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 Betreff des Beitrags: Dead Shadows (2012)
BeitragVerfasst: 12. Apr 2013, 02:41 
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Originaltitel : Dead Shadows

Herstellungsland : Frankreich

Erscheinungsjahr : 2012

Regie : David Cholewa

Darsteller : Wolfrom Fabian,John Fallon,Norbert Ferrer,Vanessa Valence,Rurik Sallé u.a.

Laufzeit : 71:40 Minuten

Freigabe : FSK Keine Jugendfreigabe/ab 18

Label : Mad Dimension

Story :

Vor 11 Jahren ist der Halleysche Komet unserem Planeten sehr nahe gekommen und hat unsere Erdatmosphäre gestreift.
Bei dem Streifen haben sich Gase entlöst die auf einige eine verherrende Auswirkung hatten.
So geschenen bei den Eltern des 10-jährigen Chris, der mit ansehen muss wie sein Vater nach einem Streit seine Mutter mit einem Küchenmesser dezimiert.

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10 Jahre später ist es wieder so weit und der Halleysche Komet kommt der Erde erneut sehr nahe.
Chris ist nun Anfang 20 und obwohl er seit dem damaligem Vorfall unter Angst im Dunkeln und gelegnetlichen Panikattacken leidet hat er es geschafft auf eigenen Beinen zu stehen und wohnt nun in Paris.
Während die einen Kometen-Partys vor dem Eifelturm oder in ihren Wohnungen feiern bringt sich die Armee mit schwerem Geschütz in Position bringt um auf alles vorbereitet zu sein
Chris will nur noch schnell zum Supermarkt um die Ecke um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, da wird er auf dem Weg auch schon mit den lokalen Kleinkriminellen konfrontiert die sein Geld wollen.
Im richtigen Moment kommt im John zur Hilfe, der Chris Nachbar ist, und die Gang mit einem Katana in die Flucht schlägt.


Nach dem Einkauf sieht Chris das die Wohnung zu seiner jungen, attraktiven NAchbarin offen steht und aus Sorge sieht er nach ihr.
Die Nachbarin, die Claire heißt, hat die Tür aber absichtlich offen gelassen um Chris hinein zu locken und ihn am Abend zu einer Party eizuladen.
Als er auf der Party eintrifft kann er Claire nicht finden, lernt dort aber Laure kennen und genießt einen Drink mit ihr.
Es macht den Anschein als wäre der Punsch aber etwas zu stark für ihn , ihm wird schlecht und Laure bringt ihn ins Bad wo er letztendlich das Bewusstsein verliert.

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Als er wieder zu sich kommt sieht er im Nebenzimmer eine Paar Vegnüngen, doch etwas stimmt nicht denn der Mann hat eine damönisch anmutende Klaue wo eigentlich seine Hand sein sollte.
Bevor er Chris überhaupt begreift was dort vor sich geht zerfetzt der Mann mit seinem Tentakel-Penis die Frau bei der koitalen Bettgymnastik in Stücke.
Fluchtartig verlässt er die Party und stellt mit Schrecken fest das die Menschen alle mutiert sind und Tot und Chaos über Paris gebracht haben.

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Er erreicht seine Wohnung sicher doch die kriminelle Gang mit der er schon am Nachmittag zuvor bekanntschaft gemacht hat stürmt seine Wohnung.
Ein gezielter Schlag mit einem Baseballschläger versetzt Chris wieder ins Land der flachen Dächer und als er wieder zu sich kommt findet er die komplette Gang niedergemetzelt in seinem Appartment vor.
Sein Nachbar John holt ihn aus der Wohnung und gemeinsam tretten sie den Weg an um den todbringenden und metzelnden Mutanten zu entkommen.


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Bewertung :


Regiedebütant David Cholewa ist mit amerikanischen Horrorfilmen aufgewachsen und zu seinen favorisierten Regisseuren und Inspirationsquellen zählt er u.a. Gary Sherman (TOT UND BEGRABEN, TUNNEL DER LEBENDEN LEICHEN, POLTERGEIST 3), David Schmoeller (TOURIST TRAP, KILLERHAUS, PUPPETMASTER, NETHERWORLD) und Brian Yuzna (BRIDE OF RE-ANIMATOR, BEYOND REANIMATOR, SOCIETY, FAUST - LOVE OF THE DAMNED, RETURN OF THE LIVING DEAD 3).
Seine absoluten 2 Lieblingsregisseure sind John Carpenter (HALLOWEEN, THE FOG, DAS DING) und Stephen Spielberg (INDIANA JONES, E.T., DER WEIße HAI) und so verwundert es auch nicht das die meisten Referenzen in DEAD SHADOWS diesen beiden Regisseuren gelten.
Doch auch Hommagen an die anderen Filme und Filmemacher die ihn beeinflußt sind hier vorzufinden - doch dazu mehr Details im weiteren Verlauf des Reviews.

