Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Der Mönch - Matthew Gregory Lewis - Gruselkabinett 80/81
BeitragVerfasst: 7. Aug 2014, 20:19 
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Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Titana Medien
Serie: Gruselkabinett
Lauflänge: 154:05
Sprecher: Hasso Zorn, David Nathan, Joseline Gassen, Marie Bierstedt, Julia Stoepel, Fabian Oscar Wien, Marius Clarén, Patrick Bach, Rubina Nath, Jana Nagyova, Dagmar von Kurmin, Polonca Olszak, Margot Rothweiler, Susanne Uhlen, Eckart Dux, Axel Lutter, Arianne Borbach, Dirk Petrick, Stephan Bosenius, Marc Gruppe

Die Inhaltsangabe ist ausführlich, verrät aber trotzdem nicht das Ende. Sie soll als Einblick in eine ganz andere Welt dienen und als Empfehlung zum Hören verstanden werden.


Inhalt:


Ein Kapuzinerkloster. Seit nunmehr 3 Wochen herrscht gedränge in der Kirche. Leonella Dalfa ist mit ihrer Nichte Antonia Dalfa hier, und sie scheinen keinen Sitzplatz mehr zu bekommen, so voll ist es. Und auch niemand scheint der älteren Leonella einen Sitzplatz anbieten zu wollen. Antonia fühlt sich hier bei diesem Gedränge nicht wohl. Die jungen Männer Lorenzo de Medina und Christoval Condé d'Ossorio bieten ihre Plätze an. Antonia hat ihren Schleier noch nicht gelüftet, denn die beiden wollen auch sehen, für wen sie Platz machen. Die beiden Frauen scheinen erst kurz hier in Madrid zu sein. Lorenzo schmeichelt den beiden. Und Leonella erzählt ihre Geschichte, denn die Mutter von Antonia, Elvira Dalfa, hatte eine zweite Ehe geführt, ohne dass ihr eigentlicher Mann dies wusste. Sie wuchs in Mursia auf. Die Eheleute hatten sich auf die westindischen Inseln abgesetzt. Der Marquis ließ ihren Vater ins Gefängnis werfen. Elviras Mann starb nach 13 Jahren, und dann kam sie nach Spanien zurück. Doch der Marquis hatte mit seiner neuen Frau einen Sohn. Er stellte Elvira eine Burg in Mursia zur Verfügung, doch inzwischen ist der Marquis verstorben. Der zweite Sohn soll für Antonia und Elviras Auslagen sorgen.Wie heißt der Marwuis? Der Marquis de las Cisternas. Lorenzo will als Fürsprecher der beiden Dienen, denn er kennt den Marquis gut.

Warum ist das Gotteshaus so voll? Ambrosio, der vor 3 Wochen gwählte Abt des Klosters, hält Donnerstags seine Messen ab. Es ist als hätte er die Stadt mit seiner Predigt verzaubert. Die beiden Frauen haben vorher noch nie etwas von ihm gehört. Man nennt ihn auch "Den Heiligen". Man fand ihn als Wickelkind vor der Klosterpforte. Er hat die Mauern des Klosters noch nie verlassen, obwohl er bereits 30 Jahre alt ist. Er hat sein Leben dem Studium und der Askese gewidmet. Er ist attraktiv aber keusch. Da kommt er. So sah Antonia ihr Heiland aus, wenn er ihr in ihren Träumen erschien.

Die Predigt beginnt. Er möchte von der Verderbtheit der Sünden sprechen. Satan weiß um ihre Sünden. Der Pfad, den ihr beschreitet, führt in die Verdammnis. Antonia spührte ein Hochgefühl. Es war mucksmäuschenstill und die Predigt war lang. Amen. Die Stille hielt im Anschluss an. Die Gläubigen baten im Anschluss um seinen Segen. Antonia war einer Ohnmacht nahe. Die beiden Männer wollen die Frauen nach Hause bringen, aber sie sollen sich noch gedulden. Don Christoval soll Leonella einen Handkuss geben. Er ist im Palast de Medina anzutreffen. Irgendwie hatte Leonella aber etwas missverstanden, denn sie fasst das Gesagte und die Gesten als Hof machen auf. Lorenzo hat jedoch nur Augen für Antonia und wenn Christoval sich richtig verhält, so kann es ihm nur bei der Annäherung zu Antonia nützen.

Lorenzo möchte seine Schwester Donna Agnes de Medina im Kloster besuchen und bleibt vorerst allein zurück während Chrostoval ins Theater geht. Er hat sich in Antonia verliebt, und über seinen Gedanken schläft er im Kloster ein.

