Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Enter The Void (2009)
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 14:21 
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 Betreff des Beitrags: Re: Enter The Void
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 14:49 
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Irgendjemand hat mal geschrieben, dass dieser Film wie ein Trip ist. Und das kann ich voll und ganz nachvollziehen, da es, unabhängig von der Handlung, zu einem waren Furiosum an Farben und Sinneseindrücken kommt. Leider hat Noe sich hier aber nicht gänzlich neu erfunden, denn Flackerlicht gab's auch schon in Irreversible. Hier kommt es abermals und zwar auch häufiger zum Einsatz. Bei mir ist das leider so, dass ich immer Angst habe selbst irgendwann mal zuckend auf der Couch zu sitzen, wenn der Bildschirm so flackert. Deshalb ist dieses Licht für mich mehr als nur unangenehm. Das ist von Noe bestimmt so beabsichtigt.

Zur Handlung kann ich nur noch wenig sagen, aber der Farbeindruck bleibt bestehen, Habe dem Film damals 08/10 gegeben. Ist für mich auf jeden Fall ein filmisches Gesamtkunstwerk, da es hier weniger auf die Handlung als auf die Optik ankommt. In der ganzen Filmwelt, kenne ich keinen, der auch nur im Entferntesten diesem Machwerk eines überaus genialen Regisseurs ähnelt, was diesen Film, unabhängig davon, ob man ihn jetzt gut findet oder nicht, zu einem ganz besonderen Exemplar seiner Zunft macht.

Und nein, dieser Film ist nicht drogenverherrlichend, aber er wirkt fast so wie unter Drogeneinfluss entstanden. Viel Spaß an alle, die sich diesen Streifen ansehen wollen.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Enter The Void
BeitragVerfasst: 4. Feb 2013, 17:55 
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Uhh ja, die Filme vom guten alten Gaspar, immer wieder für eine Diskussion gut!:-) Habe soweit alle Filme von ihm gesehen, soweit ich richtig im Bilde bin. Selbst den Kurzfilm Carne habe ich vor ca. einem Jahr durch Zufall in den Händen gehalten...Enter the void ist m. E. einer seiner besten Filme, da auch hier die stilistischen Mittel so eingesetzt wurden, wie es besser nicht geht. Der Film ist zwar zum Schluss etwas langatmig, aber auch dies macht den Film zu dem, der er ist. Nahtoderfahrung ist ja das eigentliche Thema, was in diesem Film durch die Einnahme von DMT hervorgerufen wird und Noé hat das in einer Art und Weise vermittelt als wäre man gerade selber im Trip und hätte konsumiert...Auf das tibetanische Totenbuch wurde ich durch den Film aufmerksam und seitdem interessiere ich mich gewaltig für das Hier und Jetzt in dem wir uns befinden...Ich könnte immer so weiterschreiben, aber würde dann vermutlich vom eigentlichen Thema des Films abweichen!;-) Wie dem auch sei, von mir eine klare 10/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Enter The Void
BeitragVerfasst: 4. Feb 2013, 18:13 
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@ goregalore: schweife mal ruhig weiter ab, andere Sichtweisen und Blickwinkel sind immer interessant :Up:

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 Betreff des Beitrags: Re: Enter The Void
BeitragVerfasst: 5. Feb 2013, 10:36 
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Du weißt nicht worauf du dich einlässt!;-) Nee Spaß bei Seite, mache ich sehr gerne, aber ich bin momentan zeitlich sehr eingespannt und ständig auf Geschäftsreise. Vielleicht führe ich meinen Text am Freitag weiter, da habe ich frei...

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 Betreff des Beitrags: Re: Enter The Void
BeitragVerfasst: 15. Feb 2013, 15:22 
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Ach Mist, da war ja noch was! Sorry, aber die Zeit lässt es einfach nicht zu...Hatte neulich schon mal dran gedacht, aber dann, um ehrlich zu sein, keine Lust mehr entwickeln können...Versuche es dieses Wochenende nochmal!

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 Betreff des Beitrags: Re: Enter The Void
BeitragVerfasst: 8. Sep 2013, 10:14 
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Blaine, der Mono hat geschrieben:
Irgendjemand hat mal geschrieben, dass dieser Film wie ein Trip ist.


Dieser Aussage kann ich voll und ganz zustimmen. Flackernde Lichter, bunte Bilder und sich verändernde Formen - was für einen Epileptiker den reinsten Alptraum darstellt, erweckt beim geneigten Zuschauer den Eindruck eines nicht enden wollenden Drogenrausches. Unweigerlich zieht einen die Story in ihren Bann und lässt die Frage aufkeimen, ob man nicht selbst mal wieder mir bewusstseinserweiternden Substanzen experimentieren mag...

Aber nun zur Story: Dealer Oscar stirbt und ist gezwungen als körperloser Geist mit anzusehen, wie die Menschen, die er liebt, an seinem Tod zerbrechen. An und für sich klingt die Handlung nicht nach einem abendfüllenden Programm, doch Noé schafft es tatsächlich, die komplexen Facetten einer komplizierten Geschwister-Beziehung zu beleuchten, ohne auch nur einen einzigen Moment Langeweile aufkommen zu lassen. Und das ist bei einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden eine echte Leistung.

Als Zuschauer ist man ebenfalls dazu verbannt, dem Niedergang der einzelnen Charaktere zuzuschauen, ohne eingreifen zu können. Und dabei kann man sich so gut in die Story einfühlen, möchte mehr als nur einmal in das Geschehen eingreifen. Doch letztendlich geht es einem nicht besser als Oscar, der ebenfalls hilflos mit zuschauen muss, wie seine Schwester leidet.

Achtung Spoiler:
Endlich auch mal wieder ein Film mit einem befriedigenden Ende. Ich habe mich selbst beim Schauen dabei erwischt, wie ich mir gewünscht habe, dass Oscar von seiner Schwester wiedergeboren wird. Dieser Wunsch wurde auch auf sehr ansprechende Weise erfüllt. Eine Mehrdeutigkeit, wie Clyde sie andeutet, sehe ich beim Ende allerdings nicht. Von Anfang an hat Noé den Zuschauer auf dieses Ende vorbereitet und es letztendlich auch umgesetzt.

Nur eine Kleinigkeit hat mich an Enter the Void gestört: dieser bildgewaltige Film ist nichts für den heimischen Fernseher, da kommt er gar nicht richtig zur Geltung. Würde ihn gerne mal auf einer Kinoleinwand sehen...

Von mir gibts 10 von 10 Trips

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Es kotzt mich an, dass ich nicht Leben kann, wo ich will
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