Mit DEAD SHADOWS ist dem Debütanten und Autodidakt ein wirklich unterhaltsamer Genre-Hybrid aus Science Fiction, Horror und Action gelungen, der mich persönlich um einiges besser unterhalten konnte als die Big Budget Rohrkrepierer wie SKYLINE oder CLOVERFIELD.
Wenn man dem Cover der DVD glauben schenkt ,hat man es hier mit der französichen Variante von ATTACK THE BLOCK zu tun und einige Reviews im Netz betiteln den Film leider als billiges Rip-Off.
Dem kann ich so garnicht zustimmen, den auch wenn es doch hier und dort Paralellen zu ATTACK THE BLOCK gibt ist DEAD SHADOWS trotzdem ein eigenständiger und unterhaltsamer Film! und der Humor den man in ATTACK THE BLOCK vorfindet ist hier garnicht präsent.
Die Paralellen zu ATTACK THE BLOCK sind eigentlich nur minimal gegeben und lediglich das Hochhaus-Setting und die kleinkriminellen Deliquenten haben mich unweigerlich an das britische Pendant erinnert - wobei hier die Gang von Gangstern aber nicht die Hauptprotagonisten sind.

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Was mir bei DEAD SHADOWS definitiv besser gefiel sind die Monster - bei ATTACK THE BLOCK haben diese ja eher an die CRITTERS erinnert und waren mehr oder weniger nur schemenhaft zu sehen.
Nun will ich mich aber auch garnicht zu lange damit aufhalten Vergleiche zu ziehen und mich voll auf DEAD SHADOWS konzentrieren!

Bei DEAD SHADOWS bekommt man realistisch aussehende CGI Monster zu sehen die stark von John Carpenters DAS DING inspiriert wurden und die Spinnenfrau hier erinnert sofort an das "Norris Monster".
Dies hat Cholewa auch in einem Interview bestättig und als es um das Creature Design ging hat er direkt gesagt das die Monster so aussehen sollen wie die, die Rob Bottin für DAS DING kreiert hatte.
In Bezug auf Monster und Mutationen kann DEAD SAHDOWS bei mir also mehr Punkte einheimsen und schneidet besser ab und die Tentakeln der Aliens lassen auch ein wenig Erinnerungen an japanische Animes wachwerden - auch dies bestättigte Cholewa unsd nannte WICKED CITY als Inspirationsquelle.
Primär standen hier aber die Comics von Paolo Eleuteri Serpieri wie die MORBUS GRAVIS Reihe Pate und DEAD SHADOWS weißt einigen Parallelen zu diesen Comics auf - wie in diesen Graphic Novels sind auch im Film mutierte, lüsterne Wesen zu sehen die in einen Gewaltrausch verfallen.
Auch sehr gelungen ist die Szenen mit den Mutanten die miteinander verschmolzen sind, die auch wieder eine Hommage dastellt - die Szene wurde nämlich aus Brian Yuzna's SOCIETY übernommen.

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Was mich hier schon direkt beeindruckt hat war die animierte Opening Sequenz, die den Kometen zeigt wie er Richtung Erde fliegt - diese Szene erinnerte mich unweigerlich an Filme wie LIFEFORCE oder NIGHT OF THE COMET und versprühte den Flair der 80ger und 90ger.
Das geschulte Auge wird hier mit Sicherheit wahrnehmen das es sich bei dem Macher des Films um einen Fanboy handelt und in Chris Zimmer finder man Jason aus den FREITAG DER 13. , Slimer aus GHOSTBUSTER und SHAUN OF THE DEAD Actionfiguren bis hin zu DIE KLAPPERSCHLANGE und INDIANA JONES Postern wieder.
Die blutigen Special FX sind hier auch sehr gelungen und bieten dem Genrefan so einige nette Szenen - hier lösen sich Gesichter in blutigen Brei auf und man denkt sofort an DER BLOB und auch die Blutfontänen kommen des öfteren im hohen Bogen angeschossen!
Insgesamt gesehen kann man also die ganze Palette von Effekten - sei es die Splatter Sequenzen, der Opener mit dem Kometen oder die Monster - als äusserst gelungen und effektiv bezeichnen!