Antinoa und ihre Tante machen sich auf den Heimweg. Eine Zigeunerin kommt des Weges und Antonia möchte sich ihre Zukunft vorher sehen lassen. Ihre Hand bitte. Die Zigeunerin erschreckt. Ein Unhold wird um sie werben. Mediet die Tugendreichen. Die Engel werden um Euch weinen, schönes Fräulein.

Ambrosio tritt vor die Jungfrau Maria. Es war ein Bild, was in seiner Kammer hängt. Durch das Bild hat er Gefühle. Heilige Jungfrau. Zeige mir, wie ich der Versuchung standhalten soll. Es klopft an seiner Tür. Der junge Rosario. Er solle eintreten. Er ist Novize ihres Ordens. Ambrosio hatte sich nach einem Freund gesehnt. Über Rosarios Kommen gibt es ein Geheimnis. Sein Gönner bleibt im Unbekannten. Ambrosio will ihm endlich in die Augen blicken, doch die Kapuze bleibt auf. Es wird die Stunde kommen, wo sie sich Auge in Auge gegenüber stehen werden. Doch nun werden sie ihre Zeit gemeinsam im Gebet verbringen.

Don Lorenzo de Medina war noch in der Kirche. Er träumte. Eine schlanke Frau in einem weißen Gewandt stand vor dem Altar. Antonia. Doch sie reagierte nicht. Mit jedem Schritt, den er machte, entfernte er sich von ihr. Eine Prozession kam aus der Sakristei. Alle waren in schwarze Kutten gekleidet. Sie schritten auf den Altar zu. Ein hochgewachsener Mann trat vor. Der Mönch. Ambrosio. Wi ist ihr Bräutigam? Er ist hier, er steht vor ihr. Mitten unter uns. Der Herr ist gekommen. Er vergisst ide seinen nicht. Willkommen, Meister. Da stieg der Leibhaftige aus dem Boden hervor. Solz. Fleischlichkeit. Unmenschlichkeit. Ambrosio soll sie auf den Altar legen. Don Lorenzo fleht. Ambrosio zerreißt Antonias Kleider. Hört auf! Und dann nimmt er sie. Endlich bist du mein, Antonia. Wir sehen uns im Himmel wieder. Und er nimmt sie nochmals. Und der Teufel lachte...

Don Lorenzo erwacht. Er war nicht mehr allein, denn ein Mann ist in der Kirche. Er versteckt einen Brief zu Füßen der Statue des Franziskus. Eine Liebesaffaire? Die Nacht war dunkel. Er ging nach Hause und hätte um ein Haar Don Christoval umgerannt. Das Theater ist bereits aus. Don Christoval wollte etwas in der Kirche beobachten, weshalb er Don Lorenzo bedrängt wieder hinein zu gehen. Sie verstecken sich hinter dem Standbild. Dann taucht eine Nonnenprozession auf. Christoval will sie aus der Nähe betrachten. Die Beichte soll durch Ambrosio abgenommen werden. Die Nonnen kommen, und sie sind unverschleiert. Auch Agnes, Lorenzos Schwester, ist auch dabei. Für sie ist der Brief bestimmt. Lorenzo rennt aus der Kirche, da er den Briefschreiber stellen möchte. Was will er von ihm? Doch es ist Raymondo de las Cisternas, der Marquis. Agnes Liebe galt schon vor dem Kloster ihm. Er lebt momentan inkognito als Alfonso in seinem eingen Haus. Er möchte sich mit Lorenzo treffen, denn er hat ihm einiges zu berichten.

Als Ambrosio Agnes die Beichte abnimmt, fällt der Brief aus ihrem Gewandt. Ambrosio nimmt ihn liest. Morgen, Schlag Mitternacht, ist für ihre Flucht gesorgt. Agnes ist schwanger. Doch Ambosio will alles zunichte machen, denn er will der Äbtissin Agatha berichten. Er soll Nachsicht haben. Raymondo wäre eigentlich bereits zuvor ihr Ehegatte geworden, wenn sie nicht ins Kloster gebracht worden wäre. Die Strafe, die ihr droht, wäre allzugrausam. Agnes fleht. Ambosio will sie durch Strenge zu Heiligkeit zwingen. Er ruft die Oberin und gibt ihr den Brief. Wie konnte Agnes nur. Aus ihren Augen. Die Nonne soll im Kloster bestraft werden. Camilla soll sie zurück bringen. Agnes weint. Er ist ihr Mörder, Vater. Sie wird dafür eingesperrt werden. Ambrosio spricht mit der Oberin. Vielleicht sollte man das Strafmaß abmildern. Aber die Oberin will ein Exempel statuieren und es liegt allein in ihren Händen.

