Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 23. Jul 2013, 09:14 
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Produktionsland: USA, Kanada, Großbritannien
Produktion: Jeanette Brill, Jason Blum, Andy Gould, Brian Kavanaugh-Jones, Oren Peli, Steven Schneider Rob Zombie
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Rob Zombie
Drehbuch: Rob Zombie
Kamera: Brandon Trost
Schnitt: Glenn Garland
Spezialeffekte: Craig A. Mumma
Budget: ca. 2.500.000$
Musik: John 5, Griffin Boice
Länge: ca. 101 Minuten
Freigabe: noch unbekannt
Darsteller: Maria Conchita Alonso, Clint Howard, Michael Berryman , Sheri Moon Zombie, Dee Wallace, Meg Foster, Udo Kier, Billy Drago, Sid Haig, Lisa Marie


Inhalt:
Heidi LaRoc ist DJ bei einem Radiosender in der kleinen, beschaulichen Stadt Salem. Eines Tages bekommt Heidi eine Holzschachtel von den Lords zugeschickt, in welcher sich eine Schallplatte befindet. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf und Heidi wird immer weiter in eine Spirale der Zerstörung gezogen, aus welcher es kein Entrinnen gibt.


Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Meinung:

10 Jahre ist es nun her, dass uns Rob Zombie mit Haus der 1000 Leichen sein Regiedebüt präsentierte. Für viele etwas ganz Besonderes, wenn auch nicht für Jedermann. Danach folgten mit The Devil’s Rejects und Haunted World of El Superbeasto zwei weitere eigenwillige Filme, letzterer sogar animiert und ohne echte Schauspieler. 2007 dann kam ein Film mit dem so wohl niemand gerechnet hatte. Düster, roh und ein Remake. Mit Halloween brachte er ein Remake hervor, das sowohl von Fans als auch von Kritikern des Originals mit Handkuss angenommen wurde. Der später folgende Director’s Cut macht den Film dann zu einem wahren Klassiker. 2009 kam dann die Wende. Er drehte eine Fortsetzung zu seiner Halloween Version, welche mehr als nur eine Kontroverse auslöste. Fans des Originals waren geschockt und der normale Filmfan konnte mit der Art und Weise von Zombies Version wenig anfangen. Dennoch gab es einige für die der zweite Halloween Teil von Zombie zu einer kleinen Perle im Slashergenre avancierte. Nun präsentiert Rob Zombie seinen neusten Streich: The Lords of Salem. Was erwartet einen? Wieder ein Film der die Meinungen spalten wird?

Heidi LaRoc ist DJ bei einem Radiosender in der kleinen, beschaulichen Stadt Salem. Eines Tages bekommt Heidi eine Holzschachtel von den Lords zugeschickt, in welcher sich eine Schallplatte befindet. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf und Heidi wird immer weiter in eine Spirale der Zerstörung gezogen, aus welcher es kein Entrinnen gibt.

Die Geschichte von Lords of Salem zu beschreiben, ohne dabei die interessanten Ideen vorweg zu nehmen fällt reichlich schwer. Dieser Film lebt davon, erlebt zu werden und das mit so wenig Wissen wie nur irgend möglich. Ein großer Pluspunkt ist dabei der Trailer, der nicht zu viel verrät, einen aber dennoch auf das vorbereitet, was einen bei Lords of Salem erwartet. Genau so muss ein Trailer sein. Die Geschichte rund um Heidi bietet zwar einige Twists aber einige sieht man leider schon sehr früh kommen, was ein wenig schade ist. Dafür entschädigt dann allerdings das Ende, das wieder genau so geworden ist, wie man es sich von Rob Zombie erwartet: Einfach abgefahren. Nach eigenen Aussagen von Zombie, stellt Lords of Salem eine gewisse geistliche Vorgeschichte zu seinen beiden Halloween Teilen dar.

