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 Betreff des Beitrags: Truth or Dare (2011)
BeitragVerfasst: 24. Okt 2013, 10:07 
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Truth or Dare
(Truth or Dare)
mit Tom Kane, Liam Boyle, Jack Gordon, Florence Hall, Jennie Jacques, Alexander Vlahos, Jason Maza, Mark Underwood, David Sterne, David Oakes, Elana Di Troya, Nicky Henson
Regie: Robert Heath
Drehbuch: Matthew McGuchan
Kamera: James Friend
Musik: Richard Pryn
keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2011

Auf einer Party beschließen Chris und seine Clique, dem schüchternen Außenseiter Felix übel mitzuspielen. Beim Partyspiel Wahrheit oder Pflicht wollen sie Felix vor allen bloßstellen. Als die Situation eskaliert, verlässt Felix gedemütigt und in Tränen aufgelöst die Party. Ein Jahr später erhalten Chris und seine Freunde überraschend eine Nachricht von Felix, der sie alle zu seinem Geburtstag in seinem Elternhaus auf dem Land einlädt. Am Ziel angekommen, erwartet die Gäste jedoch nicht Felix, sondern sein Bruder Justin. Weder Chris noch seine Freunde ahnen, dass es sich beim sympathisch auftretenden Justin um einen alles andere als netten Gastgeber handelt. Justin verfolgt seinen eigenen Plan, für welchen er bereit ist, über Leichen zu gehen.


Immer wieder sorgen unsere britischen Nachbarn für etliche sehenswerte Horrorfilme und auch "Truth or Dare" macht hier keine Ausnahme. Sicherlich bietet das Werk von Robert Heath keine Geschichte voller Innovation und Neuerungen, doch was hier zu Beginn noch recht vorhersehbare erscheint, erfährt doch gerade zum Ende hin eine nette Wendung, die man durchaus als überraschend bezeichnen kann. Im Grunde genommen wurden hier dezente Anlehnungen an die Saw-Reihe und bekannte Zutaten aus "Die Todesparty" miteinander vermischt, was eine äußerst stimmige-und stimmige Inszenierung garantiert, an der man als Genre-Liebhaber seine Freude haben dürfte. Die Thematik ist dabei nicht sonderlich neu, denn ähnlich gelagerte Szenarien hat man schon oft genug zu Gesicht bekommen, dennoch schafft es der Film durchgehend, einen gut aufgebauten Spannungsbogen zu präsentieren, der von einer ziemlich dichten-und bedrohlichen Grundstimmung begleitet wird. Das reicht vollkommen aus, um gut 90 Minuten kurzweilige Unterhaltung zu bieten, die zum Ende hin noch einen sehenswerten Plot-Twist beinhaltet, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte.

Zudem hat Robert Heath einige nette-und blutige Szenen eingebaut, die dem Ganzen ein wenig visuelle Härte verleihen, auch wenn diese sich zu keiner Zeit außerhalb eines normalen Rahmens bewegt. Ein jeder hat wohl schon einmal von dem Teenagerspiel "Wahrheit oder Pflicht" gehört und die meisten von uns werden es wohl auf diversen Partys selbst einmal gespielt haben. Die hier dadurch offensichtlich entstehenden Folgen wünscht man jedoch niemandem, dient eine ehrliche Antwort des jungen Felix doch anscheinend als Auslöser für eine menschliche Tragödie, die dem Zuschauer mit zunehmender Laufzeit näher gebracht wird. Das dabei auch noch andere Faktoren und Begleitumstände eine sehr wichtige Rolle spielen ist zunächst nicht ersichtlich, so das man sich auf ein leicht durchschaubares Geschehen einstellt, in dem man keine sonderlichen Überraschungen erwartet. Und so verläuft die gesamte Chose dann auch so das man jederzeit der Meinung ist, den finalen Showdown schon frühzeitig zu erahnen, was sich jedoch im Endeffekt als leichter Trugschluss herausstellen soll.

Das Geschehen nimmt phasenweise eine leicht klaustrophobische Note an, spielt sich doch der Großteil des Filmes in einer einsam gelegenen Waldhütte ab, in der eine Gruppe Teenager vom Bruder des jungen Felix gefangen gehalten wird. Dieser will die Umstände des scheinbaren Selbstmordes seines jüngeren Bruders aufklären, wobei ihm jedes Mittel recht ist, um die Wahrheit aus den Gefangenen heraus zu holen. So präsentieren sich die Ereignisse dann in der ersten Stunde auch wenig abwechslungsreich, beinhalten jedoch genügend Spannung, um den Betrachter bei Laune zu halten. Ab einem gewissen Zeitpunkt schlägt die Story dann einen etwas anderen Weg ein und die zuvor enthaltene Vorhersehbarkeit der Ereignisse weicht diversen Aspekten, die das Ganze in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das wertet den Film durchaus auf und auch wenn man kein Meisterwerk an Innovation präsentiert bekommt, so beinhalten die Ereignisse doch ein wenig Kreativität, was man dem Regisseur auf jeden Fall positiv ankreiden muss.

Auch das dargebotene Schauspiel kann sich jederzeit sehen lassen, die Akteure können in ihren Rollen überzeugen und verleihen dem Szenario eine durchaus glaubwürdige Note. Natürlich sollte man das immer unter dem Aspekt betrachten, das auch hier diverse Klischees bedient werden, was für einen Film dieser Machart aber auch nicht unbedingt überraschend ist. Und so kann man letztendlich von einem Genre-Beitrag sprechen der das Rad nicht neu erfindet, aber altbewährte Zutaten mit einem Hauch Kreativität versieht und so ein unterhaltsames Filmchen darstellt, das man ohne Probleme weiterempfehlen kann.


Fazit:


Wie schnell aus einem Spiel tödlicher Ernst werden kann, wird einem in "Truth or Dare" vor Augen geführt. Robert Heath ist es sehr gut gelungen den Zuschauer mit seinen Vermutungen in Sicherheit zu wiegen, um dann im letzten Drittel der Geschichte doch noch mit einem Plot-Twist aufzuwarten, der einige Ahnungen über den Haufen wirft. Solides Schauspiel, konstante Spannung, ein paar blutige Effekte und eine dichte Atmosphäre sorgen dafür, das man eine Sichtung dieses Werkes keinesfalls bereuen wird.


7/10

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