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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Outpost: Black Sun (2011)
BeitragVerfasst: 25. Mär 2013, 21:39 
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Outpost: Black Sun
(Outpost: Black Sun)
mit Catherine Steadman, Richard Coyle, Ali Craig, Daniel Caltagirone, Gary McDonald, Domenic Pontone, John P. Arnold, Philip Barratt, Martin Bell, Paul Birchard, Alice de Cunha, Carter Ferguson, Adam Harkin
Regie: Steve Barker
Drehbuch: Steve Barker / Rae Brunton
Kamera: Darran Tiernan
Musik: Theo Green
Keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2011

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges stand der skrupellose Nazi-Wissenschaftler Klausener kurz davor, unsterbliche Soldaten erschaffen zu können. Seitdem hörte man jedoch nichts mehr von diesem grauenvollen Unterfangen. Bis heute! Denn in Osteuropa wütet ein blutrünstiger Feind der alles tötet, was ihm in die Quere kommt. In dem von der NATO beauftragten Einsatzkommando scheint zuerst nur Lena den Ernst der Situation wirklich zu erkennen, bis sich Wallace auf ihre Seite gesellt. Gemeinsam haben sie die volle Unterstützung des Trupps und dringen tief hinter die feindlichen Reihen vor. Dort erwartet sie ein ebenso unglaubliches wie schreckliches Geheimnis: eine ganze Armee zombiefizierter "Nazi-Stormtrooper" steht für die Invasion des vierten Reichs bereit ...


Nazi-Zombies sind mittlerweile längst keine Neuheit mehr und so sollte man bei "Outpost: Black Sun" keinerlei Innovation erwarten. Die Geschichte dient vielmehr als solide Rahmenhandlung für eine kurzweilige Kombination aus Action-und Horrorfilm, wobei man jedoch eine geraume Weile warten muss, bis der Film auch wirklich ein gewisses Erzähltempo vorlegt. So dient insbesondere das erste Drittel des Geschehens als Einführung, in der man versucht dem Zuschauer die Hintergründe für die folgenden Ereignisse näher bringen will. Dies gelingt allerdings nur teilweise, denn phasenweise erscheint die Erzählstruktur des Geschehens leicht holprig und streckenweise sogar etwas verwirrend. Daher dauert es auch ein wenig, so richtig in die Ereignisse eintauchen zu können die zudem auch diverse kleinere Logiklöcher erkennen lassen.

Man sollte also auf keinen Fall ein filmisches Meisterwerk erwarten, sondern die zweite Regie-Arbeit von Steve Barker rein nach ihrem Unterhaltungswert bewerten. Wie schon im Vorgänger "Outpost - Zum Kämpfen geboren" hält sich das bunte Treiben in Sachen Blut-und Härte eher vornehm zurück, die meisten Tötungen sind lediglich im Ansatz zu erkennen. Action gib es dennoch genug zu sehen, wobei sich das Hauptaugenmerk hierbei auf wilde Schießereien legt und Nahkämpfe nur selten zu sehen sind. Dafür wird man jedoch mit einem recht ordentlichen Tempo bedient, das nach dem ersten Drittel der Geschichte einsetzt und sich auch bis zum Ende konstant halten kann. Zum Ende hin hat Steve Barker sogar noch eine kleine Wendung eingefügt, die man sogar als Überraschungsmoment bezeichnen kann. Zudem wird damit auch noch Platz für eine mögliche Fortsetzung geschaffen, denn die Ereignisse haben hier definitiv noch nicht ihren Abschluss gefunden.

Manch einer wird sich eventuell mehr von diesem Film versprochen haben, vor allem die Darstellung der Nazi-Zombies hätte weitaus besser ausfallen können. Viel zu selten kann man einmal die Gesichter der Untoten Soldaten sehen, die zu oft im Dunkeln gehalten werden und so nur schemenhaft zu erkennen sind. Zudem hätte man das Geschehen ruhig etwas blutiger gestalten können, denn für eine Zombie-Thematik geht es sehr unblutig zur Sache. Es fehlt insgesamt ein wenig an Abwechslung und wenn man nicht ständig die grunzenden Laute der Untoten hören würde, käme man eigentlich nicht auf die Idee, das es sich um Zombies handeln würde. Hauptsächlich hinterlässt die Geschichte nämlich vielmehr den Eindruck eines normalen Kriegsfilmes, was manch einem sicherlich etwas sauer aufstoßen wird. Man sollte das Werk aber auch nicht schlechter machen als es in Wirklichkeit ist, denn trotz fehlender Innovation handelt es sich immer noch um grundsolide Genre-Unterhaltung, die man sich bedenkenlos anschauen kann.

Steve Barker hat hier wie schon beim Vorgänger nichts Besonderes geschaffen, präsentiert aber immerhin einen größtenteils kurzweiligen Genre-Vertreter. Etwas mehr Zombie-Action wäre ganz nett gewesen, denn dafür hätte man gern auf die ein-oder andere Schießerei verzichtet, die nach einer gewissen Zeit den Eindruck der Monotonie hinterlassen. Eine nette Wendung am Ende des Filmes lässt eine weitere Fortsetzung offen, ob diese jedoch zwingend notwendig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich fühlte mich jedenfalls gut-und kurzweilig unterhalten und werde mir dieses Werk auch noch des Öfteren anschauen, denn solide Unterhaltung für zwischendurch bietet die Geschichte allemal.


Fazit:


Keine neuen Ideen, aber durchaus unterhaltsame Genre-Kost ohne größeren Nährwert, das bietet "Outpost: BlacK Sun" auf jeden Fall. Man sollte die eigenen Ansprüche also nicht zu hoch ansetzen, ansonsten könnte man eine leichte Enttäuschung erleben. Wer den ersten Teil mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen, konnte man jedoch nichts mit dem Vorgänger anfangen, wird der Eindruck hier der gleiche sein.


Die DVD:

Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch / Niederländisch
Bild: 2,40:1 (16:9)
Laufzeit: 98 Minuten
Extras: Iron Sky Special, Featurettes, Galerie, Teaser uvm.


6/10

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