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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Under the Bed (2012)
BeitragVerfasst: 2. Jul 2013, 09:18 
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Under the Bed - Es lauert im Dunkeln
(Under the Bed)
mit Jonny Weston, Gattlin Griffith, Peter Holden, Musetta Vander, Kelcie Stranahan, Bryan Rasmussen, Nikki Griffin, Tyler Steelman, Sam Kindseth, Ivan Djurovic, Ron Roggé, Garrett Jones, Walter Miranda
Regie: Steven C. Miller
Drehbuch: Eric Stolze
Kamera: Joseph White
Musik: Ryan Dodson
FSK 16
USA / 2012

Nach zwei Jahren bei seiner Tante kehrt der Teenager Neal nach Hause zurück, wo ihn alles immer noch an den Tod seiner Mutter bei einem Brand erinnert. Neal hat geschworen, sich um seinen Bruder Paulie zu kümmern. Der steht Todesängste aus, weil er unter seinem Bett eine bösartige Kreatur vermutet, die ihm nach dem Leben trachtet. Verzweifelt wehren die beiden Brüder zunehmend eskalierende Attacken ab, was sich auf Dauer aber nicht gerade als positiv für die Familienbande mit ihrem Papa und seiner neuen Freundin erweist.


Erst kürzlich lieferte Regisseur Steven C. Miller mit "The Aggression Scale" einen wirklich ordentlichen Action-Thriller ab und wagt sich nun mit "Under the Bed" wieder einmal in das Horror-Genre. Dabei hat er eine Art Hommage an die Monsterfilme der 80er Jahre kreiert, die streckenweise wie eine Mixtur aus Filmen wie "Poltergeist" oder auch "Gate" erinnert. Die Geschichte an sich beinhaltet sicherlich keine wirklichen Neuerungen, kann jedoch durch eine durchgehend gute-und sehr dichte Grundstimmung überzeugen, wobei die Schwächen des Szenarios im dramaturgischen Spannungsaufbau zu suchen sind. Zwar ist es keinesfalls so, das sich keine Spannung aufbauen will, doch in der ersten Stunde des Filmes kümmert man sich zu intensiv um diverse Familien-Probleme, als das man den Fokus auf die wesentliche Thematik legt. Und so erscheint das Ganze dann auch zunächst vielmehr wie ein Familien-Drama, bevor die Ereignisse im letzten Drittel dann endlich die Grusel-Atmosphäre aufkommen lassen, auf die man so sehnsüchtig wartet.

Dennoch erscheint die Story keinesfalls uninteressant, es mangelt lediglich an irgendwelchen Erklärungsversuchen für das unheimliche Monster, das sich unter dem Bett der Teenager in einer Art Zwischenwelt befindet. Nun sind Erklärungen sicherlich nicht zwingend notwendig, aber zumindest der Ansatz einer Erläuterung wäre bestimmt nicht schädlich gewesen. Dafür bekommt der Zuschauer es jedoch mit zwei sehr sympathischen Haupt-Charakteren zu tun, denn das Brüder-Paar kann von Beginn an sehr positiv punkten und zieht einen sogleich auf seine Seite. Die restlichen Darsteller hingegen erscheinen ein wenig blass und hinterlassen keinen sonderlich nachhaltigen Eindruck, wobei sich das dargebotene Schauspiel immer noch sehen lassen kann.

Während sich die erste Stunde der Geschichte ein klein wenig zähflüssig gestaltet und eher selten nette Effekte bietet, hat Miller die restliche Zeit äußerst rasant gestaltet und serviert einem dabei auch einige etwas härtere Passagen, die man in dieser Form eigentlich gar nicht erwartet hätte. Auch das Erzähltempo erfährt eine ordentliche Steigerung, so das die letzten Minuten einen ordentlichen Adrenalin-Schub beinhalten, der die ganze Geschichte noch einmal etwas aufwerten kann. "Under the Bed" zählt ganz sicher nicht zu den Werken, die man als echtes Genre-Highlight bezeichnen könnte, bietet aber durchaus sehenswerte Grusel-Kost für einen gemütlichen Film-Abend und ist auf keinen Fall reine Zeitverschwendung. Allerdings hätte man weitaus mehr aus der vorliegenden Thematik herausholen-und das gesamte Szenario besser in Szene setzen können. Ein bisschen weniger Familien-Drama und stattdessen etwas mehr Monster-Horror hätten dem Gesamtbild besser zu Gesicht gestanden und dennoch kann man die Geschichte immer noch im oberen Durchschnitts-Bereich ansiedeln. So aber werden diverse gute Ansätze nicht konsequent herausgearbeitet und verlaufen ein wenig im Sand.

Insgesamt gesehen ist "Under the Bed" alles andere als ein schlechter Film, doch bei genauerer Betrachtung wäre weitaus mehr drin gewesen. Ein paar sehenswerte Effekte, eine gute Atmosphäre und zwei sympathische Hauptdarsteller reichen leider nicht aus, um einen gänzlich überzeugenden Eindruck zu hinterlassen, aber eine Sichtung ist dieses Werk doch allemal wert, wenn man nicht mit vollkommen übersteigerten Erwartungen an die Story herangeht. Was am Ende übrig bleibt ist eine streckenweise gelungene Hommage an die Monster-Filme der 80er Jahre, die jedoch nicht über die gesamte Laufzeit überzeugen kann und einige kleinere Defizite aufweist.


Fazit:


Mir persönlich hat dieser Film recht gut gefallen, woran auch diverse Mankos nichts ändern können. Dennoch ist es schade, das einmal mehr durchaus vorhandenes Potential nicht gänzlich ausgeschöpft wurde, denn ansonsten würden wir an dieser Stelle über ein absolut gelungenes Werk reden, das sich im oberen Drittel der Bewertungs-Skala einordnen würde.


6/10

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