Hauptdarsteller und Newcomer Wolfrom Fabian macht seine Arbeit wirklich sehr gut und die Charakterzeichnung macht Chris wirklich Empatisch und man kann ihn durchaus als Identifikationsfigur sehen.
Auch die Charakterentwicklung ist hier gelungen und so mutiert Chris vom ängstlichen, jungen Mann zum Anti-Helden der sich der Bedrohung stellen muss.
Genau diese Charakterzeichnung ist dann auch wieder eine Hommage und Referenz ans Cholewa's Lieblingsregisseure - Spielberg mag es nämlich seinen Charaktere Empathie und Feinfühligkeit zu verleihen und Carpenter hat ja bei BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA mit Jack Burton den Prototyp eines Anti-Helden geschaffen.

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John Fallon, der als Schauspieler (DEATH RACE[2008], 100 FEET, ALONE IN THE DARK, DEADEN, SAW 2), Drehbuchautor (RECON 2022, DEADEN) und Produzent (DEADEN) tätig ist, dürfte vielen durch seinen Film Blog "Arrow in the Head" bekannt sein.
In der Rolle des John rockt er hier mächtig ab als Waffenfanatiker und er haut zottige Sprüche raus als hätte man es mit einem franko-kanadischen John McLane zu tun.

"Vergiss Mr. Nice Guy! Scheiß auf Justin Bieber! Wir schnappen uns die Kerle!"



Erwähnenswert ist auch noch der Dorftrunkenbold im Supermarkt, der aufgrund der bevorstehenden Alien Invasion die Leute warnt - dieser dürfte an den Charakter des Charlie (Don Keith Opper) aus CRITTERS angelehnt sein.
Auf der DVD befindet sich nämlich ein Interview mit Regisseur Cholewa, der dort anmerkt das eines seiner nächsten Projekte ein Film namens THE KNOCKERS sein wird - dort arbeitet er übrigens mit Richard Stanley (M.A.R.K. 13 - HARDWARE, DUST DEVIL, THE THEATER BIZARRE) zusammen.
THE KNOCKERS wird ein Film in Stil von CRITTERS oder GREMLINS werden und deshalb bin ich mir sicher das es sich um eine Hommage an CRITTERS handelt.
Durch die Bank weg gibt es bei den Darstellern niemanden der negativ auffällt und dem Film schadet, doch sollte man hier halt nicht mit großen Hollywood Stars und Filmen vergleiche ziehen - hier ist objektivität angebracht und die Erwartungen muss man ein wenig zurückschrauben.

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Storytechnisch ist DEAD SHADOWS nichts neues, man merkt dem Regisseur aber die Liebe zum Film an und es ist ihm geglückt einen Film zu drehen der seine Vorbilder nicht verschweigt und einzelne Elemente aus diesen geschickt aufgreift und rezitiert.
Auch wenn die Handlung recht vorhersehbar ist bekommt man am Ende einen netten Storytwist für den es während des Films zwar schon einige Indizien gab - eventuell erwartet man diesen Twist aber nicht in dieser Form.
DEAD SHADOWS kommt am Ende auch nicht ohne einen kleinen, obligatorischen Cliffhanger aus -da mich der Film aber überzeugen und unterhalten konnte, würde ich selbst mir ein Sequel ohne Bedenken sofort anschauen.

Sicherlich ist DEAD SHADOWS kein perfekter Film und auch nicht nah dran und streckenweise macht es ein wenig den Anschein als würde der Regisseur in seinem eigenem Film die Orientierung verliren - doch sollte man auch beachten das hier mit einem sehr geringem Budget gearbeitet wurde - und dafür kann sich der Film mehr als sehen lassen.
Wie die berühmte Faust auf's Auge passt hier die musikalische Untermalung zur außerirdischen Apokalypse die von der französischen Band "Flying Turns" stammt - diese spielen tollen Cold Wave der ohne Umschweife an Bands wie "Joy Division" erinnert.