Ambrosio geht abends in den Klostergarten. Er war aufgewühlt. wie schlecht ist die Welt? Rosario ist ebenfalls da. Was macht er hier? Rosario kommt oft hierher. Er hat eine Schwester. Ihr Herz zerbrach an unerwiderter Liebe. Der, den sie begeherte, hatte sich bereits verlobt. Sie bot sich deshalb als Dienstmagd in seinem Haus an. Und sie hieß Matilda. Ambrosio will für sie beten. Doch Rosario hat ein Geheimnis. Doch glaubt er etwa, dass es irgendetwas gibt, was die Liebe durch Ambrosio zu ihm schmälert? Und er würde Rosario nie des Klosters verweisen. Aber es ist anders als man glaubt, denn Rosario ist ein Weib. Und selbst Matilda. Ambrosio ist der Mann, nachdem sie sich sehnt. Aber wie könnte Ambrosio sich einem Weib aussetzen? Das darf nicht sein, es ist zu gefährlich. Matilda muss fort, schon morgen. Ein Ausweg bliebe ihr. Nur als Tote wird sie diese Mauern verlassen. Sie reißt sich die Kleider runter und hält einen Dolch vor ihr Herz. Matilda soll sich bedecken. Warum quält sie ihn? Sie blutet bereits. Und er soll sie berühren. Durch die Ablenkung wird Ambrosio von einer Schlange im Garten gebissen. Er ist des Todes. Matilda schreit um Hilfe. Sie bedeckte sich bevor der Medicus Pater Pablos eintraf. Es gibt keine Hoffnung. Es verbleiben keine drei Tage bis zum Tod. Bruder Rosario soll sich fassen. Er will an Ambrosios Lager wachen, und als alle anderen fort sind, beginnt Matilda die Wunde auszusaugen.

im Palast de las Cisternas erzählt der Marquis die Geschichte über Agnes und sich. Er reiste unter falschem Namen. Auf einer dieser Reisen rettete er Tante Rudolpha und lernte im Anschluss ihre Nichte Agnes kennen. Diese war durch ein Gelübde an ein Kloster gebunden, doch dieses Gelübde wurde nicht freiwllig gegeben. Jeder Brief von Lorenzo an seine Schwester wurde abgefangen und entsprechend geändert. Agnes erwiederte die Gefühle des Marquis. Im Kloster erscheint alle 5 Jahre am 05. Mai eine blutige Nonne, die mit einem Messer durch das Kloster schrietet. Aus deisem Grund ist an diesem Tag auch das Tor offen. Agnes will sich als diese Nonne verkleiden und dann das Kloster verlassen. Als der Marquis wartete schlägt es eins. Sie kommt. Ihr Kostüm war prächtig. Sie soll in die Kutsche einsteigen. Ihre Hand ist so kalt und sie spricht nicht. Sie soll ihren Schleier abnehmen, denn noch hat sie diesen nicht gelüftet. Nun ist sie sein und er will auf ewig treu sein. Was ist denn? Ihre Stimme klingt dunkel. Sie nimmt den Schleier ab... weiche von mir schreckliches Gespenst! Küsst mich, Geliebter...

Erst am nächsten Tag kam Raymondo in einem Gasthof wieder zu sich. Seine Kutsche hatte einen Unfall. Nachts stand die blutige Nonne wieder an seinem Bett. Und er wurde jede Nacht heimgesucht. Ihre Gebeine liegen am Fuße des Schlosses Lindenberg. Er soll ihre Überreste in die Familiengruft überführen. Ihr Name ist Beatrice de las Cisternas. Im Anschluss soller 30 Messen für ihr Seelenheil lesen lassen. Die Erscheinung hatte von ihm abgelassen. Beatrice hatte sich vom Kloster davongestohlen. Sie wurde Otto von Lindenbergs Kurtisane. Und sie sollte seinen Bruder ermorden. Als dies geschehen war, entledigte sich Otto von Lindenberg ihr und ließ ihre Überreste zurück. Für Agnes war es allerdings schon zu spät. Sie war ins Schloss zurückgegangen. Dann nahm sie den Schleier. Er sorgte dafür, dass er selbst als Gärtnergehilfe im Kloster angestellt wurde. Und in einer Nacht entflammte die Leidenschaft zwischen ihm und Agnes. Morgen nacht will er sie an der Gartenpforte erwarten. Und Lorenzo will ihm dabei helfen. Doch auch Raymondo muss ihm selbst helfen, denn er braucht ihn für Antonia.

