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 Betreff des Beitrags: Mara - The Killer Inside (2012)
BeitragVerfasst: 7. Mär 2014, 10:20 
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Mara - The Killer Inside
(Mara)
mit Angelica Jansson, Cecilia Samuelsson, Emelie Frantz Nilsson, Martin Brandt, Philip Hansell, Mia Möller, P.O. Möller, Pidde Andersson
Regie: Åke Gustafsson / Fredrik Hedberg / Jacob Kondrup
Drehbuch: Pidde Andersson / Åke Gustafsson / Fredrik Hedberg / Jacob Kondrup
Kamera: Fredrik Hedberg
Musik: keine Information
keine Jugendfreigabe
Schweden / 2012

Jenny kann sich eigentlich kaum an ein normales Leben erinnern. Als Kind musste sie nämlich mit ansehen, wie eine unheimliche Frau einen brutalen Mord beging. Seitdem plagt Jenny ein unüberwindliches Trauma, was sich in letzter Zeit eklatant verschlimmert hat. Da rät ihr ein Psychologe, sich ihrer Angst zu stellen. Gemeinsam mit vier Freunden macht sich Jenny also auf in die kleine Hütte in den schwedischen Wäldern. Alkohol und gute Laune sollen es Jenny leichter machen, aber alleine schon das Haus zu betreten wird zu einer Zerreiß-Probe. Doch es soll noch viel schlimmer kommen, denn das Böse hat diesen Ort nie verlassen und wittert nun frisches Blut.


Und wieder einmal erreicht uns eine Low Budget Produktion aus Schweden, denn mit geschätzten 10.000 $ ist "Mara - The Killer Inside" doch mehr als nur bescheiden budgetiert. Sicherlich merkt man das dem Film auch größtenteils an, aber dennoch ist dieser Fakt nicht gleichzeitig mit einem negativen Kritikpunkt gleichzusetzen. Das Regie-Trio Åke Gustafsson, Fredrik Hedberg und Jacob Kondrup legt hier seinen Regie-Erstling vor, der innerhalb des Horror-Genres sicherlich die Meinungen spalten wird. Freunde der härter ausgestatteten Filmkost werden nämlich definitiv nicht auf ihre Kosten kommen, denn die Geschichte beinhaltet lediglich einige blutige Szenen, die eigentlich nur als Andeutungen bezeichnet werden können. Dafür dürften die Ereignisse aber für die Freunde der Mystery Elemente äußerst interessant sein, denn mit denen ist "Mara" nun wirklich reichlich ausgestattet. Zwar haut einen die Story rein inhaltlich nicht wirklich vom Hocker da man ähnlich gelagerte Szenarien schon des Öfteren zu Gesicht bekommen hat, doch insgesamt gesehen offenbart sich doch ein Plot, der durch seine geheimnisvolle Note durchaus das Interesse des Zuschauers wecken kann.

Zuerst einmal ist man jedoch von der bildhübschen Hauptdarstellerin angetan, denn Angelica Jansson gibt hier nicht nur rein optisch eine sehr gute Figur ab, sie kann auch durchgehend durch ihre ansehnliche Performance überzeugen. Das kann man von den restlichen Darstellern nicht wirklich behaupten, die zumeist doch eher etwas ungelenk und hölzern agieren. Dazu sollte man allerdings auch fairerweise anmerken, das sich die Geschichte ab einem gewissen Zeitpunkt zu einer Art Kammerspiel entwickelt, in dem der Zuschauer mit der offensichtlich verwirrten Hauptfigur allein gelassen wird und die restlichen Figuren wie vom Erdboden verschwunden sind. In diesen Passagen entsteht auch ein netter Spagat zwischen Realität und surrealen Momenten, wobei man an manchen Stellen wirklich schwerlich dazwischen unterscheiden kann. Das verleiht dem Film in meinen Augen auch seine Stärke, denn bis zur wirklich letzten Minute haben die Regisseure die endgültigen Zusammenhänge im Dunkeln gelassen, was gleichzeitig für einen durchgehend konstanten Spannungsbogen Sorge trägt. Weiterhin ist es die wirklich gelungene Grundstimmung und die gute musikalische Untermalung, die das Szenario beim Zuschauer punkten lässt. Manch einer wird das bestimmt vollkommen anders sehen und dieses Werk als eher langweilig hinstellen, da wirklich nicht unbedingt viele Momente enthalten sind, in denen es actionreich zur Sache geht.

Mich persönlich hat das hingegen überhaupt nicht gestört und ich konnte eine ganze Menge mit dieser Produktion anfangen, die doch in der Hauptsache über die psychische Schiene kommt und dabei auch durchaus ihre Wirkung erzielt. Wenn man dann noch bedenkt das die vorliegende Story rein inhaltlich viel eher für einen Kurzfilm geeignet erscheint, so haben die Macher das Ganze doch immerhin auf gut 77 Minuten strecken können, ohne dabei wirkliche Längen aufkommen zu lassen. Zum Ende hin klärt sich dann auch noch auf, was es mit dem Original-Titel "Mara" wirklich auf sich hat, denn schon während des Filmes fragt sich der Betrachter immer wieder nach der Bedeutung dieses Namens, der innerhalb der Story doch überhaupt nicht erwähnt wird. Das Ende des Geschehens hat mir sowieso ganz gut gefallen, birgt es doch zumindest noch eine kleinere Wendung, die man nicht unbedingt vorhersehen konnte. So wurde den Ereignissen also noch ein kleiner, aber sehr feiner Überraschungsmoment beigefügt, der ein insgesamt sehr stimmiges Gesamtbild erkennen lässt und den Zuschauer mit einem befriedigendem Gefühl aus diesem Werk entlässt.

So kann man sich im Endeffekt durchaus an dieser schwedischen Low Budget Produktion erfreuen, weshalb ich mehrere eher schlechte Kritiken auch nicht so ganz nachvollziehen kann. Man sollte doch immerhin das zu Grunde liegende Budget nicht gänzlich außer acht lassen, denn mit extrem geringen Mitteln wurde hier doch ein netter-und interessanter Beitrag auf den Weg gebracht, dem man jederzeit eine Chance geben kann. Denn auch wenn sich die Ereignisse nicht sonderlich spektakulär gestalten, so bekommt man doch immerhin eine spannende-und mysteriöse Story-Line präsentiert, die insbesondere in atmosphärischer Hinsicht zu gefallen weiß.


Fazit:


"Mara - The Killer Inside" ist wahrlich kein Meisterwerk, doch mit geringen Mitteln wurde das Maximale aus einer Geschichte heraus geholt die eine gelungene Kombination aus leichten Slasher-Elementen und einem Mystery-Thriller darstellt. Freunde des harten-und bluttriefenden Horrorfilms kommen zwar nicht auf ihre Kosten, doch alle anderen sollten durchaus einmal einen Blick riskieren.


6,5/10


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