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 Betreff des Beitrags: V/H/S - Eine mörderische Sammlung (2012)
BeitragVerfasst: 10. Dez 2012, 11:23 
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V/H/S - Eine mörderische Sammlung
(V/H/S)
mit Calvin Reeder, Lane Hughes, Kentucker Audley, Adam Wingard, Hannah Fierman, Mike Donlan, Joe Sykes, Drew Sawyer, Jas Sams, Joe Swanberg, Sophia Takal, Kate Lyn Sheil, Drew Moerlein
Regie: Matt Bettinelli-Olpin / David Bruckner
Drehbuch: Glenn McQuaid / David Bruckner
Kamera: Eric Branco / Andrew Droz Palermo / Victoria K. Warren / Michael J. Wilson
Musik: keine Informationen
keine Jugendfreigabe
USA / 2012

Als eine Gruppe Kleinkrimineller von einem unbekannten Dritten angeheuert wird, in einem heruntergekommenen Abbruchhaus im Nirgendwo ein seltenes Stück Filmmaterial zu besorgen, bemerken diese bald, dass die Aufgabe nicht so leicht zu erledigen ist, wie sie dachten. Im Wohnzimmer thront eine Leiche vor zahlreichen alten Fernsehern, umringt von Stapeln VHS-Kassetten. Auf der Suche nach dem richtigen Tape sehen sie sich einer schier endlosen Zahl grauenerregender Videos ausgesetzt – jedes verstörender als das Vorherige.


Die Rahmenhandlung dieser Ansammlung diverser Found Footage Horrorkurzfilme ist schnell erzählt und in der Inhaltsangabe schon recht ausführlich beschrieben, wobei man auf den Inhalt der jeweiligen Episoden nicht weiter eingehen sollte, um niemandem die Spannung zu nehmen. Einmal mehr präsentiert sich mit "V/H/S" ein Film, der die Meinungen ganz sicher extrem spalten wird, denn der Drehstil mit der berühmt-berüchtigten Wackelkamera ist ja nicht jedermanns Sache. Und gerade hier kommt diese ganz extrem zum Einsatz, so das es phasenweise äußerst anstrengend für den Zuschauer ist, dem Geschehen überhaupt konzentriert folgen zu können. Die einzelnen Episoden an sich sind allesamt durchaus interessant und bieten dabei von Grusel bis zu härteren Horror-Passagen so ziemlich alles, was das Herz begehrt, lediglich die teils extrem verwackelten Bilder beeinträchtigen den Seh-Genuss. Manche Szenen sind wirklich äußerst schwer zu erkennen, was mit der Zeit schon ein wenig nervend ist, dennoch ziehen einen die einzelnen Kurzfilme irgendwie in ihren Bann und strahlen dabei eine ganz eigene Faszination aus, der man fast zwangsweise erliegt.

Die harten-und streckenweise blutigen Szenen sind gut über die gesamte Spielzeit verteilt, es eröffnet sich also keinesfalls eine Schlachteplatte, die aus reinem Gemetzel besteht. Vielmehr entwickelt sich eine sehr bedrohliche Grundstimmung, die in den einzelnen Episoden mal etwas besser oder auch schlechter zur Geltung kommt, insgesamt gesehen aber ein durchgehend herrliches Horror-Feeling zum Ausdruck bringt, an dem man als Genre-Fan seine helle Freude haben kann. Wie bei eigentlich allen Filmen dieser Machart liegt die große Stärke in dem Aspekt begründet, das hier durch den Drehstil ein sehr authentischer Eindruck der Ereignisse entsteht. Man hat jederzeit das Gefühl ein Teil der Geschehnisse zu sein und sich live in diesem Horror-Szenario zu befinden, das ganzzeitig sehr intensiv auf einen einwirkt. So fühlt man sich auch sichtlich unwohl in der eigenen Haut und ist so gut wie wehrlos gegen ein aufsteigendes Gefühl der Beklemmung, das sich mit zunehmender Laufzeit immer weiter verstärkt.

