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 Betreff des Beitrags: Sorority Party Massacre (2012)
BeitragVerfasst: 3. Apr 2013, 15:13 
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Sorority Party Massacre
(Grizzly Cove)
mit Marissa Skell, Eve Mauro, Ed O'Ross, Yvette Yates, Thomas Downey, Casey Fitzgerald, Rebecca Grant, Adrian Kirk, Kevin Sorbo, Ron Jeremy, Alison Mei Lan, Keith Compton, Richard Moll, Louis Mandylor
Regie: Chris W. Freeman / Justin Jones
Drehbuch: Chris W. Freeman
Kamera: Steven Parker
Musik: Michael Quinlan
keine Jugendfreigabe
USA / 2012

Großstadt Detektiv Watts wird in das kleine Städtchen Grizzly Cove versetzt, um dort Scheriff Lumpkin zu unterstützen. Jedes Jahr verschwindet dort eine junge Frau, was endlich ein Ende haben soll. Als die Polizisten die Leiche eines vermissten Mädchen finden, kommt schnell heraus das ein Serientäter sein Unwesen treibt, der gerade gefallen an einer Gruppe Sorority Girls gefunden hat. Eine nach der anderen schwebt in Gefahr, doch der Täter weiß nicht, dass auch die Girls so ihre Pläne haben. Es beginnt ein Spiel auf Leben und Tod, bei dem sich aber schnell die Frage stellt wer das Opfer sein wird.


Nun hört sich die Inhaltsangabe eigentlich recht gut an und verspricht dem Zuschauer doch einen interessanten Slasher, der eventuell sogar etwas blutiger ausfallen könnte. Schon nach wenigen Minuten erkennt man jedoch, das es sich keinesfalls um einen ernsten Genre-Beitrag handelt, sondern vielmehr um eine Mixtur aus Slasher-Elementen und Horror-Komödie. Dabei beginnt die Geschichte im Prinzip äußerst vielversprechend und präsentiert auch gleich einige blutige Szenen, um danach jedoch erst einmal gut 40 Minuten lang in ziemliche Belanglosigkeit zu verfallen. In dieser Zeitspanne sollen einem die einzelnen Figuren ein wenig näher gebracht werden, was aber nur teilweise gelingt, denn wirkliche Charakter-Zeichnungen sollte man nicht unbedingt erwarten. So zieht sich das Szenario auch etwas in die Länge, bevor es dann endlich einmal mit der ominösen Mordserie weitergeht, auf die man sich keinen wirklichen Reim machen kann. Die folgenden Morde sind dann nicht besonders blutig, zumeist bekommt man sie auch gar nicht einmal ins Bild gesetzt und wird lediglich mit den Leichen konfrontiert. Das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn nun endlich erhält das Geschehen das nötige Tempo, um den Zuschauer endlich für sich zu gewinnen.

Es handelt sich hier zwar um keinen sonderlich hochklassigen Film, aber die zweite Filmhälfte beinhaltet auf jeden Fall eine Menge Unterhaltungswert. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse dann schon fast, was insbesondere auch auf die Identität des Killers zutrifft, denn in dieser Beziehung gestaltet sich die Lösung der Mordserie keineswegs so einfach, wie man es vielleicht vermuten könnte. Hier sorgen die Macher wirklich für kleinere Überraschungsmomente, die dem Gesamtbild sehr gut zu Gesicht stehen. Anders sieht es da schon mit der humorigen Note der Geschichte aus, die eigentlich nur recht selten in den Vordergrund tritt. Zugegeben, der Film hat einige witzige Momente, die sich vor allem in teilweise guter Situationskomik zu erkennen geben, aber insgesamt gesehen hätte man im Bezug auf Witzigkeit doch ein wenig mehr bewerkstelligen können. Dafür wird aber vor allem dem männlichen Geschlecht eine ganze Menge geboten, denn die mitwirkenden Damen der Schöpfung bieten einen wahrlich leckeren Augenschmaus und sind definitiv als optisches Highlight anzusehen, das man sich zu gern anschaut.

Wenn man die erste Hälfte der Story ein wenig unterhaltsamer gestaltet hätte, dann wäre "Sorority Party Massacre" wohl ein richtig guter Film geworden, so aber bewegt sich die Produktion leider nur im absoluten Mittelmaß. Im Prinzip könnte man ab Minute 40 beginnen und hätte dabei nicht wirklich viel verpasst. Ab diesem Zeitpunkt baut das Szenario dann auch endlich einen recht soliden Spannungsbogen auf, der vorher so gut wie gar nicht vorhanden war. Es entfaltet sich sogar eine durchaus bedrohliche Grundstimmung und das gesteigerte Tempo der Erzählweise sorgt nun endlich auch dafür, das sich einem ein kurzweiliges Spektakel präsentiert, das man von Beginn an erwartet hat. Darstellerisch sollte man natürlich keine Wunderdinge erwarten, das Schauspiel ist nämlich nicht gerade als hochklassig zu bezeichnen, reicht jedoch für einen Film dieser Art vollkommen aus.

