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 Betreff des Beitrags: V/H/S: Viral (2014)
BeitragVerfasst: 15. Mär 2015, 15:13 
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V/H/S: Viral
(V/H/S: Viral)
mit Emmy Argo, Justin Welborn, Emilia Ares Zoryan, Garrett Bales, Gregg Bishop, Greyson Chadwick, Nick Blanco, Temple Hull, Jeanine Harrington, Laura Eschmann, Niousha Khosrowyar, Michael Aaron Milligan
Regie: Justin Benson / Gregg Bishop / Aaron Moorhead / u.A.
Drehbuch: Justin Benson / Gregg Bishop / Todd Lincoln / u.A.
Kamera: Harris Charalambous / Jon D. Domínguez / u.A.
Musik: Joseph Bishara / Kristopher Carter
FSK 16
USA / 2014

In Los Angeles liefert sich die Polizei eine rasante Verfolgungsjagd mit einem Eiswagen, die für viel Aufsehen sorgt. Etliche Jugendliche säumen die Straßen und filmen mit Videokameras und Handys das Geschehen, um durch spektakuläre Aufnahmen vielleicht den nächsten viralen Video-Hit einzufangen. Doch die sensationslüsternen Jugendlichen ahnen nicht, dass hinter der Verfolgung weit mehr steckt und sie unwissend in tödliche Ereignisse hineingezogen werden, die sie selber auf makabere Weise zum nächsten viralen Clip machen ...

"Vicious Circle": Kevin ist begeistert von seinem neuen Bildaufnahmegerät. Als draußen eine Verfolgungsjagd ihren Lauf nimmt, hängt sich Kevin dran. "Dante the Great": Ein Bühnenmagier entdeckt das schaurige Geheimnis des Capes von Harry Houdini. "Parallel Monsters": Alfonso findet eine Tür in eine andere Dimension. Dort trifft er sein Ebenbild, und man beschließt, mal kurz die Welt zu tauschen. "Bonestorm": Eine Gruppe junger Skatepunks stolpert in den Kanälen von Los Angeles über eine satanistische Kultstätte.



Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern fällt der letzte Teil der "V/H/S Trilogie" mit lediglich drei Episoden und einer Laufzeit von gerade einmal knapp 77 Minuten relativ kurz aus, zudem scheint der Film bisher bei den meisten Leuten nicht ganz so gut anzukommen. Das mag wohl hauptsächlich in der 16er Freigabe begründet sein, denn diese deutet schon eindeutig darauf hin, das man dieses Mal im Bezug auf die visuelle Härte ein wenig auf die Bremse getreten hat. So ist es dann auch nicht wirklich überraschend das blutige Passagen in einem recht überschaubaren Rahmen vorhanden sind, was in meinen Augen jedoch keinesfalls ein Grund ist, den letzten Teil der Trilogie teilweise regelrecht zu zerreißen. Die jeweiligen Episoden sind nämlich wirklich gut gelungen und beinhalten alle auch einen sehr konstanten Spannungsbogen. Eingebettet ist das Ganze wie immer in eine eher dünne Rahmenhandlung, die in vorliegenden Fall ein wenig hektisch geraten ist und phasenweise für leichte Irritierungen sorgen kann. Dadurch erscheint das Szenario eventuell nicht ganz so stimmig wie in den beiden ersten Teilen, wobei dies selbstverständlich wie immer im Auge des Betrachters liegt.

Wurde zuvor durch diverse ziemlich harte Episoden um die Gunst des Zuschauers gebuhlt, so haben die Regisseure hier mehr Wert auf Mystery Elemente, ein wenig SCI/FI und diverse bizarre Momente gesetzt, was insgesamt gesehen eine äußerst gelungene Mixtur ergibt, an der man durchgehend seine Freude haben kann. Gleichzeitig hinterlassen alle drei Folgen einen atmosphärisch dichten Eindruck und sorgen auch gelegentlich für eine gepflegte Gänsehaut beim Betrachter. Lediglich die Rahmenhandlung hat mir persönlich nicht so gut gefallen wie in den beiden Vorgängern, hier gibt es zu viele hektische Schnitte, die dem Gesamtbild ein wenig abträglich sind. Dennoch kann man sich insgesamt gesehen wirklich nicht beschweren, denn "V/H/S: Viral" präsentiert im Prinzip genau die Dinge, die diese Reihe von Beginn an so ausgezeichnet hat. Der übliche Found Footage Look ist wie immer das Markenzeichen und auch ansonsten sind sämtliche Zutaten vorhanden, um den Fans der Trilogie genau das zu bieten was man von ihr gewohnt ist.