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Ein minimaler Kritikpunkt für mich sind die letzten 10 Minuten des Films, denn wenn die Armee auftaucht wirkt alles was bis zum Finale passiert ein wenig schnell runtergekurbelt.
Hier hätte man sich mehr Zeit lassen sollen oder zugunsten dessen den Film in der Mitte ein wenig straffer gestalten können.

Ein anderes Problem mit dem Genre-Filme aus Frankreich zur Zeit zu kämpfen haben ist, das mit Beiträgen wie HIGH TENSION, INSIDE oder MARTYRS die Messlatte sehr hoch gelegt wurde - dadurch werden halt leider Filme die diese erwarteten Standards nicht halten können gerne und oft zerrissen und als Schund abgetan.
Trotzdem ist DEAD SHADOWS ein kurzweiliges, unterhaltsames und doch gelungenes Debüt eines jungen Regisseurs von dem wir in Zukunft wahrscheinlich noch einiges zu sehen bekommen werden.
Wer hier vieles zu bemängeln hat, hat wohl Filme wie CHILDREN OF THE LIVING DEAD, DARKNESS RISES oder THE VALLEY INTRUDER noch nicht gesehen und ihr solltet diese dann unbedingt mal anschauen - ihr wisst dann schon wovon ich spreche!

7 von 10 Tentakeln


Zur DVD :

Das Label MAD DIMENSION hat DEAD SHADOWS auf DVD, Blu-ray Disc und Blu-ray Disc 2D/3D veröffentlicht.
Mir lag zur Rezension die DVD des Films vor, welche qualitativ wirklich überzeugen kann!
Das Bild ist gestochen scharf und ist im Bildformat 2,35:1 (anamorph / 16:9) vorzufinden.
Als Tonspuren stehen die Deutsche und Französische zur Auswahl, welche beide in Dolby Digital 5.1 sind.
Für Leute die den O-Ton vorziehen gibt es auch noch optionale Untertitel in Deutsch.
Beim Bonusmaterial hat man sich nicht lumpen lassen und hat uns ein Interview von 33 Minuten Laufzeit mit Regisseur David Cholewa spendiert , in dem einen EInblick in die Entstehung des Films, seine Vorbilder und vieles anderes gibt.
Zusätzlich zum Interview gibt es dann auch noch ein Making Of der Special Effects, einen Trailer, einen Teaser und Deleted Scenes.
Um dem unschönen FSK Logo nicht immer in Angesicht sehen zu müssen spendiert Mad Dimension auch hier wieder ein heutzutage unerlässliches Wendecover.
Mad Dimension hat hier durchaus wieder eine tolle Veröffentlichung in den Handel gebracht!

Hier noch der Trailer :


www.youtube.com Video From : www.youtube.com



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"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Dead Shadows
BeitragVerfasst: 12. Jun 2013, 16:15 
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Dead Shadows
(Dead Shadows)
mit Gilles Barret, Margaux Devy, Sylvain Dubois, John Fallon, Norbert Ferrer, Blandine Marmigère, Franck Penaud, Christophe Perez, Aurèle Petitpierre, Baya Rehaz, Rurik Sallé, Johanna Seror, Vanessa Valence
Regie: David Cholewa
Drehbuch: Vincent Julé
Kamera: Thomas Rames
Musik: Kevin Riepl
keine Jugendfreigabe
Frankreich / 2012

Als Chris noch ein Kind war, wurden seine Eltern an jenem Tag brutal ermordet, als der Halleysche Komet am Himmel erschien. Nun, 11 Jahre später, ist es wieder soweit. Ein weiterer Komet wird am Himmel zu sehen sein. Während allerorts deswegen eine große Kometen-Party steigt, bereitet sich Chris auf den Ausnahmezustand vor. Als die Nacht hereinbricht und der Komet erscheint, fangen die Leute an sich merkwürdig zu verhalten. Bald schon bricht eine Welle der Gewalt los und die Menschen mutieren zu Wesen, die nicht von dieser Welt sind. Für Chris beginnt eine Nacht des Grauens und des Sterbens.


