Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
Aktuelle Zeit: 6. Dez 2016, 03:52

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 341

AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Wrong Turn 5: Bloodlines (2012)
BeitragVerfasst: 25. Sep 2013, 14:55 
Offline
Forum Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.2012
Beiträge: 2733
Geschlecht: männlich
Bild




Wrong Turn 5: Bloodlines
(Wrong Turn 5: Bloodlines)
mit Doug Bradley, Camilla Arfwedson, Simon Ginty, Roxanne McKee, Paul Luebke, Oliver Hoare, Kyle Redmond-Jones, Amy Lennox, Duncan Wisbey, Radoslav Parvanov, George Karlukovski, Borislav Iliev, Peter Brooke
Regie: Declan O'Brien
Drehbuch: Declan O'Brien / Alan B. McElroy
Kamera: Emil Topuzov
Musik: Claude Foisy
ungeprüft
USA / 2012

In den Bergen von West Virginia wird wie jedes Jahr zu Halloween ein großes Rockmusik- und Kostümfest veranstaltet. Auch eine Gruppe Studenten aus der Stadt will da mitmachen und nebenbei ein wenig im Grünen zelten. Unterwegs werden die Kids jedoch von einem Fremdling attackiert und landen nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung gemeinsam mit diesem in der Zelle des lokalen Sheriffs, der erstmal alle für gleichermaßen verdächtig hält. Doch der Fremde hat Verbündete, die sich nicht mit seiner Verhaftung abfinden.


Als im Jahr 2003 der erste Teil der "Wrong Turn" Reihe erschien, da konnte man sich noch über einen teils sogar innovativen Backwood-Slasher freuen, der in erster Linie durch seine grandiose Atmosphäre zu überzeugen wusste. Mittlerweile sind wir nun beim fünften Film der Reihe angelangt und so langsam gibt die Thematik um degenerierte-und missgestaltete Rednecks wirklich überhaupt nichts mehr her, was den Genre-Fan in irgendeiner Art und Weise überraschen könnte. Obwohl alle 5 Werke eigenständige-und in sich abgeschlossene Geschichten erzählen ist mittlerweile ein Punkt erreicht, das man die sich immer sehr ähnlich gelagerten Szenarien fast schon nicht mehr sehen kann. Declan O'Brien zeichnet hier mit "Wrong Turn 5: Bloodlines" schon das zweite Mal für die Regie verantwortlich und setzt damit neben dem schon nicht sehr gelungenem Vorgänger auch die nächste Story so ziemlich in den Sand. Zwar wurde einmal mehr ein recht ordentlicher Härtegrad eingefügt der einige ziemlich derbe Passagen beinhaltet, jedoch kann das keinesfalls über die fehlende Innovation hinwegtäuschen. Keinerlei neue Impulse, eine äußerst vorhersehbare Geschichte und dümmlich agierende Schauspieler vermiesen dem Zuschauer sogar phasenweise den Film-Spaß, denn was sich einem hier an unlogischem Verhalten präsentiert, geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr.

Daran ändert auch der Aspekt nichts, das in einer der Hauptrollen mit Doug Bradley (Pinhead) zumindest ein kleines Highlight mit an Bord ist, denn lediglich seiner äußerst gelungenen-und extrem fiesen Performance ist es zu verdanken, das dieses Werk nicht zu einem totalen Rohrkrepierer mutiert. Ansonsten aber bietet sich einem das übliche Bild, in dem ausschließlich neue-jedoch vollkommen austauschbare Protagonisten und ein neuer Schauplatz zu bestaunen sind. Für manch einen mag das ja genügend Abwechslung bieten, wenn denn im Endeffekt der Gore-Gehalt des Szenarios sämtliche filmischen Defizite überstrahlt. Doch selbst in dieser Beziehung ist "Bloodlines" nicht so reichlich bestückt wie einige Vorgänger und die richtig brutalen Szenen werden doch hauptsächlich nur im Ansatz gezeigt, so das man den Rest der Fantasie des Zuschauers überlässt. Die vorhandenen härteren Einstellungen bieten zwar einen ordentlichen Unterhaltungswert, doch ist man zunehmend der Meinung, das man sämtliche Einstellungen nicht zum ersten Mal zu sehen bekommt.

Es fehlt ganz einfach an der nötigen Abwechslung um dieser Reihe eventuell noch einmal einen Schub und somit etwas Neues zu verleihen, denn in vorliegender Form bietet das "Wrong Turn" Franchise einfach keinen wirklichen Reiz mehr, erscheint die Thematik doch bis zum Erbrechen ausgelutscht und lockt keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Sicherlich wird das die Macher nicht davon abhalten noch weitere Teile zu drehen, doch dann sollte man doch vielleicht wieder zu den Wurzeln zurückgehen und etwas mehr Wert auf eine ordentliche Story legen, als das sich das Szenario fast ausschließlich über einen gesteigerten Härtegrad definiert. Ich persönlich habe jedenfalls so langsam den Kanal voll und kann die immer gleichen Geschehen nicht mehr sehen, in denen die Charaktere immer flacher-und dümmer werden und auch die Rednecks ihren Ideen-Reichtum in Sachen Tötungen irgendwo unterwegs verloren haben. Die ganze Chose erscheint einfach nur noch vollkommen banal-und größtenteils sogar langweilig, so das auch blutige Szenen den Bock nicht mehr umstoßen können. Von echter Abwechslung oder gar einem konstanten Spannungsaufbau möchte ich erst gar nicht sprechen, denn die totale Vorhersehbarkeit der einzelnen Storys lässt jedes noch so kleine Aufkeimen von Spannung sofort im Ansatz ersticken.

Obwohl ich bisher trotz sinkender Qualität immer ein Fürsprecher dieser Horror-Reihe war ist es wohl langsam an der Zeit, die Thematik ein wenig ruhen zu lassen. Fünf Filme erscheinen mehr als genug, was insbesondere aufgrund des immer weiter sinkenden Niveaus schon ein in Stein gemeißelter Fakt ist. Zudem scheint der gute Declan O'Brien auch nicht unbedingt der richtige Regisseur zu sein, um dem Backwood-Slasher neue-und innovative Impulse zu verleihen, denn dafür erscheint sein Talent nicht ausreichend. Wem eine ausgedünnte Rahmenhandlung, größtenteils schlechtes Schauspiel, extrem unlogisches Verhalten und einige derbe Szenen immer noch nicht zum Hals raushängen, der wird eventuell sogar seine Freude an diesem Film haben, wer jedoch etwas mehr erwartet, dürfte eine ziemlich herbe Enttäuschung erleben, da man alles schon mehr als einmal- und zudem auch besser umgesetzt zu Gesicht bekommen hat.


Fazit:


"Und täglich grüßt das Murmeltier" ist der Titel einer Komödie, in der Bill Murray den immer gleichen Tag wieder erlebt. Das Prinzip könnte man mittlerweile auch auf die "Wrong Turn" Filme anwenden, denn bis auf dezente Unterschiede in Sachen Cast und Location ähneln sich die jeweiligen Geschichten doch so frappierend, das man langsam keine Lust mehr auf diese 08/15 Brühe hat.


4/10

_________________
Bild

Bild Big Brother is watching you


Nach oben
 Profil Besuche Website  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker