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 Betreff des Beitrags: Berge des Wahnsinns – H. P. Lovecraft – Gruselkabinett 44/45
BeitragVerfasst: 1. Mai 2014, 23:32 
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Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Titana Medien
Serie: Gruselkabinett
Lauflänge: 118:16
Sprecher: u. a. Eckart Dux, Annina Braunmüller, Bettina Weiß, Jan Panczak, Reiner Schöne

Inhalt:


Weiter. Sie gehen in diesen Gang. Etwas kommt näher, schnaubend. Professor! Er soll die Nerven behalten. Nebel. Nein! Sie müssen hier raus. Die Kreidezeichen sind noch da. Hier lang. Es gehen nicht immer alle Wünsche in Erfüllung. Ein Schrei...

Der junge Larry Danforth erwacht aus dem Alptraum. Oh, Gott. Wird das nie aufhören? Mitten in der Nacht. Er will einfach vergessen... einfach nur vergessen. Wenn Professor Dyer ihm nur helfen könnte. War es richtig zu schweigen? Es war in der Antarktis. Man sie zerreißen, wenn sie veröffentlichen. In der Zeitung war von einer weiteren Expedition von Startweather und Moore die Rede. Aber dort "unten" ist es lebensgefährlich.

Danforth ist der Assistent des Professors. Beide sind Geologen. 1930 fand ihre erste Expedition zur Antarktis statt. Prof. Pabodie hat als Ingenieur ein neues Bohrgerät zur Gewinnung von Bodenproben entwickelt. Es ist kurz vor der Planung startklar. Auch die Konstruktion für die Flugzeuge, die die gesamte Ausrüstung transportieren müssen, sind bereits fertig gestellt. Ein Stützpunkt soll in der Antarktis entstehen und Pabodie will sogar die Betreuung der technischen Geräte vor Ort übernehmen. Auch Prof. Atwood will als Physiker mit an der Expedition teilnehmen. Die Schiffe sind auch bereits rekrutiert. Die Nathaniel Durmand Pickmann Stiftung übernimmt die Kosten für das Abenteuer. Zur Feier des Tages wird deshalb auch eine Champagnerflasche geköpft. Vielleicht schaffen sie es sogar noch dieses Jahr den Anker zu lichten. Voraussichtlich wird es Anfang September losgehen, damit sie den ganzen arktischen Sommer nutzen können. Dyer will, dass überall im Kontinent gebohrt wird, damit soviele Proben wie möglich ausgewertet werden können. Aufgrund der vielen Stürme in diesen Gegenden, soll die Expedition großzügig geplant werden.

Mrs. Dr. Leni Lake platzt in die Verhandlungen. Sie ist Biologin und will mit ihrer Assistentin Leslie Carroll auf jeden Fall auch an der Expedition teilnehmen. Sie wäre die beste Ergänzung des Teams. Dyer ist allerdings nicht auf weibliche Teilnehmer eingestellt und will sie am Liebsten gar nicht mitnehmen. Doch der besagte Nathaniel Durmand Pickmann ist zufälligerweise der Vater von Leni, so dass Dyer sie schlussendlich mit kommen lässt. Er wird mit den beiden Frauen keinen Ärger haben.

Die Vorbereitungen laufen und am 02. September stechen sie in See. Dyer selbst war noch nie in der Antarktis, nur der Kapitän war bereits vor Ort. Die Tage werden länger, Eisberge kommen in Sicht und am 20. Oktober überqueren sie den Polarkreis. Die Temperaturen sinken und etwa eine Woche später erreichen sie das Festland und auf der Ross-Insel betreten sie Land. Die Temperaturstürze können in diesen Gegenden extrem sein. Ein vorläufiges Lager wird errichtet und erste Bohrungen werden durchgeführt.

Von einem Tagesausflug bring Atwood eine Schieferplatte mit. In dieser finden sich nicht nur Fossilen, was bereits einen erstaunlichen Fund darstellte, sondern auch ein dreieckiger Fußabruck, der zur präkambrischen Urzeit, in welcher das Gestein entstanden ist, gar nicht existieren dürfte. Er ist etwa 30 cm lang. Die Platte wurde etwa 300 Meilen östlich von hier gefunden. Lake ist hellauf begeistert und will mit ihrer Assistentin Leslie und Atwood direkt dorthin gehen, um nach Leben zu suchen. Dyer willigt ein, nachdem die Bohrungen nach gut drei Wochen beendet wurden. Per Funk bleiben sie weiter in Kontakt. Lake soll dort aber kein Risiko eingehen. Trotz des aufziehenden Sturms startet sie einen Erkundungsflug über das Territorium, und das, was sie dort zu sehen bekommt, ist gewaltig, denn das Gesteinsfundament überragt mit seinen etwa 35.000 Fuß Höhe selbst den Himalaya. Das Massiv scheint ebenfalls aus Schiefer zu bestehen. Große, rechtwinklige Blöcke sind an die Felsen gestellt, so als wenn dies nicht natürlich vorkommen würde. Fast sieht das Ganze aus wie eine Burganlage.