Obwohl ich nicht gerade ein bekennender Fan der Wackelkamera bin, hat mir dieses Werk erstaunlicherweise sehr gut gefallen, lediglich einige hektische Szenen waren dabei als Defizit auszumachen. Dennoch kann man für "V/H/S" keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, denn Leute die zu Schwindel-Anfällen neigen sollten besser die Finger von diesem Film lassen. Für alle anderen präsentiert sich ein durchaus innovatives-und kreatives Werk, das richtig gute Unterhaltung anbietet. Allerdings sollte man sich nicht an offenen Enden und unbeantworteten Fragen stören, denn beide Dinge sind im Prinzip in jeder einzelnen Geschichte im Überfluss vorhanden. Andererseits wird so jede Menge Spielraum für eigene Interpretationen gelassen, wodurch die Geschichten einen ganz eigenen Reiz entwickeln. Man sollte also ganz genau wissen, auf welche Art von Film man sich hier einlässt, um am Ende keine Enttäuschung zu erleben.

Letztendlich läuft es bei "V/H/S" auf den ganz persönlichen Geschmack des Zuschauers hinaus und wer mit Found Footage Kurzfilmen nichts anfangen kann, sollte erst gar nicht zur vorliegenden DVD greifen. Wer jedoch dieser Film-Gattung zugetan ist, wird mit teilweise kreativer Horror-Kost belohnt und dürfte sich auch an einer durchgehend vorhandenen Gänsehaut erfreuen, die bei den gezeigten Ereignissen fast zwangsläufig entstehen dürfte.


Fazit:


Einmal mehr werden die Lager der Fans ganz sicher in 2 Lager gespaltet, denn manch einer wird dieses Werk als unnötigen Schund abtun, während andere ihre Begeisterung kaum verheimlichen können. Die Wahrheit liegt wohl wie fast immer in der Mitte und so sollte man dem Film auf jeden Fall eine Chance geben, um sich ein eigenes Urteil zu bilden.


7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: V/H/S - Eine mörderische Sammlung (2012)
BeitragVerfasst: 16. Okt 2013, 21:21 
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Ich kann es beim besten Willen nicht verstehen,das es die Handkamera-Optik geschafft hat sich so durchzusetzen und durchaus populär zu werden.Es gibt sogar Fans dessen Art,was mir noch schleierhafter ist.Filme wie z.b.Paranormal Activity,Blair Witch Projekt und so weiter sind in meinen Augen der letzte Rotz.Ob die Handkamera-Optik zu atmosphärischen Zwecken benutzt wird,das bleibt ein Geheinmnis.Bei manchen Streifen funktioniert es recht gut,ich nenne jetzt mal den Film REC.Leider ist es in den meisten Filmen so,das mehr kaputt gemacht wird,sogar oftmals der ganze Film flöten geht.Ich bin der Meinung,das wir es hier mit einem soliden Film zu tun haben,der leider,und ich betone und unterstreiche hierbei leider sehr viel an Atmosphäre genommen bekommt und das durch diese verdammt schlecht eingesetzte Handkamera-Optik.Wären die Episoden als normale Kurzfilme,dann hätten wir hierbei einen verdammt guten und unterhaltsamen Streifen,denn Potential steckt auf jeden Fall drinn.Was mich durchaus wundert,ist die Tatsache,das man den Streifen freikäuflich erwerben kann.Der Grund dafür sind die absolut genialen und teils heftigen Kills.Da wird schon gerne mal ne Kehle aufgeschnitten,Därme rausgenommen,Köpfe abgehackt und so weiteres für den geneigten Gorehound geboten.Atmosphärisch muss ich sagen,das halt wie schon erwähnt viel genommen worden ist,wobei bei der Geschichte mit den kleinen Kindern und dem Videochat die Handkamera bzw.die Webcam sehr gut gepasst hat.Das aber nur bei der von mir genannten Episode.Darstellerisch geht der Film voll und ganz in Ordnung.Das Bild ist teils extrem verwackelt,unscharf und hat wenig Deatails.So ist man es halt von der Art solcher Werke gewohnt.Ab und an kommt HD-Feeling auf,das aber eher selten.Der Ton geht in Ordnung,bewegt sich aber definitiv nicht im Referenzbereich.Die VÖ aus dem Hause Splendid ist wie gewohnt schick und liebevoll aufgemacht.

Alles in einem ein solides Werk,das aber aufgrund der ach so modernen Handkamera-Optik sehr viel genommen bekommt,was natürlich sehr schade ist.Deswegen muss dieses Werk auch ein paar Punkte fallen lassen.

Ich gebe den Film:6,5/10 Punkte

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Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurrück


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