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Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Zombiber (2014)
BeitragVerfasst: 21. Mai 2015, 17:36 
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Zombiber
(Zombeavers)
mit Rachel Melvin, Cortney Palm, Lexi Atkins, Hutch Dano, Jake Weary, Peter Gilroy, Rex Linn, Brent Briscoe, Phyllis Katz, Robert R. Shafer, Bill Burr, John Mayer, Jordan Rubin, Sonny Tanning, Fred Tatasciore
Regie: Jordan Rubin
Drehbuch: Jordan Rubin / Al Kaplan / Jon Kaplan
Kamera: Jonathan Hall
Musik: Al Kaplan / Jon Kaplan
keine Jugendfreigabe
USA / 2014

Eine Gruppe junger Leute will ein Wochenende am See verbringen. Ohne Handyempfang und meilenweit vom nächsten Ort entfernt sind dort sie abgeschnitten von der Außenwelt. Dumm nur, dass zwei grenzdebile Lkw-Fahrer einen Unfall verursachen und dadurch toxischer Abfall in den See gelangt. Es kommt, wie es kommen muss: die ansässigen Biber mutieren zu Zombie-Bibern, die es auf Menschen abgesehen haben! Die Freunde kämpfen ums Überleben – doch als sich einer von ihnen selbst in einen menschlichen Zombie-Biber verwandelt, scheint es kein Zurück mehr zu geben …


In einer Horror Komödie die Zombie Thematik her zu nehmen ist keine Neuigkeit, diese jedoch auf possierliche Biber anzuwenden schon eher. Nichts anderes hat Jordan Rubin bei seinem Erstlingswerk gemacht und so einen skurrilen Genrebeitrag geschaffen, der durchgehend nicht unbedingt anspruchsvolle, dafür aber sehr kurzweilige Unterhaltung anbietet. Dabei macht "Zombiber nie einen Hehl daraus, das dem Film ganz augenscheinlich nicht unbedingt ein großes Budget zu Grunde lag und dieser Gesichtspunkt springt dem Zuschauer allein schon bei der visuellen Darstellung der mutierten Nager förmlich ins Gesicht. Man sollte das aber keinesfalls negativ bewerten, denn dieser Punkt unterstreicht nur die wunderbar trashige Note des Szenarios. In den ersten gut 30 Minuten passiert eigentlich nicht viel und man bekommt die übliche Einleitung in eine relativ dünne Rahmenhandlung, in der selbstverständlich die handelsübliche Gruppe von Teenagern im Mittelpunkt des Geschehens steht.

Rubin serviert einem zunächst nicht mehr als ein paar coole Sprüche und das übliche Gehabe, zudem gibt es ein wenig nackte Haut und diverse sexuelle Anspielungen zu begutachten. Erst nach gut einer halben Stunde nimmt das Ganze dann eine ziemlich heftige Wendung, denn das erste Auftreten eines der "Zombiber" sorgt dann für die erste kleinere Temposteigerung und lässt gleichzeitig auch die ersten Tropfen Kunstblut erkennen. Von nun an entwickelt sich immer mehr eine temporeiche Erzählung und es geben sich immer mehr härtere Passagen zu erkennen, in denen es phasenweise ordentlich zur Sache geht. Das alles geschieht mit einer ordentlichen Portion Humor und auch die manchmal nicht gerade nachvollziehbaren Handlungsweisen der Protagonisten dürfen dabei keinesfalls fehlen. Es sind also sämtliche notwendigen Zutaten für ein skurriles und stellenweise auch sehr witziges Filmchen vorhanden, so das einen die fehlende inhaltliche Substanz nicht weiter stört. Bei einem Film dieser Art ist das auch nicht zwingend erforderlich, dient die Chose doch in erster Linie dazu den Zuschauer witzig zu unterhalten und ihn nebenbei auch noch mit der nötigen Portion Blut zu versorgen.

Beides gelingt dem Regisseur ganz ordentlich, denn streckenweise offenbart "Zombiber" wirklich sehenswerte und starke Momente. Das dabei auch des Öfteren äußerst grotesk anmutende Situationskomik auftritt dürfte nicht wirklich verwundern und so sieht man sich an vielen Stellen auch den absurdesten Geschehnissen gegenüber. Richtige Spannung sollte man hier jedoch nicht erwarten, denn zu vorhersehbar gestalten sich die Abläufe. In meinen Augen ist das aber nicht weiter schlimm und wer schon mal den ein oder anderen Zombiefilm gesehen hat kann locker vorhersehen, das die Ereignisse in der zweiten Filmhälfte in eine ganz bestimmte Richtung tendieren. So liegt es fast logisch auf der Hand, das der Zombie Virus selbstverständlich auch auf die Menschen übertragen wird, was in der Folge sogar für einen noch einmal erhöhten Unterhaltungswert sorgen soll.

Letztendlich stellt "Zombiber" ganz sicher kein filmisches Meisterwerk dar, bietet dafür aber eine extrem kurzweilige und gleichzeitig auch stellenweise blutige Kombination aus Tierhorror, Komödie und purem Trash. Dieser Mix wird bestimmt nicht alle Geschmäcker treffen, aber für einen gelungenen Filmabend eignet sich dieses Werk definitiv. Bei einer Netto Laufzeit von gerade einmal 71 Minuten entstehen zudem auch keinerlei Längen, so das man im Endeffekt eigentlich zu einem guten Gesamturteil gelangen sollte.


Fazit:


Natürlich ist "Zombiber" keinesfalls perfekt und gerade rein inhaltlich hat die Geschichte nicht gerade viel zu bieten, doch dafür kann man sich auf manchmal schon herrlich hanebüchene Unterhaltung einstellen, bei der man Dinge wie Anspruch und Tiefsinnigkeit einmal ganz zur Seite schieben sollte. Gehirn ausschalten und genießen lautet die Devise, dann kommt man an dieser Stelle auf jeden Fall auf seine Kosten.


7/10


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