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 Betreff des Beitrags: Bedevilled (2010)
BeitragVerfasst: 6. Aug 2013, 10:34 
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Titel: Beevilled
Originaltitel: Kim Bok-nam Sarinsageonui Jeonmal
FSK: 18
Länge: 111min
Herstellungsland: Südkorea
Herstellungsjahr: 2010

Inhalt:

Hae-won beobachtet, wie eine Frau von drei jungen Männern brutal zusammengeschlagen wird. Vor Gericht verliert sie allerdings als Zeugin den Mut, gegen die Schläger auszusagen und wird später von diesen bedroht. Bei der Arbeit verliert sie die Nerven und wird von ihrem Chef in den Urlaub geschickt. Dafür kehrt sie auf die Insel zurück, wo sie geboren wurde und wo immer noch ihre Freundin Kim Bok-nam lebt. Bok-nam wird regelmäßig von ihrem Mann geschlagen und muss den ganzen Tag hart arbeiten. Ihr macht dies nichts aus, doch als ihr Mann ihre Tochter vergewaltigt, will sie mit ihr von der Insel fliehen. Doch ihr Mann kommt ihnen zuvor. Als die Tochter die Mutter von den Schlägen ihres Mannes schützen will, wird sie weggeschubst, sodass ihr Kopf auf einem Stein landet. Der Aufprall tötet das kleine Mädchen. Alle anderen Inselbewohner haben es gesehen, doch als die Polizei um eine Aussage bittet, stellen sich alle hinter ihren Mann, der behauptete, es sei ein Unfall gewesen. Als die Polizei verschwindet, beginnt Bok-nam, alle Inselbewohner zu töten, auch ihren Mann. Zum Schluss bleibt nur noch Hae-won, die mit einem Boot von der Insel fliehen kann. Doch Bok-nam folgt ihr, da auch sie gesehen hat, wie ihre Tochter starb und der Polizei nichts sagte. Zum Schluss gelingt es Hae-won Bok-nam zu töten. Später geht sie nochmal zur Polizei und macht eine Aussage gegen die drei Männer.


Kritik:

EIn gut gemachter Action/Slasher Film. Die Story ansich ist recht intressant, aber für mich nicht leider überzeugend genug gewesen. Trotzdem weckte er Emotionen und das Ende war auch ganz passabel.
Musik war wenig bis gar keine vorhanden. Wer auf gute Slasher steht sollte ihn sich nicht entgehen lassen.

Trotz der Kritik von mir eine 8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Bedevilled (2010)
BeitragVerfasst: 9. Aug 2013, 19:18 
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Asiatische Rache-Dramen sind in der Regel schon fast eine Garantie für anspruchsvolle und sehr intensive Filmkost und "Bedevilled" zeigt auf sehr beeindruckende Art und Weise, das sich diese Behauptung wieder einmal bewahrheitet. Nun gibt es sicherlich genügend Filme, in der die Rache einer Mutter themarisiert wird, jedoch kann ich mich kaum an eine erinnern, der man ihre Rache so sehr gönnt wie Bok-nam, der Hauptfigur in dieser aufwühlenden Geschichte. Zu Beginn des Filmes wird der Zuschauer allerdings erst einmal mit dem Charakter von Hae-won konfrontiert, einer egoistischen jungen Frau aus Seoul, die gleichzeitig die beste Freundin von Bok-wan ist und eine nicht unbedeutende Rolle in dieser Story einnehmen soll. So erfährt man innerhalb kürzester Zeit, das Hae-won absolut ich-bezogen durchs Leben geht und sich eigentlich gar nicht um das Schicksal anderer Menschen schert. Dieser Aspekt wird insbesondere im zweiten Teil des Geschehens extrem wichtig, dient er doch mit als Auslöser für die Geschehnisse, die sich auf der einsamen kleinen Insel Moodo abspielen. Regisseur Chui-soo Yang setzt in seinem Film gerade am Anfang auf eine eher beschauliche und ruhige Erzählweise die erst mit der Zeit etwas temporeicher gestaltet wird, dabei aber zu keiner Zeit eine einschläfernde Wirkung auf den Zuschauer ausübt. Zu gut ist der dramaturgische Spannungsaufbau der Story, in der man prinzipiell von der ersten Minute an spürt, das sich etwas sehr Unheilvolles aufbaut, was man zu Beginn aber noch nicht richtig greifen kann. Dieser Zustand ändert sich allerdings schlagartig in dem Moment, als Hae-won ihre Jugenfreundin auf der abgelegenen Insel besucht, denn ziemlich schnell wird klar, unter welchen Umständen diese dort leben muss.

