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 Betreff des Beitrags: The Ghostmaker (2011)
BeitragVerfasst: 25. Mai 2013, 09:41 
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The Ghostmaker - Fürchte das Leben nach dem Tod
(Box of Shadows)
mit Aaron Dean Eisenberg, Liz Fenning, J. Walter Holland, Jared Grey, Domiziano Arcangeli, Jeffrey Damnit, Hans Uder, Wes Aderhold, Ruby Staley, Desmond Lawrence, Ford Austin, Edy Ganem
Regie: Mauro Borrelli
Drehbuch: Mauro Borrelli / Scott Svatos
Kamera: Eric Gustavo Petersen
Musik: José J. Herring / Christopher Young
FSK 16
USA / 2011

Student Kyle steht bei bösen Buben in der Kreide, die Stimmung wird langsam ungemütlich. Da entdeckt er beim Entrümpeln die "Geistmaschine". Sie stammt aus dem Mittelalter, wurde von einem genialen Okkultisten aus Deutschland geschreinert und ermöglicht dem Geist, vorübergehend seine sterbliche (und damit vorübergehend tote) Hülle zu verlassen. Kyle und seine Nerdkumpane probieren das Ding natürlich aus, und als sie es in seiner ganzen Pracht erfassen, will Kyle es auch ganz bestimmt nicht mehr verkaufen.


Die Thematik von Nahtod-Erfahrungen dürfte einem noch aus Joel Schumacher's "Flatliners" bekannt sein, der wohl das bekannteste Werk sein dürfte, das sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Mit "The Ghostmaker" erzählt nun auch Regisseur Mauro Borrelli eine Geschichte, die in die gleiche Richtung tendiert und dabei recht solide Mystery-Grusel Unterhaltung anbietet. Im Mittelpunkt des Geschehens steht mit dem Studenten Kyle der typische Looser, der nur aufgrund der Hilfe seines an den Rollstuhl gefesselten Freundes Sutton über die Runden kommt, da dieser für den Lebensunterhalt der beiden jungen Männer aufkommt. Mit dem Fund eines ominösen Sarges aus dem Mittelalter scheint sich das Blatt zu wenden, handelt es sich doch um eine Art Geistmaschine, in der sich die Seele aus dem Körper löst. Was für die Männer zu Beginn als interessantes Experiment anfängt, wandelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem langsam-und subtil aufkommenden Horror-Szenario, das mit zunehmender Laufzeit immer intensivere Formen annimmt.

Nun handelt es sich beim vorliegenden Szenario sicherlich nicht gerade um ein filmisches Meisterwerk, doch es entfaltet sich ein durchaus atmosphärisches Geschehen, das Freunde solider Gruselkost auf jeden Fall befriedigen dürfte. Zugegebenermaßen beinhaltet die Story keine sonderlichen Höhepunkte, jedoch gibt es auch keine negativen Abstriche zu verzeichnen. Die vorhandenen Effekte sind zwar nicht unbedingt als sensationell zu bezeichnen und haben streckenweise einen eher naiven Anstrich, verleihen dem Ganzen aber dafür einen ganz eigenen Charme. Im Fokus der Ereignisse steht in erster Linie die Beziehung der beiden Freunde Kyle und Sutton, die sich mit der Zeit vollkommen verändert. Hass und Neid treten in den Vordergrund und während Kyle nach einer geraumen Weile erkennt das der Sarg den sicheren Tod bringt, wird Sutton regelrecht süchtig nach der Erfahrung, das seine Seele sich von seinem Körper trennt. Zudem hat die Maschine den für ihn positiven Effekt, das sie anscheinend seine Lähmung beheben kann, denn das körperliche Gebrechen verschwindet völlig. So entwickelt sich eine ungeheure Rivalität zwischen den beiden ehemaligen Freunden, wobei noch erschwerend der Aspekt in den Mittelpunkt rückt, das Sutton schon seit gefühlten Ewigkeiten in Kyle's Freundin Julie verliebt ist.

Trotz wirklich herausragender Höhepunkte ist "The Ghostmaker" ein durchgehend spannender Film, dessen dramaturgischer Spannungsaufbau sich jederzeit sehen lassen kann. Von einer dichten Atmosphäre begleitet bietet die Geschichte durchgehend sehenswerte Genre-Kost, die auch trotz der größtenteils vorhandenen Vorhersehbarkeit der Ereignisse durchaus eine Menge Kurzweil anbietet. Die dargebotenen Leistungen der Schauspieler bewegen sich dabei auf einem ordentlichen Niveau, ohne das sich jedoch jemand besonders in den Vordergrund spielen würde. Im Prinzip hat Mauro Borrelli eine ganze Menge richtig gemacht, hätte seiner Story aber an der ein-oder anderen Stelle noch ein wenig mehr Pepp verleihen können, denn ein bisschen mehr Tempo hätte der Erzählweise in diversen Passagen sicherlich ganz gut getan. Dennoch kann man keine sonderlich langatmigen Stellen erkennen, was aber auch wieder in der Sichtweise des jeweiligen Betrachters liegt.

Insgesamt gesehen möchte ich behaupten, das es sich hier um einen ordentlichen Mystery-Thriller handelt, der insbesondere diverse gute Ansätze erkennen lässt, die man aber noch weitaus besser hätte hervorheben können. So aber wurde ein wenig Potential verschenkt und "The Ghostmaker" bewegt sich leider nur im gehobenen Durchschnittsbereich. Der Film wird aber ganz sicher seine Fan-Gemeinde finden, auch wenn er keine höheren Ansprüche erfüllen kann.


Fazit:


Mir persönlich hat diese US-Produktion durchaus gut gefallen, auch wenn man aus der vorhandenen Thematik ganz bestimmt noch mehr hätte herausholen können. Für einen gemütlichen Film-Abend ist das Werk jedoch jederzeit geeignet, auch wenn man nicht unbedingt die absolut hohe Filmkunst geboten bekommt. Dafür offenbart sich ein durchgehend spannendes Szenario, das man sich gern einmal anschauen kann.


6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: The Ghostmaker
BeitragVerfasst: 28. Mai 2013, 23:34 
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Registriert: 05.2013
Beiträge: 11
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Ich fand den Film auch sehr unterhaltsam und gut gemacht.,auch wenn Anleihen zu FLATLINERS und FINAL DESTINATION unverkennbar sind.Allerdings kopiert GHOST MAKER nicht besagte Filme sondern geht eigene Wege.Durchaus ein Film der sich aus der Menge von Müll der heutzutage den Filmmarkt überspült,positiv hervor hebt.


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