Das merkt auf jeden Fall bei den visuellen Eindrücken, mit welchen der Film nur so um sich wirft. Alles strahlt den einzigartigen Zombie Charme aus. Sei es der Radiospot welcher in bunten Hippiefarben daher kommt oder die vielen Traumszenen die denen in H2 in nichts nach stehen. Wie schon geschrieben, ist besonders das Ende wieder ein einziger Trip der einen sprachlos und atemlos zurück lässt und der für Fans von Zombies Werken schon der Kaufgrund sein sollte.

Die Schauspieler können auch auf ganzer Linie überzeugen, allen voran natürlich die liebreizende Sheri Moon Zombie, die für diese Rolle wahrlich prädestiniert war. Sie spielt die durchgeknallte Djane, als hätte sie nie etwas anderes getan. Auch Ken Foree, den viele noch aus dem Original Dawn oft he Dead kennen dürften und Jeffrey Daniel Philipps, der durch sein Auftreten per se schon eine ganz besondere Erscheinigung ist, können als Radiomoderatoren punkten. Abgerundet wird die hervorragend Cast durch Bruce Davison, der schon fast ein wenig an Malcolm McDowell und seine Darstellung des Dr. Lomis erinnert. Die restliche Cast macht ihren Job sehr gut, kann aber nicht ganz so überzeugen wie die vorher genannten.

Musikalisch erwartet einen hier mal wieder ein Rob Zombie Overkill, wie er nur in einem seiner Filme vorkommen kann. Die Atmosphäre ist sofort nachdem man den Titel gesehen hat ganz oben. Wenn man sich darauf einlässt wird man in eine wahre Traumwelt hereingezogen, die stets etwas von einem Alptraum hat. Die Straßen sind dunkel und ein gewisser Nebel liegt über allem. Gepaart mit den bereits erwähnten Traumszenen wird man immer tiefer in eine Welt rund um Hexen gezogen, die einen nicht mehr los lässt wenn man sich einmal in ihr verloren hat. Die zu Beginn auftretenden Jump-Scares sind zwar nicht wirklich gruselig oder Angst einflößend, dennoch helfen sie das Gesamtbild weiter zu vervollständigen. Das Thema welches ausgesucht wurde, klingt zunächst sehr befremdlich, brennt sich aber wahrlich in das Hirn des Zuschauers ein und lässt einen auch Stunden nach dem Film noch nicht richtig los.

Bei den Effekten hat man besonders bei der Gestaltung der einzelnen Wesen und Gestalten sehr viel Mühe gegeben. Besonders eine Szene, bei welcher sich Sheri Moon Zombie in einer großen Aula wieder findet und dabei auf eine sehr außergewöhnliche Kreatur trifft, lässt einen so schnell nicht wieder los. Dabei schafft es Zombie aber, dass das Ganze zu keinem Zeitpunkt lächerlich oder gar stümperhaft wirkt, sondern eher in sich schlüssig und an das Thema angelegt.

Fazit: Lords of Salem ist im Prinzip genau das geworden, was man sich nach Halloween 2 erwartet hat. Es ist eine ganz besondere Erfahrung, die nicht mit visuellen Reizen geizt und einen in eine Welt hinein zieht, wie es nur Zombie vermag. Wer Filme wie Haus der 1000 Leichen und auch Halloween 2 mag, der wird hier wohl einen Film ganz nach seinem Geschmack finden. In dem Sinne, Willkommen in Salem!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 23. Jul 2013, 11:06 
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Haus der 1000 Leichen finde ich genial, wohingegen Halloween 2 vollkommen daneben war. Dennoch bin ich schon sehr gespannt auf diesen Film.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 23. Jul 2013, 11:19 
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Master of Horror hat geschrieben:
Haus der 1000 Leichen finde ich genial, wohingegen Halloween 2 vollkommen daneben war. Dennoch bin ich schon sehr gespannt auf diesen Film.


