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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Plastic (2012)
BeitragVerfasst: 23. Jul 2013, 09:27 
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Land: Deutschland
Jahr: 2012
Regie: Marcel Walz
Produktion: Thomas Buresch, Marcel Walz
Drehbuch: Marcel Walz
Kamera: Dominik Jurczek, Marcel Walz
Schnitt: Michael Donner
Spezialeffekte: Marc Rohnstock
Darsteller: Gina-Lisa Lohfink, Katy Karrenbauer
Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
Länge: ca. 73 Minuten

Inhalt:
Schön wollen wir alle sein und das die Schönheit besonders in der Welt der Models eine große Rolle spielt wird Nicole schnell klar, als sie ihre Schwester Meg in Heidelberg besucht. Diese hat sich dazu entschlossen, sich ihre Lippen aufspritzen zu lassen. Nicole hält, als Schwester, natürlich reichlich wenig davon. Gleichzeitig treibt ein wahnsinniger Arzt sein Unwesen, der es mit den Schönheits-OPs einen Schritt zu weit treibt. Wer ist der Wahnsinnige und wer wird sein nächstes Opfer sein??


Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Meinung:

Schönheit dürfte wohl das sein, was sich viele Menschen in der heutigen Zeit wünschen. Aber wie weit ist man als schönheitsbewusster Mensch bereit zu gehen? Würde man alles tun, um schöner zu werden? Plastic, der neue Streifen des deutschen Indimeisters Marcel Walz, befasst sich mit genau dieser Frage. Aber kann Plastic nach dem hervorragenden Schlaraffenhaus auch die Fans begeistern, oder hätte man für diese Schönheits-OP lieber die Vollnarkose wählen sollen???

Schön wollen wir alle sein und das die Schönheit besonders in der Welt der Models eine große Rolle spielt wird Nicole schnell klar, als sie ihre Schwester Meg in Heidelberg besucht. Diese hat sich dazu entschlossen, sich ihre Lippen aufspritzen zu lassen. Nicole hält, als Schwester, natürlich reichlich wenig davon. Gleichzeitig treibt ein wahnsinniger Arzt sein Unwesen, der es mit den Schönheits-OPs einen Schritt zu weit treibt. Wer ist der Wahnsinnige und wer wird sein nächstes Opfer sein??

Die Geschichte von Plastic ist bis zum Ende hin spannend und vor allem auch durchdacht. Wer jetzt allerdings nach ein paar Minuten schon meint, er wüsste wer hier der Böse ist, der wird am Ende mit einem offenen Mund zurück bleiben. Denn Plastic wartet mit einem Twist auf, mit dem man zu keinem Zeitpunkt rechnet. Hier muss man Herrn Walz wirklich loben, denn selten hat es ein Indipendentfilm aus Deutschland geschafft, eine so clevere und interessante Story zu erzählen. Auch die Thematik passt auf die heutige Zeit, so gut wie kaum eine andere. In einer Zeit in der Menschen mehrere Tausend Euro im Jahr ausgeben, nur damit sie keine Falten kriegen.

Die Schauspieler machen alle einen sehr guten Job. Vielen Fans wird der Film aber vor allem wegen einem Namen etwas sagen: Gina Lisa. Diese spielt die Rolle des Models wirklich hervorragend und man muss ehrlich sagen, dass sie, zumindest für diese Rolle, wirklich Talent besitzt. Der restliche Cast bleibt aber keineswegs hinter ihr zurück. Katy Karrenbauer kann als Mutter wirklich überzeugen. Annika Strauss, welche zuletzt in Schlaraffenhaus wirklich brillieren konnte, kommt hier leider etwas zu kurz. Sie kann in der Rolle zwar überzeugen, bleibt aber etwas blass. Das schauspielerische Highlight findet man in Ildiko Preszley, welche die Nicole verkörpert. Von der ersten Minute an, wird man in ihren Bann gezogen und man nimmt ihr wirklich jede Handlung ab. Man kann wirklich nur hoffen, dass man in Zukunft noch deutlich mehr von ihr sehen darf.

Die Kamera wirkt zu Beginn des Films etwas hakelig, danach aber zeigt sie was sie kann und fängt einige tolle Szenen ein. Besonders zum Ende hin und beim Treiben des wilden Arztes kann man die Spannung fast mit den Händen greifen. Das Ganze wird durch die Musik von Michael Donner nur weiter unterstützt. Leider sind nicht alle Stücke auf den Punkt genau ausgesucht, da wirkte der Score in Schlaraffenhaus etwas ausgefeilter. Komplett Ausfälle gibt es aber keine zu verzeichnen, sodass die Stimmung nie ganz abreißt.