Letztendlich ist "Sorority Party Massacre" alles andere als ein Highlight des Genres, bietet aber nach einer eher belanglosen Einführung doch noch ganz nette Unterhaltung für zwischendurch. Allerdings wirkt das Ganze in etlichen Phasen ein wenig unentschlossen, denn für eine Komödie ist einfach zu wenig Witz enthalten und für einen echten Horrorfilm fehlt es etwas an Härte. Dennoch kann man durchaus mal einen Blick riskieren, denn insgesamt gesehen gibt es ganz sicher etliche Filme, die weitaus schlechter unterhalten.


Fazit:


Man hätte mehr aus diesem Werk herausholen können, aber leider wurde in den ersten 40 Minuten schon sehr viel an Potential liegen gelassen. Erst danach kann das Geschehen eine gewisse Faszination entwickeln und bietet dem Betrachter das Film-Vergnügen, das er sich schon von der ersten Minute an gewünscht hätte. Was letztendlich übrig bleibt ist ein einmaliges Anschauen, denn nachhaltigen Eindruck hinterlässt der Film ganz sicher nicht.


6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Sorority Party Massacre
BeitragVerfasst: 25. Mai 2013, 14:02 
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Originaltitel : Grizzly Cove

Herstellungsland : USA

Erscheinungsjahr : 2013

Regie : Chris W. Freeman,Justin Jones

Darsteller : Marissa Skell, Eve Mauro, Ed O'Ross, Yvette Yates, Thomas Downey, Casey Fitzgerald, Rebecca Grant, Adrian Kirk, Kevin Sorbo, Ron Jeremy, Alison Mei Lan u.a.

Laufzeit : 99:12 Minuten

Freigabe : FSK Keine Jugendfreigabe/ab 18

Label : Splendid Film/WGV


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Story :

Empathie und Schadensbegrenzung zählen nicht grade zu den Stärken von Detektiv Watts, der zweifelsohne ein großes Aggressionsproblem hat.
Seine letzte Eskapade bei seiner unkonventionellen Art der Verbrechensbekämpfung schaffte es sogar auf das Titelblatt der Zeitungen und bringt ihm nun eine zeitlich begrenzte Suspension ein.
Da Captain Fanning's Tochter Holly vermisst wird, seitdem sie sich auf den Weg nach Grizzly Cove zu einer Sorority Party machte, bekommt Detektiv Watts den Auftrag dort nach ihr zu suchen.
Grizzly Cove ist ein winziges Kaff und es als Kleinstadt zu bezeichnen wäre übertrieben - außer einem Hafen, der Polizeistation und zwei großen Anwesen gibt es dort nichts zu sehen.

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Neben Holly wurden von der leitenden Sorority-Chefin Stella noch 6 andere Girls eingeladen, da es ein Stipendium zu gewinnen gibt.
Dort angekommen wird Watts von Sheriff Lumpkin und seinem weiblichen Deputy Lang empfangen und im Ort herumgeführt.
Von Holly gibt es weit und breit keine spur, doch dem Großstadt-Cop fällt auf das seit den 80gern in dem kleinen Ort jedes Jahr eine junge Frau verschwindet.

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Schon bald gibt es die erste Tote unter den Stipendiumanwärterinnen zu verzeichen.
Als Watts Captain Fanning kontaktieren will, stellt er fest das alle Telefonleitungen im Ort tot sind.
Als Deputy Lang bei Recherchen verschwindet und auch der Bürgermeister das Zeitliche gesegnet hat, überschlagen sich die Ereignisse und die restlichen Sorority-Schwestern als auch die Gesetzeshütter befinden sich in Lebensgefahr....


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Bewertung :

Auch wenn den beiden Regisseuren Justin Jones (KÖRPERFRESSER 2, 2012 ARMAGGEDON) und Chris W. Freeman (MIRROR IMAGES) mit diesem Film nicht der ganz großes Wurf gelungen ist, kann man SORORITY PARTY MASSACRE einen gewissen Unterhaltungswert nicht aberkennen.
Was noch wie ein Slasher in bester SCREAM Manier beginnt, entpuppt sich nach den Opening Credits als Mixtur aus Horror-Comedy mit Slasher Elementen.
In den ersten knapp 40 Minuten werden dann dem Zuschauer erstmal die Charaktere nähergebracht, was sich in geschriebener Form etwas Dröge anhören mag.
Dem ist aber eigentlich garnicht so, und die erste Stunde des Films vergeht wirklich wie im Fluge - von Langeweile ist zum Glück nicht viel zu verspüren.

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Grade die Einführung von Detektiv Watts, die in überdrehter Musikclip-Ästhetik präsentiert wird, fand ich erheiternd und gelungen.
Zwar ist der von Thomas Downey (BEAST OF BRAY ROAD, FRANKENSTEIN REBORN) dargestellt Cop eine klischeehafte Überspitzung des typischen "Bad Cop", kann aber trotzdem überzeugen.
Downey hat übrigens in den Filmen PARANORMAL INCIDENT und MIRROR IMAGE auch einen Charakter namens "Detective Watts" gespielt - inwiefern dort eine Verbindung zu SORORITY PARTY MASSACRE besteht, kann ich nicht sagen da ich beide Filme nicht gesehen habe.

