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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Hatchet III (2013)
BeitragVerfasst: 5. Dez 2013, 12:56 
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Produktionsland: USA
Produktion: Badie Ali, Hamza Ali, Malik B. Ali, Sarah Elbert, Bernie Gewissler, Adam Green, Andrew Mysko
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: BJ McDonnell
Drehbuch: Adam Green
Kamera: Will Barratt
Schnitt: Ed Marx
Spezialeffekte: Lit Post
Budget: ca. -
Musik: Scott Glasgow
Länge: ca. 81 Minuten
Freigabe: FSK 18 und ungeprüft
Darsteller: Danielle Harris, Sean Whalen, Kane Hodder, Caroline Williams, Derek Mears, Diane Goldner , Jason Trost, Zach Galligan, Cody Blue Snider, Rileah Vanderbilt


Inhalt:

Nachdem Marybeth den Geist Victor Crowleys zur gemeuchelt hat, wird sie in eine naheliegende Polizeistation gebracht, wo der Verdacht bezüglich der grausamen Morde direkt auf sie fällt. Niemand möchte ihr Glauben, dass in den Wäldern eine unberechenbare Killermaschine wohnt, die für die Bluttaten zur Rechenschaft gezogen werden muss. Um ihre Unschuld zu beteuern, willigt sie ein, zusammen mit der Journalistin Amanda die Asche von Crowleys Vater zu finden, die dem Spuk endlich ein Ende bereiten soll. Währenddessen werden die leblosen Überreste des Sumpfkillers von einem SWAT-Team in Sicherheit gebracht. Keiner der Anwesenden scheint zu ahnen, dass die Bestie wieder von den Toten auferstehen und ihr blutiges Treiben erneut fortsetzen wird. Kann Marybeth dem rastlosen Mörder noch rechtzeitig das Handwerk legen?

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Meinung:

Victor Crowley, ein Name der begeisterten Slasherfans seit 2006 ein Begriff sein dürfte. Bei seinem Debüt überraschte er noch mit unbekannten, aber dennoch guten Schauspielern und sehr blutigen Kills und bekam sogar von der FSK ungeschnitten eine Freigabe. 4 Jahre später sah das Ganze dann schon anders aus. Danielle Harris übernahm die Hauptrolle und Crowley zog die Goreschraube ordentlich an. Die Fans freuten sich, die FSK aber eher nicht, denn ungeschnitten durfte man den Film in Deutschland nicht erwerben. Der Umweg über das deutschsprachige Ausland war die einzige Möglichkeit um das wilde Treiben von Victor in vollen Zügen genießen zu können. Nun 3 weitere Jahre später ist der Geist von Crowley zurück und mit ihm Danielle Harris, sowie keine ungeschnittene Fassung des Films in Deutschland. Wie schon bei Teil 2 beschert auch hier Illusions Unltd. dem interessierten Splatterfan die ungeschnittene Fassung. Doch kann auch der dritte Teil wieder überzeugen??

Die Story kann man sich an dieser Stelle schenken. Victor Crowley ist zurück und tötet alles was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Nur Marybeth kann ihn stoppen und so beginnt der dritte Ausflug in den Sumpf von Mr. Crowley. Ein Splatterfilm wie er im Buche steht. Zu Beginn bekommt man kurz das Ende von Teil 2 zu Gesicht, welches sehr sinnvoll fortgeführt wird. Man ist sofort wieder gefangen von diesem ganz besonderen 80s Slashercharme, für den die Reihe ja bekannt ist. Düstere Sümpfe, stereotypische Charaktere wo man nur hinsieht, gemischt mit einem sehr rockigen Soundtrack der schon den Vorspann zum Fest macht. Das ist es auch was die Reihe seit 2006 so besonders gemacht hat, denn sie schert sich wenig um Konventionen und will nicht mehr sein, als simple blutige Unterhaltung. Dennoch bricht Teil 3 ein wenig mit den bekannten Standards des Slashergenres. Keine sexgeilen Jugendliche, keine Leute die allein aufbrechen um mal pinkeln zu gehen und auch die Handlungen sind fast immer nachvollziehbar.