Die Effekte hingegen werden wohl einige Gorehounds etwas enttäuschen. Ein richtiges Blutbad bekommt man leider nie zu Gesicht, auch wenn es die Thematik her gegeben hätte. An sich wirken die Effekte eher unterstützend und sind für sich gesehen gut in Szene gesetzt, aber leider sind sie nie hart genug, dafür hat man aber das Glück, dass der Film ungeschnitten mit einer FSK 18 in Deutschland erhältlich sein wird. Man merkt aber auch stets das der Film nicht auf seine Effekte reduziert werden will. Und besonders der erste Kill ist schon richtig fies.

Fazit: Marcel Walz hat es mal wieder geschafft. Clevere Story, tolle Schauspieler und ein Ende das einen mit offenem Mund zurück lässt. Gorehounds müssen ihre Erwartungen etwas nach unten schrauben, dennoch, Plastic ist das Thrillerhighlight 2013 aus Deutschland.


7/10 Punkten

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Cyberpunk Kaiju Experimentalworld

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastic (2012)
BeitragVerfasst: 10. Feb 2014, 18:19 
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Wahre Schönheit kommt von innen


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aka Plastic Surgery Massacre:
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D 2012
Regie Marcel Walz
Musik Michael Donner
Darsteller Gabriela Wirbel, Gina-Lisa Lohfink, Katy Karrenbauer, Annika Strauss, Ildiko Preszley, Witalij Kühne, Christian Harting, Ivana Konovic,
Sarah Stork, Thomas Wasik, Oliver Maack
Laufzeit 75:05 / 72:20 o. A.
FSK 18

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Nicole zieht mir ihrer Freundin nach Heidelberg zu ihrer großen Schwester Mag um ihr Studium zu beginnen, vom der Klein- in die Großstadt. Mag
ist ziemlich erfolgreich als Model tätig, und um ihren Marktwert zu erhalten oder auch zu steigern plant sie sich ihre Lippen aufspritzen zu lassen.
Merkwürdigerweise verschwinden aber des öfteren Patientinnen am Tag vor ihrem Termin in der Klinik um als verstümmelte Leichen wieder aufzutauchen...


Mehr an Inhaltsangabe ist bei diesem Film nicht drin, ohne den Aha-Effekt nicht vorzeitig preiszugeben!

Zuerst zum Negativen: Wie oben gezeigt kursiert der Film in zwei Ausgaben, und ehrlicherweise hätte ich ihn als "Plastic" nie gekauft! Auf Version zwei sind weder Regisseur noch Darsteller erwähnt, man bekommt zwangsläufig den Eindruck eines ansehnlichen Splatters. Unterstützt durch Marketingsprüche wie "Ein furioser Torture Porn-Schocker bestehend aus Skalpellen, Blut, Schweiss und zerfetztem Gewebe" (dem Verfasser dieses Textes sollte man die DVD als Strafe in die Haut brennen!). Es gibt hier im Forum einen Fred in dem man gewarnt wird, auch vor diesem Film - wenn man es nicht wie ich schlicht vergessen hat und glaubt ein Schnäppchen zu machen...


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PLASTIC hat mich dennoch überrascht, wobei der Ton eine maßgebliche Rolle spielt, überhaupt nichts von diesem so oft nervtötendem, nervendem herunterleiern eines mit Ach und Krach auswendiggelernten Textes. Michael Donner überzeugt mit der Musik auf ganzer Linie, gerade die leisen Töne trifft der Mann mit schlafwandlerischer Sicherheit, alleine schon ein Grund PLASTIC zu hören wenn schon nicht zu sehen! Auch bei der Optik kann ich rein gar nichts finden was eine Einsortierung in den Amateurfilmbereich rechtfertigen würde, schöne, sehr gut fotografierte Bilder. Die Namen Katy Karrenbauer und Gina-Lisa haben mir vor dem Sehen gehörigen Respekt eingeflösst, gottseidank zu Unrecht! Erstere spielt die wenigen Szenen glaubwürdig, während zweitere sich selbst inszeniert, und das kann sie zum Glück.


Dieses Werk ist defintitiv weder ein Torture-Porn noch ein Amateursplatter, dazu ist er - man reibt sich die Augen angesichts Erzeugnissen wie "Road Rip" des gleichen Regisseurs - zu professionell, zu stylish. An sich gehört der in die Krimi-Ecke, nur ist er für einen Krimi dann doch ein kleines bisschen zu blutig geraten. Streckenweise habe ich mich doch sehr stark an Derrick erinnert gefühlt, gerade auch was die Locations betrifft. Für Gorefans ist es jedenfalls ein absoluter Rohrkrepierer!

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Ich habe mich ganz gut unterhalten, über einige trotz kurzer Laufzeit vorhandene Längen trösten ansehnliche Darstellerinnen, u. a. Krankenschwestern die geradewegs dem Hirn eines pubertierenden Jungen entstammen könnten. Muss man nicht sehen, kann man aber ohne es als Zeitverschwendung zu betrachten. Auch mit einem Tag Abstand für mich erstaunliche
6,5/10 Botoxinjektionen!

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