Scheint sie doch für die wenigen Bewohner der Insel viel eher eine Art Nutztier als ein Mensch zu sein, menschlicher Respekt wird ihr erst gar nicht entgegengebracht. Das Schlimmste jedoch ist ihr Verhältnis zum eigenen Ehemann und dessen Bruder, von denen sie die größten Demütigungen erfahren muss, die man sich nur vorstellen kann. Immer stärker schiebt sich die pure Menschenverachtung in den Vordergrund und man kann sich nur schwerlich vorstellen, wie ein Mensch sich so dermaßen erniedrigen lassen kann. Schläge, Tritte gegen den Kopf und ständige Vergewaltigungen stehen auf der Tagesordnung, doch Bok-wan lässt das alles über sich ergehen, da sie niemals an sich, sondern immer nur an ihre kleine Tochter denkt. Nachdem der Verdacht aufkommt, das diese von ihrem brutalen Stiefvater sexuell missbraucht wird, will die Mutter mit ihrem Kind aufs Festland flüchten und löst damit eine Katastrophe aus. Ihr Mann bemerkt nämlich den Fluchtversuch und im darauffolgendem Handgemenge wird die Tochter getötet. War "Bedevilled" bis zu diesem Zeitpunkt schon ein äusserst intensives und aufwühlendes Filmerlebnis, so steigert sich die Intensität des Filmes jetzt fast ins Unermessliche, zumal die psychische Härte nun auch noch mit blutigen und brutalen passagen angereichert wird. Es beginnt ein gnadenloser Rachefeldzug einer jungen Mutter, den man vom menschlichen Standpunkt gesehen nur zu gut nachvollziehen kann, hat sich doch in einem selbst mit der Zeit soviel Wut und Agression aufgebaut, das man die Rache am liebsten selbst vollziehen möchte.

Und so begleitet man die junge Mutter nur zu gern bei ihren nun folgenden Taten, die einerseits vollkommen ruhig und beinahe sachlich erscheinen, andererseits aber die ganze Wut und Verzweiflung ausdrücken, die sich im Laufe der Zeit in ihr angestaut haben. Aus der einst so ruhigen Frau, die sämtliche Demütigungen über sich ergehen ließ, wird eine unkontrollierbare Mordmaschine, die durch nichts aufzuhalten ist und hier nicht nur Rache für den Tod ihrer Tochter nimmt, der ihr von den Insel-Bewohnern auch noch fälschlicherweise in die Schuhe geschoben wurde. Es ist die aufgestaute Wut von etlichen Jahren der Erniedrigung, die hier wie eine Explosion aus ihr herauskommt und darstellerisch absolut brillant und authentisch in Szene gesetzt wird. Doch nicht nur die Hauptdarstellerin, sondern die gesamte Darsteller-Riege agiert hier sehr beeindruckend. Das dargebrachte Schauspiel ist dabei streckenweise schon fast erschreckend realistisch, so das größtenteil gar nicht der Eindruck eines Spielfilmes entsteht, vielmehr überkommt einen das Gefühl, sich in einer wahren Begebenheit zu befinden, die sich in diesem Moment vor einem abspielt. "Bedevilled" trifft einen mit der Wucht eines Keulenschlages mitten in die Eingeweide und hinterlässt vor allem aufgrund seines tragischen Endes einen sehr bitteren Beigeschmack, der auch noch eine lange Zeit vorhält. Es ist verdammt schwer, die Geschehnisse so richtig sacken zu lassen, wühlt einen die Story doch spürbar auf und löst dabei ein hohes Maß an Wut aus, die man fast körperlich spüren kann. Man möchte hilfreich eingreifen und der jungen Mutter zur Seite stehen, muss aber tatenlos zusehen, wie sie einem Vulkanausbruch ähnlich einen Rachefeldzug beginnt, der auch vor ihrer besten Freundin keinen Halt macht. Denn auch Hae-won war Zeugin beim Tod der kleinen Tochter, doch wie schon in der Anfangsphase des Filmes glänzte sie wieder einmal durch Gleichgültigkeit gegenüber ihren Mitmenschen und war so mitverantwortlich, das die Schuldigen nicht bestraft wurden.

