzweilige Unterhaltung bietet. Atmosphärisch toll in Szene gesetzt beinhaltet das Werk dabei mehrere recht heftigePassagen, so das auch die Liebhaber der etwas härteren Gangart am Ende befriedigt werden dürften.


7/10


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