Er geht auch eher in Richtung Haus von dem her müsste er dich ansprechen :alien2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 23. Jul 2013, 21:57 
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Freue ich mich auch riesig drauf, wenn ein deutschsprachiges Release erscheint. Muss auf der Arbeit schon genug denken, da brauche ich nicht auch noch englischsprachige Filme :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 24. Jul 2013, 08:04 
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Blaine, der Mono hat geschrieben:
Freue ich mich auch riesig drauf, wenn ein deutschsprachiges Release erscheint. Muss auf der Arbeit schon genug denken, da brauche ich nicht auch noch englischsprachige Filme :D


Sind ja nur noch ca. 4 Monate dann kannst du loslegen. Freu mich schon auf deine Meinung!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 8. Dez 2013, 23:08 
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The Lords of Salem
(The Lords of Salem)
mit Sheri Moon Zombie, Bruce Davison, Jeff Daniel Phillips, Judy Geeson, Meg Foster, Patricia Quinn, Ken Foree, Dee Wallace, Maria Conchita Alonso, Richard Fancy, Andrew Prine, Michael Berryman
Regie: Rob Zombie
Drehbuch: Rob Zombie
Kamera: Brandon Trost
Musik: Griffin Boice / John 5
FSK 16
Großbritannien / Kanada / USA / 2012

Radiomoderatorin Heidi aus Boston hat harte Drogenzeiten hinter sich und befindet sich gerade auf dem Weg der Rekonvaleszenz, als ihr in der Rockshow eine Schallplatte im Holzcover auf den Schreibtisch schneit. Die stammt von einer unbekannten Band namens Lords of Salem, hört sich seltsam und hat ungeahnte Folgen sowohl für Heidi als auch für so manche andere Frau, die der Radioübertragung lauscht. Fortan wird Heidi von dämonischen Visionen verfolgt, die alle viel zu tun haben mit den berühmten Hexen von Salem.


Rob Zombie hat sich eigentlich immer dadurch ausgezeichnet, das er den unter seiner Regie entstandenen Filmen seine ganz eigene Note verliehen hat, so das sie sich definitiv von anderen Werken abheben. Vor allem kam dies sehr positiv bei seinem Erstling "Haus der 1000 Leichen" sowie dessen Nachfolger "The Devil's Rejects" zum Ausdruck, präsentierten sich doch zwei abgefahrene Filme mit durchgeknallten Charakteren und Geschichten, die in Fan-Kreisen mittlerweile längst Kultstatus erreicht haben. Nach der Sichtung von "The Lords of Salem" muss sich der Zuschauer nun aber so langsam die Frage stellen, ob Zombie mittlerweile seinen Biss verloren hat, oder seinen neueren Werken ganz einfach nur mehr entlocken will, als sie letztendlich beinhalten? Schon mit seinem "Halloween II" wagte er den Spagat zwischen einem Horrorfilm und einer visuellen Achterbahnfahrt, die den Betrachter phasenweise in einen regelrechten Drogenrausch versetzte und dabei so dermaßen wirre Bilder präsentierte, das die Legende Michael Myers regelrecht demontiert wurde. Rechnete man zur damaligen Zeit noch mit einem einmaligen Ausrutscher, so bekommt man mit vorliegender Geschichte den praktischen Gegenbeweis geliefert, denn "The Lords of Salem" versucht ebenso durch visuelle Stärke zu punkten, die sich letztendlich aber eher als streckenweise verwirrender Bilderrausch offenbart, an dem man nur streckenweise seine Freude haben kann.

Das mag eventuell auch daran liegen, das der gute Rob hier im Prinzip eine vollkommen ausgedünnte Rahmenhandlung präsentiert, die rein inhaltlich sicherlich auf einem halben Bierdeckel zusammengefasst werden kann. Um die eklatanten Schwächen des Drehbuches zu kaschieren wurden dann halt kurzerhand einige visuelle Farbtupfer gesetzt, die zumindest in einigen Phasen recht nett anzusehen sind. Um das Ganze noch ein wenig aufzupäppeln bekommt der Zuschauer dann auch noch die gewohnte Zombie-Mixtur eines musikalischen Overkills serviert und fertig ist "The Lords of Salem". Doch ganz so einfach kann man sich die Sache dann doch nicht machen, beinhaltet die Geschichte doch dennoch einige starke Ansätze, die aber letztendlich allesamt im Sande verlaufen. Daran ändert auch eine bemüht agierende Sheri Moon Zombie nichts, die natürlich selbstredend in der Hauptrolle zu sehen ist. Die Ermüdungserscheinungen ihres holden Gatten scheinen jedoch auch auf sie abgefärbt zu haben, denn die immer noch nett anzusehende Blondine hat schon weitaus bessere Leistungen abgeliefert als es hier der Fall ist. Andererseits passt ihre müde wirkende Performance aber nahezu perfekt in das Gesamtbild dieses Filmes, denn das größte Defizit ist sicherlich darin zu erkennen, das im Prinzip über die ganze Laufzeit nicht wirklich etwas passiert.