Besonders cool für Slasherfans dürfte wohl das Zusammentreffen von gleich zwei Darstellern des Jason Vorhees, bekannt aus der Freitag der 13. Reihe, sein. Denn Kane Hooder, welcher in mehreren Freitag der 13. Teilen den Jason verkörpert hat und in Hatchet Victor Crowley spielt, trifft in Hatchet 3 auf Derek Mears, welcher den Jason im Remake, aus dem Jahre 2009, gespielt hat. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, wirkt dieser Kampf böse gegen noch viel böser noch besser. Mehr Nostalgie und Fanservice gibt es fast nicht. Auch cool ist der kurze Auftritt vom männlichen Hauptdarsteller aus Teil 1. Solche kleinen Anspielungen sind es dann, die dem Fan der Reihe ein permanentes Lächeln auf den Lippen bescheren können.

Doch kommen wir zum Hauptaugenmerk bei einer Splattergranate wie man sie sich von einem Film aus der Reihe Hatchet erwartet. Wo im ersten Teil das Blut noch eher überschaubar spritzte, legte Teil 2 schon ordentlich nach. Wie in der Einleitung schon erwähnt, war es sogar so viel, dass die FSK eine Freigabe der ungeschnittenen Fassung verweigerte. Doch in Teil 2 trat der Gore meist gemischt mit einer Prise Humor auf. Die Kills waren blutig, keine Frage, aber nie wirklich düster oder ernst. Teil 3 verzichtet diesmal fast komplett auf diesen komischen Unterton. Natürlich werden auch hier Leute auf absurde Art und Weise getötet, sei es mit einem Defibrilator oder aber mit der bekannten Doppelaxt, aber eben nie beim Liebesakt oder sonst auf absurde Art und Weise. Hier muss jeder selber wissen, was ihm lieber ist. Es wird sicherlich einige geben, denen dieser komödiantische Unterton in Teil 2 zuviel des Guten war, doch genauso wird es auch Fans geben die eben jenes im dritten Teil 3 vermissen werden. Eine weitere Änderung ist zudem die Häufigkeit der Splatterszenen. Gleich zu Beginn geizt der Film nicht mit ordentlichem rotem Lebenssaft, nur um dann erstmal ein wenig Ruhe in das ganze Geschehen zu bringen. Gut 30 Minuten später legt Crowley dann aber richtig los. Schade ist hierbei nur, dass der Film wie bereits erwähnt etwas mit den Konventionen des Slashergenres bricht und dadurch eben nicht die Möglichkeit hat, einen nach dem anderen zu killen. Wenn dann das Blut fließt dann sterben nicht nur 1 oder 2 Leute sondern direkt 10, wodurch das permanente Blutvergießen nicht mehr vorkommt, sondern immer wieder wahre Blutexplosionen mit unzähligen Opfern präsentiert werden.

Die Kills an sich sind aber wieder richtig gut umgesetzt worden. Hier ist wirklich alles dabei, was man sich als Gorehound wünscht. Köpfe werden geteilt, Körperteile werden abgeschlagen und darüber hinaus gibt es noch Morde, die man so selten gesehen hat. Die kurze Laufzeit von gerade einmal 76 Minuten (ohne Abspann) unterstützt dieses Massaker noch mehr, da so nie Langeweile aufkommen kann. Danielle Harris bekommt aber leider nicht allzu viel Screentime, was im direkten Vergleich zu Teil 2, der ja von ihr und ihrer Darstellung der Marybeth gelebt hat, etwas sauer aufstößt. Ansonsten muss man aber sagen, dass BJ McDonnell hier alles richtig gemacht hat und ein würdiger Ersatz für Adam Green ist.

Fazit: Hatchet 3 ist genau das geworden was man sich gewünscht hat. Ein kurzweiliger, blutiger Streifen der für Fans der Reihe und des Slashergenres an sich absolut Pflicht ist, aber nur in der ungeschnittenen Fassung, da die deutsche Fassung fast in allen Kills geschnitten ist und was ist schon ein solcher Film ohne die Kills? Anschauen, Hirn aus und einfach nur abfeiern.

