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 Betreff des Beitrags: Der Untergang des Hauses Usher – Edgar Allen Poe – Gruselkabinett 11
BeitragVerfasst: 4. Jan 2015, 19:17 
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Erscheinungsjahr: 2006
Verlag: Titana Medien
Serie: Gruselkabinett
Lauflänge: 61:30
Sprecher: Oliver Feld, Tobias Kluckert, Claudia Urbschat-Mingues, Kaspar Eichel

Inhalt:


Philipp Belfield wird von Roderick Usher in Not auf sein Anwesen eingeladen. Philipp hatte ewig nichts von seinem ehemaligen Stubenkameraden auf der Schule gehört, doch jetzt verheißt der Brief nichts Gutes, denn Roderick Usher spricht von einem Fieber, was ihn befallen habe, und er bittet seinen einzigen Freund schnellstmöglich zu ihm zu eilen, falls es ihm möglich sei. Deshalb zögert Philipp auch nicht lange und macht sich zu Pferde auf die Reise in die Einsamkeit zum Landsitzt der Familie Usher. Doch als Briggs, der letzte verbliebene Diener der Ushers, Philipp die Tür öffnet, ist er mehr als erstaunt ihn zu sehen, denn das Haus hat seit gut 5 Jahren keinen Besucher mehr empfangen. Die letzten verbliebenen Ushers sind Roderick und seine Zwillingsschwester Madeline. Alle anderen sind fort.

Briggs beschwört Philipp dazu leise zu sein, denn der Herr leidet an einer seltenen Krankheit: Alle Sinneswahrnehmungen sind gerade zu schmerzend verstärkt, so dass es ihm fast nur noch möglich ist, in einem abgedunkelten, leisen Raum zu existieren, in welchem jegliche Reize auf ein Minimum reduziert werden. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei seinem Leiden um eine Erbrankheit handelt, denn auch seine Vorfahren haben an einem ähnlichen Leiden gelitten, und auch Madeline ist nicht gesund. Sie leidet an Anfällen, die mit der Zeit immer mehr zunehmen und irgendwann unweigerlich zum Tode führen werden. Roderick muss verhindern, dass sich das durch jahrzehntelange Inzucht mit Krankheit angereicherte Blut der Ushers weiter verbreitet, und deshalb muss er auch um jeden Preis verhindern, dass Madeline das Haus auf eigene Verantwortung verlässt. Denn die Ushers müssen aufhören zu existieren. Und währenddessen zieht ein Sturm draußen auf, der das nahende Ende ankündigt...

Wertung:


Die Geschichte von Edgar Allen Poe ist durchaus als simpel anzusehen, aber eindeutig exzellent gemacht worden. Es ist vielleicht die Folge mit den wenigsten Charakteren. Lediglich Briggs der Diener, Madeline und Roderrick Usher sowie Philipp Belfield kommen hier vor, und das reicht auch vollkommen aus. Die astmosphärische Dichte ist von Trostlosigkeit, Traurigkeit und Düsternis geprägt, welche sich auf der Familie Usher niedergelassen hat, und aufgrund der Geräusche und der teilweise recht leisen Töne gelingt es hier exzellent diese Stimmung auf den Hörer zu transportieren. Aufgrund der reduzierten Charaktere lässt sich der Geschichte extrem leicht folgen, was das Hören zu einem Genuss werden lässt.

Die Sprecher sind hierbei ziemlich hochkarätig, denn niemand geringeres als Claudia Urbschat-Mingues spricht die Rolle der Madeline Usher. Einige fragen jetzt, wer zum Geier das ist? Am bekanntesten ist sie wohl als die deutsche Stimme von Angelina Jolie, aber auch Rosario Dawnson in Sin City I + II gehört zu ihren Rollen. Hier als Madeline eigentlich gar nicht die Hauptrolle aber dennoch so markant, dass es allein deswegen ein gutes Hörspiel ist. Eine Hörprobe findet sich auf ihrer Homepage. Oliver Beck ist wahrscheinlich in der Sprechrolle für Jerry Seinfeld als auch für Noah Wyle z. B. als John Carter in Emergency Room ein Begriff. Die meisten Rollen insgesamt hat wohl Tobias Kluckert gesprochen. Mit dazu gehören die Rolle des Dr. Chris Reed in "The Walking Dead", Gerald Butler als auch 50 Cent und Karl Urban.

Das Cover rundet das Hörspiel zusätzlich ab, da hier eine gute Vorstellung davon gemacht werden kann, wo die Handlung angesiedelt ist. Insgesamt ein absolut lohnenswertes Hörspiel, was durch seine Einfachheit aber trotzdem absolut fesselnde Geschichte wieder vollends überzeugen kann. Deshalb gibt es hier, mal wieder, die Höchstnote von 10/10. Eins der besten der Reihe.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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