Am nächsten Tag gelingt ihnen der größte Sensationsfund. In einer Gletscherhöhle entdecken sie 14 monströse Lebewesen, die in Eis eingefroren sind. Sie sind etwa 2,50 m hoch und ihre Beine passen zu den gefundenen Fußabdrücken. Lake will diese Wesen sezieren, da es eine bedeutende Errungschaft in der Erkenntnis der Evolution darstellen könnte. Deshalb werden die Wesen in einem Zelt aufgetaut. Mit ihrer Assistentin macht sie sich daran die alten Wesen zu sezieren, doch als sie sich nicht mehr über Funk meldet, kommt Dyer ins Grübeln, ob ihnen nicht etwas passiert sein könnte. Das nächste, was sie zu hören bekommen, ist ein verzweifelter Hilferuf aus dem Lager im Osten, und als die Schreie am anderen Ende beginnen, bricht die Verbindung ab.

Dyer sowie auch Danforth sind momentan machtlos, denn sie brauchen ein Flugzeug, um nach Osten zu gelangen, doch dieses ist noch nicht fertig zum Abflug. Deshalb verzögert es sich um 2 Tage, bis der Professor nachreisen kann. Was Pabodie und er dann dort zu sehen bekommen, ist grausam, denn die Zelte sind mit Blut überströmt. Außerdem findet er die Leichen von Atwood und Lake, nackt und aufgeschnitten, so als wenn jemand sie auf amateurhafte Weise sezieren wollte. Und Ausrüstungsgegenstände aus dem Lager fehlen. Die Wesen sind wieder begraben worden und an ihren Schneehügeln prangen fünfeckige Ornamente. Doch Dyer muss herausfinden, was mit den anderen passiert ist, und so machen sich die übrigen drei auf den Weg in die Berge des Wahnsinns...

Wertung:


Von H. P. Lovecraft habe ich noch keine Geschichte gelesen, ich kenne lediglich den "Re-Animator" und "From Beyond" sowie "Lurking Fear" als Filme. Man sagte ihm immer nach, dass er seiner Zeit voraus war, und das kann ich nach dem Hören dieses phatastisch inszenierten Hörspiels durchaus nachvollziehen, denn die 1931 veröffentlichte Geschichte wirkt zwar fast normal, geht dann aber doch weit über das hinaus, was man erwartet hatte. Denn es ist hier nicht nur die Rede von Atlantis sondern auch von Wesen aus dem Weltall und das ist schon sehr erstaunlich für eine Geschichte aus den dreißiger Jahren.

Das Schwierige hierbei ist wieder, die ganze Zeit aufmerksam zu sein, denn hierbei handelt es sich ja sogar um eine fast zweistündige Produktion, was es umso schwerer macht sich genau zu konzentrieren. Dabei ist die Aufnahme durch die Erzählung, durch die zum einen Professor Dyer leitet und zum anderen durch eine Aufnahme von Dr. Leni Lake unterbrochen wird, nicht unbedingt einfach, denn auch die Sprache, die hier Verwendung gefunden hat, passt sich natürlich der Sprache des Originals an, und das ist für heutige Ohren schon manchmal befremdlich. Die Spannung kann auf jeden Fall die gesamte Dauer über aufrecht erhalten werden.

An Sprechern gibt es hier zwei ganz große Rollen. Die erste, die mir hier aufgefallen war, ist Dr. Leni Lake, denn hier verleiht Bettina Weiß ihr die Stimme, und jedem Filmfan ist diese ein Begriff, denn sie synchronisiert unter anderem zahlreiche Rollen von Sandra Bullock, Juliette Lewis, Cate Blanchett und Rachel Weisz. Auch einige Rollen von Milla Jovovic hat sie gesprochen aber Alice gehört nun gerade nicht dazu. Sie macht ihre Sache hier großartig. An Hörspielen hat sie sich aber bisher kaum beteiligt. Die zweite, große Sprechrolle wird von Eckart Dux belegt. Das sagt dem ein oder anderen gar nichts, aber er ist ein alter Hase im Geschäft. Hier war er für Pabodie zuständig, aber sonst kennt man ihn eher in anderen Rollen. Anthony Perkins in Psycho, Tony Curtis, Sir Ian McKellen in den beiden aktuellen Hobbit-Teilen, aber auch Peter Fonda in "Der Tríp", Robert Harris in "Cabin Fever" sowie als Lucky Luke war er unterewegs. Die bekannteste Sprechrolle, die er wohl hatte, war die des Man-E-Faces in den Masters of the Universe Hörspielen.

Alles zusammen genommen liegt hier ein exzellentes Hörspiel vor. Lediglich das Ende konnte nicht gänzlich überzeugen. Warum, dass müsst ihr selbst herausfinden. Insgesamt gibt es deshalb 09/10 Punkten!

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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