Unsere kleine Filmwelt

Die bunte Welt des unterschlagenen Films
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 Betreff des Beitrags: Heiße Sporen - Folterranch der gequälten Frauen (1968)
BeitragVerfasst: 3. Aug 2013, 15:54 
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Originaltitel: Hot Spur
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1968
Darsteller: u. a. John Alderman, James Arena, Wes Bishop, Angel Carter, Paul Frank, Ellen Gaines, Virginia Gordon, Monique Heguy, Joseph Mascolo
Regie: Lee Frost
FSK: ungeprüft

Inhalt:


In einer Kneipe wird eine Frau von mehreren Cowboys belästigt, und kurz bevor einer sie vergewaltigen kann, geht ein junger Mexikaner, Carlo, dazwischen. Dafür bekommt er entsprechend eine Tracht Prügel ab. Aber die Frau wurde verschont. Einen der Männer erkennt er als den Mann, der seine Schwester vor seinen Augen vergewaltigt hatte. Und Carlo hat einen Plan. Er heuert als Stallbursche bei Jason an. Doch auf der Ranch von ihm wird Carlo schikaniert und von seinen Schergen geschlagen und getreten, und als er letzten Endes eine Nacht in einem der Ställe verbracht hatte, wird er vor die Tür gesetzt. Nicht auch deshalb, weil er Susan, die Frau von Jason, heimlich beobachtet hat.

Den Ring an Jasons Finger hat er wieder erkannt. Er gehörte damals zu den Männern, die seine Schwester erst ausgezogen, dann gefesselt und auch vergewaltigt haben. Und das will er Jason heimzahlen. In einer einsamen Berghütte schlägt er sein Lager auf und als Susan einen Ausritt unternimmt, entführt er sie kurzerhand und lässt diverse Spuren und auch ihr Pferd zurück, damit Jason auf jeden Fall auf seine Fährte kommen kann. Susan wird gefesselt in seiner Hütte angebunden. Sie fleht ihn an, sie frei zu lassen, aber Carlo möchte nicht, und weil sie weiter und weiter auf ihn einredet, gerade auch weil sie glaubt, dass Jason ein ehrlicher und rechtschaffender Mann ist, sagt Carlo ihr, warum das so passiert: Carlo will Jason das antun, was ihm auch angetan wurde, angefangen bei einer Vergewaltigung, die Susan über sich ergehen lassen muss. Als die Männer von Jason an die Hütte kommen, liefern sie sich mit Carlo ein Feuergefecht, aus dem sie als Verlierer hervor gehen. Und als dann noch die Pferde zu ihrer Heimat zurück kommen, kann Jason nichts mehr halten und er macht sich selbst auf den Weg Carlo zu jagen. Als er ihn in der Hütte stellt und auch verwunden kann, betritt er das Gefangenenlager. Doch anstelle ihm zu helfen, ersticht Susan ihren eigenen Mann.

Wertung:

Diese Film ist recht überschaubar, was seine Handlung anbelangt. Er gehört absichtlich in die Skandalfilm-Ecke, da hier ein Western mit Rape'n'Revenge-Thematik dargestellt wird, auch wenn die Gepeinigte dieses Mal nicht selbst die Rächerin ist. Das übernimmt hier Carlo, allerdings auf die gleiche Weise, wie es seiner Schwester angetan wurde. Damit macht er sich selbst der gleichen Tat schuldig. Hier allerdings nimmt das Opfer keine Rache an dem Täter sondern an dem Verursacher der ganzen Misere. Skandalträchtig war wohl zu der damaligen Zeit die Vergewaltigungssequenz, die erst in den 70ern und 80ern bis ins letzte Detail ausgeschmückt worden ist. Die Szenerie ist hierbei der Wilde Westen, was geringfügig ungünstig wirkt. Auch schauspielerisch gibt es keine Höchtsleistungen. Die Spannung ist komplett dahin, wenn man den Klappentext gelesen hat, denn dort steht bereits alles, was im Film passieren wird.

Schauspielerisch gibt es keinen herausragenden Charakter. Und auch die Handlung ist jetzt nichts besonderes. Das Verbot des Films ist aus heutiger Zeit fast ein Witz, denn die "Heftigkeit" bewegt sich im Rahmen von Last House on the Left.

Auch wer solche Filme bevorzugt, muss nicht unbedingt Gefallen daran finden, denn insgesamt ist das hier doch eher lahm. Viel zu viel Aufregung für ein Stück Filmgunst, auf den man getrost hätte verzichten können. Was allerdings positiv hervorzuheben ist: Man langweilt sich nicht und man hat es, lässt man den Rape/Revenge-Teil weg, mit einem einigermaßen sehbaren Western zu tun. Deshalb gibt es von mir gerade so 3,5/10 Punkten.

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Und Blaine, der Mono fuhr weiter Richtung Südosten unter dem Dämonenmond. "Warum taufte die Frau ihren Sohn Siebeneinhalb?" - "Weil sie seinen Namen aus einem Hut gezogen hat!"


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