Den auf dem DVD-Cover herbeigezogenen Vergleich mit dem britischen Werk "Attack the Block" kann ich für meine Bewertung nicht heranziehen, da ich den Film noch nicht gesehen habe. Rein thematisch sollen sich die beiden Produktionen ja allem Anschein nach ähneln, doch kann ich nur inständig hoffen, das beim britischen Vertreter ein etwas besseres Gesamtbild zu erkennen ist als im vorliegenden Regie-Erstling von David Cholewa, der in seiner Geschichte doch eine ganze Menge vermissen lässt. Dabei ist die dem Film zu Grunde liegende Idee durchaus interessant, auch wenn man ähnliche Szenarien schon des Öfteren gesehen hat. Innovation sollte man so erst gar nicht erwarten, doch auch ohne diese kann das Szenario nur teilweise nette Unterhaltung anbieten. Zuerst einmal sollte man dabei anmerken, das es sich hier um keinen reinen Horrorfilm handelt, sondern vielmehr um einen recht uninspirierten Horror, SCI/FI-und Action-Flick, der ganz eindeutig unter seinem schwachen Drehbuch zu leiden hat.

Dabei beinhaltet die Geschichte durchaus Potential, das man lediglich hätte ausschöpfen müssen, dieses jedoch leider fast vollständig versäumt hat. So erscheint die Story doch an etlichen Stellen absolut unrund, phasenweise vermeint man sogar, das dem Geschehen wichtige Bestandteile entfernt wurden, so das der Gesamteindruck doch wenig stimmig daher kommt und phasenweise vollkommen unausgegoren erscheint. Diverse Passagen wirken schon richtig wirr und es ergibt sich auch kaum ein echter Zusammenhang, was letztendlich auch keinesfalls durch einige nette-und etwas härtere Szenen ausgeglichen werden kann. Die vorhandenen CGI-Effekte sind dabei gar nicht einmal so übel, vielmehr ist es der extrem billige Look des Filmes, der beim Betrachter nicht auf sonderlich viel Gegenliebe stößt. Der stetig vorhandene Blaustich und die streckenweise viel zu dunkel abgefilmten Szenen tragen eher wenig dazu bei, das man hier von einem gelungenen Film-Erlebnis sprechen könnte.

Zudem gestalten sich die Ereignisse auch nicht sonderlich spannend, die Abläufe gestalten sich viel eher äußerst vorhersehbar. Auch die Darsteller bewegen sich mit ihren dargebotenen Leistungen maximal im normalen Durchschnittsbereich, wobei jedoch ein Großteil der Akteure vollkommen blass-und jederzeit austauschbar erscheinen. Und so könnte man nun die ganze Zeit weitere Defizite aufzählen, denn die gesamte Inszenierung ist wenn überhaupt im Mittelmaß anzusiedeln, da die vorhandenen Zutaten nicht zu einer wirklichen Einheit zusammengefügt wurden. Die Story dümpelt größtenteils eher belanglos vor sich hin, ohne das wirklich etwas Spektakuläres-oder Interessantes passieren würde. Und das bei einer Netto-Spielzeit, die noch nicht einmal die 70 Minuten Grenze erreicht, was nicht unbedingt für die Qualität dieses eigenartigen Filmes spricht. Das gewählte Ende setzt dem Ganzen dann jedoch die Krone auf, erwartet man doch zumindest an dieser Stelle etwas Positives, das einen mit einem Gefühl der Befriedigung aus einem ansonsten eher schwachen Film entlässt und wird stattdessen abrupt-und unsinnig aus diesem Szenario entlassen, so das man sich ganz unweigerlich die Frage stellen muss, was man da eigentlich gerade gesehen hat. Eine Antwort darauf wird man wohl so schnell nicht finden und ehrlich gesagt möchte ich sogar bezweifeln, das der Regisseur einen wirklichen Sinn in diesem eigenartigen Szenario erkennen kann.

Vielleicht fehlt mir aber auch einfach nur die nötige Auffassungsgabe und ich kann die Genialität dieses Werkes nicht erkennen, doch sollte diese vorhanden sein, wurde sie verdammt gut versteckt. Manch einer mag eventuell seinen Gefallen an diesem Film finden und es sei auch jedem vergönnt, doch ich persönlich konnte mit "Dead Shadows" überhaupt nichts anfangen, da die Geschichte einfach nicht komplett erscheint.


Fazit:


Bei einer Laufzeit von gerade einmal knapp 70 Minuten sollte man zumindest einen durchgehenden Unterhaltungswert in einem Film erkennen, was hier jedoch leider nicht der Fall ist. Streckenweise eröffnet sich sogar die pure Langeweile, die im Zusammenspiel mit der teils konfus erscheinenden Story kein wirklich gutes Gesamtbild zulässt.


4/10

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