Der Medicus des Klosters fand Ambrosio am nächsten Tag gestärkt vor. Er schien vollständig geheihlt. Doch Rosario schien es nicht gut zu gehen. Er schien zu fiebern. Er will sich zur Ruhe begeben, aber Rosario will nicht von seiner Seite weichen. Ambrosio kommt zu sich. Gewiss war die Schlange von Gott gesandt. Matilda soll auf immer aus seinem Blick gehen. Das wird sie. Sie gab schließlich ihr Leben um das seinige zu retten. Binnen zweier Tage wird sie davon scheiden und ihr Schicksal ist besiegelt. Das hätte sie nicht tun dürfen, aber Matilda tat es mit Freuden. Sie muss leben. Allmächtiger. Aber es gibt vielleicht ein Mittel sie zu heilen. Matilda soll sich ihm zeigen. Und sie legt die Kutte ab. Sie ist herabgestiegen aus dem frommen Bild, welches in seiner Kammer hängt. Er soll sie lieben. Auf ewig dein. Und sie lieben sich.

Nach der Liebesnacht entfoh er Matilda. Was hat er getan? Verführerisches Weib! Er wird dafür zahlen müssen. Sie will ihm Trost spenden. Und sie beginnen sich erneut zu lieben.

Lorenzo erhält einen Brief von Leonella. Er soll bei ihrem Wohnsitz nach Elvira Dalfa fragen. Lorenzo macht sich sogleich auf den Weg. Leonella ist enttäuscht, dass Christoval nicht dabei ist. Antonia ist auch zugegen, als Elvira sich mit Lorenzo unterhält und sie lädt ihn ein seinen Besuch auch ohne weiteren Vorwand zu wiederholen. Ein reizender junger Mann. Aber er ist der Erbe des Herzogs von Medina. Dieser wird wahrscheinlich seine Zustimmung zur Hochzeit verwehren. Antonia soll sich die Liebe zu Lorenzo deshalb aus dem Herzen reißen. Ein de Medina ist unerreichbar.

Matilda muss am Leben bleiben.Sie will auch in Zukunft in Ambrosios Armen liegen. Er darf sie nie nach dem Mittel fragen, welches ihr erlauben wird weiter zu leben. Sie muss dafür in das Grabgewölbe von Santa Clara und sie müssen sich jetzt trennen. Später trafen sie sich vor dem Eingang in das Gewölbe um kurz vor Mitternacht. Sie müssen sich beeilen. Da unten ist jemand. Vedeck das Licht! Kein Laut mehr! Die Äbtissin steht dort unten mit Schwester Ursula. Sowas hat sie noch nicht erlebt. Agnes hat viele Freunde im Konvent. Die Oberin soll Gnade walten lassen. Agnes hat die Äbtissin lächerlich gemacht vor Ambrosio. Ihr Einsperren ist unwiederruflich. Sie gehen. Ambrosio verspührt Mitleid, aber er kann nicht das Gespräch mit der Mutter Oberin suchen. Matilda geht hinab. Ambrosio darf ihr nicht folgen, aber wenn jemand kommt, dann soll er laut rufen. Nach einer Stunde des Wartens geht er ein wenig näher an die Treppe, die Tiefer in die Kammer hinabführt. Matilda betet finstere Mächte an. Sie gibt ihr Blut und der Teufel lacht. Die Erde bebt. Was macht er hier? Hat er sie eben gehört? Nein, wirklich nicht. Es ist gefährlich, aber Matilda wird am Leben bleiben. Er hat sie erhoben über jedes andere Weib auf Erden. Sie müssen gehen und sie will ihn spühren. Und Ambrosio muss ihr das schöne Haar abschneiden. Sie saß für die Jungfrau auf dem Bild in seiner Kammer Modell und sie hat es Ambrosio zugespielt. Da hinein. Sie müssen leise sein, aber man wird sie schon nicht entdecken.

