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 Betreff des Beitrags: Verhext – Edith Wharton – Gruselkabinett 47
BeitragVerfasst: 9. Mai 2014, 16:20 
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Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Titana Medien
Serie: Gruselkabinett
Lauflänge: 63:57
Sprecher: u. a. Susanne Uhlen, Hasso Zorn, Ernst Meinecke, Frank Schaff

Inhalt:


Saul... Saul... Wann kommst du, Liebling? Lass mich nicht länger warten...

Schneetreiben. Orrin Bosworth ist unterwegs zur Farm von Prudence und Saul Rutledge. Diakon Hibben und Silvester Band nehmen ebenfalls an dem Treffen Teil. Keine von ihnen wäre freiwillig in die abgeschieden Gegend gekommen. Mrs. Rutledge hat die Nachricht verbreitet, dass die drei zu ihr kommen sollen, aber sie hat nicht verraten, worum es ihr geht. Das Haus wirkt im Schnee trostlos. Es liegt weit draußen außerhalb der Stadt. Das Ehepaar erscheint für die restlichen Einwohner merkwürdig und sonderbar. Bevor die Gäste dazu kommen, an die Tür zu klopfen, öffent ihnen Prudence und bittet sie herein. Andy Pond, der Diener, soll Saul holen. Den Gästen erscheint Mrs. Rutledge streng und irgendwie furchteinflößend. Sie führt die Gäste in einen Raum und bittet diese sich zu setzen. Ihr Mann wird gleich da sein. Die drei Männer fragen sich, was sie hier sollen. Prudence und Saul haben ernste Probleme und sie erbitten die Hilfe der Drei. Prudence ist am Ende mit ihrem Latein. Ein Fluch scheint auf ihrem Mann Saul zu lasten. Er ist von jemandem verhext worden. Prudence kann nicht ausführlicher werden. Saul soll den Rest selbst erzählen.

Mr. Brand wird ungeduldig. Kennen Sie die Hütte am Laymors Weyer? Dort treffen sie sich. Wer? Saul und ihre Tochter, Mr. Brand. Saul und Vanessa? Nein. Ihre andere Tochter. Ora. Seine tote Tochter, Ora? So hat Saul es seiner Ehefrau erzählt. Ist das alles? Wie lange ist es her, dass sie Saul gesehen haben? Eine Weile, aber er sah zuletzt nicht besonders gut aus. In wenigen Augenblicken werden sie sehen, was aus ihm geworden ist. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen. Prudence hat die beiden außerdem gesehen. Das ist eine gottverdammte Lüge! Brand kann schreien so viel er will, das wird die Tatsachen nicht ändern. Brent ist außer sich. Dann wird Saul von Andy herein gebracht. Er sieht krank aus und schwach. Die Anwesenden können es nicht fassen. Jetzt verstehen sie vielleicht, warum dieses Treffen so dringlich war. Er sieht wie ein lebender Leichnahm aus. Nun steht es Brand frei zu gehen, wenn er möchte.

Was hat es mit dieser dreckigen Lüge auf sich? Keine Lüge. Erst vorgestern hat Prudence die beiden gesehen. Brand ist wieder aufgebracht. Saul kann sich nicht vorstellen, dass die drei ihm helfen können. Dürfen sie Fragen stellen? Ja, natürlich. Prudence hat sie wikrlich zusammen gesehen. Stimm es? Ja, es stimmt. Es fällt Brand schwer nicht emotional zu reagieren. Saul hat sich mit Ora Brand getroffen, und er weiß, dass sie eigentlich tot ist. Ora starb vor über einem Jahr, und bereits eine Woche nach ihrem Tod begann die Heimsuchung.

Silvster Brand weiß, wie die Geschichte begann. Saul und Ora waren ein Liebespaar, auch wenn Saul ein gutes Stück älter war. Deshalb schickte Brand seine Tochter für drei Jahre in die Lehre. Und sie war drei Jahre nicht in Hemlock County. Als sie zurück kam, hatte Saul bereits Prudence geheiratet. Einmal hat Saul Ora noch gesehen. Auf dem Jahrmarkt. Sie fragte ihn, ob er weiß, dass sie krank ist. Sie hat Tuberkulose, bereits seit 2 Jahren. Sie wollte ihn noch einmal sehen. Wenn sie tot ist, dann kommt sie zurück und wird für immer bei ihm sein. Saul hielt die Worte für Unfug, bis er an die Hütte am Weyer gelockt wurde. Mehr hat er nicht zu sagen.

Ist es aber wirklich Ora, die ihn heimsucht? Prudence schlägt eine Art Exorzismus vor, bei dem man ihren Leichnam ausgräbt und ihr einen Pfahl durchs Herz schlägt. Es gab nämlich in Hemlock County schoneinmal so einen Fall, und der Diakon war an dem Prozedere damals vor gut 30 Jahren ebenfalls beteiligt. Deshalb ist er hier. Aber noch mehr merkwürdige Dinge sind um die Familie Brand geschen. Und Orrin und die anderen sehen sich bereits auf dem Rückweg nach Hause an der Hütte um, und es scheint so, als wenn die Geschichte wahr ist, aber nur dem Anschein nach, denn was schlussendlich wirklich dahinter stecken mag, kann man hier noch nicht erahnen...

Wertung:


Die Inhaltsangabe ist am Ende ein wenig gekürzt worden, damit nicht zu viel verraten wird. Von der Handlung ist die Geschichte, die von Edith Wharton stammt, in Ordnung, wenngleich sie mir ein wenig zu offen endet, so dass keine gänzliche Aufklärung über die wirklichen Begebenheiten erfolgt. Als Gruselgeschichte ist sie aber dennoch tauglich.

Mit zur Atmosphäre tragen auch hier wieder die großartigen Sprecher bei, von denen ich wieder einige gesondert erwähnen möchte: Der Erzähler der Geschichte ist Hasso Zorn. Das sagt fast niemandem etwas, aber die Stimme kennt man einfach. In Filmen verlieh er unter anderem Veraldi in "Vidocq" seine Stimme. Ernst Meincke kennt man normalerweise als Stimmen von Geoffrey Rush in "Elizabeth", Patrick Stewart in "Raumschiff Enterprise" oder auch als Mr. Bakermann in "Gabriel Burns". Frank Schaff-Langhans, der hier in der Rolle des Orrin Bossworth zu hören ist, ist vielleicht der bekannteste Sprecher. Er hat unter anderem fast alle Ethan Hawk Stimmen und viele Joseph Finnes Synchronisationen übernommen. Bereits als Kind hatte er den "Otto" aus "Benjamin Blühmchen" gesprochen, und das ist wohl eine Stimme, die wir alle kennen. Im Gruselkabinett ist er außerdem als Charles Dexter Ward in dem gleichnamigen Hörspiel zu hören.

Edith Wharton ist garnicht so bekannt unter den Horrorautoren, da sie auch viele andere Geschichten geschrieben hatte. Wann genau diese Geschichte hier entstanden ist, kann ich nicht sagen. "Zeit der Unschuld" gehört zu ihren größten Erfolgen. Genau für diesen Roman hat sie 1921 den Pulitzer-Preis gewonnen.

Es ist hier zwar kein herausragendes aber ein sehr gutes Hörspiel gelungen. Deshalb gibt es hier auch wohlverdiente 08/10 Punkten.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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