Denkt man dabei zu Beginn noch an eine ruhig-und bedächtig daher kommende Einführungsphase, so muss man mit der Zeit immer mehr feststellen, das sich diese über die gesamten gut 90 Minuten Spielzeit hinzieht, so das der Film zu keiner Zeit wirklich auf Touren kommt. Nun muss man bei einer Geschichte mit der vorliegenden Thematik sicherlich keinen Action-Kracher im Horror-Gewand erwarten und ehrlich gesagt ist man auch keinesfalls von blutigen oder reißerisch umgesetzten Szenen ausgegangen, doch "The Lords of Salem" erstirbt streckenweise in der totalen Ereignislosigkeit und kann zudem als Highlight-befreite Zone bezeichnet werden. Wenn man denn so will ist einer der Höhepunkte darin zu erkennen, wie der gute Bruce Davison mit einer Bratpfanne erschlagen wird, was auch gleichzeitig die einzige Härte in einem Szenario darstellt, das ansonsten viel eher den Anschein eines weichgespülten Versuches darstellt, die Hexen-Thematik ins Bild zu setzen. Im Großen und Ganzen hat die Geschichte eine schon fast einschläfernde Wirkung, was komischerweise von nicht gerade wenigen Leuten als hypnotische Faszination deklariert wird. Wären da nicht die manchmal auftretenden visuellen Farbtupfer in der Erzählung zu erkennen, würde man höchstwahrscheinlich spätestens nach der hälfte des Werkes sanft dahin schlummern, um am nächsten Tag ausgeruht und entspannt wieder aufzuwachen und sich daran zu erfreuen, das man sich diese langweilige Chose nicht bis zum Ende angesehen hat. Meine Worte mögen ziemlich hart klingen und die Filme von Rob Zombie eigneten sich schon immer bestens dafür die Meinungen zu spalten, doch bei diesem mauen Filmchen fragt man sich nach der Sichtung ganz ehrlich, was man da eben eigentlich gut 90 Minuten gesehen hat.

Entweder war es ein eher misslungener Versuch eines Horrorfilmes mit Hexen-Thematik, oder aber der gute Rob hat vor dem Dreh der Geschichte ganz eindeutig die falschen Drogen eingeworfen, wobei die Wahrheit wohl wie immer in der Mitte liegt. Positiv wäre dann aber doch noch zu erwähnen, das man zumindest einige altbekannte Gesichter zu sehen bekommt, denn mit Dee Wallace, Ken Foree oder auch Bruce Davison ist ein recht guter Cast vertreten, der den eher unterdurchschnittlichen Eindruck des Gesamtwerkes aber auch nicht sonderlich aufwerten kann. Bisher habe ich eigentlich immer sehr viel von Herrn Zombie gehalten, der nun aber mit "Halloween II" und nun auch "The Lords of Salem" zwei aufeinander folgende Filme präsentiert hat, die er sich auch gut und gern hätte verkneifen können. Es bleibt durchaus zu wünschen, das der Regisseur wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt und sich auf seine eigentlichen Stärken besinnt, die momentan jedoch irgendwie abhanden gekommen sind. So ist diese ominöse Filmchen leider nur sehr bedingt zu empfehlen, wobei es sicherlich genügend Leute geben wird, die diesem langweiligen Szenario nicht zu erkennende Stärken abgewinnen können.