Warum also erntet der dritte Teil bisher eher sehr negative Kritiken? Manch einer hat bestimmt ein weitaus blutigeres Spektakel erwartet und in dieser Beziehung ist "V/H/S: Viral" dann auch der schwächste Film der Reihe, doch sollte man sein Hauptaugenmerk nicht ausschließlich auf den vorhandenen Härtegrad legen, da die Chose ansonsten wirklich zu überzeugen weiß. So bekommt man in der ersten Folge "Dante the Great" herrliche Mystery Elemente geboten, in "Parallel Monsters" offenbart das SCI/FI Genre diverse gruselige und bizarre Momente und in der abschließenden Episode "Bonestorm" schimmert der rituelle Horror durch, was zusammen genommen doch eine abswechslungsreiche und gelungene Kombination ergibt, die viel besser in Szene gesetzt wurde als manche im Netz umher schwirrende Kritik es vermuten lässt. Nun werden aber auch des Öfteren eine angeblich schlechte Synchronisation, dumme Dialoge und vor allem schlecht agierende Schauspieler bemängelt, doch alle drei Kritikpunkte konnte ich ehrlich gesagt nicht entdecken.

Schon in den voran gegangenen Teilen war kein oscarreifes Schauspiel vorhanden und für so etwas sind Filme dieser Art auch sicherlich nicht ausgelegt. Die Dialoge sind dem jeweiligen Geschehen entsprechend durchaus angebracht und die deutsche Synchro ist vollkommen in Ordnung. Viel eher sollte manch einer eventuell einmal die eigenen Erwartungen überprüfen, mit denen er an einen Film wie "V/H/S: Viral" heran geht, da diese eventuell in eine vollkommen falsche Richtung abzielen. Gerade im Bereich des Found Footage gibt es wirklich etliche Rohrkrepierer, die aber komischerweise von vielen Leuten geradezu in den Himmel gehoben werden, im Gegensatz dazu bietet die "V/H/S" Reihe geradezu erstklassige Filmkost. Und auch der vorliegende Film ist insgesamt gesehen bis auf kleinere Mankos absolut gelungen, so das die vielen negativen Bewertungen kaum logisch nachvollziehbar erscheinen. In welcher Reihenfolge sich die einzelnen Filme bei einem persönlich ansiedeln steht dabei auf einem vollkommen anderen Blatt, doch "V/H/S: Viral" ist meiner Meinung nach der gelungene Abschluss einer Horror Anthologie, die dem geneigten Genre Fan den Horror gut näher gebracht hat und dabei auch jede Menge Abwechslung bietet. Am besten macht sich aber ein jeder selbst ein Bild davon und gibt diesem Werk eine faire Chance die es definitiv verdient hat. Wer Teil 1 & 2 mochte, dürfte auch hier auf seine Kosten kommen und wird es sicherlich auch verschmerzen können, das dieses Mal nicht so hart und blutig zur Sache gegangen wird wie zuvor.


Fazit:


Geschmäcker sind nun einmal verschieden, jedoch sollte man bei einer Bewertung nicht jegliche Objektivität zur Seite schieben und einen Film grundlos schlecht reden. Sicher handelt es sich hier um kein Meisterwerk und eventuell ist "V/H/S: Viral" je nach Sichtweise auch der schwächste Teil der Reihe, doch ehrlich gesagt bekommt man genau das serviert was schon zuvor geboten wurde, nämlich gut inszenierte Kurzfilme in denen es stimmig und atmosphärisch zur Sache geht.


7/10


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