Zur Veröffentlichung: Ungeschnitten kann man den Film sowohl als DVD, sowie auf BD vom Label Illusions Unltd. erwerben. Mir lag die ungeschnittene Bluray vor und ich muss sagen, dass das Bild wirklich hervorragend geworden ist. Besonders in den Szenen gleich zu Beginn als Marybeth den Sumpf verlässt bekommt man scharfe, knackige Farben und eine wunderschöne Schärfe geboten. Selbst die Szenen bei Nacht können überzeugen. Als Tonoptionen bekommt man den O-Ton und eine sehr gelungene deutsche Synchro zur Auswahl. Auch das Bonusmaterial kann überzeugen. Alles in allem eine wunderschöne Veröffentlichung für einen der Splatterhits des Jahres.

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Cyberpunk Kaiju Experimentalworld

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 Betreff des Beitrags: Re: Hatchet III (2013)
BeitragVerfasst: 28. Dez 2013, 18:46 
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"Mir lag die ungeschnittene Bluray"

Du glücklicher! Geschnitten macht der Film weder Spaß noch Sinn

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 Betreff des Beitrags: Re: Hatchet III (2013)
BeitragVerfasst: 30. Jan 2014, 17:45 
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Heilige Scheiße, was für ein Film. Hatchet 3 ist genau das, was ich erwartet habe. Angefangen vom göttlichen Gore bishin zu einer wunderbaren Nacktszene einer tollen und wunderschönen Frau namens Danielle Harris. Atmosphärisch gibts auch nichts zu bemängeln, wobei bei solch eine Art von Film eh der Splatter im Vordergrund steht. Ich wurde mit Hatchet 3 wirklich sehr gut unterhalten und gebe somit:

8/10 Punkte

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Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurrück


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 Betreff des Beitrags: Re: Hatchet III (2013)
BeitragVerfasst: 7. Apr 2014, 15:26 
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Sieben Jahre sind ins Land gegangen, bevor die "Hatchet-Trilogie" mit vorliegendem Film nun ihr Ende gefunden hat, jedoch haben sich die filmischen Abläufe auf eine Zeitspanne von gerade einmal 3 Tagen beschränkt. So knüpft auch dieser Abschluss nahtlos an seinem Vorgänger an und man kann sich auf ein weiteres blutiges Szenario einstellen, das allerdings nur in seiner ungeschnittenen Version so wirklich zu genießen ist. Zeichnete bei den ersten beiden Filmen noch Adam Green für die Regie verantwortlich, so gab es dieses Mal einen Wechsel auf dem berühmten Stuhl und BJ McDonnell nahm das Zepter in die Hand. Vielleicht mag es in dieser Tatsache begründet sein das sich an dieser Stelle der eigentlich einzige Makel des Filmes zu erkennen gibt, denn leider ist hier nur noch wenig von der erstklassigen 80er Jahre Atmosphäre zu spüren, die Teil 1 & 2 so sehr ausgezeichnet hat. Ansonsten gibt es jedoch nicht wirklich etwas zu beanstanden, hat man doch dem Geschehen das gleiche Muster angelegt, das sich bisher so dermaßen bewährt hat. Victor Crowley soll nun endgültig der Garaus gemacht werden und offensichtlich hat man nun auch endlich eine Möglichkeit gefunden, den unheimlichen Serienkiller endgültig ins Jenseits zu befördern. Bis es jedoch soweit ist muss einmal mehr eine Menge Blut fließen und der Bodycount der Geschichte ist dabei höher angesiedelt als jemals zuvor. Meinem persönlichen Empfinden nach handelt es sich hier auch um den härtesten Film der Reihe, zudem muss man in vorliegendem Fall auch nicht so lange warten, bis die ersten Gliedmaßen durch die Luft fliegen.

