Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Lord of Tears (2013)
BeitragVerfasst: 20. Mär 2014, 11:01 
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Alternativer Titel: -
Produktionsland: UK
Produktion: Hex Media, Dark Dunes Productions
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Lawrie Brewster
Drehbuch: Sarah Daly
Kamera: Gavin Robertson
Schnitt: Lawrie Brewster
Spezialeffekte: Hayley Tinline
Budget: ca. -
Musik: Andy McDonald, Craig Sutherland
Länge: ca. 100 Minuten
Freigabe: -
Darsteller: David Schofield, Alexandra Hulme, Euan Douglas, Jamie Scott Gordon, Alan Ireby, Neil Cooper, Nancy Joy Page, Graham Robertson, Jock Ferguson


Inhalt:
James wird von Alpträumen geplagt. Alpträume die keinen Sinn machen und die er sich nicht erklären kann. Als er unerwartet sein Elternhaus erbt, entschließt er sich, dort nach Antworten für seine Alpträume zu suchen und was er dort findet, wird ihn für immer verändern.


www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Meinung:

Eine Gestalt. Ein Monster. Der Owl Man. Zunächst bin ich im Internet über das Bild von diesem Wesen gestolpert und ich war sofort verzaubert von dieser ganz besonderen Ausstrahlung. So kalt und unheilvoll. Doch als ich herausgefunden habe, dass das Bild aus einem Film stammt, da wusste ich sofort, dass ich diesen Film einfach haben muss. Aber lohnt es sich in die Welt des Owl Mans einzutauchen und die Abgründe zu erforschen die sich dort auftun?

James wird von Alpträumen geplagt. Alpträume die keinen Sinn machen und die er sich nicht erklären kann. Als er unerwartet sein Elternhaus erbt, entschließt er sich, dort nach Antworten für seine Alpträume zu suchen und was er dort findet, wird ihn für immer verändern.

Was sind denn Träume? Sie zeigen uns unsere Wünsche und vermischen diese mit Erinnerungen aus der Vergangenheit, um so etwas einzigartiges, aber manchmal auch sehr unheimliches und grausames zu erschaffen. In Träumen verarbeiten wir Vergangenes und so geht es auch James im Film. Das einzige Problem dabei ist, dass er sich die Träume und deren Inhalt nicht erklären kann. Warum sieht er immer dieses Wesen, ein Man mit einem Eulenkopf und Krallen anstatt Fingern, der ihn in seinen Träumen beobachtet? Ist er der Sensenmann oder worin liegt seine Bestimmung? Zudem trifft er in seinem Elternhaus auf Eve, oder Evie wie sie sich selber nennt. Ist sie vielleicht das fehlende Puzzlestück zu seiner Erinnerung? Alle diese Fragen werden am Ende beantwortet, aber sobald man das erste mal dieses Wesen, den Owl Man zu Gesicht bekommt, weiß man, dass es für James keine Hoffnung geben kann. Wenn die unheilvolle Stimme von David Schofield erklingt, wird man in einen Welt des Grauens entführt.

Die Geschichte an sich wird dennoch sehr langsam vorangetrieben, sodass man sich unweigerlich an die Horrorfilme der 50er erinnert fühlt. Heutzutage findet man in Horrorfilmen ja oft die sogenannten Jump scares, also kurze Schockmomente, die Macher haben sich hier aber konsequent dagegen entschieden und wenn der Abspann läuft weiß man, dass ein guter Horrorfilm auch ohne dieses Element auskommen kann. Vielmehr braucht es eine gute und dichte Atmosphäre und die ist hier von Anfang bis Ende auf sehr hohem Level vorhanden. Man wartet förmlich drauf, dass das Grauen hinter der nächsten Ecke steht und spätestens wenn der Owl Man wieder einen Auftritt hat, obwohl die ganze Zeit nur als stiller Beobachter, der jeden Schritt von James überwacht, bekommt man sofort eine Gänsehaut. Man schaut im eigenen Zimmer umher und rechnet damit, ihn auch bei sich zu entdecken. Gefangenen genommen von einer unsichtbaren Kraft, die nicht nur James in den Wahnsinn treibt.

Zudem haben die Macher es geschafft den Charme der alten Hammerfilme einzufangen. Neben wunderschönen Landschaften und gotischen Bauwerken, verbreitet sich hier ein Feeling, dass so verzaubernd und beängstigend ist, dass man es fast greifen kann. Die Musik unterstützt das Ganze noch, meistens hört man nichts und nur wenn es wirklich von Nöten ist, unterstützt sie das Geschehen, dabei drängt sie sich allerdings nie auf. Lawrie Brewster schickt den Zuschauer auf eine Reise und legt immer wieder kleine Brotkrumen, die dem Zuschauer auf seinem Weg halt geben. Wenn man das Ende fast schon sehen kann, haut einem Brewster die vielleicht unheimlichsten 30 Minuten der letzten Jahre um die Ohren. Grauenvolle Bilder zucken über den Bildschirm, bei welchen man erneut merkt, dass ein Horrorfilm auf subtile Art und Weise viel schlimmer sein kann, als wenn an jeder Ecke Körperteile rumfliegen.

Fazit: Lord of Tears ist ein sehr ruhiger, aber ungemein beängstigender Film geworden. Der Owl Man an sich dürfte wohl eine der interessantesten Horrorfiguren des neuen Jahrhunderts sein. Seine Präsenz allein, die fast Göttlich wirkt, reicht aus um einen über die komplette Laufzeit an den Fernseher zu fesseln. Und spätestens in den letzten 30 Minuten wird man als Horrorfan wirklich an seine Grenzen getrieben. Lord of Tears ist für jeden der auf die alten Hammer Filmen steht ein ganz klare Empfehlung, aber auch Horrorfans sollten sich diesen Film nicht entgehen lassen.


Englische Review hier: Lord of Tears Review (englisch)


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