Matilda konnte sich nun frei bewegen. Raymondo und Lorenzo warteten auf Agnes, doch diese tauchte nicht auf. Nach 2 Uhr in der Nacht gaben sie auf. Lorenzo will seine Schwester am nächsten Tag sehen. Sie wurde von einer Krankheit heimgesucht, so die Mutter Oberin. Lorenzo will sie trotzdem treffen, aber er wird abgewiesen. Auch in den nächsten Tagen ist es ähnlich. Aus diesem Grund lässt der Marquis über den Kardinal eine Bulle erlassen, damit Agnes herausgegeben werden muss. Aber es ist der Oberin nicht möglich Agnes herauszugeben, denn diese erlag vor ein paar Tagen ihrer Erkrankung und ist schon der Erde übergeben worden. Lorenzo glaubt ihr allerdings kein Wort, denn er vermutet, dass sie ihn schon wieder hintergeht.

Matildas Liebe zu Ambrosio wuchs, doch diese war einseitig, denn Ambrosio hatte gefallen an der fleischlichen Versuchung gefunden. Er war ihr überdrüssig und er begann sich für andere Frauen zu interessieren. Er wird darum gebeten, dass er Elvira Dalfa die Beichte abnimmt, denn ihr geht es durch eine Erkrankung sehr schlecht. Und noch heute will er kommen, so verspricht er es Antonia. Zuvor jedoch geht er in seine Kammer und reißt das Madonnenbild von der Wand. Ambrosio will Antonia, und das ist auch Elvira aufgefallen. Und ihr missfiel das Funkeln in seinen Augen, dass er nicht verbergen konnte. Er hat eine dunkle Seite.

Nachforschungen über Agnes verliefen im Sande. Raymondo wurde krank. Und Lorenzo schlich sich ins Kloster ein. Ein Brief. Er ist von Schwester Ursula. Sie sollen eine Order des Kardials anfordern, welche besagt, dass die Äbtissin verhaftet werden soll. Es soll bei der Lichterprozession am Freitag stattfinden. Wenn Agatha allerdings Verdacht schöpfe, dann kann Schwester Ursula ihnen nicht mehr helfen. Sie haben dadurch die Chance Agnes Mörderin dingfest zu machen. Der Marquis und auch Elvira Dalfa erholen sich. Ambrosio sah das nicht gerne. Antonia solle in ihm ihren liebsten Freund sehen. Er stellt ihr indiskrete Fragen und Antonia behagt sein Verhalten nicht. Begehrt sie nicht jemanden? Sie hat aber so für ihn empfunden und es war das Größte Glück, dass Ambrosio durch ihr Haus ein und ausging. Und sie liebt ihn. Und er liebt sie auch, aber Antonia hat das anders gemeint, als es der Mönch verstanden hatte, und sie stößt ihn deshalb von sich. Trotzdem macht er sich gerade an ihr zu schaffen, als Elvira den Raum betritt. Ambrosio rennt davon zurück ins Kloster. Wie konnte er nur? Antonia muss sein werden. Matilda ist nicht entgangen, dass seine Liebe einer anderen gehört. Sie will ihm trotzdem helfen, um ihre Freundschaft zu erhalten. Alle seine Taten sind ihr nicht entgangen und er soll sich auf sie verlassen. Sie wird ihm dafür gewisse Dinge offenbahren. Ihr Vormund hat ihr gezeigt, wie man den dunklen Fürst heraufbeschwört. Doch Ambrosio weist diese Hilfe zurück. Aber es ist doch Matilda, die den entsprechenden Preis bezahlt. Er soll mit in das Grabgewölbe von Santa Clara hinabsteigen. Er ist schon lange kein Diener Gottes mehr. Dann berichtet Matilda auch noch von Lorenzo, und wenn Ambosio nicht unternehme, dann werden Antonia und Lorenzo heiraten. Matilda hat einen Spiegel, in welchem sich alles, was sie über eine Person, deren Name sie ausgesprochen hat, zeigen kann. All das, was Antonia verkörpert, könnte schon morgen seins sein. Ambosio und Matilda eilen in das Grabgewölbe. Er zittert. Beide betreten einen Kreis aus Knochen. Dann öffnet Matilda eine Flasche und Flammen entstehen um den Kreis herum. Sie sind kalt. Ein Dolch für Blut. Kein Tropfen darf in den Kreis fallen. Rauch steigt auf. Noch mehr Blut. Die Erde bebt. Meister, erscheine. Ein wunderschöner, keine 18 Jahre alter Jüngling. Sein Haupthaar wird von Flammen gebildet. Er trägt einen Myrtenzweig. Ambrosio selbst soll sich ihm anschließen. Ohne den Zweig kann Matilda ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen. Dann entlässt sie den Dämon wieder. Der Myrtenzweig öffnet jede Tür und jede Wand. Er solle dreimal Antonias Namen durch den Zweig sprechen, damit sie in einen tiefen Schlaf falle, und Ambrosio währenddessen alles, was er möchte mit ihr anstellen kann. Und Ambrosio macht sich auf den Weg, den Zweig auch zu benutzen, denn es ist ein vorherrschender Gedanke in seinem Kopf verankert, der alles beherrscht: Antonia...