Fazit:


Was hatte ich mich auf das neueste Werk von Rob gefreut, um dann letztendlich die nächste bittere Enttäuschung zu erleben. Eine extrem dünne Geschichte, eine streckenweise grausam langweilige Umsetzung und eine müde agierende Sheri Moon Zombie sind nicht gerade die Atribute um diesem Werk eine Empfehlung auszusprechen. Zumindest bekommt man aber an einigen Stellen recht kraftvolle Bilder serviert, wobei sich der visuelle Gesamteindruck des Szenarios aber in die Richtung eines schlechten Drogen-Trips entwickelt.


4/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 28. Dez 2013, 15:44 
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Rob Zombie ist ja den meisten Menschen ein Begriff, die sich mit dreckiger und ungeschliffener Filmkost beschäftigen. Der Filmemacher konnte mit Perlen wie House of 1000 Corpses, The Devil Rejekts, Halloween Remake und co. eine kleine Filmgemeide für sich gewinnen. Ich gehöre selbst zu den Menschen, die solch Filme schätzen. Mit The Lords of Salem wollte er etwas ganz neues wagen. Das Neues nicht immer gut sein muss, beweisst The Lords of Salem mal wieder.
Die Handlung und Grundidee von The Lords of Salem ist eigentlich gar nicht mal so übel. Eine junge Frau, die in einer Radiostation arbeitet, bekommt eines Tages eine mysteriöse Platte, wo diese plötzlich rückwerts abgespielt wird. Das löst bei ihr Qualen und einen Fluch aus. Schlussendlich werden die junge Frau und ihre Kollegen zu einem Konzert eingeladen, was ein ungeahntes und böses Ende hat. Klingt gut, ist es aber nicht. Im Heavy Metal und Rock Genre wurde das Abspielen einer Platte mit satanischen Botschaften schon zig mal verwendet. Und auch hier wurde es zwar eingebaut, dies aber unspektakulär. Es wurde so ziemlich alles falsch gemacht, was falsch gemacht werden kann. Der Film ist das, was ich erwarte, wenn ich von dem Durchschnittsfilmeschauer zu einem Filmabend eingeladen werde. Ein Film ohne Bedeutung. Er ist zwar kein typischer Mainstream, aber auch kein Genrefilm. The Lords of Salem gibt´s halt.
Mich konnte Rob Zombies Film schon von erster Minute an kaum unterhalten. Ich war sogar schon oft dazu gewillt, die Stoptaste zu drücken. Und dann kam er, der Moment, indem mich der Soundtrack flashte. Das ist aber auch das Einzige, was ich an dem Film toll finde. Man merkt The Lords auf Salem auf jeden Fall an, das er in eine ganz neue Richtung geht, das war es aber auch schon. Der Film plätschert einfach nur so vor sich hin und kann kaum etwas bieten, was mich zufrieden stellt. Er ist weder roh, noch ungeschliffen- für Rob Zombie einfach zu sauber und steril. Wäre der Film von einem anderen Regieseur, wäre ich aber auch der gleichen Meinung. Das der Streifen ab 16 freigegeben ist, wundert mich nicht. Er bietet weder grafische noch psychologische Gewalt. Was man The Lords of Salem deutlich anmerkt, ist die Tatsache, das Rob Zombie kein Freund von der Kirche und Gott (So wie ihn die Christen kennen) ist. Meiner Meinung nach baute er seine antichristliche Lebenseinstellung in seinen Film ein. Und mehr ist der Film auch nicht. Neu, langathmig- einfach zu zahm und bedeutungslos. Wunderbar hingegen ist die Tatsache, das es Leute gibt, die den Film ohne Ende feiern und andere ihn überhaupt nicht mögen. Ein Zwischendrinn gibt es hierbei wohl nicht und genau deswegen ist der Streifen ehrlich. Und das hat neben dem bösen Serben kaum ein Film geschafft.

Ob Fluch oder Segen kann nur jeder für sich entscheiden...