Einige Passagen erscheinen dabei zwar ein wenig künstlich und derbe übertrieben, doch ändert dieser Punkt rein gar nichts daran, das es sich wieder einmal um einen äußerst gelungenen Genre-Beitrag handelt, auf den sich das Warten definitiv gelohnt hat. Zwar gestaltet sich das Ende der Geschichte wirklich relativ endgültig, doch wenn man die Mechanismen des Horror-Genres kennt könnte es durchaus möglich sein, das mit einigem Abstand eventuell doch noch ein weiterer Teil der Reihe folgen wird. Auch wenn der gute Victor anscheinend besiegt ist sollte man es keinesfalls gänzlich ausschließen, das hier wie auch bei etlichen anderen Mehrteilern in absehbarer Zukunft die Kuh weiter gemolken wird, wobei man es doch im Prinzip bei dieser eigentlichen Trilogie belassen sollte. Denn auch wenn es immer noch sehr unterhaltsam ist dem Killer bei seiner Arbeit zuzusehen, so lassen sich dennoch diverse Ermüdungserscheinungen im Bezug auf die Geschichte nicht abstreiten. Zudem wäre eine neuerliche Auferstehung des Mörders ziemlich weit an den Haaren herbeigezogen, was andererseits noch nie einen Regisseur davon abgehalten hat, auch mit den abwegigsten Mitteln eine Fortsetzung auf die Beine zu stellen. Doch ganz egal was auch geschehen wird, "Hatchet III" ist ein absolut würdiger Abschluss einer Geschichte, die insgesamt gesehen sehr viel Spaß, Horror-und Kurzweil verbreitet hat und sich nicht umsonst einer ziemlich großen Fan-Gemeinde erfreuen kann.

Gerade die Liebhaber des 80er Jahre Horrorfilmes kamen hier immer wieder auf ihre Kosten und auch wenn dieser Aspekt in vorliegendem Film nicht mehr so zum tragen kommt, ändert das nichts am insgesamt sehr guten Gesamteindruck. Die atmosphärischen Defizite werden dafür durch einen relativ hohen Härtegrad ausgeglichen, denn es gibt wirklich etliche Szenen zu begutachten, in denen das Blut nur so spritzt. Natürlich darf auch hier der gewohnte Humor nicht fehlen und so bietet auch "Hatchet III" eine Menge an skurriler Situationskomik, für die auch einmal mehr der in allen 3 Teilen mitwirkende Parry Shen verantwortlich zeichnet. In immer wieder wechselnden Rollen ist der gute Mann aus der Trilogie unmöglich wegzudenken und dürfte so neben Danielle Harris und Kane Hodder wohl das prägendste Gesicht dieser Film-Reihe. Das Schauspiel insgesamt bewegt sich auf dem gleichen Niveau wie in den voran gegangenen Filmen, man sollte also auch hier keine sensationellen Erwartungen hegen. Beabsichtigtes Overacting und diverse dümmliche Verhaltensweisen der Protagonisten gehören ebenso zu einem stimmigen Gesamtbild wie auch etliche witzige Dialoge und markige Sprüche, so das es sich auf jeden Fall um einen der besseren Horror-Mehrteiler handelt, der zudem erstklassige-und sehr gute Genre-Kost beinhaltet, die man sich immer wieder gern anschaut.

Nun kann man als Fan nur noch abwarten, ob mit vorliegendem Film auch wirklich das Ende der Fahnenstange erreicht ist, oder ob man den Gesetzen des Marktes folgt und irgendwann doch noch einmal das schnelle Geld verdienen will, indem man einen weiteren Teil der Reihe auf den Weg bringt. Ich persönlich würde darin eher einen Fehler sehen, liegt hier doch ein insgesamt sehr rundes Gesamtpaket vor, das man nicht unnötig weiter ausschlachten sollte. Doch vollkommen egal was auch passieren wird, mit der "Hatchet-Reihe" wurde das Genre definitiv bereichert und Victor Crowley ist ein weiterer Serienkiller, der sich auch nachhaltig im Gedächtnis des Zuschauers festgesetzt hat.


Fazit:


Ein würdiger Abschluss einer Trilogie der zwar in atmosphärischer Hinsicht nicht mehr ganz an die Vorgänger ranreichen kann, in dem es aber stellenweise extrem blutig zur Sache geht. Und wer weiß, ob es nicht in absehbarer Zeit do ch noch einmal heißt: "Fortsetzung folgt..."


8/10


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