Wertung:


Obwohl diese Inhaltsangabe deutlich üppiger und umfangreicher ausgefallen ist, als dies eigentlich beabsichtigt war, wird hier nicht gespoilert, denn das, um was es wirklich geht, wird erst in der letzten halben Stunde des Hörspiels verraten, und das ist dermaßen überraschend und genial dargeboten, dass ich hier unmöglich was darüber verraten kann.

Die Geschichte mag heute keine große Aufregung mehr sein, aber zur damaligen Zeit, auch wenn die Inquisition und das Mittelalter schon lange vorbei waren, war die Kirche noch mächtiger, und gerade eine so kritische Geschichte zu veröffentlichen, mag dem ein oder anderen Geistlichen bestimmt nicht behagt haben. Dabei ist gerade der Schluss hier das, was die Geschichte so schlimm erscheinen lässt.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut dargestellt. Allen voran ist David Nathan, der ja in zahlreichen Hörspielen seine Stimme darbietet, in der Rolle des Ambrosio fantastisch dargestellt. Ein Mönch, der seine Wandlung vom gutmütigen Geistlichen zum Satansjünger zeigt. Daneben hat er auch noch weltliche Gelüste. Etwas, was damals mit Sicherherit ein Tabuthema war. Die andere Hauptfigur ist Don Lorenzo de Medina. Anfangs ist es sehr schwierig die Verhältnisse zu durchblicken, denn als Leonella in der Kirche die Familiengeschichte wiedergibt, kommt man doch aufgrund des Informationsgehaltes und auch der Sprache kaum noch mit, was diesem Hörspiel auch einen recht hohen Anspruch verleiht. Erst im Laufe der Geschichte wird deutlich, wie wichtig gerade diese ersten Zeilen sind, auch wenn man sie nicht im Detail behalten kann. Von der Komplexität her ist das fast zu viel des Guten, denn irgendwann ist man nicht mehr aufnahmefähig und könnte sich vielleicht in der ein oder anderen Situation gelangweilt fühlen.

Atmosphärisch ist ein Geniestreich gelungen, denn man fühlt sich auch durch den teilweise vorhandenen gregorianischen Gesang deutlich an ein Kloster und die Situation dort versetzt. Auch dei Geräuscheffekte tragen hervorragend zur sehr wohl vorhandenen Gruselatmosphäre bei. Mit über 2,5 Stunden Hörspielzeit war es wohl das bisher längste Hörspiel, was ich am Stück gehört habe. Da fällt es schon schwer den Überblick über die ganzen Charaktere zu behalten, aber es gelingt hier ohne Probleme.

Der Autor Matthew Gregory Lewis lebte zwischen 1775 und 1818. In den 90er Jahren des 17. Jahrhunderts entstand "The Monk", welches Werk als Vorlage für das Hörspiel hier diente. Nach der Veröffentlichung brach ein Sturm der Entrüstung los, denn dieses Werk galt als durchaus anrüchig. Teilweise wurde auch von Blasphemie gesprochen.

Von der Gesamten Gruselkabinettreihe eins der besten und anspruchsvollsten Hörspielerlebnisse, welche ich bisher genießen durfte. Es ist dieses Hörspiel aber nicht jedermanns Geschmack, da hier eine Sprache verwendet wird, die eher altertümlich ist, und sich wahrscheinlich am Original orientiert. Die ausführliche Inhaltsangabe sagt weniger über das Ende des Epos aus, als man glauben mag. Gerade deshalb lohnt sich dieses Hörspiel absolut. Daneben ist es interessant, wie auch unbekannte Autoren der damaligen Zeit heutzutage anscheinend doch nicht vergessen zu sein scheinen. Auch wenn es einfachere Hörspiele gibt, so ist dieses hier trotzdem eins der Besten, und gerade aufgrund seiner Vielfalt und durchaus gruseligen Atmosphäre sowie seiner ausgereiften und mehrfach vorhandenen Handlungsstränge, gibt es nur eine Wertung von mir, die hier gerechtfertig ist: 10/10!

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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