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Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurrück


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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 28. Dez 2013, 18:44 
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Sicher kein Film für alle (wie die verschiedenen Bewertungen zeigen), ich fand ihn aber gut.

http://www.thrillandkill.com/review/rev ... alem-2013/

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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 12. Jan 2014, 14:34 
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Vampir-Adel

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Den Film sah ich mir gestern Abend an.
Da ich ihn aber nun auch bis zum Ende sehen wollte,...quälte ich mich durch diesen Streifen, denn Langeweile wird hier leider groß geschrieben.

Die Hexenthematik war ja schon in so einigen Horrorfilmen vertreten und beim sichten dieses Werkes fielen mir so einige Versatzstücke und Zitate auf. Die drei "freundlichen" älteren Damen, die im Haus sind,...erinnerten mich an diverse ältere Nachbarn aus z.B. ROSEMARYS BABY oder HEXENSABBAT, die ja u.a. auch um das Wohl einer bestimmten Mitbewohnerin besorgt waren usw. Der Film gewinnt der Hexenthematik aber auch rein gar nichts neues ab und somit bekam man den üblichen Müll serviert. Auch von der Dramatik her, war/ist hier rein gar nix zu sehen.

Visuell hatte der Film so einige gute Sequenzen, die auch mit guter Musik untermalt wurden. Aber es reichte zumindest mir nicht. Der Streifen zieht/zog sich von sowas in die Breite und Länge, so das ich die Zeit im Auge hatte,...wann der Film endlich zuende ist.

Was ich aber nun auch gar nicht gut finde ist, das hier nun wieder alles christliche verunglimpft worden ist, obwohl ich dem Christentum NICHT angehöre. Aber mußte das alles sein. :roll: Wenn jetzt einer daher gekommen wäre und sowas in Bezug zum Islam inszeniert hätte, dann wäre das Geschrei aber WELTWEIT zu hören gewesen, aber in den westlichen Staaten,...nix da! Hier muß immer ALLES aber auch ALLES in den Dreck gezogen und verunglimpft werden. Kein Wunder das alles mehr und mehr einen gewissen Bach runtergeht. Es gibt bessere Filme, die das Christentum inkl. geschichtlicher Ereignisse kritisieren. Aber dazu bedarf es bestimmt KEINEN so klischeehaften und auch noch antichristlichen Film, wie diesen hier.

Was mich im Nachspann des Films überraschte waren diverse Schauspielerinnen, die mir bestens noch aus den 80er und 90er Jahren bekannt sind. DEE WALLACE, dann JUDY GEESON, MEG FOSTER und MARIA CONCHITA ALONSO, die ich alle ja nun überhaupt nicht wieder erkannt hatte. Man haben die sich verändert :D

Mich enttäuschte der Film auf ganzer Linie und den will ich auch nicht wieder sehen. Für mich einer der langweiligsten, überflüssigsten und ärgerlichsten Horrorfilme. :knueppel: Den muß ich ganz bestimmt niemals haben.
Dagegen sind seine beiden HALLOWEEN-Filme ja fast schon Meisterwerke. :Up:

Lords of Salem,.....NEIN DANKE

0/10 Daumen ganz tief nach unten,...so ein Müll

Jede Flasche trockner Rotwein ist da weitaus interessanter :trink: :D
GrafKarnstein :evil2


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 Betreff des Beitrags: Re: Lords of Salem (2013)
BeitragVerfasst: 12. Jan 2014, 15:02 
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GrafKarnstein hat geschrieben:

Lords of Salem,.....NEIN DANKE[/b]
0/10 Daumen ganz tief nach unten,...so ein Müll

Jede Flasche trockner Rotwein ist da weitaus interessanter :trink: :D
GrafKarnstein :evil2


Alter Schwede, eine Wertung von 0/10 ...............

Da hat der Graf bestimmt einen angesaugt, wo ihm das Blut nicht bekommen ist :)

Klar sind die Geschmäcker verschieden, aber mal ehrlich : 0/10 ?
mMn hat Rob Zombie hier seinen persönlichsten Film abgeliefert & ist keine Kompromisse eingegangen; leider konnte dies die meisten Fans nicht überzeugen....

Meine Meinung steht fest : 9/10 rückwartsgespielten Schallplatten.

LONG LIVE THE LORDS, MoFo's ! :D :lol22:

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