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Bei den Sorority-Girls selbst wurde auf stereotypische Charkatere gesetz, die alle makellos aussehen und ihre Kurven meist in Bikinis oder Unterwäsche präsentieren.
Da Highschool-Girls in Filmen ja meist über laszive Laster verfügen, werden diese bei der Einleitung der einzelnen Mädchen neben ihren Stärken dem Zuschauer direkt offengelegt.
Wer sich von diesen gängigen Mustern nicht abschrecken läßt, kommt bei SORORITY PARTY MASSACRE durchaus auf seine Kosten - man kann schon bedingt sagen, das es sich hier um einen "Männerfilm" handetl.

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Ed O'Ross (RED HEAT, ACTION JACKSON) als Sheriff Lumpkin zeigt sich spielfreudig und man kauft ihm den Kleinstadt-Cop definitiv ab.
Souverän spielt Kevin Sorbo (HERCULES, XENA, BITCH SLAP, POOLBOY) hier den Captain Fanning, wobei dieser Auftritt nur eine kleine Gastrolle ist.
In einer anderen Gastrolle als Cop und Konkurent von Watts ist hier Porno-Legende Ron Jeremy zu sehen, welcher ja das Genre schon vor Jahren gewechselt hat und nun mit Vorlieb in Troma-Movies mitspielt.
Ein Wiedersehen mit Leslie Easterbrook (THE DEVIL'S REJECTS, ROB ZOMBIE'S HALLOWEEN, POLICE ACADEMY 1-6) gibt es hier auch, die als resolute Sorority-Chefin Stella überzeugen kann.

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Da sich die ersten 40 Minuten - wie schon weiter oben erwähnt - fast ausschließlich auf die Einführung der Charaktere beschränken, gibt es eine konstanten Spannungsbogen erst nach dem ersten Mord zu verzeichen.
Von da an kann dieser aber auch aufrecht erhalten werden und hält den Fan bei der Stange.
Auch wenn es in der zweiten Filmhälfte mit dem Töten losgeht und das Slasher-Elemente stärker zum Einsatz kommt, darf man kein Blutbad erwarten.
Vorwiegend spielt sich hier alles im Off ab und der Zuschauer bekommt anstatt den Tathergang das Endresultat zu sehen.
Auch wenn das im deutschen Filmtitel versprochene Massaker ausbleibt können sich die FX sehen lassen, auch wenn diese etwas überzogen und comicartig inszeniert wurden.
Einen der härtesten Effekte gibt es schon zu Beginn zu sehen und nach diesem Säureangriff wären mehr dieser FX wünschenswert gewesen.

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Vom technischen Standpunkt aus gesehen gibt es nicht viel zu bemängeln - die Splitscreens, Kamerafahrten und Zeitraffer die zum Einsatz kamen sind qualitativ hochwertig.
Auffällig ist, das der Film wohl eher auf die Sehgewohnheiten des jüngeren Publikums zugeschnitten ist.
Dies macht sich besonders bei der Einführung der Girls bemerkbar, wo diese in moderner "Bling-Bling" Rap-Videoclip Ästhetik zur Schau gestellt werden.
Eigentlich fehlt hier nur noch, das diese sich in Bikinis gehüllt Sekt über den Alabasterkörper schütten und ihr Gesäß an der Lendengegend eines männlichen Rappers reiben.

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Filmische Hobbydetektive dürten im Laufe des Films schon eine Vorahnung haben, wer der Täter ist oder sein könnte.
Meine Vermutung bezüglich dessen erwies sich als richtig, doch durch eine netten Storytwist wurde diese im Finale wieder zunichte gemacht und hielt eine kleine Überraschung bereit.

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SORORITY PARTY MASSACRE ist sicherlich kein wegweisendes Meisterwerk, kann aber mit recht überzeugender Situationskomik und Kurzweiligkeit punkten.
Fans von Slasher-Komödien die durch leichtbekleidete, kurvenreiche Girls aufgewertet werden, dürften dem Film etwas abgewinnen können und unterhalten werden.

6 von 10 Stipendien


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Zur DVD :

Die DVD von Splendid Film präsentiert den Film in toller Qualität im Bildformat 1,78:1 (anamorph / 16:9).
Neben der deutschen Tonspur gibt es auch den englischen Ton in Dolby Digital 5.1.
Optionale Untertitel sind in Deutsch und Niederländisch vorhanden.
Als Bonusmaterial gibt es den deutschen und englischen Trailer und deleted Scenes mit 10 Minuten Laufzeit.
Die deleted Scenes beinhalten vorwiegend Szenen, die Watts etwas mehr Charaktertiefe verliehen hätte, aber den Film wahrschweinlich etwas Tempo geraubt hätte.

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"Are you gonna bark all day little doggie, or are you gonna bite?"


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