Letztendlich handelt es sich hier um einen Film, der an Intensität kaum zu überbieten ist und den Zuschauer noch lange nach dessen Ende sehr nachdenklich zurücklässt. Immer wieder stellt man sich dabei die Frage, wie viele Demütigungen und Erniedrigungen ein Mensch über sich ergehen lassen kann und nicht daran zerbricht. "Bedevilled" stellt allerdings nicht nur diesen Aspekt in den Vordergrund, sondern prangert auch den menschlichen Egoismus an, der viele dazu bewegt, sich immer nur um sich selbst zu kümmern und ansonsten lieber wegzuschauen, um nicht selbst in Schwierigkeiten zu kommen. So beinhaltet der Film also auch eine äusserst sozialkritische Note, die dem Gesamtwerk sehr gut zu Gesicht steht. Insgesamt gesehen kann man wirklich von einem perfekten Film sprechen, der in wuchtigen Bildern eine Geschichte erzählt, die einem merklich unter die Haut geht und ihre Spuren hinterlässt. Dramaturgisch erstklassig in Szene gesetzt entfacht der Plot dabei einen Härtegrad, der nicht nur in psychischer Hinsicht zu spüren ist. Ein herausragendes Darsteller-Ensemble tut sein Übriges, um dieses herausragende Werk zu einem echten Erlebnis zu machen, von dem man sich nach seiner Sichtung erst einmal erholen muss.


Fazit:


Es gibt etliche asiatische Dramen, die beim Zuschauer einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen, doch "Bedevilled" ragt aus dieser gruppe noch einmal heraus. Hart, kompromisslos und extrem aufwühlend wird die Geschichte einer Mutter erzählt, die kaum grausamer hätte ausfallen können. Authentisches Schauspiel und ein immens hoher Härtegrad sorgen für ein intensives Filmerlebnis, das man bedenkenlos weiterempfehlen kann. Man sollte allerdings von Beginn an wissen, das es sich hier um keine seichte Unterhaltung handelt, sondern um eine Geschichte, die sich regelrecht im Kopf des Zuschauers festfrisst und auch noch lange Zeit nachwirkt.


9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Bedevilled (2010)
BeitragVerfasst: 25. Mai 2015, 15:15 
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Der Film wurde von mir gestern gesichtet. Insgesamt fand ich ihn gut, aber nicht überragend. Der Anfang zieht sich aus meiner Sicht viel zu lange hin. Hätte man bzw. ich nicht den Klappentext gelesen, dann würde ich gar nicht wissen, worauf das letztendlich hinauslaufen soll. Erst ab etwa 40 Minuten fängt der Film an unterhaltsam zu werden, da dann endlich was passiert. Zuvor ist er relativ langatmig gehalten, was absolut nicht von Vorteil hier ist. Man hätte es nutzen können, um ein wenig mehr die Personen und die Umgebung, in welcher sie aufwachsen zu beleuchten. Versucht hat man das zwar, aber ich fand es nicht so gelungen. Der Rest des Films ist spannend, verstörend und am Ende auch überraschend, so dass ich hier gerade noch 07/10 Punkten vergeben kann. Der Film ist also weit davon entfernt eine schlechte Bewertung von mir zu erhalten, aber ein wenig mehr hätte ich mir da doch gewünscht.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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